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Schon die Vorzeichen vor dem Rückspiel gegen die Hamburg Sea Devils standen nicht gut. Starting Quarterback Matt Adams musste am Freitag am Rücken operiert werden und fällt für den Rest der Saison aus, aber auch in der Defense musste Rhein Fire krankheitsbedingt einige Änderungen vornehmen. Trotzdem war das Team von Jim Tomsula hoch motiviert, dem aktuell wahrscheinlich besten Team der Liga ein Bein zu stellen.
Rhein Fire verliert auch Rückspiel gegen Hamburg - Foto: Oliver Jungnitsch
Zu Beginn des Spiels sah es danach auch noch aus. Der erste Angriffsdrive der Sea Devils konnte gestoppt werden und QB Rohat Dagdelen bewegte den Ball zunächst durch kurze Pässe und Läufe über Daniel Rennich. Punkte kamen dabei aber nicht heraus und so länger das Spiel andauerte, kamen die Sea Devils immer besser in Tritt.
Hamburgs Running Back Glen Toonga hämmerte seinen komprimierten 100-Kilo Körper immer wieder in die Defense von Fire und konnte Yard um Yard gut machen, der Angriff von Fire fand dagegen wie schon im Hinspiel kein Mittel, um die starke Front-Seven der Sea Devils zu überwinden. Running Back Daniel Rennich kämpfte zwar mit ganzer Energie um jeden Meter, allerdings stoppte der ehemalige NFL Profi Kasim Edebali mit seinen schweren Jungs aus der Defense Line den Fire Running Back immer schon nach wenigen Metern.
Die Hamburger Offense machte es da deutlich besser und zeigte sehr schön entwickelte Spielzüge und zog immer wieder neue Tricks aus dem Hemdsärmel, die man auch als Anhänger von Rhein Fire durchaus anerkennen musste. So stand es schnell 21:03 für die Sea Devils, bis Omari Williams für ein absolutes Highlight des Spiels sorgte, als er einen Kickoff der Sea Devils auf der eigenen 6 Yard Line aufnahm und über 94 Yards bis in die Endzone der Hamburger tragen konnte.
In der zweiten Halbzeit versuchte der inzwischen eingewechselte neue Quarterback Jadrian Clark die Rheinländer noch einmal an die Hamburger heran zu führen, man konnte ihm jedoch anmerken, dass er bislang nur eine voll Trainingseinheit mit der Mannschaft absolviert hatte und damit die notwendige Abstimmung mit seinen Receivern nicht vorhanden war.
Am Ende konnten die Hamburger einen verdienten, allerdings vielleicht etwas zu hohen 40:16 Sieg mit nach Hause nehmen.
Verfasser*in und verantwortlich für den Inhalt: Rhein Fire - Number One Sportbetriebs GmbH
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Die Solingen Paladins verlieren das Rückspiel gegen die Langenfeld Longhorns verdient mit 24:41
Die Solingen Paladins verlieren das Rückspiel gegen die Langenfeld Longhorns verdient mit 24:41 (Foto: Frank Reimann / lichtschaffen.de)
Die fast 200 mitgereisten Solinger Fans feuerten ihre Paladins bis zum Schlusspfiff an, wenngleich die Longhorns 20 Sekunden vor Ende den vielbeschworenen „Sack zumachten“ und ihren sechsten Saisonsieg mit dem Touchdown zum 41:24 besiegelten.
Das Spiel begann turbulent. Erst war es die Langenfelder Offensive, die den Ball durch ein Fumble direkt vor der eigenen Endzone an Solingen übergab. Die Paladins, angeführt von Quarterback Alex Busch, konnten daraus allerdings kein echtes Kapital schlagen, sodass nur ein Fieldgoal durch den fehlerfrei spielenden Yannik Schorn heraussprang (0:3). Kurz darauf kamen die Klingenstädter wieder in Ballbesitz. Jedoch unterlief auch hier ein Fehler, sodass dieses Mal Langenfeld den Ball kurz vor der Solinger Goalline erhielt. Die Longhorns ließen sich nicht lange bitten und erzielten das 7:3 per Pass. Die Paladins zeigten leider schon zu Beginn des Spiels, dass sie zwar gut auf die Langenfelder Taktiken vorbereitet waren, allerdings das altbekannte Problem der unnötigen Strafen noch immer nicht wirklich unter Kontrolle gebracht hatten. Offense wie Defense machten hervorragende Aktionen regelmäßig durch Strafen zunichte und hielten die Longhorns so im Spiel.
