Seniors
Die Solingen Paladins gewinnen gegen die Cologne Crocodiles vor heimischer Kulisse mit 30:28 - Foto: a_f_pics / Lukas NowrotDie Partie begann furios: Bereits in den ersten Minuten punkteten die Gastgeber durch einen spektakulären 70-Yard-Pass von Quarterback Kai Rosin auf Cobe Miranda sowie einen kraftvollen Lauf von Neuzugang Anthony Cesar. Die Versuche zur Erhöhung (PAT) blieben jedoch erfolglos – 12:0 der Zwischenstand. Köln nutzte im zweiten Quarter zwei Ballverluste der Paladins – eine Interception und einen weiteren Turnover – und drehte die Partie mit einem langen Touchdown-Pass zur 12:14-Pausenführung.
Nach dem Seitenwechsel knüpften die Crocodiles an ihre starke Phase an und erhöhten auf 12:21. Doch Solingen zeigte Charakter: Eine überzeugende Offense-Serie schloss Rosin mit einem Lauf-Touchdown zum 19:21 ab (PAT Lucas Busch), kurz darauf sorgte Busch selbst mit einem Field Goal für die erneute Führung – 22:21.
Die Defensive der Paladins, angeführt von Leon Nieper und Kee Whetzel, hielt nun stark dagegen. Daraus resultierten weitere Offense-Chancen, die Thilo Lindenberg sowie erneut Miranda zur 30:21-Führung nutzten (2-Point-Conversion durch Cesar). Doch Köln gab sich nicht geschlagen und verkürzte noch einmal auf 30:28.
Die Schlussphase wurde zur Nervenprobe: Solingen musste den Ball 90 Sekunden vor dem Ende noch einmal abgeben. Köln marschierte bis kurz vor die Endzone, doch der Field-Goal-Versuch verfehlte knapp das Ziel. Die Uhr lief aus – und die Paladins feierten mit ihren Fans den ersten Heimsieg der Saison.
Ausblick
Bereits am kommenden Freitag steht das Auswärtsspiel bei den Cologne Falcons an. Die Paladins wollen den positiven Trend fortsetzen.
Am vergangenen Wochenende reisten die Seniors des MG Wolfpack nach Dortmund, wo sie auf die bislang ungeschlagenen Dortmund Giants trafen. Mit einem überzeugenden 33:7-Erfolg (7:0/6:0/7:0/13:7) meldeten sich die Mönchengladbacher eindrucksvoll zurück und stellen den Anschluss an die Tabellenspitze der NRW-Oberliga wieder her.
Kaum Raumgewinn für den Angriff der Giants, da die Wolfpack Defense gut funktionierte - Foto: Michael Kremers
Ein sportlicher Höhepunkt erwartet alle Fans beim nächsten Heimspiel am 6. Juli: Dann gastieren die Wuppertal Greyhounds, derzeit Tabellenzweiter, im neuen Stadion in Mönchengladbach-Odenkirchen. Nach der 8:21-Hinspielniederlage brennt das Rudel auf Revanche.
Disziplinierter Auftritt gegen starke Gastgeber
Head Coach Phil Scales hatte sein Team intensiv auf das Duell mit den bis dato ungeschlagenen Giants vorbereitet. Die Aufeinandertreffen beider Teams waren in den vergangenen Jahren stets hart umkämpft. Umso beeindruckender war der konzentrierte und disziplinierte Auftritt, den das Wolfpack von der ersten bis zur letzten Minute im Dortmunder Hoeschpark ablieferte.
Trotz drückender Hitze übernahm die Offense der Gäste früh das Kommando. Gleich im ersten Drive marschierte das Team 60 Yards über das Feld. Quarterback Jon Brown sorgte mit einem Touchdown für die ersten Punkte, Kicker Patrick Yacoub verwandelte den Extrapunkt sicher zum 7:0. Die Defense der Giants hatte große Mühe, das variable Lauf- und Passspiel der Gladbacher in den Griff zu bekommen.
Im zweiten Quarter profitierte das Wolfpack von einem misslungenen Punt der Dortmunder, startete an der 50-Yard-Linie und arbeitete sich konsequent Richtung Endzone. Running Back Jayson Taylor vollendete den Drive mit einem Touchdown – der PAT blieb diesmal jedoch erfolglos. In der Folge zeigte sich die Defense der Mönchengladbacher in absoluter Bestform: Jeder Pass, jeder Laufversuch der Giants wurde gestoppt. Der Dortmunder Quarterback stand konstant unter Druck, das Laufspiel kam kaum zur Entfaltung. Mit einer verdienten 13:0-Führung ging es in die Halbzeitpause.
