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Die Krefeld Ravens haben am gestrigen Tag im Dortmunder Hoeschpark einen atemberaubenden Rekordsieg gefeiert. Nachdem sie bereits im Hinspiel mit 81:0 triumphierten, ließen sie den Dortmund Giants im Rückspiel keine Chance und gewannen mit einem eindrucksvollen Ergebnis von 91:0. Die Ravens präsentierten sich von der ersten Minute an in dominanter Form, ließen die Defense der Giants ins Leere laufen und beendeten lediglich zwei Drives im gesamten Spiel ohne Touchdown.
Sieg der Krefeld Ravens gegen die Dortmund Giants - Foto: Jörg Stappen
Wie das Spiel laufen würde, zeigte sofort der Beginn: Die Ravens begannen fast schon traditionell mit ihrer Defense und nach einem Sack von Hannes Sell und Max Emmerich musste Dortmund sofort punten. Den Return nahm Neuzugang Devonta Gilmore an der eigenen 40 auf und ging über die linke Seite fast den ganzen Weg. Erst Zentimeter vor der Goalline wurde er ins Aus gedrückt. Den letzten Schritt machte Runningback Lior Volkov im ersten Spiel nach seiner Verletzung zum 06:00. Der PAT von Dennis Storm war gut.
Es folgte im zweiten Drive der Gastgeber der zweite Sack von Emmerich und bei 3. & 25 hatten die Gäste ihr besten Offensiv-Play des gesamten Spiels durch einen 17- Yard-Run ihres Quarterbacks. Dennoch folgte bei 4.&8 an der eigenen 30 der Punt. Nach gutem Return und einem 20-Yard-Run von Akiva Wedge musste Lucas Wevelsiep einen seltenen Sack hinnehmen. Davon zeigte er sich aber unbeeindruckt und spielte bei 2. & 28 an der gegnerischen 34 einen Swing-Pass auf die rechte Seite zu Playmaker Wedge, der tanzte zwei Gegner in gewohnter Manier aus und ging zum 13:0 in die Endzone (PAT Storm). Und weiter dominierte die Defense, denn gleich im ersten Versuch der Giants wurde der Ball losgeschlagen und Sell sicherte ihn für die Ravens an der Dortmunder 32. Und wieder dauerte es nur ein Play für eine hervorragend funktionierende Offense: Wevelsiep rollte zur Seite und passte auf Moussa Keita, der den Ball in der Endzone zum frühen 20:0 (PAT Storm) fing.
Die Ravens, die von Anfang an sämtliche Backups einrotierten, kamen auch beim nächsten Dortmunder Play durch und Emmerich und Isiah Ward schlugen für viel Raumgewinn gleich in der Ballübergabe in den Ballträger. Der folgende Punt ging bereits an der Dortmunder 35 ins Aus und zwei Carries von Leon Hoffmann, der unmittelbar vor dem Spiel noch einen Leistungstest im Job hatte absolvieren müssen und erst Augenblicke vor Spielbeginn am Platz ankam, reichten für die nächsten Punkte. Der nächste Dortmunder Ballbesitz brachte zunächst einen fallengelassenen Ball beim Return. Zwar nahm der Returner diesen noch auf, wurde aber bereits an der 16 gestoppt. Wieder war es ein Three-and-out und nach dem Punt ging es für die Ravens an der eigenen 46 los.
