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Obwohl noch nicht alle Wünsche spielerisch erfüllt wurden, hat Rhein Fire einen tollen Start in die neue Saison der European League of Football (ELF) hingelegt. Mit 33:9 (13:0, 6:6, 7:0, 7:3) gegen den "ewigen" Rivalen Frankfurt Galaxy feierte das Team von Cheftrainer Jim Tomsula einen sicheren Heimsieg vor der Liga-Rekordkulisse von 12.665 Zuschauern in der Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena. "Auch wenn es nur das erste Spiel war, hilft ein Auftakterfolg auf jeden Fall für die nächsten Aufgaben", strahlte Fire-Generalmanager Tom Aust. "Ein Anfang ist gemacht, und hoffentlich werden die Fans gerne wiederkommen."
Rhein Fire 2022 - Foto: Oliver Jungnitsch
Bei strahlendem Sonnenschein legten die Gastgeber einen Traumstart hin. Bereits in der ersten Angriffsserie schloss Runningback Daniel Rennich mit einem 1-Yard-Lauf zum Touchdown ab. Der Extrakick ging allerdings daneben, genauso wie später ein weiterer. Der Versuch der Hessen, direkt zurückzuschlagen, endete nur kurz vor der Fire-Endzone. Dann fing Verteidiger Omar Williams einen Pass von Galaxy-Spielmacher Jakeb Sullivan ab und trug den Ball fast schon lässig über 85 Yards zum 13:0.
Kurz nach Beginn des zweiten Quarters legte Anthony Mahoungou noch einen drauf: Der neue Fire-Passempfänger, der 2021 noch ELF-Champion mit den Hessen war, fing einen 46-Yard-Pass von Clark zum 19:0. 29 Sekunden vor der Pause gelang es der Galaxy endlich, ihre ersten Zähler zu erzielen, als Sullivan Reece Horne passgenau bediente.
Im dritten Viertel waren beide Abwehrreihen hellwach, und das Offensivspiel auf beiden Seiten plätscherte lange vor sich hin. Erst in den letzten beiden Minuten des dritten Abschnitts klickte der Fire-Angriff wieder. Zunächst schickte Quarterback Clark einmal mehr Anthony Mahoungou mit einem 40-Yard-Pass auf die Reise, und der gebürtige Duisburger Sergej Kendus erlief anschließend die nächsten sechs Punkte. Die starke Vorstellung der Defense krönte dann Max Richter, der eine weitere Interception über 55 Yards zum Touchdown trug. Das Frankfurter Field Goal zum 33:9-Endstand war nur noch kosmetisch.
Ausschlaggebend war zum einen die herausragende Vorstellung der rheinischen Defense. "Solche Spiele machen bei den Leistungen unserer Abwehr besonders viel Spaß", jubelte Defensive Back Benj Barnes anschließend, "und gegen die Galaxy noch ein bisschen mehr." Verständlicherweise, da Football-Weltenbummler Barnes auch schon das Trikot der lila Gäste getragen hat. "Da weiß man, wofür wir uns gründlich vorbereitet haben", meinte Defense-Chef Richard Kent nur trocken. Ebenfalls top vorbereitet war die Offensive Line. "Ich wusste, dass die Jungs gut sind, aber dass es so gut funktioniert hat, hat mich angenehm überrascht", bemerkte O-Line-Coach Erol Seval. Die kräftigen Jungs aus der ersten Angriffsreihe beschützten nicht nur Spielmacher Clark nahezu perfekt („Ich muss mich wirklich bei ihnen bedanken, sie haben ihre Aufgaben grandios gelöst“, schwärmte der Fire-Spielmacher), sondern rissen auch immer wieder Lücken für das Laufspiel über Rennich, Kendus und Tyrone Alexander.
So geht es weiter Zum ersten Auswärtsspiel des Jahres fährt das Tomsula-Team am kommenden Sonntag zu den Hamburg Sea Devils. Die Sea Devils tragen erstmals ein ELF-Spiel im Hamburger (Volkspark-) Stadion aus und rechnen mit mehr als 20.000 Zuschauern in der Arena. Zum nächsten Heimspiel erwartet Rhein Fire das neue ELF-Team Paris Musketeers (18. Juni 2023, 16:25 Uhr) in der Schauinsland-Reisen-Arena. Die Franzosen gewannen ihre Premieren-Party bei den Cologne Centurions mit 24:17.
