Seniors
MG Wolfpack bezwingt Aachen mit Rumpfkader 30:14 und beschließt Oberliga-Saison als Tabellendritter - Mönchengladbachs American Footballer beendeten am Samstagnachmittag die diesjährige Oberliga-Saison mit einem 30:14-Erfolg bei den Aachen Vampires.
Arbeitssieg trotz Hindernissen im letzten Saisonspiel - Foto: Mike Hohnen
Mit 27 Ausfällen in den eigenen Reihen, allein 16 krankheitsbedingte Absagen erreichten Headcoach Phil Scales teils bis kurz vor Abfahrt am Samstagvormittag, geriet die Partie für das Team des MG Wolfpack zu einem frustrierenden Saisonabschluss, an dessen Ende aber wenigstens die Punkte im Gepäck der Vitusstädter blieben.
Als solider Tabellendritte beenden die Seniors des Rudels, die als Aufsteiger eine starke Saison gespielt haben, damit ihre diesjährige Spielzeit in Deutschlands vierthöchster Spielklasse, der NRW Oberliga.
Von Beginn an hatte das letzte Auswärtsspiel des Wolfpack am Samstag bereits unter schlechten Vorzeichen gestanden. Nach wetterbedingtem Trainingsausfall in der Woche und erneut einer ganzen Reihe von urlaubs-, verletzungs- und arbeitsbedingten Absagen hatte das Trainerteam um P. Scales für die Partie gegen Aachen bereits im Vorfeld viele Anpassungen vornehmen müssen. Dann jedoch konnten kurz vor Spielbeginn alle Pläne wieder über den Haufen geworfen werden, denn den Mönchengladbacher Cheftrainer erreichte ein Anruf nach dem anderen mit weiteren Absagen von erkrankten Spielern.
Ohne Kicker und Punter, mit zwei von zehn Wide Recievern und vielen anderen Ausfällen blieb den restlichen Mönchengladbachern Spielern nichts anderes übrig, als überwiegend positionsfremd aufzulaufen. „Iron-Man-Football“, wie Scales das kurz vor Anpfiff gegenüber den mitgereisten Fans frustriert betitelte.
Entsprechend unansehnlich entwickelte sich zunächst dann auch das von vielen Fehlern geprägte Spiel beider Teams im ersten und zweiten Quarter. Punktemäßig blieben die Gastgeber bis zur Halbzeitpause auf Augenhöhe; für weitere Frustration an der Sideline der Mönchengladbacher sorgten dann jedoch die Schiedsrichter. Mit einigen, nicht nur aus Sicht des Wolfpack sehr merkwürdigen Entscheidungen erhöhten sie die Verwirrung und den Frust vor allem der Gäste, für die das Match in Halbzeit Nummer eins damit endgültig zu einer ganz besonderen Herausforderung geworden war.
Nach einer kurzen, eher ungewöhnlichen Aussprache zwischen Trainern und Schiedsrichtern in der Halbzeitpause kehrten die Teams dann etwas motivierter und auch spielstärker auf den Platz zurück. Nach der eher zähen ersten Halbzeit arbeiteten Verteidigung und Angriff des Wolfpack im dritten und vierten Quarter jetzt erfolgreicher zusammen, bekamen die Abstimmungsprobleme und letztlich den Gegner besser in den Griff. Was am Ende zu einem 30:14 Erfolg führte; ein Ergebnis, das unter diesen Umständen auch hätte anders ausfallen können. Die Punkte für Mönchengladbach besorgten S. Brosi, Taylor und J. Brunenberg durch TD, die PATs verwandelten O. Dickens und D. Nana.
