Seniors
Am vergangenen Sonntag mussten die Seniors des MG Wolfpack erneut bei den Bonn Gamecocks antreten. Das ursprünglich im Mai wegen starken Regens im dritten Quarter abgebrochene Spiel wurde gemäß Verbandsentscheidung zu Ende gespielt. Die letzten 17 Minuten lieferten ein klares Ergebnis: Mönchengladbach erzielte 27 unbeantwortete Punkte und setzte sich mit einem Gesamtergebnis von 48:0 durch – ein deutlicher Sieg und reichlich Rückenwind vor dem nächsten Duell beim ungeschlagenen Ligakonkurrenten Dortmund Giants am kommenden Samstag (21.06., Hoeschpark Dortmund, Kickoff: 15:00 Uhr).
Mönchengladbach Wolfpack - Foto: Oliver Jungnitsch
Die Rahmenbedingungen für das Nachholspiel waren alles andere als ideal: Sage und schreibe 25 Spieler fehlten, auf die Head Coach Phil Scales aufgrund des vom Verband kurzfristig angesetzten Termins verzichten musste. Die erneute Anreise nach Bonn und die Umstände des nachträglichen Spieltermins sorgten im Lager des Wolfpack für Frust. Hintergrund: Bonn hatte gegen die ursprüngliche Spielwertung Einspruch eingelegt und eine Fortsetzung durchgesetzt. Der Ärger über die zusätzliche Belastung – sportlich wie organisatorisch – war aus Mönchengladbacher Sicht nachvollziehbar.
Doch die Antwort auf dem Platz fiel umso deutlicher aus. Mit dem damaligen Spielstand, identischer Feldposition inklusive Ballbesitz und 17 verbleibenden Minuten auf der Uhr zeigte die stark dezimierte Mannschaft aus der Vitusstadt eine konzentrierte Vorstellung. Die Gastgeber kamen zu keinem Zeitpunkt ins Spiel.
Mit variablem Pass- und Laufspiel dominierte die Mönchengladbacher Offensive die Bonner Verteidigung nach Belieben. Die Defense agierte aggressiv, setzte die Bonner Quarterbacks permanent unter Druck, zwang sie zu Raumverlusten, Sacks und Interceptions – und ließ keinen einzigen Punkt zu. Die klare Botschaft: Die Entscheidung des Verbands hatte sportlich keine Auswirkungen.
Nach rund einer Stunde war der zweite Auftritt in Bonn beendet. Head Coach Scales zeigte sich zwiegespalten: „Ich bin sehr zufrieden mit der Konzentration und Disziplin unserer Jungs heute. Ich verstehe immer noch nicht, warum wir die Reise nach Bonn erneut antreten mussten – aber es war schön zu sehen, wie konsequent das Team seine Aufgabe erledigt hat.“ Mit Blick auf die bevorstehende Partie gegen die Dortmund Giants fügte er an: „Das wird ein sehr schwieriges Spiel. Dortmund ist physisch stark und spielt in dieser Saison hervorragend. Unsere letzten Duelle waren eng – wir erwarten ein hartes Stück Arbeit.“
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Volker Boos - American Sports Mönchengladbach e.V. (redaktionell geändert)
Gelöste Gesichter auf dem Feld und auf den Rängen der Schauinsland-Reisen-Arena: 7.362 Zuschauer erlebten den ersten Heimsieg von Rhein Fire in der Saison 2025. Beim überzeugenden 43:0-Erfolg über die Hamburg Sea Devils präsentierte sich das Team von Head Coach Richard Kent mit wiederentdecktem Siegeshunger.

Running Back Jonathan Scott brillierte mit 11 Läufen für 135 Yards Raumgewinn und zwei Touchdowns – ein eindrucksvoller Beleg für das Potenzial des Fire-Angriffs. Die ersten Punkte des Abends wurden jedoch durch das Passspiel erzielt: Quarterback Chad Jeffries fand nach knapp fünf Minuten im ersten Viertel Wide Receiver Justin Schlesinger aus fünf Yards in der Endzone. Kicker Leon Höltker verwandelte sicher – 7:0.
Die Sea Devils mussten ihre erste Angriffsserie bereits nach drei Spielzügen beenden und zum Punt ansetzen. Returner Omari Williams nutzte seine Chance und trug den Ball über 84 Yards in die Endzone – ein spektakulärer Punt-Return-Touchdown zum 13:0. Kurz darauf erhöhte Höltker per Field Goal aus 20 Yards auf 16:0, nachdem Cornerback Tony Anderson eine Interception gefangen hatte – das Ende eines dominanten ersten Viertels.
Auch im zweiten Spielabschnitt dominierte Rhein Fire das Geschehen. Eine Interception von Jeffries in der Hamburger Endzone blieb ohne Folgen, da die Gäste den Ball schnell wieder abgeben mussten. In der folgenden Serie erlief Jonathan Scott seinen ersten Touchdown des Abends – ein 15-Yard-Lauf über die linke Seite. Höltker traf erneut – 23:0 zur Halbzeit.