Verfasser*in und verantwortlich für den Inhalt: Rhein Fire - Number One Sportbetriebs GmbH (redaktionell geändert)
Am gestrigen Samstag fand das mit Spannung erwartete Spiel in der Landesliga zwischen den Bochum Rebels und den Lüdenscheid Lightnings statt. Die beiden Mannschaften traten im Kampf um die Tabellenführung gegeneinander an. Der Anpfiff erfolgte um 17:00 Uhr.
Niklas Deutscher #1 steuerte einen Touchdown zum Sieg der Bochum Rebels bei - Foto: Oliver Jungnitsch
Die Lüdenscheid Lightnings gingen mit einer beeindruckenden Bilanz in das Spiel. Sie hatten lediglich eine Niederlage im Ligabetrieb hinnehmen müssen. Gestern liefen sie ohne ihre beiden ersten Quarterbacks auf, da beide verletzungsbedingt ausfielen. An ihrer Stelle übernahm Dirk Vogt #9 die Position und führte das Team erfolgreich durch das Spiel.
Die Bochum Rebels hingegen hatten mit Personalsorgen in der Offensive Line zu kämpfen. Dennoch waren sie hochmotiviert und wollten ihre Stärke unter Beweis stellen. Das Spiel begann mit einem Kickoff der Bochum Rebels. Die Lüdenscheid Lightnings setzten besonders auf ihr Power Running Game mit den Runningbacks Jan Berger (#1) und Matthias Schaffer (#7) sowie dem Fullback Phillip Reiß (#42). Bereits im ersten Drive gelang es den Gästen, die ersten Punkte aufs Scoreboard zu bringen. Kicker Jannik Steuber (#17) erzielte ein Field Goal über rund 35 Yards und verschaffte den Lightnings somit eine 3:0-Führung.
Die Rebels erwischten einen Fehlstart, als der erste Pass von Quarterback Dominik Schaumburg abgefangen wurde und das Angriffsrecht an die Lightnings wechselte. Diese nutzten den Fehler der Rebels in der Redzone aus und Fullback Philipp Reiß (#42) erzielte den ersten und einzigen Touchdown für die Gäste. Der Extra Point wurde von Kicker Steuber erfolgreich verwandelt und die Lightnings führten nun mit 10:0.
Doch die Rebels ließen sich von diesem Rückstand nicht entmutigen. Mit einem Field Goal von Dominik Falk (#40) über 45 Yards verkürzten sie den Abstand und erzielten ihren ersten Treffer. Kurz darauf gelang es Quarterback Schaumburg, seinen Wide Receiver Niklas Deutscher (#1) in der Endzone der Lüdenscheider zu finden und den Ausgleich herbeizuführen. Der Extra Point von Falk war erfolgreich und es stand 10:10.
Kurz vor der Halbzeit gelang den Rebels ein weiteres Field Goal, das ihnen eine knappe 13:10-Führung bescherte. In der zweiten Halbzeit zeigte die Defense der Rebels unter der Leitung von Defensive Coordinator Martin Bogdanyi eine starke Leistung und ließ keine weiteren Punkte der Lightnings zu.
Auf Seiten der Rebels sorgte Quarterback Schaumburg selbst für einen weiteren Touchdown, als er ungehindert über kurze Distanz in die Endzone lief. Dieser Touchdown brachte den Rebels die entscheidende Führung, die sie bis zum Ende des Spiels verteidigten.
Die Lüdenscheid Lightnings mussten somit ihre erste Niederlage in dieser Saison hinnehmen und die zweite in der Vereinsgeschichte verkraften. Die Bochum Rebels hingegen bleiben weiterhin erfolgreich und auf Kurs.