Wenige Minuten später stand es dann sogar 14:3 und das Blatt schien sich gewendet zu haben. Die Solinger setzten immer wieder auf den abermals überragenden Moses Harris. Allerdings hatten sich die Longhorns gut auf den amerikanischen Runningback eingestellt. Immer wieder brachen Defender durch die von Verletzungen schwer geschwächte Solinger Offense Line und stoppten Harris schon im eigenen Backfield. Trotzdem konnte Harris Highlights setzen und den Ball dann auch über 50 Yards in die Endzone tragen (14:10, PAT Schorn). Die Paladins-Defense kam angeführt von den aufopferungsvoll kämpfenden Basiru Jobe und Jan Berens besser ins Spiel und setzte den Longhorns-Quarterback stetig unter Druck. Fast schon logische Konsequenz war eine Interception durch Jakob Skolik, die dieser über 50 Yards in die Endzone trug (14:18, TPC durch Moses Harris). Die Paladins waren nun am Drücker, konnten jedoch keine weiteren Punkte aus der Überlegenheit erzielen. Auch eine Interception durch Felix Losch blieb ungenutzt. Da die Defensereihen auf beiden Seiten dominierten, blieb es auf der Anzeigetafel ruhig, bis Solingen kurz vor Ende der Halbzeit den Ball noch einmal auf der eigenen 5 Yard-Line erhielt. Ein missglückter Screenpass von QB Busch landete in den Händen eines Langenfelders, der den Ball in der Endzone stehend nur noch festhalten musste. Etwas schockiert ging es also mit 20:18 (PAT fail) in die Pause.
Die Longhorns schienen die Halbzeit effektiver genutzt zu haben. Während der erste Solinger Drive nach vier Spielzügen gestoppt werden konnte, benötigte die Offense des Tabellenführersnur wenige Sekunden, um den Spielstand per 40 Yards-Run auf 27:18 zu erhöhen. Der Solinger Angriff, nun mit Jeremy Konzack auf der Quarterbackposition, fand noch immer kein echtes Mittel. Immer wieder setzte Offensive Coordinator Markus Blessmann auf Moses Harris. Dass dies für die gut eingespielte Langenfelder Defense allerdings nicht reichen würde, wurde im Verlauf der 2. Halbzeit immer deutlicher. Langenfeld kontrollierte die Spieluhr und arbeitete sich mit einem Mix aus Lauf- und Passspiel Richtung der nächsten Punkte. Ein mutig ausgespielter 4. Versuch führte dann allerdings zu einem weiteren Höhepunkt, als der Solinger Defense Liner Sascha Riedel, den Ball aufnehmen und ihn dann unter dem Jubel der mitgereisten Fans über 70 Yards in die Endzone tragen konnte (27:24, TPC fail). Der Tabellenführer aus Langenfeld ließ sich davon jedoch nicht beirren. Immer wieder fand der Langenfelder Quarterback seine beiden US-Receiver und erzielte ein First Down nach dem anderen. Während man dann versuchte, das Passspiel zu unterbinden, ließ die Defense sich dann jedoch von einem Inside-Run über 30 Yards überraschen (34:24, PAT good).
Trotz des Zehn-Punkte-Rückstands gaben die Solinger nicht auf. Besonders die Defense setzte Langenfeld weiter unter Druck, sodass die Paladins den Ball fünf Minuten vor Schluss auf der gegnerischen 25 Yard-Line erhielten. Die Punkte zum Anschluss waren also zum Greifen nahe. Nun zeigte sich, dass die Longhorns nicht ohne Grund, das Top-Team der GFL2-Nord sind. Auf jeden Spielzug der Klingenstädter hatten sie die richtige Antwort parat. Ergebnis war, dass das Ei nach vier Versuchen wieder den Besitzer wechselte und das Spiel entschieden war. Einige Minuten später vollendete Longhorns-QB Nick Schaper mit seinem Pass zum 41:24 (PAT good).
