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Wolfpack mit Auswärtsniederlage zum Saisonstart - Foto: Egon PennerDass die Kachtenhausen White Hawks nicht zu unterschätzen sind, wusste die Mönchengladbacher Football-Vertretung vor Anpfiff des ersten Saisonspiels. Hatte sich der Aufsteiger aus der Verbandsliga doch in der Winterpause durch einige Spieler aus Essen und Paderborn gleich auf mehreren Positionen verstärken können. Trotzdem ließ sich die Defense des Rudels am Sonntagnachmittag im ersten Quarter des Spiels gleich bei den ersten beiden Drives der Gastgeber entscheidend überraschen. Schnell lag das Wolfpack mit 14:0 zurück, konnte zwar vor der Pause noch mit seinem ersten Touchdown kontern, der aber nachträglich von den Schiedsrichtern aberkannt wurde. Sehr zum Unverständnis vom Mönchengladbacher Cheftrainer P. Scales, der dann die Halbzeitpause nutzte, um sein Team besser auf den bis dato unbekannten Gegner einzustellen.
In der zweiten Halbzeit fand das Wolfpack besser ins Spiel, verpasste aber mehrfach den entscheidenden Abschluss, um die dringend benötigten Punkte zu erzielen. Nach einem abgefangenen Pass der Wolfpack-Offense im vierten Viertel und dem langen Pass der Kachtenhausen-Offense im nächsten Drive schien die Partie dann entschieden zu sein. Aber die Wolfpack-Verteidigung schlug mit einer Interception (abgefangene Pass) durch Sven Brosi zurück und diesmal trieb der Mönchengladbacher Angriff den Ball über das Feld zum wohlverdienten ersten Touchdown. Dachten die Gäste zumindest, doch wieder entschieden die Schiedsrichter nach langer Diskussion, den Treffer zu annullieren. Erneut eine Entscheidung, die bei den mitgereisten Mönchengladbacher Fans nicht unbedingt auf Verständnis stieß.
Jetzt setzte Scales alles auf eine Karte und ließ den vierten Versuch, mit einem Yard zu gehen, ausspielen. Seine Offense rechtfertigte das Vertrauen und QB Jason Scales überwand, mit großartigem Anschub seiner Vorderleute, die Linie in die Endzone der Gastgeber. Der bange Blick zum Schiedsrichter war unbegründet, dieser Touchdown des Wolfpack hatte Bestand. Den Extrapunkt verwandelte Niklas Schützendorf, es waren die letzten Punkte des Spiels. Die Kachtenhausen White Hawks hatten das erste Saisonspiel mit 21:7 für sich entscheiden können.
Nach dem Spiel zeigte sich Scales leicht enttäuscht über die eigene Leistung, sparte aber nicht mit Lob für die Gastgeber: „Kachtenhausen hat viele gute Spieler mit viel Erfahrung, dazu heute ein exzellentes Gamecoaching. Sie haben einen verdienten Sieg errungen. Ich bin etwas unzufrieden wegen der Fehler, die auf unserer Seite des Balls gemacht wurden. Besonders über die ersten beiden Drives, bei denen sich unsere Defense noch im Tiefschlaf befand. Leider haben uns einige erfahrene Spieler nach der letzten Saison verlassen, was man hier und da doch deutlich merkt. So ist das Team mit den Neuzugängen und jungen Spielern noch etwas im Umbruch; alle brauchen Spielpraxis und noch ein wenig Zeit, um sich zu integrieren. Gleichzeitig ist der Grundstein für die Zukunft gelegt. Wir werden intensiv daran und an den Fehlern arbeiten und nächste Woche gestärkt zurückkommen. Um gegen Dortmund und dann vor eigenem Publikum besser zu spielen. Und zu gewinnen.“
Ebenfalls dem heimischen Publikum präsentieren wird sich zur Saisoneröffnung in Mönchengladbach am kommenden Samstag die U16 des Rudels. Das Spiel gegen den Nachwuchs der Krefeld Ravens findet vor der Partie der Seniors bereits um 11:00 Uhr statt.
nächstes Spiel/Saisoneröffnung:
Sa., 20.04.
KO 15:00h MG Wolfpack vs Dortmund Giants
Wolfpack-Stadium, Kölner Str. 160, 41199 MG-Odenkirchen
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Volker Boos - American Sports Mönchengladbach e.V.