Trainer Scales hielt sich nach Abpfiff auch nicht lange mit Worten zum Tagesgeschehen auf: „Ich bin dieses Jahr unglaublich stolz auf alle meine Spieler, Trainer und Staff. Wir haben gemeinsam Höhen und Tiefen durchgemacht. Erfolgreich. Die Wolfpack-Familie hat in guten und schweren Zeiten bewiesen, dass sie zusammenhält.“
Die Saisonziele sieht der Headcoach erreicht: „Als Aufsteiger haben wir uns in dieser Oberliga weit mehr als etabliert und alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Ich danke allen unseren Fans, die uns zu Hause und auswärts unterstützt haben, allen Partner, Sponsoren und allen großartigen Mitgliedern des Vereins, die diese Saison möglich gemacht haben.“
Das Team des MG Wolfpack geht jetzt in eine kurze Pause, bevor dann Anfang November bereits das Training wieder starten und die Vorbereitungen auf die neue Saison beginnen werden.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Volker Boos - American Sports Mönchengladbach e.V.
In einem Spiel, welches nicht für schwache Nerven, aber eine Werbung für den American Football in Deutschland war, gewinnen die New Yorker Lions nach zweifacher Verlängerung gegen die Allgäu Comets, mit 34:36 (7:0; 0:7; 7:14; 7:0; 13:15) und ziehen damit in das Play-Off Halbfinale der Erima-GFL Saison 2023 ein.
DE 9 OJ Thompson war der Dreh und Angelpunkt der Defense der Lions - Foto: Fabian Uebe
Bereits im Vorfeld des Spiels, gab es für beide Teams Hiobsbotschaften zu verkraften. So mussten die Allgäu Comets auf ihren Spielmacher Javarian Smith verzichten, der aus familiären Gründen kurzfristig in die Heimat zurückkehrte. Bei den Lions fehlten nach wie vor die drei Leistungsträger Matthew Soldner, Luc Meacham und D’wayne Obi. Das Spiel begann mit dem Kick-Off der New Yorker Lions durch Luca Jeckstadt und dem ersten Angriffsdrive der Gastgeber, unter der Regie ihres neuen Spielmachers Terrence Shambry.
Nach einem schnellen First Down durch einen 15 Yard Lauf von Terrence Shambry, bis an die 41 Yard Linie der Comets, war es die Defense der Lions, welche den ersten Vorwärtsdrang der Hausherren stoppte. U.a. steuerte OJ Thompson seinen ersten von insgesamt drei Quarterbacks des Spiels bei. Den folgenden Punt der Allgäuer konnte Braunschweigs Nigel Lawrence nicht kontrollieren und den freien Ball sicherten sich die Gastgeber an der 31 Yard Linie, tief in der Spielfeldhälfte der Löwen.
Einen Spielzug später bediente Terrence Shambry seinen Ballfänger Ahsan Moore zum 7:0 (PAT M. Schade) und der ersten Führung für die Comets in der Endzone der Löwen. Was folgte, war ein, bis tief in das zweite Spielviertel hinein, hin und her der Angriffsrechte beider Teams. Bestimmt wurde die Partie zu diesem Zeitpunkt durch die beiden Verteidigungsreihen, welche den jeweiligen gegnerischen Offensive Abteilungen keinen Raum gaben. Auf Seiten der Verteidigung der Lions konnte zum einen die Defense Line um OJ Thompson, Eryk Paszkiewicz , Alan Steinohrt und Patrick Finke
immer wieder für Druck sorgen und so den Quarterback der Hausherren zu zum Teil überhasteter Aktion zwingen. Anderseits hatte die Passverteidigung der Braunschweiger mit Benjamin Krahl, Nigel Lawrence, Maximilian Wessel und Corvin Hennig, das gefährliche Receiver Corps der Comets gut unter Kontrolle. Für die Kontrolle des Laufspiels sorgte die Linebackercrew um David Müller, die den Runningbacks der Hausherren und Spielmacher Terrence Shambry selbst, nicht viel Raum gaben.
Der Angriff der New Yorker Lions fand vorerst nicht die Mittel und Wege, sich gegen die von Niall Padden gut eingestellte Verteidigung der Allgäu Comets durchzusetzen. Erst kurz vor der Halbzeitpause gelang es dem Angriff der Löwen um Quarterback Karé Lyles erstmalig, sich Yard um Yard immer weiter der Endzone der Comets zu nähern.