Wevelsiep spielte einen Pass auf den Kanadier Jonelle Tolbert und dieser trug das Leder zum 34:0 in die Endzone. Der Extrapunkt war getippt und war damit erstmals nicht gut. Nach einem Touchback im Kickoff fumbelten die Giants den Ball. Kay Huppers nahm ihm auf trug ihn sogar in die Endzone,doch die Schiedsrichter hatten zunächst einen anderen Ravens-Spieler in Ballbesitz gesehen, der bereits am Boden lag, und pfiffen folglich ab. An der gegnerischen 21 gingen die Ravens an den Start und hatten zunächst einen starken Catch von Keita. An der gegnerischen sechs nahm Volkov das Leder und trug es erneut in die Endzone, doch eine Flagge warf die Ravens zurück. Doch das brachte sie nicht aus dem Konzept – im Gegenteil. Aus 13 Yards bediente Wevelsiep erneut Keita und der fing seinen zweiten Touchdown zum 40:0. Die Giants gerieten beim nächsten Drive erneut unter Druck. Nach einem Tackle for Loss war es erneut Emmerich, der den Quarterback unter Druck setzte. Der wollte den Ball wegwerfen, das aber gelang nicht weit genug und so war Sell mit einem starken Catch im Hechtsprung da und sicherte seinem Team die Interception. Und wieder dauerte es nur ein Play: Zwar geriet Wevelsiep unter Druck, brach aber gleich zwei Tackles und rollte nach links raus, ehe er in der linken Ecke der Endzone TE Juju Minuth bediente, der sicher zum 47:0 fing. Wieder war der PAT gut und so ging es mit 48:0 in die Halbzeit.
Der zweite Durchgang begann dann ähnlich wie der erste: Keita bekam den Kickoff-Return und brachte den Ball an die Dortmunder 48. Dort übergab Wevelsiep ihn an Hoffmann und der tanzte die Abwehr aus und ging für 48 Yards in die Endzone. Wieder musste Dortmund nach früh gestopptem Return innerhalb der eigenen Red-Zone mit der Offense auf das Feld. Und wieder griff die Ravens-Defense zu. Im ersten V ersuch fing Elias Jassey den Ball ab und trug ihn zum Pick-6 über die Goalline. Wieder musste Dortmund nach einem Touchback im Kickoff an der eigenen 25 ran und im Lauf gelang zunächst vergleichsweise viel Raumgewinn, doch nach etwa sechs Yards schlug die Defense den Ball los und Torben Höffler warf sich darauf und sicherte seinem Team das Angriffsrecht. Wieder übergab Wevelsiep das Leder an Hoffmann, der unmittelbar vor dem neuen 1st Down per Horse-Collar-Tackle zu Boden gebracht wurde. Die folgende Strafe brachte die Ravens an die gegnerische 10 und von dort behielt Wevelsiep den Ball und ging per geplantem QB-Run über die linke Seite zum 68:0 in die Endzone. (PAT-Storm).
Nun kam der große Regen und Dortmund musste nach dem nächsten Kickoff tief vor der eigenen Endzone ins Rennen gehen. Zwei Tackles for Loss später war die Safety-Gefahr naturgemäß groß. Und so kam es auch: Kai-Patrick May drängte den Spielmacher kurz vor das Ende der Endzone und Emmerich gab ihm den letzten Push zum Safety. Die Ravens bekamen damit den Ball und nun bekam Gilmore ein Play als Quarterback. Doch es zeigte sich, dass die Abstimmung noch fehlt, denn bei der Ballübergabe an Volkov kam das Spielgerät heraus und Dortmund sicherte sich an der Ravens-25 den Ball. Alles sah nach überraschenden Punkten für die Giants aus, die bis dahin nur zwei, drei Mal überhaupt Raumgewinn erzielt hatten. Doch dann schlugen die Ravens ihrerseits den Ball frei und Emmerich sicherte ihn für seine Farben. Von der eigenen 25 ging Wevelsiep mit seiner Offense aufs Feld und spielte einen kurzen Swing-Pass nach rechts auf JT. Der nahm den Ball auf, tanzte einen Gegner aus und hatte plötzlich nur noch Wiese vor sich – sowie viele Blocker dabei – und ging über 75 Yards zu seinem zweiten Touchdown. Beim PAT versuchte man einen Trickspielzug zur 2-Point-Conversion, aber dieser misslang. Wieder holten die Ravens nach drei Versuchen den Ball zurück und sofort spielte Wevelsiep den nächsten langen Pass auf die rechte Seite zu Gilmore, der ihn spektakulär an der gegnerischen 4 fing. Im folgenden Red-Zone-Play ging der Ball an Luca Ciricello und der Fullback trug ihn zu seinem ersten Ravens-Touchdown überhaupt über die Goalline. Damit stand der höchste Ravens-Sieg der Geschichte fest, doch er sollte sogar noch höher ausfallen, denn unmittelbar vor Spielende spielten sie einen vierten Versuch an der gegnerischen 30 aus. Wedge nahm den Ball, drehte sich aus gleich einem halben Dutzend Tackles heraus und stellte in Co-Produktion mit Storm den 91:0 Endstand her.