Wolfpack bleibt dominant – und setzt späten Schlusspunkt
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Wolfpack tonangebend. Ein missglückter Snap der Gastgeber wurde von der aufmerksamen Defense gesichert. Im folgenden Drive fing Tom Siegel einen Pass in der Endzone – Touchdown zum 19:0. Yacoub verwandelte erneut sicher – 20:0.
Im letzten Viertel gelang den Giants nach einer Interception der einzige Touchdown des Spiels zum zwischenzeitlichen 20:7. Doch die Gäste hatten noch nicht genug: Jayson Taylor glänzte mit einem spektakulären 50-Yard-Lauf, bevor Christoph Winkler einen Pass in der Endzone zum 33:7-Endstand fing.
Scales: „Sehr nah an der Perfektion“
Head Coach Phil Scales zeigte sich nach dem Spiel hochzufrieden:
„Wir waren heute nicht perfekt – aber sehr nah dran. Einige Fehler sind uns unterlaufen, aber bei dieser Hitze ist das kaum zu vermeiden. Entscheidend war: Das Team hat vollen Einsatz gezeigt, jeder hat um jedes Yard gekämpft und in den wichtigen Momenten die Nerven behalten. Ich bin unglaublich stolz auf diese Leistung.“
Mit diesem überzeugenden Sieg lassen die Wolfpack Seniors den durchwachsenen Saisonstart endgültig hinter sich. Der Blick richtet sich nun auf das nächste Heimspiel am Sonntag, 6. Juli 2025, gegen die Wuppertal Greyhounds. Nach der Niederlage im Hinspiel ist das Team hochmotiviert, vor heimischer Kulisse ein starkes Zeichen zu setzen – auch, weil der Spieltag im Zeichen der feierlichen Einweihung des neuen Kunstrasenplatzes in Odenkirchen steht.
Die offizielle Zeremonie mit Oberbürgermeister Felix Heinrichs beginnt um 14:00 Uhr, der Kickoff erfolgt um 15:00 Uhr.
Einlass ab 12:00 Uhr, Vorprogramm ab 13:00 Uhr.
Eintritt für Erwachsene: 5 €.
Hunde sind auf der gesamten Anlage leider nicht erlaubt.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Volker Boos - American Sports Mönchengladbach e.V. (redaktionell geändert)
Regionalliga West – Münster Phoenix bezwingen sieglose Cologne Falcons bei hochsommerlichen Temperaturen - Die Münster Phoenix haben ihre starke Form in der Regionalliga West unterstrichen. Im heimischen Sportpark Sentruper Höhe besiegten sie die Cologne Falcons am Sonntagnachmittag mit 24:06 (00:00/10:06/07:00/07:00) und feierten damit einen weiteren wichtigen Erfolg im Kampf um die Spitzenplätze. Für die Falcons um Head Coach Cevin Conrad bleibt es dagegen ein bitterer Start in die Saison – auch nach dem fünftem Spieltag warten die Kölner weiter auf ihren ersten Sieg.
Spektakulär fliegt Femi Durojaiye (#22) über seinen Gegner und sorgt für die einzigen Kölner Punkte - Foto: Oliver Jungnitsch
Bei brütender Hitze begann die Partie um 16:00 Uhr mit dem Kickoff der Gäste. Die Bedingungen forderten beiden Teams alles ab, und so entwickelte sich im ersten Viertel eine zähe Anfangsphase. Die einzige nennenswerte Aktion war ein vergebener Fieldgoalversuch der Phoenix, bei dem Kicker Hendrick Schröder noch das Ziel verfehlte.
Im zweiten Quarter machte es Schröder besser und brachte sein Team mit einem erfolgreichen Fieldgoal mit 3:0 in Führung. Kurz darauf legte die Defense der Hausherren nach: Ein geblockter Punt in der Hälfte der Falcons wurde von Andy Udarcev in der Endzone gesichert – Touchdown Phoenix! Mit dem anschließenden Extrapunkt durch Schröder stand es 10:0.