Die Krefeld Ravens sind perfekt in die neue Saison gestartet. Mit einem 35:10 (14:0) gegen die Münster Blackhawks sendete das Team von HC Kai Schreckenberg das erste deutliche Zeichen an die Konkurrenz. Die Ravens mussten dabei aber durchaus auch Rückschläge verkraften und zu Anfang der zweiten Hälfte hing der Erfolg am seidenen Faden. Doch am Ende setzte sich die Qualität der Hausherren durch.
Ravens mit erstem Statement gegen GFL2-Absteiger - Foto: Florian Haerdle
Ein starkes Zeichen setzte am Samstag die US-Generalkonsulin für Nordrhein-Westfalen, Pauline Kao, für die transatlantischen Beziehungen, als sie den Season-Opener der Krefeld Ravens besuchte und den traditionellen Coin-Toss (Münzwurf) durchführte. Während ihres Besuchs traf die Generalkonsulin mit Spielern, Trainern, Fans und auch dem Oberbürgermeister der Stadt Krefeld, Frank Meyer, zusammen, um die Werte des Sports und die gemeinsamen Interessen beider Länder zu feiern. Sie betonte die Bedeutung des Austauschs zwischen den USA und Deutschland auf verschiedenen Ebenen, sei es im Sport, in der Wirtschaft oder in der Kultur. Die Krefeld Ravens begrüßten die Generalkonsulin mit offenen Armen und boten ihr einen Einblick in die lokale Sportszene. "Der Besuch der US-Generalkonsulin ist eine Ehre für uns und unterstreicht die Bedeutung dieses Sports als Brückenbauer zwischen Nationen", sagte Christoph Wittfeld, Geschäftsführer der Ravens.
"Wir sind stolz darauf, unsere Leidenschaft für American Football mit Frau Generalkonsulin Kao zu teilen und freuen uns über die Stärkung unserer Beziehungen durch solche Besuche." Anschließend gewannen die Ravens den erwähnten Coin-Toss und gaben wie gewohnt das erste Angriffsrecht ab, um mit der eigenen Defense zu starten und in der zweiten Halbzeit den Ball zu bekommen. Doch was üblicherweise direkt ein erstes Zeichen gibt, wurde diesmal zum Problem, denn der Gast aus Münster zeigte einen starken ersten Drive. Immer wieder war es Runningback Umar Tairou, der gute Läufe hinlegte. Auch Quarterback Keegan Mccomack machte ein gutes Spiel und machte den Ravens vor allem mit den Füßen Probleme, während die Secondary der Hausherren eine überragende Partie bot und praktisch keinen Raum für Receiver der Blackhawks ließ. Zweimal gelang es den Ravens eigentlich, den Drive zu stoppen, doch mit Flaggen machten sie sich einmal bereits den Punt der Gäste zunichte und schenkten an der Mittellinie ein neues erstes Down. So standen die Blackhawks schließlich an der Goalline der Ravens und hatten drei Versuche, den Ball bis in die Endzone zu tragen. Doch die Ravens-Defense zeigte ihre ganze Klasse. Erst gelang es, den Gegner an die 10 zurück zu drängen, dann erhielt Mccomack viel Druck und warf einen Pass in die Endzone. Doch den hatte Ramon Franco gerochen, spritzte dazwischen und fing den Ball ab, um in bis an die 20-Yard-Linie der Blackhawks zurück zu tragen. Es war das erste ganz große Big-Play der Partie.