Damit feiern die Ravens einen neuen Punkterekord und festigen weiter ihre Tabellenführung. Zu den MVPs wurden in der Offense Jonelle Tolbert und in der Defense Can Ari, der viele Tackles hatte und nach seinem Kreuzbandriss ein bärenstarkes Spiel zeigte, ernannt. Zum Team-MVP wurde auch aufgrund des Einsatzes für das Team – ein Leistungstest am Morgen und danach eine starke Leistung mit zwei Touchdowns in der Partie – Leon Hoffmann ernannt.
Für die Krefelder geht es nun zunächst nach Aachen (12.) u nd Mönchengladbach (20.), ehe dann am 27. August in der heimischen Grotenburg nicht nur das erste Heimspiel der Rückrunde ansteht, sondern vor allem zum voraussichtlichen, großen Finale kommt.
Karten für das Große Finale in der Grotenburg sind online erhältlich unter https://tickets.krefeld-ravens.de. Die Nachfrage ist bereits groß. An der Tageskasse wird nur noch mit einem Restkontingent gerechnet.
0:6 Volkov / 0:7 Storm
13:0 Wege / 14:0 Storm
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Christoph Wittfeld - Krefeld Ravens e.V.
Am Samstag, den 5. August 2023, war es im Mommsenstadion in Berlin soweit: Die Berlin Rebels traten in der Rückrunde an, und ihr Gegner waren die Kiel Baltic Hurricanes. Die Partie begann um 15:00 Uhr und versprach von Anfang an Spannung und Action.
Berlin Rebels kehren souverän aus der Sommerpause zurück- Foto: Christian Gosslar
In der ersten Hälfte der Saison waren die Kieler die letzten Gegner vor der Pause, und beide Mannschaften trafen bereits in Spiel Nummer 7 aufeinander. Doch diesmal sollte alles anders sein. Die Berlin Rebels, frisch erholt und mit neuen und altbekannten Gesichtern auf dem Feld, gaben von Anfang an den Ton an.
Das erste Viertel verlief hart umkämpft mit einem Spielstand von 14:7. Die Gastgeber eröffneten das Scoreboard mit einem Touchdown von Tyrese Johnson-Fisher, der nach einer langen Verletzungspause wieder fit war. Sein 38-Yard-Lauf in die Endzone brachte die ersten Punkte für die Rebels, doch der anschließende Extrapunktversuch von Kris Cain missglückte.
Die Kiel Baltic Hurricanes antworteten jedoch umgehend mit einem Touchdown-Pass von Scott auf Davis über 29 Yards, inklusive erfolgreichem Extrapunkt durch Cobian Adjei-Freeman. Damit gingen die Kieler kurzzeitig mit 7:6 in Führung, aber die Berlin Rebels behielten die Nerven. Ein Pass von Kaegi auf Goggin über 2 Yards brachte die Rebels erneut in Führung, gefolgt von einer erfolgreichen 2-Punkt-Umwandlung durch einen Pass von Kaegi auf Betza. Mit einem Spielstand von 14:7 bauten die Rebels ihre Führung aus und gingen ins zweite Viertel.
Die Kieler glichen erneut aus, diesmal durch einen Pass von Scott auf Peschel, und der Extrapunkt von Cobian Adjei-Freeman sorgte für ein 14:14-Unentschieden. Doch die Berlin Rebels ließen sich nicht beirren. Quarterback Connor Kaegi erzielte mit einem 3-Yard-Lauf in die Kieler Endzone einen weiteren Touchdown (PAT Cain), und LB Max Forsback beendete den folgenden Angriff der Kieler mit einer Interception nahe der Mittellinie.