Mit Pässen auf Niklas Römer, Tammo Vroom und dem an diesem Tag besten Ballfänger der Löwen nach Yards, Loan Kuci, kam man bis an die fünf Yard Linie der Allgäuer voran. Den Ausgleich zum 7:7 (PAT L. Jeckstadt) erzielte Anton Jallai, nach Pass von Karé Lyles. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Halbzeitpause.
Den besseren Start ins Spiel und die richtigen Anpassungen in der Pause, hatten zu Beginn des dritten Spielviertels die New Yorker Lions gemacht. Nachdem Kick-Off der Comets, startete die Offense der Löwen ihren ersten Angriffsdrive der zweiten Spielfeldhälfte an der eigenen 12 Yard Linie. Mit Läufen von Finn Oppermann, der erneut D’wayne Obi als Runningback vertrat und Pässen von Karé Lyles auf Alan Steinohrt, welcher nicht nur in der Defense, sondern auch als Tight End im Angriff eingesetzt wurde,
ging es für die Braunschweiger Richtung Endzone der Allgäuer. Zusätzlich sorgten Strafen gegen die Gastgeber für Raumgewinn. Für den erfolgreichen Abschluss der Angriffsserie war Loan Kuci zuständig, der nach einem kurzen Pass von Karé Lyles über 30 Yards, den Touchdown zum 7:14 (PAT L. Jeckstadt) erzielte. Es folgte ein schnelles „three and out“ der Braunschweiger Defense gegen den Angriff der Comets, aber auch ein weniger erfolgreicher Angriffsversuch der Löwen, welcher in einem Punt von Javier Sanz endete.
Dieser berührte, aus Sicht der Allgäu Comets unglücklich, einen ihrer Spieler, worauf Braunschweigs Justin Heller geistesgegenwärtig den Ball für sein Team sichern konnte. Ein Lauf von Karé Lyles und ein 25 Yard Pass auf Loan Kuci, bereiteten die nächsten Punkte für die Lions vor. Das 7:21 (PAT L. Jeckstadt) erzielte Anton Jallai nach sieben Yard Pass von Karé Lyles. Doch trotz der zwei Touchdown-Führung der Lions, ließen sich die Hausherren nicht beeindrucken und antworteten umgehend.
Nachdem Kick-Off Return von Allgäus Benjamin Perauer bis an die 36 Yard Linie, bediente Quarterback Terrence Shambry erst Ahsan Morre mit einem schönen Pass über 49 Yards bis an die 16 Yard Linie der Lions, gefolgt von einem weiteren Pass auf Nathanael Stewart, der auf 14:21 (PAT M. Schade) verkürzen konnte. Mit diesem Spielstand ging es ins vierte und eigentlich letzte Spielviertel. Zunächst waren es wieder beide Verteidigungsreihen, welche das Spiel kontrollierten.
So läutete eine Aktion der Comets Defense schließlich auch den Ausgleich der Partie ein. Bei einem Lauf von Finn Oppermann auf Höhe der eigenen 35 Yard Linie, verlor dieser bei einem harten Tackle den Ball, welcher von den Kemptenern tief in der Braunschweiger Hälfte gesichert werden konnte. Kurze Zeit später war es Allgäus Wide Receiver Marcel Schade, der sträflich allein gelassen, nach einem 12 Yard Pass von Terrence Shambry, den Ausgleich zum 21:21 (PAT M. Schade) herstellte.
Der folgende Angriffsdrive der Lions wurde überschattet von einer schweren Beinverletzung des polnischen Offense Line Spieler der New Yorker Lions, Jakub Berezowski, dem ein Notarzteinsatz und eine ca. 30-minütige Spielunterbrechung folgte. Nach der Unterbrechung lief bei den Braunschweigern vorübergehend nicht viel zusammen, aber es war erneut die Verteidigung der Löwenstädter, welche wieder ins Spiel fand und ihrem Team die Möglichkeit gab, während der regulären Spielzeit das Spiel zu entscheiden.