Michael Tiedge, Headcoach analysierte das Spiel so: „Das war leider eine verdiente Niederlage. Wir haben es heute nicht geschafft, Fehler und Strafen zu vermeiden. Langenfeld war der erwartet schwere Gegner, wobei uns unsere Defense durch ihre starke Leistung lange Zeit im Spiel gehalten hat. Insgesamt war das einfach zu wenig, um den Sieg nach Hause zu holen.“
Markus Blessmann, Offensive-Coordinator ergänzt: „Uns war klar, dass wir heute ein perfektes Spiel abliefern mussten. Dieser Druck ist gegen die Longhorns immer nochmals stärker als gegen andere Teams und ich glaube, damit hatten einige Spieler mehr zu kämpfen als gedacht. Nun müssen wir die Niederlage schnell abhaken und den Blick gen Rostock richten.“
Für die Paladins steht nun das nächste harte Match gegen die wiedererstarkten Rostock Griffins an. Am 30. Juli, um 17 Uhr ist Kickoff im Walder Stadion.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Ingo Hübner - Solingen Paladins
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Hinter den Assindia Cardinals liegt ein Wochenende zum Vergessen. Bereits am Freitag hatten sich die Men in Blue auf die Reise nach Hamburg gemacht, ehe es am Samstag weiter ging zum Auswärtsspiel bei den Rostock Griffins. Die Heimreise von der Ostsee mussten die Essener am Samstagabend nicht nur ohne Punkte und mit einer deutlichen 7:35 (7:0, 0:14, 0:7, 0:14)-Niederlage, sondern auch mit mehr als einer Handvoll verletzten Spielern im Gepäck antreten. Gleich acht Men in Blue verletzten sich während der Partie vor 850 Zuschauern im Rostocker Leichtathletikstadion. Zwei Spieler mussten gar ins Krankenhaus eingeliefert werden, konnten die Rückfahrt aber gemeinsam mit dem Team antreten.
QB Alex Jodlauk (#17) auf der Flucht vor der Rostocker Defense - Foto: André Gschweng / @sportfotografisch
Das Gastspiel bei den Nordlichtern war noch verheißungsvoll gestartet für die Gäste aus dem Ruhrgebiet. Cornerback Anthony Clarke fing in der eigenen Hälfte einen Rostocker Pass ab, die Cardinals waren zum ersten Mal im Ballbesitz. Den sollten sie nicht mehr abgeben, bis sich Running Back Darnell Walker Jr. im ersten Viertel ein Yard vor der Endzone nach Ballübergabe von Quarterback Alexander Jodlauk über die Goalline wuchtete. Der Extra-Punkt-Versuch von Kicker Christoph Steinmetz war erfolgreich – frühe 7:0-Führung für die Men in Blue. Doch es sollte bereits der letzte Punktgewinn für das früh dezimierte Essener Team bleiben. Running Back Brett Sylve, einer der wichtigsten Faktoren in der Cardinals-Offense, konnte mit Problemen an der Schulter nicht weiterspielen. Der Ausfall des US-Amerikaners riss eine Lücke im Essener Angriffsspiel, das fortan nur noch selten in Schwung kam. Im zweiten Viertel glichen die Griffins nach einem Pass von Quarterback Shon Belton in die Endzone auf Jonas Beumer zunächst aus, ehe sie das Ergebnis noch vor der Halbzeitpause durch einen Ein-Yard-Lauf von Maurice Walker Jr. in eine 14:7-Pausenführung drehen konnten. Auch nach dem erneuten Seitenwechsel hatten die Gäste den Hausherren nicht mehr allzu viel entgegenzusetzen. Die Griffins bauten ihre Führung durch einen Lauf über acht Yards von Kalan Miller aus und machten im Schlussviertel endgültig den Deckel auf die Partie. Wieder war es Jonas Beumer, der mit einem 25-Yards-Pass von Shon Belton bedient wurde, und nur noch wenige Meter bis zur Endzone zurücklegen musste.