Die Offense der Rebels nutzte das Momentum aus, und Kaegi erzielte erneut einen Touchdown, diesmal mit einem Lauf in die Endzone zum 28:14 (PAT Cain). Weniger als eine Minute vor Ende der ersten Halbzeit konnten die Kieler keine weiteren Punkte erzielen, und die Teams gingen mit einem Spielstand von 28:14 in die Halbzeit.
Die zweite Halbzeit begann mit einem Stopp der Kieler Defense an der 10-Yard-Linie, gefolgt von einem zu hohen Snap beim Puntversuch der Berlin Rebels, der den Kielern zwei Punkte in Form eines Safety einbrachte (28:16).
Die Kieler konnten aus diesem Moment jedoch keinen Nutzen ziehen und wurden von der Berliner Defense gestoppt. Die Offense der Rebels arbeitete sich über das Feld vor und RB Andreas Betza erzielte per Pass und Catch einen weiteren Touchdown zum 35:16 (PAT Cain).
Im vierten Viertel gelang den Kieler Baltic Hurricanes noch ein weiterer Touchdown durch einen 39-Yard-Pass von Kaleb Scott auf CJ Davis (PAT gut/35:23). Doch dies sollte die letzten Punkte der Kieler in dieser Partie sein, während die Berlin Rebels noch zweimal zuschlugen.
Ein 13-Yard-Pass von Kaegi auf Goggin brachte den Rebels einen weiteren Touchdown zum 42:23 (PAT Cain), und nach einem erneuten Defense-Stopp der Berliner konnte Kaegi seinen Wide Receiver Paul Böhme mit einem 36-Yard-Pass bedienen, der den letzten Touchdown des Tages erzielte (PAT Cain/49:23).
Die Berlin Rebels beendeten die Partie mit einer Interception von Neuzugang Ryan Jacquin und gingen in die Victory Formation, um den verdienten Sieg zu feiern. Mit einem souveränen 49:23-Erfolg gegen die Kiel Baltic Hurricanes kehren die Rebels aus der Sommerpause zurück und setzen ein klares Zeichen für den Verlauf der kommenden Spiele.
Verfasserin und verantwortlich für den Inhalt: Anne Kadler - Berlin Rebels (redaktionell geändert)
FSN Gamedayund Spitzenspielzeit in der GFL 2 Nord, der Dritte empfing den Tabellenzweiten, und es hielt was es versprach. Erneut boten die Griffins ihren Fans ein Footballspektakel und mussten sich erst in der Overtime unglücklich dem hohen Favoriten beugen.
Griffins verlieren Overtime Krimi gegen Düsseldorf - Foto: Gerd Köhler
Das Spiel vor knapp 950 Zuschauern begann mit einer Respektlosigkeit des Gegners. Noch während der PREGAME Show der Cheerleader der Rostock Griffins, immerhin Deutscher Meister und Vizeeuropameister, lief das Team aus NRW unangekündigt ins Stadion ein und rammte unter wilden Gesten eine Fahne in den gut präparierten Rasen des Leichtathletikstadions. Genauso testosterongeladen starteten sie allerdings auch ins Spiel und konnten gleich nach dem Kickoff zum Touchback mit einem Lauf über 75 yards punkten. Klassischer Fehlstart der Greifen. Und es kam noch schlimmer. Ein ausgespielter 4.Versuch an der 41 der Panther war knapp nicht erfolgreich und schon 5 plays später waren diese wieder in der Griffins Endzone – 0:14 und gerade mal knapp 4 min gespielt.
Rostock schüttelte sich und Cameron Davidson returnierte den Ball für 53 yard. 4 plays später stand eben jener dieser Davidson nach Pass von QB Weed in der Endzone und besorgte den Anschluss. Doch erneut fand die Defense der Hausherren keinen Zugriff und musste den dritten TD hinnehmen. Nächstes Kapitel im Spektakel war dann ein immens scharf getretener Kickoff direkt auf die erste Return Reihe der Griffins. Der Ball prallte prompt zu den Panthern zurück und diese konnten den Ballbesitz zu einem Fieldgoal ummünzen – 7:24 aus Griffins Sicht und das erste Quarter war noch nicht mal rum. Den Fans im Stadion schwante Böses.