OJ Thompson blockte einen Punt der Kemptener kurz vor Schluss und Eryk Paszkiewicz sicherte seinen Farben kurz vor der Endzone der Allgäu Comets den Ball. Leider geriet bei auslaufender Uhr der 38 Yard Fieldgoalversuch durch Luca Jeckstadt zu kurz und es hieß im Kemptener Illerstadion – Overtime – in der aus Sicht der Löwen, Niklas Römer zum Matchwinner werden sollte.
Die Regeln in der Verlängerung sehen vor, dass initial jedes Team einen Angriffsversuch von der 25 Yard Linie bekommt. Ab der 2. Verlängerung ist es dann notwendig, nach einem Touchdown eine Two-Point-Conversion zu spielen, um eine Entscheidung zu erzielen. Die Allgäu Comets gewannen den Coin-Toss und entschieden sich zuerst für das Angriffsrecht. Einem Pass von Terrence Shambry auf Benjamin Perauer, folgte ein Lauf von Keito Noguchi bis an die sechs Yard Linie der Lions. Nach zwei Strafen gegen die Verteidigung der Braunschweiger, sorgte schließlich Terrence Shambry selbst mit einem Lauf über zwei Yards, für das 28:21 (PAT M. Schade).
Die New Yorker Lions antworteten ihrerseits umgehend. Gleich im ersten Spielzug fand Karé Lyles Niklas Römer mit einem 25 Yard Pass zum 28:28 (PAT L. Jeckstadt) in der Endzone der Gastgeber. Somit ging es in die zweite und vorgegriffen, finale Verlängerung. Erneut legten die Allgäu Comets vor. Terrence Shambry benötigte mit seiner Offense nur zwei Spielzüge, um erneut durch Nathanael Stewart zu scoren und den Spielstand auf 34:28 zu erhöhen. Entscheidend für das Spiel war, das die Braunschweiger Verteidigung den Versuch der folgenden Zwei-Punkte-Erhöhung verhindern konnte.
Mit diesem kleinen Vorteil im Rücken, betrat der Angriff der New Yorker Lions das Feld. Loan Kuci brachte mit einem 21 Yard Passfang sein Team bis dicht an die Endzone der Hausherren voran. Niklas Römer sorgte mit einem weiteren Catch, nach Pass von Karé Lyles, für den 34:34 Ausgleich.
Mit einer erfolgreichen folgenden Two-Point Conversion würde das Spiel entschieden sein und die New Yorker Lions ständen erstmal nach 2019 wieder in einem Play-Off Halbfinale. Diese Verantwortung übernahm nochmals die Kombination Karé Lyles, Niklas Römer, die zum dritten Mal in der Verlängerung scoren sollte und mit dem 34:36 Endstand die Teamzone und die Fans der Braunschweiger jubeln ließ.
Damit spielen die New Yorker Lions am kommenden Wochenende entweder gegen die Ingolstadt Dukes oder die Potsdam Royals, um den Einzug in den German Bowl am 14. Oktober 2023 in Essen. Ein großes DANKESCHÖN geht an die Allgäu Comets für die Unterstützung im Rahmen der schweren Verletzung von Jakub Bereszowski, welche den großen Zusammenhalt in der Erima GFL und den Ausspruch „Football Family“ nochmals unter Beweis stellt.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Holger Fricke - New Yorker Lions
Am vergangenen Samstag haben die Bochum Rebels auch ihr fünftes und letztes Heimspiel in dieser Saison gewonnen. Am Ende stand ein 28:21 gegen die Euskirchen Lions auf dem Scoreboard. Damit sind die Bochumer mindestens Zweiter in der Landesliga und sollten in die Verbandsliga aufsteigen.
