Seniors
Am vergangenen Samstagnachmittag, bestritten die Kleve Conquerors und die Iserlohn Titans ihr erstes Landesligaspiel der Saison 2018 und das versprach Spannung, denn das bedeutete zugleich Aufsteiger NRW-Liga West zu Gast bei Aufsteiger -Ost. Nach einer sehr erfolgreichen Saison 2017 trafen beide Mannschaften vor etwa 200 Zuschauern mit breiter Brust aufeinander und ließen auf ein gut anzusehendes Spiel hoffen.

Archivbild (Foto: Oliver Jungnitsch)
Die TuS Iserlohn Titans eröffneten das Spiel außerplanmäßig früher, mit dem Kickoff, der Kleve sehr gut ins Spiel bringen sollte. Nach kurzem Abtasten beider Mannschaften zeigten die Conquerors, dass ihr Aufstieg kein Zufallsprodukt war und man ihnen bei Pässen keine freien Räume öffnen sollte. Bereits früh im 1.Viertel punkteten die Gäste nach einem vollständigen Pass in die Mitte und verwandelten den anschließenden Extrapunkt zum 0:7.
Im Zweiten Viertel zeigten vor allem beide Defenses was in ihnen steckt. Sowohl Kleve, als auch Iserlohn kamen mit ihren Offensiven gut über das Feld aber die Verteidigungen waren um längen besser und verhinderten unteranderem durch Ballübernahmen, sogenannten “Fumbles” auf beiden Seiten das erzielen von jeglichen Punkten. Auf Seiten der Rheinstädter stellte das 7 köpfige Schiedsrichtergespann Roman Köpke #51 wegen eines Targetings, sprich die absichtliche Kontaktaufnahme mit einem nicht dafür vorgesehenen Körperteil vom Feld. Leider verbaute man sich seitens der Titans durch einen Fumble in der gegnerischen Redzone und einem verschossenen Fieldgoal den Anschluss.
Zu allem überfluss verlor man Stammspieler Nick Eckel auf der Position des Safetys durch eine schwere Schulterverletzung für den Rest der Saison. Außerdem dem Top Scorer der vergangenen Saison, Kicker Max Weiß, wegen einer Muskelverletzung im Bein.
Diesmal startete die Offense der Waldstädter mit sehr gelungenen Kombinationen aus Lauf und merklich besser werdendem Passspiel in die 2. Halbzeit, blieben aber vorerst ohne Erfolg. Stattdessen punkte Kleve durch einen guten Lauf über 70 Yards erneut und bauten ihre Führung auf 0:13 aus. Im folgenden Drive der TuS-Footballer fand der Pass Kuhn´s abermals Receiver Malte Koch #12 in Mitten des Feldes, der daraufhin den Rest zu Fuß zurückgelegt und allen Verteidigern davon in die Endzone rennt. 06:13.
Mit frischem Wind in den Segeln zeigten nun beide Teile der Titans, dass SIe nicht zu unrecht in der letzten Saison 7 von 8 Spieltagen Tabellenführer waren. Die Defense ließ die Conquerors kaum mehr in ihre Hälfte, während sich Kuhn und Co wieder in Kleves Hälfte arbeiteten. Statt sich aber mit Punkten zu belohnen und das Spiel auszugleichen, gab man nach einem weiteren Besuch in des Gegners heißen Zone den Ballbesitz abermals vorzeitig durch eine Interception, also einem Fehlpass zum Gegner, ab. Kurz zuvor stellte Hauptschiedsrichter Heute abermals einen Spieler der Conquerors wegen Schlagens vom Feld.
Mit beginn des 4.Viertels wurde das Spiel zu einem echten Schlagabtausch der Mannschaften und noch einmal richtig spannend. Hüben wie drüben zeigte sich schöner Football ob in der Offense oder Defense, letztere hielten beide bis kurz vor Schluss stand bis Kleve klug die Uhr runterlief und per Fieldgoal auf 06:16 erhöhte. Durch gutes Clockmanagemnet gelang es den Titans ihre Chance auf den Anschluss in die Länge zu ziehen, schafften es aber nicht noch mal zu punkten. Somit endete ein bis zum Schluss spannendes und unterhaltsames Spiel und macht vor allem eins, Lust auf mehr.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Sascha Vogel - ISERLOHN TITANS im TuS Iserlohn 1846 e.V.