Head Coach Christoph Jeromin äußerte sich nach dem Spiel zufrieden mit dem knappen Sieg seiner Mannschaft: "Es war ein bittersüßer Sieg für uns. Beide Trainercrews hatten sich das Spiel sicherlich anders vorgestellt. Lüdenscheid war ohne ihre Quarterbacks angetreten und wir hatten mit Verletzungen in der Offensive Line zu kämpfen. In der ersten Halbzeit hatten uns die Lightnings gut im Griff, aber zur zweiten Hälfte haben wir einige Änderungen vorgenommen. Unsere Beharrlichkeit und wieder einmal unser Teamzusammenhalt waren letztendlich der Garant für unseren Sieg."
Mit diesem Sieg festigen die Bochum Rebels ihre Position an der Tabellenspitze und bleiben auf Erfolgskurs. Das kommende Wochenende steht bereits wieder ein wichtiges Spiel für die Rebels an, denn sie reisen nach Brilon, um gegen die Lumberjacks anzutreten. Auch die Lüdenscheid Lightnings haben keine Zeit, sich über die Niederlage zu ärgern, denn sie empfangen in einem Derby die Iserlohn Titans, für das bereits 1700 Tickets verkauft wurden.
Die beiden Teams werden am 24.06.2023 erneut aufeinandertreffen, wenn das Rückspiel zwischen den Bochum Rebels und den Lüdenscheid Lightnings ansteht. Es wird interessant sein zu sehen, ob die Lightnings dann Revanche nehmen können oder ob die Rebels erneut als Sieger vom Platz gehen.
Die Fans beider Mannschaften können sich auf spannende Begegnungen freuen, denn sowohl die Rebels als auch die Lightnings haben in dieser Saison gezeigt, dass sie zu den Top-Teams der Landesliga gehören. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Tabellensituation weiterentwickeln wird und welche Mannschaft am Ende die Nase vorn haben wird.
Unsere Bildergalerie zur Begegnung:
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Oliver Jungnitsch für NRW Football
Weiterhin in der Erima-GFL Saison 2023 ungeschlagen, bleiben die New Yorker Lions. Vor knapp 2.000 Zuschauer im Kieler Kilia-Stadion, besiegen die Löwen von Headcoach Troy Tomlin die Gastgeber aus Kiel klar mit 16:35 (0:0; 10:14; 0:7; 6:14).
RB 22 Dwayne Obi scorte zwei Mal - Foto: Fabian Uebe
Die Kiel Baltic Hurricanes gestalteten das Spiel bis ins dritte Spielviertel hinein offen und mussten sich letztendlich erst im vierten und letzten Quarter endgültig geschlagen geben. Mit auschlaggebend für den Sieg der Lions, waren dabei vier Turnover der Braunschweiger Defense bzw. der Special Teams, von denen sich die Kiel Baltic Hurricanes nicht erholen konnten.
Die Hurricanes begannen das Spiel mit dem Kick-off durch Bendikt Englmann. Der Angriff der Lions um Quarterback Karè Lyles startete an der eigenen 31 Yard Linie mit ihrem ersten Drive und kamen mit Passfängen von Luc Meacham, Loan Kuci und Aaron Lawson gut voarn. Zusätzlich sorgte D’wayne Obi mit einem Lauf für ein neues First Down.
Die Verteidigung der Gastgeber brauchte einige Minuten, um sich auf den Angriff der Löwen einzustellen, konnten dann jedoch die Angriffsversuche der Braunschweiger im ersten Drive, als auch im weiteren Verlauf des ersten Spielviertels gut kontrollieren und stoppen. Ähnlich positiv lief es für die Defense der New Yorker Lions, die ihrerseits den Angriff der Kieler, welcher mit dem deutschen Spielmacher Henrik Wolk, anstatt ihres angeschlagenen Kanadiers Kaleb Scott das Spiel bestritten, kontrollierten.
So dauerte es bis kurz nachdem ersten Seitenwechsel, bevor Hurricanes Receiver und Kicker Benedikt Englmann mit einem 37 Yard Fieldgoal zum 3:0 für die ersten Punkte sorgte. Doch die Offense der Löwen von Offense Koordinator Kim Kuci antwortete umgehend. Luc Meacham mit einem schönen Passfang über 21 Yards und eine Strafe für Passbehinderung gegen die Verteidigung der Hausherren, brachte die Lions bis an die 14 Yard Linie Kiels heran.