Nur ein Shoestring Tackle von Defensive Back Hans Gebauer #24 sicherte den Rebels den Sieg - Foto: Oliver Jungnitsch
Das Spiel begann um 17:00 Uhr auf dem Sportplatz Zum Schultenhof in der Landesliga. Es waren 350 Zuschauer anwesend, darunter viele vom Gastverein und auch Spieler von den Oberhausen Tornados. Bei den Gästen gab es Verstärkungen aus der ELF, darunter Offensive Coordinator Alexander Frisch, der bei den Cologne Centurions als Quarterback spielt, und Jan Harms, der im Kader der Centurions auch als Defensive Tackle spielt. Für beide Mannschaften war es das letzte Spiel in dieser Saison.
Die Gäste gewannen den Münzwurf und entschieden sich, den Ball in Empfang zu nehmen. Bochum versuchte zu Beginn ein Onside-Kick, der jedoch misslang, und so starteten die Lions in der Hälfte der Bochumer ihren ersten Drive. Lions Running Back David Aigner #20 lief viele Male den Ball, nicht nur zu Beginn des Spiels. Schließlich erzielten die Gäste ihren ersten Touchdown durch einen Pass von Euskirchen Quarterback Michael Zimmer auf Wide Receiver Julian Behrend #12 (0:6). Der PAT von Andreas Niessen #4 war erfolgreich, und es stand 0:7.
Bochum versuchte im ersten Drive, einen vierten Versuch auszuspielen, schaffte es jedoch nicht, die benötigten 10 Yards zu erreichen: So gab es einen Turnover on Downs. Auch Euskirchen spielte im Anschluss einen vierten Versuch aus und war erfolgreich. Der zweite Touchdown wurde erneut von Wide Receiver Julian Behrend nach einem Pass von Michael Zimmer erzielt (0:13) (PAT Niessen – 0:14).
Die Rebels hatten Glück im Unglück im nächsten Drive, als Running Back David Rickert #33 den Ball verlor, aber Offensive Lineman Pascal Hölzner ihn sichern konnte. Dennoch endete auch dieser Drive ohne Punkte für die Hausherren. Das Angriffsrecht wechselte zunächst mehrfach, bevor Rebels Linebacker Michel Kreska #55 einen Pass von Zimmer abfangen und damit in die Endzone der Gäste zum Pick Six laufen konnte. Der PAT von Dominik Falk #40 war erfolgreich (7:14).
Vor der Pause glichen die Bochumer aus, als Quarterback Dominik Schaumburg #12 einen Pass auf Wide Receiver Niklas Deutscher #1 warf (PAT Falk) und es stand 14:14.
Nach der Pause gingen die Hausherren in Führung, als ein Pass auf Felix Lehmann einen Touchdown erzielte und es stand 20:14 (PAT Falk 21:14). Im letzten Quarter erhöhten die Rebels nach einem Pass in die Endzone auf Niklas Deutscher auf 28:14 (PAT Falk). Am Ende wurde es noch einmal richtig spannend, da Bochum den Ball durch einen Fumble verlor und die Lions in der Mitte des Feldes einen erneuten Drive starten konnten. Nach einem weiten Pass auf Fynn Handschke gelang es den Euskirchen Lions, bis zur 25 Yardline der Rebels vorzurücken. Nach einem Pass in die Endzone auf Maximilian Schmude verkürzten die Lions auf 28:21 (PAT Niessen gut). Kurz vor dem Spielende kamen die Gäste noch bis zur 8 Yardline der Bochumer, aber im vierten und entscheidenden Versuch für Euskirchen fand Quarterback Zimmer keine Anspielstation und lief in Richtung Endzone. Nur ein Shoestring Tackle von DB Hans Gebauer #24 sicherte den Rebels den Sieg. Kurz danach lief die Uhr aus und die Bochumer, angeführt von Head Coach Jeromin, stürmten den Platz.