Das erste Play im zweiten Spielabschnitt – und Weed passte erfolgreich auf Lidell Golden III für 64 yard und den TD zum 14:24. Jetzt berappelte sich auch die Verteidigung der Hansestädter und stoppte den Angriffszug, allerdings konnte auch der Griffins Angriff, der erneut auf einige Starting Lineman verzichten musste, nicht punkten. Die Panther machten es besser und schlossen einen langen Drive mit einem Fieldgoal ab. Den Greifen verblieben noch 90 Sek in Hälfte 1 und Weed trieb seine Mannen über das Feld und zum vermeintlichen TD, der wurde zurecht aufgrund einer Strafe aberkannt. So verblieben noch wenige Sekunden und 21yard – Weed passte auf WR Ruben Saint-Jean, dieser stand aber nur mit den Füßen auf der Goalline, der Ball überquerte zum Ärger der Anhänger diese aber ganz knapp nicht. Es folgten erneut Provokationen der Düsseldorfer in Richtung Tribüne und Griffins Sideline, eines mehrfachen deutschen Meisters wohl eher unwürdig. Somit ging es mit einem 14:27 in die Pause.
Nach dieser legte nun die Heimmannschaft angetrieben von ihren lautstarken Fans so richtig los. Ein langer Drive führte dann auch zum erneuten Touchdown durch Saint-Jean, diesmal zählte er. Der anschließende PAT misslang leider, nur noch 20:27. Und die Verteidigung packten nun kräftig zu und schickte die Gäste mit einem 3 and out vom Feld. 6 plays und knapp drei Minuten später war es erneut die Kombi Weed – Davidson, die das Spielgerät in die Endzone beförderte. Doch anstatt durch einen Kick auszugleichen entschied man sich für die Riskovariante und einen 2Punktversuch, dieser misslang und es stand 26:27. Doch die Griffins setzten zum Überholvorgang an. Der anschließende Kickoff konnte durch das Special Team gesichert werden und die Greifen starteten aussichtsreich an der Düsseldorfer 27yard line. Nun zeigte aber auch die bis dato beste Defense der Liga aus Düsseldorf ihr Können und zwang die Greifen zum Fieldgoalversuch, der ganz knapp links vorbeiging. Damit verpassten die Hausherren die Führung erneut und die Panther waren am Zug. Dieser konnte aber erneut durch den starken Safety Dante Anderson gestoppt werden, in dem dieser einen Fieldgoal Versuch blockte.
4 plays und RB Julian Hagen rannte unaufhaltsam nach Pass von Weed über 67 yard zur ersten Führung des Tages. Das Stadion flippte förmlich aus und auf der Gästeseite wurde es merklich ruhiger, denn auch der anschließende 2Punktversuch wurde erfolgreich von Weed-Davidson verwandelt – 34:27.
Eine Überraschung lag in der Luft, denn auch im folgenden Drive der Panther konnten diese nicht punkten. Mit knapp 6 Minuten auf der Uhr der vielleicht entscheidende Drive des Spiels. QB Weed manövrierte seine Offense über das Feld und kontrollierte die Uhr. Mit 1:41 min auf der Uhr nahmen die Griffins eine Auszeit und entschieden, an der Düsseldorfer 41 einen 4.Versuch auszuspielen und nicht zu punten. Doch das misslang und zu allem Übel wurde Weed mit 19 yard Raumverlust zu Boden gebracht. Dadurch startete der Panther Angriff an der Rostocker 35 und war zum Leidwesen der GrifFANS zum ersten mal in Hälfte 2 erfolgreich – der 34:34 Ausgleich. Den Griffins verblieb noch eine Minute, man versuchte nochmal alles, konnte aber nicht mehr in Punktedistanz gelangen. Damit ging es in die OVERTIME. Das es seit diesem Jahr erst so in den Regelbüchern steht, handelte es sich wohl um die erste GFL Overtime der neueren Verbandsgeschichte.