Der gut aufgelegte Beumer erzielte nicht nur zwei Touchdowns, sondern verwandelte auch die insgesamt fünf Extra-Punkt-Versuche der Griffins. Der Rostocker Running Back Julian Hagen besiegelte rund eine Minute vor dem Schlusspfiff mit seinem kurzen Touchdown-Lauf über vier Yards das am Ende deutliche 35:7-Endergebnis und den ersten Heimsieg der Griffins in dieser Saison. Für die Assindia Cardinals spielte die Niederlage allerdings nur eine untergeordnete Rolle. Im Schlussviertel hatte ein Essener Spieler nach einem Kopftreffer zwei Mal das Bewusstsein verloren und musste von einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Momente, in denen die Gesundheit im Vordergrund steht und der Sport zur Nebensache wird. Bei dem Spieler wurde nachher eine Gehirnerschütterung diagnostiziert.
Nach dem Spiel sagte Bernd Janzen, der Headcoach der Essener: „Das war eine bittere Niederlage für uns, begünstigt durch die viele Ausfälle und Verletzungen, die uns sehr, sehr wehgetan haben. Wir müssen jetzt schauen, wie wir allein die Verletzungen alle verpacken und überhaupt für das nächste Spiel ein schlagkräftiges Team zusammenbekommen. Das wird das Hauptproblem, das wir in der nächsten Woche bewältigen müssen. Die Schwächen, an denen wir in der Pause gearbeitet haben – zum Beispiel die Strafen – konnten wir großenteils wieder abstellen. Anfangs haben unsere Läufe noch gut funktioniert. Als dann aber Brett ausfiel, war in der Offense irgendwie ein Bruch im Spiel. Darnell hat weiterhin einen guten Job, Rookie Lennart Eßer auch ein paar gute Sachen gemacht. Aber trotzdem konnten wir aus den unterschiedlichsten Gründen keinen runden Drive mehr auf die Kette bringen.“
Florian „Tic Tac“ Hartmann, Offense Coordinator ergänzt: „Das war der Gipfel von „Wie schlage ich mich selbst in vier Quartern“. Es lief am Anfang schon ein bisschen holprig, dann kamen noch die Verletzungen dazu. Das größte Problem war, dass wir sowieso schon nicht viele Spieler dabei und fast jede Position nur einmal besetzt hatten. Nach den Ausfällen sind wir dann auf der letzten Rille gelaufen. Dadurch mussten wir irgendwie anfangen, zu improvisieren. Nach dem Spiel wird sich der Charakter der Spieler zeigen, wenn es darum geht, wie viele am Mittwoch beim Training sind.“
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Julian Lötte - Essen Assindia Cardinals
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Einen rabenschwarzen Tag erwischte das Team der New Yorker Lions, im Heimspiel gegen die Potsdam Royals. Nachdem die Mannschaft von Head Coach Troy Tomlin das erste Spielviertel noch offen gestalten konnten und sogar zu Beginn der Partie in Führung gehen konnten, lief im weiteren Verlauf des Spiels für die Gastgeber nicht mehr viel zusammen. Am Ende stand eine mehr als deutliche 26:65 (12:12; 0:27; 7:20; 7:6) Niederlage vor etwas mehr als 2.800 Zuschauern im Braunschweig und die Erkenntnis, dass an den Potsdam Royals in der aktuellen Verfassung wohl kein Weg vorbeiführt, wenn es um den German Bowl 2022 geht.
RB 3 Crusoe Gongbay - Foto: Fabian Uebe
Das Spiel begann mit dem Kick-Off der Lions durch Luca Jeckstadt und dem ersten Versuch der Royals an deren eigenen 25 Yard Linie. Mit zwei schnellen Passspielzügen nach außen, versuchte Potsdam Spielmacher Chris Helbig die Abwehr der Löwen auszuhebeln, was aber misslang. Auch der dritte Versuch scheiterte und Potsdam musste punten. Royals Punter Heiko Bals rutschte dabei der Ball vom Fuß was dafür sorgte, dass die Hausherren tief in der Hälfte der Gäste erstmals das Angriffsrecht übernahmen. Neuzugang Crusoe Gongbay übernahm die Hauptlast im ersten Offensedrive der Lions und konnte mit insgesamt drei erfolgreichen Spielzügen und einem finalen vier Yard Lauf sein Team mit 7:0 (PAT L. Jeckstadt), in Führung bringen.