Die Offense ging ans Werk und mit dem ersten Play fand Quarterback Lucas Wevelsiep in der rechten Seite der Endzone Neuzugang David Crawford und der fing den Ball zum ersten Touchdown der Partie. Der Point after Touchdown (PAT) von Dennis Storm war gut und so stand es 7:0. Die Gäste bekamen den Ball, doch die Defense hielt, unter anderem durch einen Sack von Max Emmerich. Die Gäste mussten punten, doch auch die Ravens konnten sich nicht entscheidend durchsetzen und mussten ihrerseits den Ball abgeben. So kam Münster wieder an den Ball – und das in guter Feldposition kurz in der Hälfte der Ravens. Doch wieder hielt die Defense. Die Gäste spielten den vierten Versuch aus, doch Ramon Franco ließ die Chance auf die zweite Interception aus und ließ den Ball fallen. Doch die Ravens erhielten natürlich dennoch den Ball durch Turnover on downs und es folgte das nächste Bigplay: Akiva Wedge bekam den Ball, brach über die linke Seite durch und schaltete den Turbo ein. An der 10 Yard Linie trat er auf die Außenlinie und so erhielt Wevelsiep eine perfekte Feldposition. Eine Flagge brachte die Ravens zurück an die 23, doch Wevelsiep ließ sich im dritten Versuch nicht beirren und legte den Ball perfekt in die linke Ecke der Endzone, wo der zweite neue Receiver, Jakob Bojko, sicher zugriff und das 14:0 (PAT Storm gut) herstellte. Münster erhielt in den letzten zwei Minuten der Halbzeit noch einmal den Ball und zunächst gelang es, zwei First Downs zu erzielen. Doch dann hielt die Defense der Ravens und der Gast musste punten. Diesen aber blockte Constantin Castelli und sicherte den Ball an der gegnerischen 30. Ein Schuss in die Endzone durch Wevelsiep war nicht erfolgreich, J’Mari Davis wurde in der Endzone getackelt, bevor der Ball da war und so gab es die Pass-Interference. Die Zeit lief aber aus und die Ravens probierten das Fieldgoal aus 47 Yards, doch das ging knapp links neben das Tor und so blieb es zur Halbzeit beim 14:0.
Nach dem Seitenwechsel bekamen die Ravens dann den Ball und damit die Chance, die Führung auszubauen, doch das gelang nicht. Ein Three-and-out der Offense brachte den Blackhawks den Ballbesitz. Doch auch die RavensDefense hielt und ließ kein First Down zu. Dafür lieferten die Gäste aber einen perfekten Punt und fesselten die Ravens an die eigene ein-Yard-Linie. Die reagierten mit einem Hard-Count und lockten die Gäste ins Abseits. So befreite man sich aus der kritischen Situation. Doch im nächsten Play von der eigenen 6 leistete sich Lucas Wevelsiep den einzigen schweren Fehler der Partie. Seinen Pass fing Leon Janeikes ab und trug ihn direkt zum Pick-Six in die Endzone. Davis, der noch versuchte zu retten, war erfolglos. Der PAT durch Marcel Kolov war erfolgreich und so stand es 14:7. Die Ravens zeigten einen guten Return von Davis, der an der eigenen 37 eine gute Feldposition brachte. Akiva Wedge mit einem guten Lauf und anschließendem Facemask gegen sich bracht die Ravens an die gegnerische 43, doch dann leistete sich Leon Hoffmann einen Fumble, als gleich vier Verteidiger in ihn einschlugen. So kam Münster wieder an den Ball. Zwei gute Pässe auf Maximilian Elfers brachten die Gäste an die 17. Danach hielt die Defense, aber die Gäste schossen das Fieldgoal und kamen durch Kolov zum 10:14 heran. Das Spiel drohte jetzt zu kippen, das Momentum war klar auf Seiten der Gäste, doch die Ravens antworteten. Der Kickoff ging ins Aus und so ging es an der eigenen 35 los. Die Ravens setzten jetzt vor allem auf zwei Spieler: Lior Volkov mit mehreren starken Läufen und Davis mit zwei starken Catches inklusive vieler Yards after Catch. So stand man kurz vor der Endzone und Volkov selbst vollendete zum 21:10 (PAT Storm). Wie stark die Teamchemie ist zeigt, dass der eigentliche Star des Teams, Akiva Wedge, sich nicht zu schade war, als Vorblocker den Weg frei zu machen.
Dieser Touchdown besiegelte regelrecht das Schicksal der Gäste. Sie kamen nicht mehr ins Spiel und spielten an der Mittellinie einen vierten Versuch aus. Doch Tinashe „Nash“ Gonese schlug den Ball herunter und so kamen die Ravens in Ballbesitz. Wedge übernahm jetzt das Kommando, lieferte zwei starke Läufe und die Ravens standen an der 18 in der Red-Zone. Wieder ging der Ball an Wedge und der ging wie ein Aal durch die Reihen der Gegner. Er brach gleich mehrere Tackles und marschierte am Ende in die Endzone. Der PAT misslang zwar zunächst, weil der Hold nicht passte, doch Wevelsiep als Holder versuchte den Pass in die Endzone. Der kam zwar nicht an, doch es gab einen späten Hit gegen ihn und so die Flagge und einen weiteren Versuch. Den vollendete Storm sicher. Die Blackhawks versuchten jetzt alles, spielten erneut erfolglos einen vierten Versuch aus und die Ravens reagierten mit einem weiteren starken Drive von Wedge, der am Ende mit einem weiteren unfassbaren Lauf als 20 Yards zu seinem zweiten Endzonenbesuch durch ging. Wie genau, das können wohl auch die meisten Beobachter nicht sagen. An dieser Stelle sei das Highlight-Video oder der ganze Stream im Re-Live empfohlen.