Mit einem souveränen Sieg starteten die Schiefbahn Riders am Wochenende in die American Football Saison der Verbandsliga NRW West. Mit 36:8 (26:0/9:0/0:0/3:8) konnten die Riders die Fighting Miners aus Witterschlick bei Bonn auf Distanz halten und vorerst die Tabellenführung erobern.

Dominik Schirrman / Bildquelle: Schiefbahn Riders
Gleich im ersten Quarter fegten die Spieler aus dem Willicher Stadtteil Schiefbahn über die Rheinländer hinweg. Die ersten Punkte zum 6:0 erzielte Quarterback Robert Thöne mit einem 12 yard-Lauf in die Endzone und Cedric Simon erhöhte per Extrapunkt auf 7:0. Nach einem Ballverlust der Figthing Miners schlug kurz danach mit einem abermaligen Lauf in die Endzone Fabrice Reimann zum 13:0 zu und Cedric Simon erhöhte mit dem Kick durch die Torstangen auf 14:0.
Die giftige Defense der Riders ließ in dieser Phase des Spiels kaum Raumgewinn für die Rheinländer zu, die nach einem weiteren Ballverlust gar das 0:20 aus ihrer Sicht durch einen Defense-Touchdown von Dominik Schirrmann hinnehmen mussten. Und auch die nächste Angriffssequenz der Footballer aus der Stadt Willich beendete Passempfänger Jannik Glasmacher mit Punkten in die Endzone der Witterschlicker zum 26:0. Im zweiten Quarter machten die Riders dort weiter, wo sie zuvor aufgehört hatten. Jakob Zschäbitz fing einen Pass von Spielmacher Robert Thöne und beförderte das Spielgerät zum 32:0 in Endzone der Fighting Miners, den Kicker Cedric Simon mit dem Extrapunkt zum 33:0 Halbzeitstand vergoldete.
Nach der klaren Führung ließen es die Schiefbahner Spieler und Coaches ruhiger angehen. Man wechselte immer wieder durch und probierte auch das Ein oder Andere aus. Dadurch litt ein wenig der Spielfluss der Riders, ohne dass die Fighting Miners wirklich gefährlich werden konnten. Erst im letzten Viertel nahm das Spiel nochmals kurz Fahrt auf. Nachdem sich die Riders durch Strafen bedingt einige Raumverluste leisteten, kamen die Witterschlicker kurz vor der Schiefbahner Endzone stehend dann doch noch zu ihren langersehnten Punkten. Deren Ballträger Felix Huhn überquerte die Goalline per Lauf in die Endzone und bei der anschließenden 2-Point-Conversion erreichte der Miners-Quarterback Milan Künkler abermals die Riders-Endzone zum 8:33. Den Schlusspunkt im Punktereigen setzten dann aber wieder die Schiefbahner. Mit einem Fieldgoal schaffte Kicker Christopher Schwab das abschließende 36:8 Endergebnis vor 450 Zuschauern.
Zufrieden zeigte sich nach dem Spiel Head Coach Detlef Zorn: „Wir sind nach der Halbzeit nicht mehr auf Punkte gegangen, wollten testen und allen Spielern Spielpraxis geben. Wichtig war uns, gut in die Saison zu kommen und das ist uns dann ja auch recht gut gelungen.“
Ort: Köln, Bezirkssportanlage Sürther Feld, Sürther Str. 195 , 50999 Köln
„Men In Blue“ mit 15:0 Arbeitssieg – Defense bleibt erneut ohne Gegenpunkte

#5 Julian Zorz auf dem Weg zum ersten Touchdown für die Gastgeber (Foto: Oliver Jungnitsch)
Am Ende wurde der 15:0 Erfolg über den Remscheid Amboss ein echter Arbeitssieg. Aus Sicht von Head Coach Yves Thissen kurz und knapp analysiert: „Gut gestartet, keine Punkte zugelassen und so die Null gehalten.“ Bereits zur Pause hatten die zahlreichen Zuschauer alle Punkte des Spiels gesehen.