Die Potsdam Royals konterten umgehend und marschierten erstmalig über das Feld. Drei Läufe ihres finnischen Runningbacks Karri Pajarinen und ein langer Pass von Chris Helbig auf seinen Receiver Brandon Polk über 49 Yards und die Royals klopften erstmals an der Endzone der Braunschweiger an. Quarterback Chris Helbig überbrückte die restlichen vier Yards zum 7:6 (PAT nicht gut) Anschluss-Touchdown. Im folgenden Drive lief für den Angriff der Löwen nicht viel zusammen und sie mussten punten.
Besser lief es erneut bei den Potsdam Royals, die ihren Rhythmus gefunden hatten. Immer wieder war es vor allen das Laufspiel über Karri Pajarinen, was die Abwehr der Löwen vor Probleme stellte und so war es auch nur eine Frage der Zeit, bis schlussendlich der Finne mit einem ein Yard Lauf, sein Team erstmalig mit 7:12 in Führung bringen konnte. Den Extrapunktversuch blockten die Löwen und Adehkeem Brown nahem den freien Ball auf und trug ihn über das gesamte Feld zum 9:12 bis in die Endzone der Royals zurück. Die jeweils nächsten Offense-Drives brachten für beide Teams nichts ein und so war es kurz vor dem ersten Seitenwechsel der Angriff der Braunschweiger, welcher nochmal tief in der Potsdamer Spielfeldhälfte das angriffsrecht übernahm und punkten konnten. Rückkehrer David McCants und Paul Bogdann bereiteten den Weg für ein 28 Yard Fieldgoal von Luca Jeckstadt zum 12:12 Ausgleich vor.
Mit diesem Spielstand ging es in den zweiten Spielabschnitt und das Drama für die New Yorker Lions nahm ihren Lauf. Im Team der Löwen lief so gut wie nichts mehr zusammen. Der Angriff um Spielmacher Jakob Parks fand keine Mittel und Wege, um Raumgewinn zu erzielen oder zu punkten. In den Special Teams scheiterte der Versuch eines Trickspielzugs tief in der eigenen Hälfte und die Verteidigung begann nahezu regelmäßig tief in der eigenen Hälfte und hatte dem explosiven Angriff der Potsdam Royals, nur wenig entgegenzusetzen.
Die Gäste nutzten ihrerseits sich jede sich bietende Chance aus und nahmen „Geschenke“ der Braunschweiger dankend an. Royals Spielmacher Chris Helbig konnte weitere zwei Mal zum Touchdown in die Endzone der Löwen einlaufen und die Führung für sein Team auf 12:26 (PATs H. Bals) ausbauen. Allzweckwaffe Heiko Bals baute mit einem ein Yard Touchdown-Lauf auf 12:33 (PAT H. Bals) aus und Chris Helbig bediente mit einem 18 Yard Pass seine Lieblingsanspielstation Jared Wolfe, zum 12:39 (PAT nicht gut) Pausenstand.
Nach der Halbzeitpause erhielten die New Yorker Lions zuerst das Angriffsrecht, konnten aber erneut kein Kapital herausschlagen. Im Gegenteil, im dritten Versuch wurde Jakob Parks Passversuch abgefälscht und von Potsdams Passverteidger Divine Buckrham abgefangen. Auch dieses Geschenk, tief in der Braunschweiger Spielfeldhälfte, ließen sich die Gäste nicht nehmen und nur drei Spielzüge später war es erneut die Kombination Chris Helbig auf Jared Wolfe über 34 Yard, die die Führung auf 12:45 (PAT nicht gut) anwachsen ließ. Die Offense der Lions fand weiterhin kein Mittel gegen die Abwehr der Royals und zu allem Überfluss, wurde der folgende Punt von Christian Bollmann geblockt und die Gäste erhielten den Ball an Braunschweigs 17 Yard Linie. Es folgte zum dritten Mal in Folge ein Touchdown-Pass von Chris Helbig auf Jared Wolfe, dieses Mal über drei Yards, zum 12:51 (TPC nicht gut).