Die Ravens siegten damit am Ende klar und letztlich auch verdient mit 35:10 (14:0) und zeigten sich als starker Contender um die vorderen Plätze. Denn der GFL2-Absteiger zählt seinerseits sicher ebenso zu den Favoriten. Damit ist ein deutlicher Sieg ohne Frage ein Statement. Dass darüber hinaus viele Spieler einen guten Teil zum Erfolg beitrugen, zeigt umso mehr: Mit den Ravens ist zu rechnen, der Saisonstart ist gelungen und es empfiehlt sich, Tickets für das nächste Heimspiel am 5. Mai (Sonntag, 15 Uhr) gegen die Troisdorf Jets zu besorgen.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Christoph Wittfeld - Krefeld Ravens e.V.
Es war ein holpriger Start der Minden Wolves. Und man fühlte sich an den Saisonauftakt vor einem Jahr in Aachen erinnert, als das Wolfsrudel zwar ungefährdet gewann, sein Potenzial aber nicht gänzlich abrufen konnten. Ähnlich war es am Samstag beim ersten Meisterschaftsspiel der Saison 2024, als Headcoach Phil Gamble und seine Mannen stark ersatzgeschwächt bei den Münster Mammuts zu Gast waren und die beiden anvisierten Punkte zwar ungefährdet einfuhren, beim 27:13 (7:0, 13:13, 7:0, 0:0) aber noch viel Luft nach oben hatten.
Ein holpriger Start zum Auftakt der neuen Saison - Foto: DJK Dom
„Wir haben das erste Spiel gewonnen. Das zählt! Allerdings lief noch nicht alles nach Plan“, resümierte Gamble. Dafür aber gab es auch Gründe. Zum einen fehlten dem Headcoach durch Erkrankung, Verletzung oder Beruf fast 20 Spieler seines Kaders. Zum anderen hinterfragte man gerade in der Anfangsphase zahlreiche Entscheidungen, die den Hausherren u.a. auch einen Touchdown bescherten.
„Aufgrund des dünnen Kaders mussten einige Spieler sowohl in Defense, Offense und im Specialteam ran. Klar, dass das auf Dauer kräftezehrend ist. Das soll aber keine Entschuldigung sein“, so Phil Gamble. Großartige Wechselmöglichkeiten hatte der Coach diesmal jedenfalls nicht. „Ich hoffe, dass es am Wochenende wieder besser aussieht.“ Die Partie begann, nachdem die Mindener Defense die erste drei Versuche der Münsteraner gekonnt unterbunden hatte, mit einem schnellen Touchdown, als sich Willie Fedd jr. in der Endzone gegen zwei Mammut-Spieler durchsetzte und den Ball gekonnt fing. Die Referees allerdings versagten den ersten Wolves-Punkten die Anerkennung. „Incomplete!“ Allerdings hatte Fedd das „Ei“ sicher gefangen und unter Kontrolle gebracht. Es war der erste Aufreger, dem leider weitere folgen sollten. Der Angriff führte die Gäste anschließend vor die Goalline – noch zwei Yards waren zu überbrücken. Dabei unterlief ihnen jedoch ein Turnover. Doch die Mindener Defensive konterte und provozierte unmittelbar danach durch Daniel Francis ihrerseits einen Ballverlust. Den vergoldete die Offense mit einem Pass von Quarterback Fabrice Steinbach auf Aymen Tlili zum Touchdown. Inklusive des Points after Touchdown (PAT) stand ein 7:0 auf dem Scoreboard.