Die „Men In Blue“ sind stark in das Spiel gestartet. Der erste Angriff der Gäste wurde schnell gestoppt. Den Gästen misslang der Punt und die Cardinals konnten den Punter mit dem Ball in der Endzone stoppen. „Safety“ und direkt zwei Punkte für die Essener. Es dauerte nicht lange, da nutzen die Cardinals einen Angriff zu weiteren punkten. Mit guten Pässen geht der Ball bis kurz vor die Remscheider Endzone. Den Rest übernahm dann Runningback Julian Zorz. Er tanzte die gesamte Defense der Gäste aus und sorgte für sechs weitere Punkte. Michael Lakowitz traf zum Extrapunkt und Zwischenstand von 9:0. Den Rest des Viertels bestimmte die Defense. Sie ließ dem Amboss kaum Raum und brachte den gegnerischen Quarterback mehrfach mit einem Sack zu Boden.
Zu Beginn des zweiten Viertels reichte es für die Cardinalsoffense nicht, den Angriff in Ambossendzone zu bringen. Das versuchte Fieldgoal aus rund 41 Yards ging schief. Die „Men In Blue“ bleiben aber dran, machten weiter Druck und fingen gleich den Ball durch Lasse Meyer ab. Diesmal war man nah an der Endzone der Gäste. Es war wieder Zeit für Runningback Julian Zorz. Erst erläuft er 9 Yards, danach noch einmal rund 10 Yards und gerade noch vor der Goalline gestoppt. Mit einem Sprung über die Goalline vollendet Julian Zorz in der nächsten Aktion den Angriff. Da der Extrakick an den Torstangen vorbei geht, heißt es 15:0. in den nächsten Minuten wechselt der Ball mehrfach die Seite. Gegen Ende der Halbzeit wird es dann doch noch einmal brenzlig für die Cardinals. Remscheid kommt der Endzone nahe, doch die Defense ist aufmerksam. Gordon Freundlieb fängt den Remscheider Ball ab und bringt den Ball noch einige Yards nach vorne. Ein letzter Versuch vor der Pause mit einem langen Ball auf Allen Wilson misslingt.
Das dritte Viertel hatte zunächst wenig Spektakuläres zu bieten, dafür gab es reichlich gelbe Flaggen. Das Spiel verlor so deutlich an Fahrt, immer wieder mussten Strafen ausgesprochen werden. Durch die Strafen fand sich Remscheid plötzlich in Fieldgoalreichweite wieder, doch der Versuch ging vorbei.
Jetzt waren die Cardinals endlich wieder dran. Ein langer Ball von Quarterback Lennart Brodesser landete in den Händen von Wide Receiver Allen Wilson und der lief zu den nächsten Punkten, so dachte man. Die Schiedsrichter hatten ein Foulspiel von Wilson gesehen und so hieß es kein Touchdown und lange 25 Yards im zweiten Versuch.
Im letzten Viertel unverändertes Bild. Die Cardinalsoffense solide, aber oft glücklos und zu wenig konsequent. Quarterback Lennart Brodesser verliert den Ball und Remscheid bekommt eine gute Position. Eine folgende Defenseaktion von Simon Baumeister sorgte dann für Aufregung und auch für reichlich Diskussionsstoff. Er soll aus Sicht eines Schiedsrichters ein Targeting begangen haben. Damit wurde der Defensivspieler mit einer Disqualifikation aus dem Spiel genommen. Remscheid konnte die Chance aber wieder nicht für Punkte nutzen. Das Fieldgoal ging erneut vorbei. In den letzten Minuten gab es für kein Team noch die Chance auf Punkten. Mit 15:0 bleiben die Punkte in Essen, auch wenn vor allem in der zweiten Halbzeit die Glanzpunkte fehlten, am Ende konnte der Gegner auch im dritten Spiel keine Punkte gegen die Defense der „Men in Blue“ erzielen.