Von dort aus bediente Karè Lyles Alexander Tounkara mit einem sehenswerten Pass in der Endzone der Fördestädter zum 3:7 (PAT L. Jeckstadt). Braunschweigs Defense stoppte auch den nächsten Drive des Kieler Angriffs schnell und brachte ihren Angriff wieder auf das Feld. Leider missglückte Spielmacher Karè Lyles der erste Passversuch der Angriffsserie und der Ball landete in den Armen von Kiels Verteidiger Bodo Bilitewski. Die Kiel Baltic Hurricanes bedankten sich für dieses Geschenk tief in der Hälfte der Lions und kurze Zeit später fand Spielmacher Henrik Wolk seinen Passempfänger Benedikt Englmann zum 10:7 in der Endzone des Gegners.
Die folgende Angriffsserie der Lions begann vielversprechend und führte sie schnell bis in die Hälfte der Kieler. Dort war aber Schluss und auch ein ausgespielter vierter Versuch brachte keinen Erfolg.
Somit kam kurz vor der Halbzeit der Kieler Angriff nochmals auf das Feld, musste sich aber erneut der Lions Defense geschlagen geben und punten. Aus Sicht der Kieler lief aber an dieser Stelle einiges schief und Punter Philip Stuhr verlor den Ball, welcher von Braunschweigs OJ Thompson auf Höhe der Kieler 25 Yard Linie, für seine Farben gesichert wurde. Der Angriff der Löwen nutzte diese Chance gnadenlos aus und Luc Meacham holte die Führung für die Braunschweiger, nach 25 Yard Pass von Karé Lyles, zum 10:14 (PAT L. Jeckstadt) zurück. Mit diesem Spielstand ging es in die Halbzeitpause.
Nach der Pause erhielten zunächst die Hausherren mit ihrem Angriff die Möglichkeit sich die Führung zurückzuerobern. Nach gutem Start und einem neuen First Down durch den besten Kieler Angreifer an diesem Tag, Runningback Logan Moragne, warf sie eine 15 Yard Strafe wieder zurück. Schlussendlich führte ein langer Passversuch von Kiels Henrik Wolk zu einer Interception durch New Yorker Lions Verteidiger Maximilian Wessel und dem erneuten Ballbesitz für den Braunschweiger Angriff.
D’wayne Obi kam nun immer besser ins Spiel und machte Yard um Yard Raumgewinn, entweder durch kraftvolle Läufe oder auch nach Passfängen. So war es auch dem britischen Ballträger überlassen, mit einem 14 Yard Lauf nach einem kurzen Pass, die Führung der Löwen auf 10:21 auszubauen. Im Kieler Angriff lief im weiteren Verlauf des dritten Quarters vorerst nichts zusammen.
Aber auch für die New Yorker Lions sprang, bis auf ein 48 Yard Fieldgoalversuch, welcher links an den Torstangen vorbei ging, nichts heraus. So war es abermals die von Troy Tomlin gut eingestellte Braunschweiger Verteidigung, welche die nächsten Punkte vorbereitete. Defense End OJ Thompson erahnte einen Spielzug der Kieler im Ansatz und verunsicherte damit deren Spielmacher Henrik Wolk, der den Ball verlor, welchen OJ Thompson auf Höhe der Kieler 31 Yard Linie sichern konnte.