Nun hielt es kaum noch jemanden auf den Sitzen und die SPANNUNG war spür- und GREIFBAR. Die Griffins gewannen die Wahl und versuchten als erstes zu scoren. Die langen Drives und die fehlenden Linesman forderten nun ihren Tribut. Die Offense wirkte wacklig und produzierte Strafen. Ein Pass von Weed in die Endzone… in den Händen des Receivers und doch noch incomplete. Düsseldorf war an der Reihe, die Defense ackerte und zwang den hochgelobten Angriff aus NRW zum Fieldgoalversuch. Dieser wurde sogar noch leicht durch die Griffins berührt, trudelte aber dennoch denkbar knapp über die Torstange. Am Ende stand die unglückliche 34:37 Niederlage fest, mit der sich die Griffins nun wohl leider aus dem Titelkampf verabschieden müssen. Die Fans feierten ihre Griffins trotzdem über alle Maßen, hatten diese doch nach anfänglich großem Rückstand alles auf dem Feld gelassen und dem hohen Favoriten fast ein Bein gestellt…
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Jens Putzier- Rostock Griffins
Der AFC Remscheid Amboss hat zum Auftakt der Rückrunde in der Oberliga NRW das sechste Spiel in Folge verloren. Nach dem 0:10 (0:0, 0:0, 0:10, 0:0) gegen die Münster Mammuts vor etwa 150 Zuschauern im Stadion Reinshagen ist der Abstieg in die Verbandsliga kaum noch abzuwenden.
Quarterback Colin Grant (l.) - Foto: CEPD Sports
Die Ernüchterung nach der Niederlage gegen den bis dahin Tabellenletzten war entsprechend groß. Head Coach Marc Schumacher und die Mannschaft hatten sich viel vorgenommen. Mit einem Heimsieg gegen die Mammuts, gegen die immerhin der einzige Saisonsieg gelungen war, hätte man die Münsteraner in der Tabelle distanziert und wäre selbst wieder in realistische Reichweite für den Klassenerhalt gekommen. Nun sieht die Situation gänzlich anders aus. “Ich danke der Mannschaft, dass sie sich dieser Situation stellt und nicht aufgibt“, sagte Schumacher, dem die Enttäuschung sichtlich anzumerken war.
Mit der Verpflichtung des kanadischen Quarterbacks Colin Grant in der zurückliegenden Sommerpause hatte der Vorstand um Vereinspräsident Philipp Hensch versucht, den Quarterback-Problemen aus der Hinserie entgegenzutreten. Zudem war mit Michael Schönen der in den vergangenen beiden Jahren effektivste Wide Receiver zum Amboss zurückgekehrt. Doch die Hoffnungen auf eine Umkehr in der Offense hielt nicht lange. Grant verletzte sich noch im ersten Viertel und bis zur Halbzeitpause standen mit Erik Hensch und Kevin Wendling bereits wieder drei Quarterbacks auf dem Platz. Entsprechend hing auch Schönen als Anspielstation in der Luft, kaum ein offensiver Spielzug gelang
Dafür war erneut über weite Strecken der Partie auf die Defense Verlass. Die Münsteraner versuchten über Inside Runs und kurze Pässe über das Spielfeld zu gelangen, doch spätestens in der Red Zone des Amboss war Schluss. Pass Rusher Jason South sowie Defensive Tackle Justin Reichle gelangen dabei einige Highlight Plays durch Sacks oder Tackles for Loss. Safety Dominic Babioch verbuchte – wie schon im Hinspiel – eine Interception. Doch im dritten Viertel gelang es Münster dann ein einziges Mal, die Endzone des Amboss zu erreichen. Ein weiteres Fieldgoal im folgenden Drive besiegelte den späteren Endstand. “Auch wenn es komisch klingt, im Ganzen war es die beste Leistung seitdem ich als Head Coach übernommen habe“, sagte Schumacher: “Dafür können wir uns nur leider nichts kaufen“.