Münster schaffte es mit seinem Laufspiel in der Folge sehr viel Zeit von der Uhr zu nehmen. Und so ging es mit der knappen Mindener Führung ins zweite Viertel. Dort misslang ein Punt der Wolves, so dass Münster fünf Yard vor der Endzone in Ballbesitz kam. Die Wolves-Defense stemmte sich mit Urgewalt gegen die drohenden Punkte und lieferte dabei eine überragende Performance ab. Aber immer wieder hatte die Unparteiischen etwas an ihrer „Arbeit“ auszusetzen, so dass die Mammuts letztlich im siebten Versuch, seitdem sie an der 5 Yard-Position gestartet waren, ihr Ziel erreichten. Ein klarer „Fallstart“ der Hausherren wurde nicht geahndet, stattdessen gab es wieder eine Strafe gegen Minden. Und irgendwann kommt halt mal ein Gegner durch. Stand 7:7. Es war die siebte oder achte Flagge gegen die Wolves – die Mammuts hatten noch nicht eine gesehen. „Wir haben noch nie so viele persönliche Fouls, die ja immer mit 15 Yard Raumverlust verbunden sind, gegen uns bekommen (...)", sagte Sportdirektor Volker Krusche.
Auf den Münsteraner Touchdown hatte das Wolfsrudel jedoch die passende Antwort. Langer Pass von Fabrice Steinbach auf Willie Fedd jr. Der lief allen Gegenspielern auf und davon und durfte sich nun endgültig über seinen ersten Touchdown, dem weitere folgen sollten, freuen. Doch postwendend die kalte Dusche, als das Backfield der Defense nicht aufpasste, sich uneinig war und ein Münsteraner mit einem 70 Yard-Lauf bis ins „gelobte Land“ gelangte. Da der PAT nicht erfolgreich war, blieb Minden – wenn auch knapp – mit 14:13 in Führung.
Erleichterung bei den Gästen, dass Fedd noch vor der Pause seinen zweiten Endzonenbesuch perfekt machte. Diesmal ging aber auch der PAT der Wolves nicht durch die Torstangen, so dass es mit einer 20:13-Führung in die Halbzeit ging. In der Folge ackerte die Mindener Defense erstklassig, holte letzte Kraftreserven heraus und ließ im zweiten Abschnitt keine gegnerischen Punkte mehr zu. Die Offense hatte allerdings leichte Probleme, leistete sich, da bei einem Spielzug eine falsche Route gelaufen wurde, eine Interception, die durch die bärenstarke Abwehr aber ohne Folgen blieb.
Nach einem geblockten gegnerischen Punt kam der Ball im folgenden Angriff per langem Pass zu Willie Fedd jr., der mit seinem dritten Touchdown den Deckel auf das Auftaktspiel machte. Im letzten Viertel passierte bis auf einen von Jonny Muster abgefangenen Ball der Mammuts und einem nicht anerkannten Touchdown von Daniel Francis nichts mehr. Am Ende feierten die Minden Wolves einen ungefährdeten, aber auch glanzlosen 27:13-Auftakterfolg.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Volker Krusche - Minden Wolves
Generalprobe geglückt, jetzt soll auch die Premiere von Erfolg gekrönt sein. Für die American Footballer der Minden Wolves wird es am Wochenende ernst, denn am Samstag ertönt ihr Startschuss in die Meisterschaftsrunde der Oberliga. Dabei ist das Wolfsrudel bei den Münster Mammuts zu Gast, wo der KickOff um 15 Uhr erfolgt.
Minden Wolves gewinnen deutlich gegen Germany Old Stars im Testspiel - Foto: Nick Jungnitsch
Headcoach Phil Gamble und seine Jungs wollen vom ersten Moment an unter Beweis stellen, was sie in dieser Saison vorhaben, „Nach der letztjährigen Vizemeisterschaft wollen wir in diesem Jahr einen Platz besser abschneiden“, hatte Sportdirektor Volker Krusche, sonst eigentlich eher zurückhaltend bei Voraussagen, das Ziel für 2024 festgelegt. Und Coaches und Spieler stimmen dem zu.