Zwei Spielzüge später, kurz nachdem letzten Seitenwechsel, war es Alexander Tounkara, nach 27 Yard Pass von Karé Lyles, der mit seinem zweiten Score des Tages, auf 10:28 (PAT L. Jeckstadt) erhöhte. Die Kiel Baltic Hurricanes setzten jetzt alles auf eine Karte und begannen mit einem Kick-off Return durch CJ Davis über mehr als 50 Yards, den nächsten Drive. Logan Moragne mit zwei starken Läufen und Wide Receiver Lars-Ole Gloe, führten die Gastgeber bis ein Yard an die Endzone der Lions heran. Quarterback Henrik Wolk vollendete die Angriffsserie erfolgreich zum 16:28 (Two-Point-Conversion nicht gut) erfolgreich. Die nächste Serie der Lions endete im Punt, aber auch Kiels Angriff war weiterhin vom Pech verfolgt. Erneut war es die Braunschweiger Defense, welche zur Stelle war. Dieses Mal in Person von Safety Matthew Soldner. Der US-Amerikaner fing einen weiteren Passversuch von Kiel Henrik Wolk ab und brachte erneut seinen Angriff zurück ins Spiel. Dieser sagte „Danke“ und D’wayne Obi lief kurze Zeit später zum 16:35 (PAT L. Jeckstadt) mit seinem zweiten Touchdown des Spiels in die Kieler Endzone. Vorbereitet wurde der finale Score des Spiels u.a. durch Löwen Runningback Marc Kaufmann und abermals Luc Meacham mit einem wichtigen Catch zu einem neuen ersten Versuch. So kurz vor dem Spielende, versuchten es die Hausherren nochmals mit der Brechstange und Henrik Wolk ging erneut tief. Dieses Mal war es Braunschweigs Safety Robert Oetke, der den verletzten Nigel Lawrence ersetzte, welcher sein hervorragendes erstes Spiel als Starter, mit der dritten Interception für sein Team krönte. Zwar kamen bei auslaufender Uhr beide Teams nochmals jeweils in Ballbesitz, doch am Spielstand änderte dieses nichts mehr.
Die New Yorker Lions bleiben damit weiterhin ungeschlagenen und treffen am kommenden Samstag im heimischen Eintracht-Stadion im Prestige Duell, auf den amtierenden Deutschen Meister, den Schwäbisch Hall Unicorns. Das letzte Mal, das die Lions auf die Unicorns zu Hause trafen, war im Eurobowl-Finale 2015. Dort siegten schließlich die Hausherren nach einem spannenden Spiel mit 24:14.
03:07 14 Yard TD-Pass K. Lyles auf A. Tounkara (PAT L. Jeckstadt)
10:07 19 Yard TD-Pass H. Wolk auf B. Englmann (PAT B. Englmann)
10:14 25 Yard TD-Pass K. Lyles auf L. Meacham (PAT L. Jeckstadt)
10:21 14 Yard TD-Pass K. Lyles auf D. Obi (PAT L. Jeckstadt)
10:28 27 Yard TD-Pass K. Lyles auf A. Tounkara (PAT L. Jeckstadt)
16:28 1 Yard TD-Lauf H. Wolk (TPC nicht gut)
16:35 12 Yard TD-Lauf D. Obi (PAT L. Jeckstadt)
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Holger Fricke - New Yorker Lions
Bei sommerlichen Temperaturen verließen die Footballer der Solingen Paladins vor knapp 1200 Zuschauern das Helios Field in Hildesheim mit hängenden Köpfen. Bis kurz vor Ende des 3. Quarters führten die Solinger, mussten dann aber den hohen Temperaturen und den zahlreichen Ausfällen Tribut zahlen.
Die Solingen Paladins verlieren gegen die Hildesheim Invaders mit 43:22- Foto: Susanna Wolf
Schon die Anfahrt barg sehr unangenehme Vorfälle in sich. Höhepunkt war ein schwerer Unfall mit Personenschaden auf der Landstraße 442 nach Hildesheim, der sich kurz vor dem Paladins-Bus ereignete. Noch während die ersten Fahrzeuge sich stauten, sprangen Teambetreuerin Bianca Rüttgers, der Spieler Lukas Hellenbrandt und die Coaches Klaudiusz Cholewinski und Florian Quadt aus dem Bus und leisteten vor Ort erste Hilfe. Bei der Bergung eines kleinen Kindes aus einem der Unfallwagen zog Hellenbrandt sich so schwere Schnittverletzungen zu, sodass er später nicht mehr am Spiel teilnehmen konnte. Nach einer Stunde im Stau setzte der Solinger Tross sich dann mit sichtlich bedrückter Stimmung wieder in Bewegung
Die Atmosphäre im Hildesheimer Stadion war hingegen hervorragend, als es der Kickoff um 16 Uhr durch den Solinger Kicker Justus Fürup erfolgte. Die Rollen schienen klar verteilt – Hildesheim als Titelfavorit und Solingen als Außenseiter. Die erste Halbzeit sollte jedoch für Verwunderung auf den Rängen sorgen.