Für den Trainer geht es nun darum, das Team nach dem Absturz auf den letzten Tabellenplatz für den Rest der Saison beisammen zu halten. Weiter geht es am 27. August mit einem Auswärtsspiel beim Mönchengladbacher Wolfpack. Das nächste Heimspiel steht erst am 30. September gegen die Aachen Vampires wieder an.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Markus Schulz - AFC Remscheid Amboss e.V.
Trotz einer starken Leistung der Verteidigung der New Yorker Lions, reicht es für die Braunschweiger nicht zum Sieg in Dresden. Vor knapp 2.300 Zuschauern im Dresdner Stadion an der Bärnsdorfer-Straße, stand es nach vier Spielviertel 24:7 (9:0; 0:7; 7:0; 8:0) für die Dresden Monarchs, die damit in der Tabelle der Erima-GFL Gruppe Nord, an den Löwen vorbeiziehen und auf Platz drei verweisen. Das Spiel stand für die Löwen, vor allen auf Seiten der Offense, unter keinem guten Stern. Stamm-Spielmacher Karé Lyles, der sich bei der Auswärtspartie in München an der Schulter verletzte, fiel auch für das Spiel in Dresden aus und der als Ersatz auflaufende Joshua Cartwright, traf erst am Freitagmorgen vor dem Spiel in Braunschweig ein und ging ohne ein Teamtraining ins Spiel.
Neu QB #3 Joshua Cartwright machte ein gutes Spiel, konnte die Niederlage aber nicht verhindern - Foto: Fabian Uebe
Die Lions gewannen den Coin-Toss und entschieden sich, als erstes den Angriff der Dresdener den Ball zu geben. Der statistisch beste Angriff der Liga unter Führung von Quarterback Steven Duncan, begann die Partie mit Läufen über Nico Barrow und kurzen Pässen, mit denen sie sich bis zur 25 Yard Linie der Löwen vorarbeiteten. Dort war aber kein weiteres vorankommen und die Monarchs mussten sich mit einem 39 Yard Fieldgoal durch Dylan Moghaddam zum 3:0 zufriedengeben. Der Braunschweiger Angriff startete unter der Regie von Neuzugang Joshua Cartwright ihren ersten Angriffsdrive, musste sich aber bereits nach kurzer Zeit per Punt wieder vom Ball trennen. Nach einem Return ihres Ausnahme-Ballfängers Austin Mitchell bis dicht an die Mittellinie, nutzte Dresdens Steven Duncan eine Unaufmerksamkeit der Braunschweiger Passverteidigung aus und bediente seinen Wide Receiver Hayden Braga über 50 Yards zum 9:0 (Two-Point-Conversion) nicht gut. Dem Angriff der Lions merkte man weiterhin das Fehlen von Karé Lyles an, aber man machte sich auch mit Strafen das Leben zusätzlich schwer.
So war es nach einem weiteren Punt erneut die Offense der Monarchs, die der Endzone der Braunschweiger gefährlich nahekam. Mit dem ersten Spielzug des zweiten Spielabschnitts 13 Yards vor der Endzone der Braunschweiger, versuchte Steven Duncan erneut seinen Ballfänger Hayden Braga anzuspielen, doch Lions Safety Matthew Soldner ahnte den Passversuch voraus und sicherte den Ball für sein Team in der eigenen Endzone. Nach einem weiteren Punt des Angriffs der Löwen, war es im Folgenden wieder an der Verteidigung, für das nächste Highlight des Spiels zu sorgen. Javier Sanz durchbrach die Reihen der Monarchs und brachte Steven Duncan zu Boden. Dieser verlor beim Tackle den Ball, Alan Steinohrt nahm das freie Spielgerät auf und trug es über knapp 45 Yards zum 9:7 (PAT L. Jeckstadt) Zwischenstand bis in die Endzone der Gastgeber zurück.
Der Angriff der Dresden Monarchs geriet nun ins Stocken, dafür kam der Angriff der Lions besser in Tritt und Joshua Cartwright fand immer besser ins Spiel. U.a. zwei weitere Sacks durch Javier Sanz und Matthew Soldner, brachten die New Yorker Lions wieder in Ballbesitz und Yard für Yard mit Läufen von D’wayne Obi und Passfängen von Loan Kuci, Luc Meacham und Niklas Römer, bis vor die Endzone der Hausherren. Punkte sprangen für die Löwen leider nicht dabei heraus. Ein Touchdown-Lauf von D’wayne Obi wurde wegen einer Holding-Strafe zurückgepfiffen und der abschließende Fieldgoal-Versuch von Luca Jeckstadt, ging knapp an den Torstangen vorbei.