„Es wäre doch schön, wenn wir im kommenden Jahr nach der Renovierung des Weserstadions als frischgebackener Drittligist an unsere alte Wirkungsstätte zurückkehren könnten“, hofft auch Gamble auf eine erfolgreiche Spielzeit, weiß aber, „dass uns diesmal nichts geschenkt wird. Ich glaube nicht, dass es diesmal Spaziergänge wie noch im vergangenen Jahr geben wird. Die Liga sollte auf jeden Fall stärker als zuletzt sein. Außerdem will uns jeder Gegner ein Bein stellen.“
Den 37:0-Sieg gegen die Germany Old Stars will der HC allerdings nicht zu hoch aufhängen. „Es war eine schöne Saisoneröffnung, bei der beide Teams ihren Spaß hatten.“ Für das Auftaktspiel in Münster sei aber nicht allzu viel abzuleiten. „Da erwartet uns eine ganz andere Gegenwehr.“
Mammuts-Headcoach Jonathan Kuban konnte in der Vorbereitung nach eigenen Aussagen aus den Vollen schöpfen, durfte auf einen 70 Mann-Kader zurückgreifen. Entsprechend groß sind auch die Ambitionen. „Wir wollen unter die Top 3 kommen“, heißt es aus Münster. Kann für die Footballer der DJK Dom Minden bedeuten, dass sie gleich zum Auftakt auf einen der stärksten Gegner der Liga treffen. Das allerdings bereitet Phil Gamble kein Kopfzerbrechen. „Wir müssen zunächst einmal auf uns schauen. Wir werden in diesem Jahr sicherlich unser Hauptgegner sein.“
Auf jeden Fall strahlen alle Wolves Optimismus aus, mischen das aber nicht mit Überheblichkeit. „Wir wollen siegreich in die Saison starten. Danach haben wir drei Heimspiele am Stück, an deren Ende wir weiter eine weiße Weste haben wollen.“
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Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Volker Krusche - Minden Wolves
Am kommenden Samstag geht es endlich wieder los. Die Solingen Paladins begrüßen die Cologne Falcons zum ersten Saisonspiel der Regionalliga NRW (Mitte) 2024.
Season-Opener der Solingen Paladins gegen die Cologne Falcons - im Bild: Headcoach Klaudiusz Cholewinski
„Die Spieler sind seit November im Training und brennen förmlich auf den Saisonstart. Natürlich ist Mitte April sehr früh, aber darauf konnten wir uns ja seit Jahresbeginn einstellen. Wir freuen uns extrem, dass es endlich wieder losgeht“, so ein positiv gestimmter Headcoach Klaudiusz Cholewinski.
In der Tat haben die Footballer aus der Klingenstadt eine intensive Vorbereitungszeit hinter sich. Zahlreiche Athletik-, Theorie- und Feldeinheiten, ein Vorbereitungscamp in der Eifel und zwei Scrimmages bilden die Grundlage für die kommende Regionalliga-Season 2024. Als Absteiger aus der GFL2 stehen die Solinger in gewisser Weise unter Zugzwang. „Uns war nach dem Ende der letzten Season bewusst, dass wir vor einem großen Umbruch stehen, den nicht jeder Verein erfolgreich meistert. Nach einem Abstieg verlassen gewöhnlich viele Leistungsträger die Mannschaft und ein Neuaufbau muss vollzogen werden. Dieser Neuaufbau hat allerdings schon 2023 begonnen und so sehen wir die Regionalliga NRW als weiteren Schritt in diesem Prozess.
Unsere Paladins-Familie ist wieder ein Stück enger zusammengewachsen und sportlich setzen wir deutlich mehr auf unsere Solinger Eigengewächse“, formuliert Ingo Hübner Silva, der erste Vorsitzende der Paladins, die aktuellen Entwicklungen im Verein. Insofern steht der direkte Wieder-aufstieg auch nicht unbedingt ganz oben auf der Agenda. Neben vielen jungen Spielern, die aufgrund der fehlenden U19 das letzte Jahr in umliegenden Teams verbracht hatten und nun zurückgekehrt sind, baut der neue Offensive-Coordinator Michel Fritsche auf Quarterback Alex Busch, der nach einem Auslandsjahr in den USA wieder im Dress der Paladins spielt und den Angriff anführt.
Neben den Cologne Crocodiles sind die Falcons das zweite Team aus der Domstadt. Sie schlossen die letzte Regionalligasaison auf Platz 4 ab. Viel ließen die Falken bislang noch nicht über die Presse verlauten. Einzig ein Scrimmage gegen die Braunschweig Lions II wurde bekannt gegeben. Mit Defensive-Line-Coach Ward Love kommt ein alter Bekannter in die Jahnkampfbahn. 1996 und 1997 war er der Headcoach der Solingen Hurricanes. Das Team von Headcoach Christian Rasquin muss sich in der Süd-Division gegen die Bonn Gamecocks und die Troisdorf Jets bewähren.
Die wichtigsten Informationen zum Gameday:
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Ingo Hübner Silva- Solingen Paladins
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