Das dritte Viertel blieb zwar punktlos, doch ein weiteres Highlight ließ nicht lange auf sich warten: Defensive Back Till Jansen fing einen Pass der Sea Devils ab und returnierte ihn über 67 Yards – ein weiterer stimmungsvoller Moment für Team und Fans.
Zu Beginn des Schlussviertels sorgte erneut Jonathan Scott für Aufsehen. Mit einem kraftvollen 28-Yard-Lauf in die Endzone baute er die Führung auf 30:0 aus. Höltker blieb auch beim vierten Extrapunktversuch fehlerfrei. Rhein Fire ließ nicht locker und erzwang zwei weitere Ballverluste: eine Interception von Omari Williams sowie ein eroberter Fumble durch Marius Kensy.
Beide Turnovers nutzte die Offense konsequent: Jeffries bediente Harlan Kwofie aus fünf Yards zum nächsten Touchdown (PAT Höltker), bevor Ersatz-Quarterback Rohat Dagdelen rund drei Minuten vor Spielende Rory Starkey Jr. aus sechs Yards zum Schlusspunkt fand. Der Endstand: 43:0.
Mit einer ausgeglichenen Bilanz von zwei Siegen und zwei Niederlagen rangiert Rhein Fire derzeit auf dem zweiten Platz der North Division in der European League of Football. Am kommenden Samstag, dem 21. Juni 2025, ist das Team zu Gast bei den Vienna Vikings. Kickoff in der Generali Arena in Wien ist um 18 Uhr.
Vor rund 1.000 Zuschauern an der Lübecker Lohmühle mussten sich die Cougars den stark aufspielenden Hamburg Pioneers mit 14:27 geschlagen geben. Während der sportliche Neustart nach dem Zusammenschluss von erster und zweiter Mannschaft sowie einem neuen Coaching-Team noch holprig verlief, wurde das Fan-Event rund ums Spiel zum vollen Erfolg – und sorgte für beste Stimmung abseits des Rasens.
Lübeck Cougars Helm - Foto: Oliver Jungnitsch
Direkt nach dem Wiederanpfiff setzte Special-Teams-Ass Andreas Nehlsen ein Ausrufezeichen: Sein perfekt ausgeführter Onside Kick landete beim eigenen Team. Nur wenig später bediente Ceesay mit einem 50-Yard-Pass erneut Henderson – Touchdown, nur noch 14:17! Die Lohmühle bebte.
Doch dann übernahmen erneut die Pioneers das Kommando. Zwei sichere Field Goals und ein Touchdown nach einer abgefangenen Interception stellten den Endstand von 14:27 aus Lübecker Sicht her.
Trotz der Niederlage zeigte sich Cougars-Headcoach Florian Knüppel zuversichtlich: „Uns war klar, dass es mit dem kurzen Vorlauf zu Fehlern und Abstimmungsproblemen kommen wird. Trotzdem waren wir zwischenzeitlich nah dran und haben jetzt eine volle Woche, um uns besser einzuspielen – das stimmt uns sehr positiv für die kommenden Wochen. Auch wenn das Ergebnis am Ende deutlich ausfiel, gab es aufseiten der Cougars zahlreiche Lichtblicke. Der neuformierte Kader zeigte phasenweise starken Einsatz und viel Kreativität. Insbesondere der Trickspielzug und der Kampfgeist nach dem Onside Kick machen Hoffnung für die kommenden Spiele. Mit dem Rückhalt der Fans und einem gelungenen Rahmenprogramm bleibt die Erkenntnis: Der sportliche Neustart ist noch nicht geglückt – aber der Weg stimmt."
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Björn Brinkmann - Lübeck Cougars (redaktionell geändert)
RB Soulerot unaufhaltsam - Foto: Gunnar Rosenow
Das Wetter spielte mit, und trotz mehrerer Großveranstaltungen in der Hansestadt strömten ab 14 Uhr zahlreiche Besucher zum OSPA Gameday samt Tailgate Party auf dem Stadionvorplatz. Gemeinsam mit Sponsoren und Partnern der Griffins wurde ein umfangreiches Rahmenprogramm geboten – vom Bungee Run neben dem Karrierecenter des Spieltagspartners Bundeswehr bis zur Kletterwand der Stadtwerke Rostock AG. Bereits am Einlass zeigten sich die Auswirkungen des Stadionumbaus: Drei der vier Zuwegungen waren durch den Bau der neuen Flutlichtmasten gesperrt, was zu langen Schlangen führte.
Schon 75 Minuten vor Kickoff begann eine eindrucksvolle Pregame-Show, gekrönt von einem Helikopter-Überflug zur Nationalhymne, gesungen vom Oberstufenchor des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums. Spätestens nach dem spektakulären Einlauf beider Teams, begleitet von einer beeindruckenden Pyroshow, war klar: Dieser Tag sollte in Erinnerung bleiben. Das ausgegebene Ziel von 11.111 Zuschauerinnen und Zuschauern wurde sogar noch übertroffen – und der bisherige Vereinsrekord aus dem Vorjahr (10.300) deutlich überboten.