Einen Tag nach dem Spiel und nach einer harten Nacht konnte Head Coach Jeromin zu einem Statement veranlasst werden: "So wie es aussieht, steigen zwei Teams auf, und wir sind wohl eines davon. Aber hier liegt die endgültige Entscheidung beim Verband. Meine erste Saison war und ist immer noch grandios, denn wir haben es geschafft, in kurzer Zeit ein geniales und motiviertes Trainerteam zusammenzustellen. Unser Coaching Staff wird weiterwachsen. Für die neue Saison gibt es schon Neuverpflichtungen, die wir der Öffentlichkeit bald vorstellen werden. Mit unserem letzten Saisonspiel haben wir Werbung für den American Football und die Bochum Rebels abgeliefert. Das ist umso erstaunlicher, da es bei den Trainern und im Team viele unterschiedliche Charaktere gibt, die sich jedoch zusammengerauft und gefunden haben. Aber auch unsere Jugend steht gut da und wird sich stetig verbessern. Noch einmal zurück zum Spiel: Ich bin stolz, dass wir den Zuschauern ein so spannendes Spiel bieten konnten. Auch als wir in Rückstand gerieten, hatte ich nie Angst, die Kontrolle über das Spiel zu verlieren und die Aufholjagd hat dies auch bestätigt. Am Ende haben wir es noch einmal spannend gemacht. Dank einer superkrassen Defense-Leistung mit vier Downs vor der eigenen Endzone haben wir den Sieg verteidigt, das war bombastisch!"
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Oliver Jungnitsch für NRW Football
Die Minden Wolves haben die Vizemeisterschaft in der Oberliga vorzeitig perfekt gemacht. Das Duell beim Tabellendritten Mönchengladbach Wolfpack gewannen die American Footballer der DJK Dom mit 33:21 (7:0, 7:0, 13:7, 6:14). Damit ist ihnen der zweite Platz hinter Krefeld nicht mehr zu nehmen.
Willie Fedd jr. erzielet drei Touchdowns - Foto: DJK Dom Minden
Das Duell der Liga-Neulinge und der beiden Wolfsrudel sah einen ungefährdeten Erfolg der Mannen um Headcoach Phil Gamble, der allerdings noch deutlicher hätte ausfallen können. „Wir haben unsere Stärken nicht so ausgespielt, wie wir es können. Heute zählte aber in erster Linie der Sieg und die Vizemeisterschaft. Das haben wir geschafft. Alles andere ist eher zweitrangig“, bilanziert Gamble.
Für das heimische Wolfsrudel war es ein zäher Start in die Partie, denn erst der dritte Drive im ersten Viertel verlief rund und brachte zugleich Zählbares aufs Scoreboard. Phil Gamble, der zunächst als Quarterback agierte, lief mit dem Ball, sah den freistehenden Aymen Tlili in der Endzone und bediente ihn mit feinem Pass: Touchdown! Inklusive des PAT (Point after Touchdown) hieß es 7:0. Mehr allerdings gab es im ersten Abschnitt nicht zu bejubeln. Das lag auch daran, dass beide Defensivreihen ihren Job machten und die oftmals fehlerhafte gegnerische Offense immer wieder zum Stoppen brachten.
Dieses Bild änderte sich auch im zweiten Quarter kaum. Die Pässe auf Mindener Seite kamen nicht punktgenau, Läufe wurden von Mönchengladbach aufgrund einer bis dato nicht sattelfesten O-Line der Gäste im Keim erstickt (...).
Gut eine Minute vor dem Pausenpfiff erhöhte Phil Gamble mit einem schönen Lauf auf 13:0, nach dem PAT hieß es 14:0. Glück hatten die Mindener in den letzten Sekunden des zweiten Viertels. Die Hausherren profitierten von einem guten Puntreturn und einer 15 Yard-Strafe, standen plötzlich nur noch zehn Yard vor der Endzone. Doch die Mindener Defense verhinderte den ersten Touchdown durch zwei gute Aktionen – den Hausherren lief die Zeit davon, ohne Punkte!