Zu dem Zeitpunkt war das Spiel bereits entschieden und die Potsdam Royals schalteten einen Gang runter und gaben den Lions mehr Raum und damit Möglichkeiten, auch im Angriff wieder erfolgreicher zu agieren. So war es vor allen David McCants, der im folgenden Drive beweisen konnte, dass er noch lange nicht zum „alten“ Eisen gehört.bEinige schöne Läufe von ihm, als auch ein gelungener Pass über 37 Yards von Jakob Parks auf Christian Bollmann, brachte die Offense der Löwen in Schlagdistanz zur Endzone der Gäste. David McCants war es final mit einem vier Yard Lauf gegönnt, seine Leistung mit einem Touchdown zum 19:51 (PAT L. Jeckstadt) zu krönen. Doch die Freude über den erfolgreichen Drive sollte nicht lange anhalten, den die Royals konterten abermals umgehend. Drei erfolgreiche Pässe von Chris Helbig und die Brandenburger waren erneut in Schlagdistanz an der 24 Yard Linie der Hausherren. Es folgten drei Läufe, der letzte davon durch Heiko Bals über neun Yards zum 19:59 (TPC H. Bals).
Es ging ins vierte und letzte Spielviertel und nach einem weiteren Punt der Lions, war es Chris Helbig mit seinem insgesamt vierten Touchdwon-Lauf, der die Führung für sein Team weiter auf 19:65
(PAT nicht gut) ausbaute. Den folgenden Kick-Off der Gäste returnierte Braunschweigs Finn Oppermann bis an die Mittellinie. Emmanuel Abedi-Bawa und der weitere Neuzugang aus Italien, Wide Receiver Andrea Serra, sorgten für ein neues First Down tief in Potsdams Spielfeldhälfte. Den nächsten Pass von Jakob Parks fing Paul Bogdann und lief mit dem Ball über 33 Yards zum 26:65
(PAT L. Jeckstadt) bis in die Endzone der Gäste. Dieses sollte auch der Endstand der Partie bleiben, den beide Teams riskierten jetzt nichts mehr.
Die New Yorker Lions sollten das Spiel schnellstmöglich vergessen und sich auf die noch ausstehenden restlichen drei Saisonspiele konzentrieren, um Platz zwei in der Erima GFL Nord zu sichern. Bis zum nächsten Spiel in Köln sind noch drei Wochen Zeit, um sich neu zu finden und auf die kommende Aufgabe vorzubereiten.
07:06 4 Yard TD-Lauf C. Helbig (PAT nicht gut)
09:12 1 Yard TD-Lauf K. Pajarinen (PAT geblockt, Return A. Brown bis in Potsdamer Endzone)
12:12 28 Yard Fieldgoal L. Jeckstadt
12:19 6 Yard TD-Lauf C. Helbig (PAT H. Bals)
12:26 14 Yard TD-Lauf C. Helbig (PAT H. Bals)
12:33 1 Yard TD-Lauf H. Bals (PAT H. Bals)
12:39 18 Yard TD-Pass C. Helbig auf J. Wolfe (PAT nicht gut)
12:45 34 Yard TD-Pass C. Helbig auf J. Wolfe (PAT nicht gut)
12:51 3 Yard TD-Pass C. Helbig auf J. Wolfe (TPC nicht gut)
19:51 4 Yard TD-Lauf D. McCants (PAT L. Jeckstadt)
19:59 9 Yard TD-Lauf H. Bals (PAT H. Bals)
19:65 1 Yard TD-Lauf C. Helbig (PAT nicht gut)
26:65 33 Yard TD-Pass J. Parks auf P.Bogdann (PAT L. Jeckstadt)
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Holger Fricke - New Yorker Lions
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Die „Men in Blue“ sind nach einer dreiwöchigen Spielpause, beginnend mit der 13:25-Niederlage bei den Solingen Paladins, am Samstag, 23.07.2022, im sechsten Saisonspiel der Zweiten Liga (GFL2) bei den Rostock Griffins zu Gast. Kick-Off ist um 16 Uhr.