Der Coin Toss wurde von Sportministerin Stefanie Drese und OSPA-Vorstand Bernd Brummermann durchgeführt. Die Gäste entschieden sich für den Ballbesitz, doch ihr erster Drive wurde schnell von der stark organisierten Defense rund um MLB #9 Austin Wood gestoppt. Nur zwei Spielzüge nach dem Punt Return war es dann soweit: RB #25 Armand Soulerot lief für 21 Yards, anschließend WR #6 Gabriel Love überbrückte die restlichen 14 Yards zur Endzone. Der PAT von #8 Artur Riemer war gut – 7:0 für Rostock.
Auch der zweite Pirates-Drive endete mit einem Punt. QB #4 Vidal Woodruff setzte nun vermehrt auf kurze Pässe, ehe WR #1 Ruben Saint-Jean, frisch zurück nach Verletzung, in der Endzone zum Touchdown fing. Wegen einer Strafe der Elmshorner wurde der PAT zurückgepfiffen – stattdessen verwandelte Soulerot den Two-Point-Conversion zum 15:0.
Die Pirates antworteten mit einem starken Drive über RB #22 André Dreiling-Renteria, der sein Team bis kurz vor die Endzone brachte. Dort war es Austin Wood, der den Ball heraus schlug; DB #2 Dante Anderson sicherte das Fumble. Der folgende Drive der Griffins wurde mit einem 19-Yard-Touchdownlauf von Soulerot abgeschlossen – 22:0.
Griffins vor Rekordkulisse - Foto: Gunnar Rosenow
Elmshorn zeigte nun Moral: Nach einem langen Drive lief QB Jaylen Tregle selbst aus 10 Yards in die Endzone – 22:7. Kurz darauf kam es zu einer kuriosen Szene: Ein Pass von Woodruff traf versehentlich einen Referee, wurde abgefälscht und von den Pirates abgefangen. Tregle fand in der Folge einen freien Receiver – nur noch 22:14. Doch erneut war es Soulerot, der antwortete: Vor den Augen seiner eigens aus Frankreich angereisten Mutter durchbrach er spektakulär die Defensive über 72 Yards – 29:14.Mit noch reichlich Zeit auf der Uhr unterband DB Anderson die nächste Hoffnung der Gäste mit einem stark antizipierten Pick Six über 65 Yards – 35:14 zur Halbzeitpause.
Rostock machte dort weiter, wo es aufgehört hatte: Woodruff fand erneut WR Love zum 42:14. Doch Elmshorn ließ sich nicht abschütteln. Ein Pass von Tregle brachte das 42:21. Die Defense der Griffins zeigte in dieser Phase einige Lücken – angesichts mehrerer Ausfälle durchaus erklärbar. Doch Soulerot hatte noch nicht genug: Ein weiterer Touchdownlauf über 20 Yards ließ das Stadion beben – 49:21.
Die Pirates kamen nochmals heran: Tregle lief selbst in die Endzone und verwandelte auch die anschließende Conversion – 49:29. Im letzten Viertel wog das Spielgeschehen hin und her. Den Schlusspunkt setzte – einmal mehr – Armand Soulerotmit seinem vierten Touchdown des Tages, hervorragend freigeblockt von seiner O-Line. Mit diesem überzeugenden Sieg bleiben die Rostock Griffins auf dem 2. Tabellenplatz. Am kommenden Wochenende gilt es, diese Position bei den heimstarken Hamburg Pioneers zu verteidigen.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Jens Putzier- Rostock Griffins (redaktionell geändert)
Die Bielefeld Bulldogs gewannen mit 30:6 gegen die Assindia Cardinals - Foto: Kevin Schyra „Ich bin sehr stolz auf die Leistung unserer Jungs“, bilanzierte Headcoach DJ Anderson nach der Partie. „Bielefeld war wie erwartet sehr stark, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass sie uns durchgehend komplett dominiert haben.“
Zwar reichte es nicht für eine Überraschung, doch zwei Fieldgoals von Kicker Darren Quinn sorgten zumindest für Punkte auf Seiten der Cardinals – und unterstrichen die kämpferische Haltung des Teams. Die Bulldogs mussten mehr investieren, als es das Ergebnis vermuten lässt.
Bitter aus Essener Sicht: Erneut gab es verletzungsbedingte Rückschläge. „Wir haben unsere positiven Schlüsse aus dem Spiel gezogen“, so Anderson weiter, „aber die zusätzlichen Ausfälle erschweren sowohl die Vorbereitung als auch das Spiel gegen Minden am kommenden Samstag.“
Trotz der Niederlage bleibt der Auftritt in Bielefeld ein Signal: Die Cardinals sind auch unter schwierigen Bedingungen ein unbequemer Gegner – und bereit, auch kommende Herausforderungen mit Biss anzunehmen.
Oliver Jungnitsch für NRW Football (Basis für den Text: Pressemitteilung der Assindia Cardinals)
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