Doch Köln fand noch vor der Pause eine spektakuläre Antwort: Eine Ballübergabe von Quarterback Cian Conrad auf Femi Durojaiye, der sowohl in der Offense als auch in der Defense für die Falcons auflief, brachte die Gäste zurück ins Spiel. Durojaiye übersprang förmlich seinen Gegenspieler und erreichte artistisch die Endzone – 10:6 (die Two-Point-Conversion misslang).
Nach dem Seitenwechsel brachte ein präziser Pass von Münster-Quarterback Bennet Varro auf Wide Receiver Jannik Helms den ersten Offensiv-Touchdown der Gastgeber. Schröder verwandelte erneut sicher zum 17:6. Im Schlussviertel setzte Varro mit einem weiteren Touchdown-Pass auf Paul Turowski den Schlusspunkt – 24:6 nach erneut erfolgreichem Kick von Schröder.
Die Phoenix um Co-Head-Coach Sebastian Fahrinsland bleiben damit weiter im Rennen um die Tabellenspitze. Besonders überzeugte das variable Spiel der Münsteraner, die sowohl in der Offensive als auch in der Special Teams-Unit Akzente setzten.
Die Cologne Falcons dagegen stecken tief in der Krise. Verletzungspech bleibt ein ständiger Begleiter: Neben Spielern aus beiden Lines musste auch Präsident und O-Line-Coach Fabian Kratz selbst als Allrounder auf dem Feld auf beiden Seiten des Spielfeldes aushelfen. Doch auch dieser Einsatz konnte die Niederlage nicht verhindern. Am kommenden Wochenende empfangen die Falcons die Solingen Paladins, die sich am Sonntag mit 30:28 knapp gegen die Cologne Crocodiles durchsetzen konnten.
Für Münster steht der nächste Härtetest an: Die Minden Wolves kommen in die Domstadt – und die zeigten beim 64:12-Erfolg gegen die Assindia Cardinals eindrucksvoll, warum sie noch immer vom Aufstieg träumen. Besonders bemerkenswert: Alle Punkte der Wolves fielen in der zweiten Halbzeit.
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03:00 – FG Schröder (Münster)
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09:00 – TD Udarcev (Münster)
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10:00 – PAT Schröder (Münster)
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10:06 – TD Durojaiye (Köln) – TPC nicht gut
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16:06 – TD Helms (Münster)
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17:06 – PAT Schröder (Münster)
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23:06 – TD Turowski (Münster)
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24:06 – PAT Schröder (Münster)
Oliver Jungnitsch für NRW Football
Trotz Temperaturen weit über 30 Grad im Braunschweiger Eintracht-Stadion präsentierten sich die New Yorker Lions in Topform – allen voran CJ Okpalobi. Der US-Amerikaner erzielte beim 66:19-Kantersieg (22:0; 17:7; 14:6; 13:6) gegen die Paderborn Dolphins gleich fünf Touchdowns und war der überragende Akteur auf dem Feld.
New Yorker Lions Running Back CJ Okpalobi war nicht zu stoppen - Foto: Fabian Uebe
Scoreboard
| Spielstand | Aktion |
|---|---|
| 07:00 | 53-Yard-TD-Lauf CJ Okpalobi (PAT M. Peschelt) |
| 14:00 | 1-Yard-TD-Lauf CJ Okpalobi (PAT M. Peschelt) |
| 22:00 | 15-Yard-TD-Pass K. Lyles auf CJ Okpalobi (TPC P. Dolezal) |
| 29:00 | 4-Yard-TD-Lauf CJ Okpalobi (PAT M. Peschelt) |
| 29:07 | 18-Yard-TD-Lauf J. Breece (PAT D. Severin) |
| 36:07 | 44-Yard-TD-Pass K. Lyles auf T. Vroom (PAT M. Peschelt) |
| 39:07 | 43-Yard-Fieldgoal M. Peschelt |
| 46:07 | Blocked-Punt-Return-TD D. Shelton (PAT R. Scozylas) |
| 46:13 | 20-Yard-TD-Lauf J. Schöddekopf (TPC nicht gut) |
| 53:13 | 3-Yard-TD-Pass K. Lyles auf T. Müggenburg (PAT L. Schwarz) |
| 59:13 | 24-Yard-TD-Lauf CJ Okpalobi (PAT nicht gut) |
| 66:13 | 5-Yard-TD-Lauf P. Dolezal (PAT R. Scozylas) |
| 66:19 | 39-Yard-TD-Lauf J. Breece (TPC nicht gut) |
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Holger Fricke - New Yorker Lions
Thriller in Wien mit Happy End für Rhein Fire - Foto: Rhein FireUnbeeindruckt von der stimmungsvollen Kulisse mit über 11.000 Fans präsentierte sich Rhein Fire von Beginn an selbstbewusst. Die erste Angriffsserie dauerte nur drei Spielzüge: Quarterback Chad Jeffries fand Harlan Kwofie, der sich hinter der Wiener Passverteidigung freilief und den Ball über 55 Yards in die Endzone trug. Eritros Haggi, der den verletzten Kicker Sebastian van Sanden souverän vertrat, verwandelte den Extrapunkt – 7:0 nach weniger als 90 Sekunden.
Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Auch die Vikings nutzten ihren ersten Drive: Quarterback Ben Holmes warf einen präzisen 40-Yard-Pass auf Wide Receiver Reece Horn zum Touchdown. Kicker Dennis Tasic vergab jedoch den Extrapunkt – 7:6.
Kurz vor Ende des ersten Quarters setzte Fire erfolgreich auf das Laufspiel. Running Back Jonathan Scott erlief in vier Versuchen 44 Yards Raumgewinn. Den Touchdown erzielte Chad Jeffries schließlich selbst per QB-Sneak. Nach erfolgreichem Extrapunkt stand es 14:6.
Wien versuchte, den Anschluss zu halten. Noah Touré fing einen Pass für 36 Yards, und Florian Bierbaumer brachte die Vikings mit einem 14-Yard-Catch gefährlich nah an die Redzone der Gäste. Doch ein gemeinsamer Sack von Bennet Dümmer und Hugo Klages stoppte den Vorwärtsdrang. Dennis Tasic verkürzte per 43-Yard-Field-Goal auf 14:9. Kurz vor der Pause erhöhte Haggi mit einem Field Goal aus 29 Yards auf 17:9.
Wie man den Start in eine zweite Halbzeit komplett verschlafen kann, demonstrierte Fire dann allerdings eindrucksvoll. Reece Horn fing Touchdown-Pässe über 10 und 59 Yards, während Fire offensiv nicht mehr in Tritt kam. Zusätzlich gelang Linebacker Lucky Ogbevoen ein Safety: Jeffries wurde in der eigenen Endzone zu Boden gebracht. Plötzlich lagen die Gastgeber mit 26:17 in Führung. Nach einer Interception von Jeffries suchte Fire im dritten Viertel verzweifelt nach Lösungen – oder nach einem Fehler des Gegners. Letzteres trat ein: Ein verunglückter Snap der Vikings führte zu einem geblockten Punt tief in der eigenen Hälfte. Darrius Nash schnappte sich den Ball und trug ihn in die Endzone. Touchdown, Extrapunkt von Haggi – nur noch 24:26.
Die Defense von Rhein Fire zeigte sich – wie bereits im Hinspiel beim „Merkur Game“ – bärenstark. Man zwang Wien zu einem schnellen „Three and Out“. Haggi verwandelte anschließend ein Field Goal aus 25 Yards zur erneuten Führung: 27:26 für Fire.
Die Vikings versuchten noch einmal alles, setzten auf schnelle Pässe – vor allem auf Horn – und Läufe über Johannes Schütz. Doch fünf Minuten vor Schluss fiel die Entscheidung: Linebacker Marius Kensy brachte Holmes mit einem sehenswerten Strip-Sack an der eigenen 46-Yard-Linie zu Fall. Lino Schröter sicherte den freien Ball und trug ihn in die Endzone – Touchdown zum 33:26-Endstand.
Auch der letzte Drive der Vikings brachte nichts mehr ein: Ein vierter Versuch von der 18-Yard-Linie konnte von Reece Horn nicht in der Endzone gefangen werden.
Lino Schröter stellte seine individuelle Leistung nach dem Spiel in den Dienst der Mannschaft: „Es ist wie immer eine Teamleistung – das ist alles, was zählt. Wir haben es letztes Jahr und auch dieses Jahr gezeigt: Nach einer Niederlage gehen wir nicht in die Ecke. Diese Mentalität haben wir – sowohl bei den Trainern als auch bei den Spielern.“
Rhein Fire steht nun mit einer Bilanz von drei Siegen und zwei Niederlagen auf dem zweiten Platz der North Division in der European League of Football. Am kommenden Sonntag geht es erneut auswärts weiter: Um 13 Uhr ist Fire bei Berlin Thunder im Preussenstadion zu Gast.
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