Minden kam nach der Pause sehr engagiert auf den Rasen zurück. Willie Fedd jr. fing einen langen Pass, ließ mehrere Gegner wie Slalomstangen stehen und vollendete wenige Sekunden nach Wiederbeginn zum 20:0. Per Extrapunkt erhöhten die Wolves auf 21:0.
Nach einer Interception von Gamble, der anschließend dem gerade erst aus der Jugend gekommenen Fabrice Steinbach, der seine Rolle als Quarterback sehr gut ausfüllte, Platz machte, und ersten Schwächen, die die Defense offenbarte, sowie einem persönlichen Foul, das 15 Yards Strafe einbrachte, stand Mönchengladbach urplötzlich in der Endzone und verkürzte mit PAT auf 7:21.
Ein Pass von Steinbach zu Fedd jr, der den Ball in der Endzone fing, wurde wegen eines Holdings annulliert. Es war bereits der vierte Versuch, der in Höhe der Mittellinie überraschend ausgespielt worden war. Der musste mit Raumverlust wiederholt werden. Doch statt des nun erwartenden Punts überraschten die Wolves erneut, diesmal mit einem Trickspielzug: Gamble passte auf Fedd jr, der vollendete. Somit erhöhte Minden trotz geblockten PATs auf 27:7. Angesichts der Tatsache, dass die heimischen Footballer das Hinspiel mit 45:14 für sich entschieden hatten, war die Vizemeisterschaft spätestens jetzt unter Dach und Fach.
Mönchengladbach kämpfte aber darum, sich auf dem Scoreboard noch besser zu präsentieren. Und das gelang, weil die Wolves-Defense kurzfristig nicht voll im Bild war. Das nutzten die Hausherren, um im abschließenden Viertel auf 14:27 zu verkürzen. Und als sich zwei Mindener bei einem Onside-Kick des Gegners behinderten und der Ball wieder bei den Gastgebern landete, witterten die noch einmal eine Morgenluft, die Partie auf ein One-Score-Game stellen zu können. Doch diesmal stand die Defense und hielt Mönchengladbachs Angriffsbemühungen stand. Und die Mindener Offense gab anschließend genau die richtige Antwort. Mike Davis nahm den Ball an der eigenen 30 Yard-Linie auf und lief mit ihm bis zur 18 Yardline des Gegners. Eine zu gute Ausgangsposition, als dass man sie nicht nutzen würde. Fabrice Steinbach fand mit seinem Pass Willie Fedd jr., der seinen dritten Touchdown erzielte – 33:14!
Etwas ärgerlich verliefen die letzten Minuten der Wolves mit einem dritten Touchdown für Mönchengladbach (...). Nun steht für die Minden Wolves am 30. September (nicht am 23. September) der Saisonabschluss vor eigenen Fans auf dem Programm. Und das im Weserstadion im Dienst der guten Sache. Die Partie gegen die Dortmund Giants ist die Auftaktveranstaltung der BKK Melitta hmr für den Monat des „Kampfes gegen den Brustkrebs“. Um das zu unterstützen, läuft das Wolfsrudel passend zur Aktion in eigens dafür angefertigten Trikots in pink auf! Kickoff ist um 15 Uhr.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Volker Krusche - Minden Wolves (redaktionell gekürzt)
Im Halbfinale der European League of Football (ELF) waren genau 144 Sekunden übrig, als die Fans von Rhein Fire, unter den 9.858 Zuschauern in der Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena, den Siegesgesang "Finale, oho" anstimmten. Sergej Kendus, ein echter Duisburger Spieler im Fire-Trikot, stürmte mit dem Ball in die Endzone von Frankfurt Galaxy und besiegelte den Endstand von 42:23 (0:3, 14:13, 14:7, 14:0). Dieser 13. Sieg im 13. Saisonspiel brachte die Schützlinge von Cheftrainer Jim Tomsula ins ELF-Endspiel. Dort werden sie am kommenden Sonntag, dem 24. September, um 15:30 Uhr auf Stuttgart Surge treffen, die sich im zweiten Halbfinale mit 40:33 gegen Titelverteidiger Vienna Vikings durchsetzten.