Das Spiel begann mit einem Paukenschlag. Nachdem die Paladins-Defense unter der Führung von Jan Berens und Cameron Jones die Invaders schnell stoppen konnte, griffen im Angriff alle Räder ineinander. Die Offense erzielte mehrere, schnelle First Downs bevor Tom van Duijn mit einem Pass auf Julien Awater zum 0:8 (Conversion Ryheem Skinner) vollendete. Hildesheim schien leicht irritiert und musste direkt das nächste Angriffsrecht wieder abgeben. Wenige Spielzüge später stand es plötzlich auch noch 0:14 (Conversion fail), nachdem Van Duijn Harry Ballard III mit einem schönen Pass über 10 Yards bediente. Die Invaders wurden sichtlich nervöser und fingen sich verschiedene Strafen ein, schafften es jedoch trotzdem kurz vor Ende des Quarters mit zwei Big Plays den Touchdown zum 6:14 (Conversion fail) zu erzielen. Selbstbewusst betrat die Solinger Offense, in der Geburtstagskind Connor Ritterskamp (18 Jahre) seinen ersten Auftritt im Seniorenbereich feierte, wieder den Platz und sorgte für Stille im Stadion. QB can Duijn warf einen Pass über 40 Yards auf Ballard, der nur noch ein kurzes Stück in die Endzone überbrücken musste (Conversion van Duijn).Mit einem überraschenden 6:20 ging es also ins nächste Quarter.
Während die Solinger Defensive den Angriffsversuchen der Invaders standhielt, blieben fast in jedem Spielzug Paladins verletzt auf dem Feld liegen. Besonders hart traf es Till Enstipp (Schulter), Sascha Riedel (Ellenbogen) und Felix Losch (Knie), die von da ab zum Zuschauen verdammt waren. Solingen arbeitete sich trotzdem offensiv weiterhin Yard für Yard in Richtung des nächsten Touchdowns. 5 Yards vor der Endzone verlor Skinner den Ball plötzlich aus den Händen und somit das Angriffsrecht. Konsequenz daraus war das 14:20 nach einem langen Pass des immer stärker spielenden Hildesheimer Quarterbacks (Conversion fail). Es folgten vor der Pause noch verschiedene Highlights beider Abwehrreihen. Unter anderem waren Marlon Böntgen, Basiru Jobe und Michael Stadler mit guten Aktionen zur Stelle. Mit einem großen Kraftakt hielt die Defense der Solinger stand und sicherte so die Halbzeitführung von 14:20.
Nach der Pause starteten die Paladins mit dem Ballbesitz. Jedoch war das 3. Quarter geprägt von vielen Fehlern auf beiden Seiten. Besonders kritisch war eine Interception von van Duijn kurz vor der eigenen Endzone. Allerdings konnte die Defense auch hier noch standhalten. „An dem Punkt liefen wir wortwörtlich schon auf dem Zahnfleisch. Mehr als die Hälfte der Starting-Spieler waren schwer angeschlagen bzw. verletzt und es war nur noch eine Frage der Zeit, bis die Dämme brechen würden“, so Defense-Coach Tim Rüttgers. Bevor dies geschehen sollte, sorgte seine Verteidigung jedoch noch für Punkte, indem sie die Invaders zu einem Punt zwang, an dessen Ende ein Safety zum 14:22 stand. Im Anschluss sollten sich die Worte von Rüttgers dann leider bewahrheiten. Direkt im ersten Spielzug zeigte der Invaders Quarterback Nervenstärke und sorgte mit einem langen Pass für den 22:22 Ausgleich (Conversion good).
Die Solinger Offense agierte mutig, wurde dafür aber nicht belohnt und musste sich schnell wieder vom Ball trennen. Ergebnis war erst das 28:22 (PAT fail) und kurz darauf sogar noch der Score zum 36:22 (Conversion good). Hildesheim spielte sich förmlich in einen Rausch, während die Kräfte der Solinger von Sekunde zu Sekunde zu schwinden schienen. Negativer Schlusspunkt war dann ein abgefangener van Duijn-Pass, der kurz vor der eigenen Endzone auch noch zum 42:22 (PAT good) zurückgetragen wurde. Für die Paladins steht nun am 17. Juni das nächste Spiel in Langenfeld bei den Longhorns an.