„Wir sind gut gestartet und haben keine Punkte vom Gegner zugelassen. Wir haben aber nach der Halbzeit auch den Gegner durch eigene Unzulänglichkeiten wieder stark gemacht. Wir haben das Spiel unnötig spannend gemacht“, so Head Coach Yves Thissen. Er haderte aber auch mit vielen Entscheidungen der Schiedsrichter: „Wir werden da wieder ausgiebig Videos anschauen müssen. Man fragt sich manchmal, wie man überhaupt noch Football spielen soll, wenn plötzlich alles als Foul gepfiffen wird.“ Bereits am Samstag geht es für die Cardinals weiter: „Wir werden in Bielefeld auf einen völlig anderen Gegner treffen, aber wir nutzen die kurze Zeit, um das Team optimal auf den Gegner einzustellen.“
Dirk Unverferth - Essen Assindia Cardinals
Bilder von NRW Football:
Nick:
Oliver:
Eine starke zweite Halbzeit rettet den Sieg

Wide Receiver Max Pütz sorgte mit seinem Touchdown für Begeisterung bei den Fans (Foto: Richard Welde)
Es gibt Tage, da passt einfach alles. So auch am Sonntag beim Heimauftakt der Troisdorf Jets gegen die Bonn Gamecocks. Tolles Wetter, perfekte Bedingungen, eine volle Tribüne mit großartigen Fans und ein 35:24-Sieg als Sahnehäubchen zum Abschluss. Allerdings nahm die Partie mit der Verletzung des Bonner Quarterbacks ein unglückliches Ende. Gleich zu Beginn fegte die Jets-Offense, allen voran die beiden Top-Running Backs Niklas Hornen und Philipp „Pepe“ Bürling, über den Rasen im frisch wiedereröffneten Aggerstadion und nahm die gegnerischen Endzone ins Visier. Nach einem starken Pass auf Wide Receiver Ray „The Jet“ Ket ging es bis an die Bonner 10 Yards-Linie. Ein Fumble stoppte die Troisdorfer Footballer aber kurz vor der erhofften Belohnung.
Doch auch die Defense der Jets war von Beginn an hellwach und ließ die ersten Angriffsversuche der Gäste ins Leere laufen. Nun war es Wide Receiver Niklas Remke, der die Jets mit einem sicheren Catch weit nach vorne brachte. Nachdem er zuvor die Bonner Defense schwindelig gespielt hatte, sorgte Pepe Bürling im zweiten Anlauf dann doch für die ersten Punkte auf Seiten der Jets. Diesen und alle weiteren Extrapunkte verwandelte Dennis Schwartz sicher zum 7:0. Nun waren aber auch die Gamecocks in der Partie angekommen und spielten all ihre Zweitligaerfahrung aus. Angeführt von Quarterback Sebastian Schopen arbeiteten sich die Jungs in hellblau mit ihrer abwechslungsreichen Spielweise bis in die Endzone der Jets vor. Running Back Niklas Esser sorgte für den 7:7-Ausgleich (PAT Lars Borchwald). Kurz vor der Halbzeit dann ein weiterer Ballverlust für die Jets. Bonn sicherte sich mit einer Interception das Angriffsrecht und bestrafte den Fehler ebenso routiniert wie eiskalt. Ferdi Rieck schnappte sich einen kurzen Pass von Quarterback Schopen zur 14:7-Führung (PAT Borchwald).
Nach der Pause durften dann aber zunächst wieder die Jets-Fans unter den mehr als 600 Zuschauern im Aggerstadion jubeln. Ein hochpräziser Pass von Quarterback Jannik Nowak landete, trotz einer Doppeldeckung, spektakulär in den Armen von Ray Ket direkt in der Bonner Endzone (14:14, PAT Schwartz). Doch auch hier hatten die starken Gamecocks direkt wieder eine Antwort parat und holten sich kurz darauf mit einem 38 Yards-Fieldgoal durch Lars Borchwald die Führung zurück (17:14). Im 4. Quarter sorgte dann mit Max Pütz ein weiterer Wide Receiver der Jets für eine sehenswerte Aktion. Nach dem Catch eigentlich schon fast getackelt, befreite er sich aus dem Griff der Bonner Verteidiger und sprintete in die Endzone der Gäste (21:17, PAT Schwartz). Aber auch dafür fand der Zweitliga-Absteiger wieder eine Lösung: ein langer Pass von Schopen auf Rieck drehte das Ergebnis erneut zugunsten der Bonner (24:21, PAT Borchwald).