Fire im Finale - Foto: Justin Alexander Derondeau
Obwohl das Team bisher in der Saison 2023 makellos gespielt hatte, wies Headcoach Tomsula alle Glückwünsche ab. "Das kommt zu früh, noch haben wir nichts erreicht. Wir haben noch eine Aufgabe, vielleicht die schwierigste überhaupt bisher, zu erledigen. Gratulieren könnt ihr nächste Woche, wenn es einen Grund dazu gibt." Die Partie gegen die Galaxy war bereits schwierig genug. Bis zur Halbzeit hatte die gewöhnlich präzise Angriffsmaschinerie der Rheinländer nur langsam in Gang gefunden. Das starke Laufspiel der vergangenen Wochen kam nicht richtig ins Spiel, und es wurden nur 31 Yards Raumgewinn im Rushing Game verbucht.
Auch Quarterback Jadrian Clark fand seinen Rhythmus nicht richtig und konnte nur 9 von 17 Pässen in den ersten beiden Vierteln erfolgreich abschließen. Immerhin punktete Fire in zwei Angriffsserien mit Touchdown-Pässen auf Tim Sauerland und Harlan Kwofie. Die Frankfurter kämpften sich durch kurze Läufe und Pässe vorwärts, wurden aber von der Fire-Defense auf einen Touchdown und drei Field Goals beschränkt. So gingen die Gäste mit einer knappen 16:14-Führung in die Pause.
Nach der Halbzeitpause kehrte das Offensiv-Feuerwerk von Fire zurück. "Wir sind zu den Basis-Spielzügen zurückgekehrt", erklärte Offense Coordinator Andrew Weidinger später. "Durch starkes Laufspiel den Platz für die Pässe schaffen, ist ein bewährtes Rezept, um Deckungen zu knacken." Der erste Drive im dritten Quarter verlief vorbildlich, mit sieben Läufen von Glenn Toonga, Sergej Kendus und Willie Patterson arbeitete sich Fire über das Feld. Ein kurzer Pass an Fullback Patrick Poetzsch brachte die Gastgeber in Führung. Diese Führung gaben sie nicht mehr ab.
Beim nächsten Ballbesitz erweiterte Runningback Toonga mit einem beeindruckenden 46-Yard-Lauf den Vorsprung auf 28:16. Obwohl die Hessen noch einmal verkürzten, war gegen die Angriffskraft von Fire kein Kraut gewachsen. Im Schlussabschnitt trugen Jannik Lörcks, der den 57. Touchdown-Pass der Saison von Spielmacher Clark fing, und der Lokalmatador Kendus zum klaren Endstand bei.
Die Fire-Defense verdient ebenfalls Lob, da sie den Galaxy-Spielmacher Jakeb Sullivan ständig unter Druck setzte und ihn fünfmal bei Passversuchen zu Boden brachte (sackte). Die Abwehr hatte ihren großen Auftritt, bevor der Jubel der Fans losbrach, als Cornerback Till Janssen 78 Sekunden vor dem Ende einen Sullivan-Pass abfing (Interception).
Am nächsten Sonntag, dem 24. September 2023, um 15:30 Uhr, findet in der Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena das dritte ELF-Endspiel statt. Da sowohl Titelverteidiger Vienna Vikings als auch 2021-Gewinner Frankfurt Galaxy bereits im Halbfinale gestoppt wurden, wird es auf jeden Fall einen neuen Champion geben, wenn Rhein Fire gegen Stuttgart Surge antritt. Es gibt nur noch wenige Restkarten für dieses Spiel, da bereits mehr als 30.000 Tickets verkauft wurden, bevor die Finalpaarung feststand.
Verantwortlich für den Inhalt: Rhein Fire - Number One Sportbetriebs GmbH (redaktionell geändert)
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