Kommentare zum Spiel
Klaudiusz Cholewinski, Headcoach: „Wir waren heute drei Quarter auf Augenhöhe. Danach verließen uns schon wie gegen Düsseldorf die Kräfte. Daran müssen wir dringend arbeiten. Trotzdem können wir stolz auf unsere heutige Leistung sein. Nun heißt es die Wunden zu lecken und den Blick auf die Longhorns zu richten. Spielen wir unseren besten Football über vier Quarter, können wir gegen jedes Team in dieser Liga bestehen.“
Carsten Schumacher, Offensive-Coordinator: „In der ersten Halbzeit hat in der Offense alles funktioniert. In der zweiten Halbzeit funktionierte dann leider so gut wie nichts mehr. Besonders die unnötigen Ballverluste vor der Endzone haben uns heute das Genick gebrochen. Bringen wir diese Punkte auf das Scoreboard, entlasten wir natürlich auch unsere Defense. Trotzdem bin ich auch heute wieder stolz auf alle Jungs, die auf dem Platz gestanden haben.“
Jens Merten, Pressesprecher: „Wir haben vor dem Spiel gesagt, dass heute alles passen muss, damit wir eine Chance haben. Die Invaders sind eines der absoluten Top-Teams der GFL2, das haben sie besonders im letzten Quarter bewiesen. In der ersten Halbzeit haben wir beinahe perfekt gespielt, aber uns fehlte heute die personelle Tiefe, um die vielzähligen Ausfälle zu kompensieren.“
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Ingo Hübner Silva- Solingen Paladins
Am kommenden Samstag erwartet die Fans der Bochum Rebels ein packendes Duell in der Landesliga. Die Rebels treffen in ihrem dritten Heimspiel in Folge auf die herausfordernden Lüdenscheid Lightnings. Beide Mannschaften sind in dieser Saison noch ungeschlagen, wobei die Lightnings sogar eine fast makellose Bilanz haben und bisher nur ein Ligaspiel verloren haben.
Kampf um den Aufstieg: Rebels fordern die starken Lightnings heraus - Foto: Oliver Jungnitsch
Die Lightnings sind seit der letzten Spielzeit aktiv und konnten sich durch eine gute finanzielle Unterstützung mit hochkarätigen Spielern verstärken. Dies spiegelt sich auch in ihrer Leistung auf dem Spielfeld wider. Die Rebels wissen um die Stärke ihres Gegners und sind bereit für eine herausfordernde Begegnung.
Tickets für das Spiel können online auf der Webseite www.rebels-pride.de/tickets erworben werden. Einzeltickets sind zum Preis von 5,00 EUR erhältlich. Zudem besteht die exklusive Möglichkeit, den SEASON PASS 2023 für nur 19,99 EUR online zu erwerben. Der SEASON PASS bietet Fans Zugang zu allen Heimspielen der Rebels in dieser Saison und ist ausschließlich online erhältlich.
Der Kickoff erfolgt um 17 Uhr am Schultenhof in Bochum (Zum Schultenhof 101A, Bochum). Es wird erwartet, dass beide Mannschaften bis zum Ende um den Sieg kämpfen und den Zuschauern einen spannenden American Football zeigen werden.
Head Coach Christoph Jeromin äußerte sich vor dem Spiel: "Nach drei aufeinanderfolgenden Siegen könnte man meinen, wir wären im Rhythmus. Doch das Spiel gegen Iserlohn hat uns gezeigt, dass das nicht so ist. Nun steht uns mit Lüdenscheid ein absoluter Top-Kandidat in Sachen Aufstieg gegenüber, der mit Spielern aus höheren Ligen gespickt ist. Wir werden diese Einladung zu einem heißen Tanz gerne annehmen und alles geben, um unsere Siegesserie fortzusetzen."
Wir sind dabei, wenn die Bochum Rebels und die Lüdenscheid Lightnings in einem mit Spannung erwarteten Spiel aufeinandertreffen. Einen Spielbericht mit vielen Fotos gibt es im Anschluss der Begegnung.
Oliver Jungnitsch für NRW Football
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