RB Brett Sylve (#5) konnte bislang in jedem Spiel scoren und möchte die Serie am Leben halten (Foto: R. Schicho)
Die Assindia Cardinals wollen nach den beiden Niederlagen in Langenfeld und Solingen mit positiver Energie aus der Pause herauskommen und im ersten Spiel der zweiten Saisonhälfte wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Die Griffins peilen nach einer enttäuschenden ersten Saisonhälfte, in der sie nur einen Sieg feiern konnten, den ersten Erfolg vor heimischem Publikum an.
Die Partie wird im Rostocker Leichtathletikstadion ausgetragen. Tickets können über folgenden Link online bestellt werden. Vollzahler bezahlen für die Blöcke Mitte, Rechts, Links und Kurve/Endzone zwischen zehn und 14 Euro. Ermäßigte Karten für dieselben Blöcke kosten zwischen acht und zwölf Euro. Eine Ermäßigung gilt für elf bis 18-Jährige (Schüler-, Studenten- oder Behindertenausweis, Inhaber der Ehrenamtscard). Der Einlass beginnt um 15 Uhr. Das Heimteam bietet einen Livestream für die Partie an, der unter folgendem Link zu finden ist.
Die Griffins spielen bislang – unter anderem aufgrund großer Personalprobleme - eine durchwachsene Zweitliga-Saison. Neben vier Niederlagen gegen Hildesheim, Lübeck, Langenfeld und Paderborn konnten die Nordlichter ihren bislang einzigen Saisonsieg beim Schlusslicht Hamburg Huskies (44:17) einfahren und rangieren momentan auf dem siebten Tabellenplatz. In der Vorsaison trafen Essen und Rostock nur einmal aufeinander. Im Sportpark „Am Hallo“ mussten die Cardinals Ende August eine herbe 7:41-Heimpleite gegen die Griffins einstecken.
Headcoach Bernd Janzen sagt zum Spiel:„Es wird mit Sicherheit ein intensives Spiel, weil sowohl die Rostocker als auch wir das Spiel gewinnen sollten. Die Griffins tendenziell eher noch ein bisschen mehr als wir. Sie werden versuchen, ihren Heimvorteil zu nutzen und alles in die Waagschale werfen. Bei uns kommt es darauf an, die Aspekte des Spiels, die uns in der Hinrunde stark gemacht haben, weiter durchzuziehen und die Fehler, die wir gemacht haben, versuchen abzustellen. Auch müssen wir darauf achten, diszipliniert zu spielen – sprich die Strafen zu minimieren. Und dann sollte eigentlich etwas Gutes dabei herauskommen. Ich bin zuversichtlich.“
Offense Coordinator Florian „Tic Tac“ Hartmann ergänzt: „Bei solchen Spielen ist immer interessant, dass du am Freitagabend losfahren musst. Dadurch sind wir aus unserem Trainingsrhythmus raus, weil wir statt freitags diese Woche donnerstags trainieren. Zwei Einheiten hintereinander sind immer suboptimal, weil wir dadurch in unseren Trainingsmöglichkeiten eingeschränkt sind. Außerdem bringt so eine Auswärtsfahrt immer mit sich, dass der ein oder andere nicht mitfahren kann, was in unserer Situation bescheiden ist. Die Griffins haben viele gut gecoachte Spieler, viele Veteranen der Liga in ihren Reihen. Sie spielen ein sehr solides System, was sehr facettenreich ist. Sie haben gefühlt in jedem Spiel eine andere Defense gespielt, was sie natürlich unberechenbar macht. So etwas machen nicht die Teams, die schlecht sind, sondern eigentlich welche, die sehr gut sind, weil sie sich schnell in anderen Systemen finden können.“
Defense Coordinator Mike Rötger sagt: „Wir haben in der Pause erst einmal angefangen, unsere Fehler aus den letzten beiden Spielen abzustellen, wie es so üblich ist. Dann haben wir viel Scouting betrieben. Rostock wird eine relativ große Wundertüte. Sie haben auch verletzungsbedingt recht häufig ihr System umgestellt bzw. das Play-Calling angepasst. Das versuchen wir jetzt irgendwie mit unserem System zu erschlagen und müssen schauen, was der Samstag so bringt.“
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Julian Lötte - Essen Assindia Cardinals
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