Von da an reichte es der Jets-Defense aber offenbar, denn im Anschluss drehten die Jungs von Coordinator Marcel Fritsche noch einmal richtig auf. Auf nahezu jede Aktion der Gäste fanden sie die richtige Antwort und schickten die Bonner Offense, lautstark unterstützt von den Cheerleadern und den vielen Fans auf der Tribüne, immer wieder ohne zählbaren Erfolg vom Platz. Gekrönt wurde die Defenseleistung noch mit einem eroberten Fumble durch Linebacker Stefan Hildebrandt. „Wenn dir deine Defense in so einer entscheidenden Phase des Spiels den Rücken freihält, musst du ebenfalls abliefern“, so Head Coach und Offense Coordinator Andreas Heinen. „Und das haben die Jungs dann ja auch ganz konzentriert und ohne hektisch zu werden getan.“ Zuerst bulldozerte sich Fullback Niklas Hornen in die Endzone der Gegner zum 28:24 und kurz darauf nutzte auch Quarterback Nowak den Vollgas-Schub seiner massigen Offense Line für den 35:24-Schlusspunkt (PAT beide Male Dennis Schwartz).
Ein Spieler der Bonn Gamecocks wurde eine Minute vor dem Spielende leider nicht für seinen tollen Kampfgeist belohnt. Ganz im Gegenteil verletzte sich Quarterback Sebastian Schopen ohne gegnerische Einwirkung schwer am Knie und musste das Feld verlassen. „So eine Verletzung ist immer bitter, egal zu welchem Zeitpunkt im Spiel“, so Jets-Head Coach Heinen. „Ich kenne Sebastian noch aus der aktiven Zeit als fairen Gegner mit einem tollen Sportsgeist. Gute Besserung an dieser Stelle von den gesamten Jets.“
Die Troisdorf Jets haben nach dem Derby-Sieg nun zwei Wochen Zeit um sich auf Remscheid vorzubereiten. Der Amboss ist am 13. Mai (KO 15 Uhr) zu Gast im Aggerstadion.
Andreas Heinen - Troisdorf Jets
„Der absolute Wahnsinn“ und “Werbung für den Footballsport“: das waren die Attribute, die dem gestrigen Saisonauftakt der Rostock Griffins am SAPHENION-Gameday zugeschrieben wurden. Und um fair zu bleiben, das Lob muss sich an beide Mannschaften richten.

Foto: Gunnar Rosenow/ Gerd Köhler (Griffins Media Team)
Ein bis in die Schlusssekunden völlig offenes und ausgeglichenes Spiel fand seinen glücklichen Sieger in den Rostock Griffins. Erik Weilandt verwandelte bei auslaufender Uhr ein 33-Yard Fieldgoal für den Sieg und sah sich wenige Sekunden später im Jubel unter seinem Team begraben. Zuvor hatten die 800 Zuschauer im Leichtathletikstadion ein tolles Footballspiel von zwei absolut gleich starken Teams gesehen, was sich auch in der Statistik wiederspiegelt. Egal ob Total Yards, Strafen oder First Downs, die Zahlen sind bei beiden Mannschaften nahezu identisch. Den besseren Start erwischten aber ganz klar die Griffins, die mit einem Lauftouchdown von Quarterback Teejay Gordon in Führung gingen. Der Extrapunkt missglückte jedoch völlig und wurde von den Pirates zum 6 zu 2 zurückgetragen. Diese zwei Punkte konnten sich die Greifen aber gleich zurückholen.
Nach einem schnellen Stop der Rostocker Verteidigung, die sehr dominant in das Spiel startete, wurde der Punter der Pirates übersnappt – Safety und zwei Punkte für die Griffins. In der Offensive war es weiter Quarterback Gordon, der dem Angriff der Hansestädter seinen Stempel aufdrückte und insgesamt 21 von 29 Pässen an den Mann brachte sowie mehr als 100 Yards und 3 TD´s selbst erlief. Doch auch die immer besser ins Spiel kommenden Männer von der Krückau punkteten über einen Touchdown und ein Fieldgoal. Ihre letzte Angriffsbemühung konnte dennoch kurz vor der Halbzeit durch eine Interception von Timothy Hayes beendet werden, was zu einem Halbzeitstand von 18 zu 12 für die Heimmannschaft führte.
Die zweite Hälfte entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch. Die Pirates kamen vor allem durch ihren amerikanischen Runningback Khairi Dickson sowie durch individuelle Fehler im Rostocker Backfield zu Raumgewinn und Punkten und konnten sich schnell eine 25-18 Führung erspielen, denn auch der Rostocker Angriff befand sich zu Beginn der 2. Hälfte noch im Dornröschenschlaf. Nachdem durch einen schönen Pass von Gordon auf Barber ausgeglichen werden konnte, wiederholte sich das Spiel – die Pirates legten vor, die Griffins legen nach. Mit 2 Minuten zu spielen und bei einem Spielstand von 32 zu 32 bekamen die Elmshorner das letzte Mal den Ball. Mittlerweile hielt es keinen Zuschauer mehr auf seinen Sitzen. Nach einem ersten First Down durch die Piraten entschieden sich die Griffins dann alles auf eine Karte zu setzen. Die Verteidigung der Rostocker setzte den Elmshorner Quarterback schwer unter Druck, Sack durch Christoph Böckmann im 4. Versuch und Ballbesitz für blue and orange. Noch 38 Sekunden zu spielen. Die Offense von Coordinator Toni Katzorke musste nun Nervenstärke beweisen und tat dies auch. Ein First Down durch Pass und eines durch einen schönen Lauf von Teejay Gordon, der auch noch beim Überqueren der Seitenauslinie die Uhr stoppte, und die Greifen waren in Field goal Range. Noch 3 Sekunden zu spielen. Erik Weilandt läuft an, kickt und …links vorbei. Doch gleich zwei Spieler der Pirates hatten ihn während des Kicks derart attackiert, dass die gelben Flaggen fliegen. Erneuter Versuch, Treffer und Sieg! Das Stadion und die Mannschaft im Jubel vereint, Leider bleibt der Mannschaft von HC Kuhfeldt nicht viel Zeit zum feiern, denn schon am kommenden Freitag geht die Reise Richtung NRW, wo am Samstag der Vorjahresvierter Langenfeld Longhorns wartet.
Auch das großartige Rahmenprogramm, dass mit Hilfe von Saphenion dem Gameday-Presenter ablief, trug zum Footballwahnsinn an diesem Tag bei. In der Pregame-Show gab es neben der Livemusik von Stamping Feet auch erstmals in Rostock die Nationalhymnen Deutschlands und der USA zu hören, vorgetragen von der 16-jährigen HMT-Schülerin NORA auf der E-Gitarre. In der Halbzeit rockten nochmals Stamping Feet das Haus, Hüpfburg, Kinderschminken und Catering waren gut besucht. Auch die Sideline Action der Griffiness und der Neubrandenburger Stadtfanfaren trugen ihr Übriges zum Gelingen des Saisonauftaktes bei. Alles in allem ein großartiger Start in die Spielsaison, sicherlich aber ein denkwürdiger.
Jens Putzier - Rostock Griffins
Weitere Beiträge …
- 18:00 - Traumstart für die Cougars
- Huskies verlieren Nordderby mt 10:24
- New Yorker Lions ziehen mit souveränen Sieg erneut ins Eurobowl-Finale ein
- Huskies vor Heimspieldebüt
- Cougars starten gegen Paderborn
- Griffins zum Saisonauftakt mit schwerer Aufgabe
- Der Olymp ruft: Die Titans empfangen die Cleve Conquerers
- Lange nicht gesehen: Jets-Homeopener gleich mit Derbycharakter
- Assindia Cardinals gewinnen mit 34:0 bei den Gelsenkirchen Devils
- Schlittenhunde verlieren gegen die Rebels
Unterkategorien
GFL Nord Beitragsanzahl: 709
GFL2 Nord Beitragsanzahl: 706
Europa/Welt Beitragsanzahl: 188
GFL + GFL2 (Nord) - ELF Beitragsanzahl: 0
Regionalliga (Seniors) Beitragsanzahl: 430
Oberliga (Seniors) Beitragsanzahl: 180
Verbandsligen (Seniors) Beitragsanzahl: 255
Landesligen (Seniors) Beitragsanzahl: 173
NRW-Liga (Seniors) Beitragsanzahl: 76
FS / Training / sonstiges (Seniors) Beitragsanzahl: 57
Seite 392 von 555