Somit blieb es zur Halbzeitpause bei der knappen zwei Punkte Führung für die Dresden Monarchs.
Zu Beginn des dritten Spielviertels erhielten die New Yorker Lions zuerst das Angriffsrecht. D‘wayne Obi, Niklas Römer und Joshua Cartwright selbst, brachten den Ball bis an die 20 Yard Linie der Monarchs voran. Ein Abstimmungsfehler zwischen Joshua Cartwright und seiner maßgeblichen Anspielstation, führte aber zum nächsten Turn-Over der Partie durch Dresdens Passverteidiger Joe Cassidy. Braunschweigs Verteidigung agierte nach wie vor stark, ließ sich aber erst durch einen Screen-Pass von Steven Duncan auf seinen finnischen Runningback Nico Barrow verladen und nur zwei Spielzüge später war es Tommy Wilson, der mit einem 35 Yard Passfang die Führung der Gastgeber auf 16:7 (PAT D. Moghaddam) ausbaute.
Doch die New Yorker Lions gaben sich nicht geschlagen und starteten den nächsten Versuch den Rückstand zu verkürzen. Abermals waren es im besonderen D’wayne Obi und Luc Meacham, die ihr Team bis kurz vor die Monarchs Endzone vorantrugen, leider gingen die Löwen erneut ohne zählbares vom Feld.
Den 31 Yard Fieldgoal-Versuch von Luca Jeckstadt blockte Dresdens Safety Narrio Walks und verhinderte so den Anschluss. Es folgte der letzte Seitenwechsel ins vierte Quarter und der nächste erfolgreiche Drive der Braunschweiger Verteidigung gegen den Angriff der Dresdener, welcher ihr Team weiterhin im Spiel hielt.
Doch auch die folgenden Angriffsbemühungen der Lions endeten an der 32 Yard Linie der Sachsen ohne Punkte, nachdem ein ausgespielter vierter Versuch durch Probleme beim Snap, nicht erfolgreich war. Diesen erneuten Turnover nutzen die Hausherren nun gnadenlos aus und machten den Sack zu. Runningback Nico Barrow bereitete mit drei First-Down in Folge die nächsten Punkte vor. Wide Receiver Austin Mitchell, der das Spiel über sehr gut von Benjamin Krahl kontrolliert wurde, vollendete mit einem 26 Yard Touchdown, nach Pass von Steven Duncan, zum 24:7 (TPC T. Wilson).
Bei noch knapp vier Minuten verbleibender Spielzeit, blieb den Löwen nichts anderes übrig, als mit Pässen nochmal ins Spiel zurückzukommen. Zum einen die Dresdener Defense, als auch die fehlenden Trainingseinheiten von Joshua Cartwright und die Abstimmung mit seinen Receivern, machten dieses Unterfangen für die Löwen aber nahezu unmöglich. Somit kamen die Dresden Monarchs abermals schnell zurück in Ballbesitz und konnten die Partie sicher mit Läufen von Nico Barrow zu ihren Gunsten beenden.
Mit dieser Niederlage rutschen die New Yorker Lions auf Platz drei in der Tabelle der Gruppe Nord der Erima-GFL ab und müssen auf Ausrutscher der Monarchs bzw. der Potsdam Royals hoffen, um noch eine Chance auf das Heimrecht im Play-Off Viertelfinale zu haben. Anderseits müssen sie aufpassen, dass sie nicht noch von den Berlin Rebels überholt werden und ihrerseits sicherstellen, die verbleibenden vier Spiele in der regulären Saison zu gewinnen.
Bereits am kommenden Sonntag gegen die Berlin Adler (13. August, Kick-Off 15 Uhr), geht es im heimischen Eintracht-Stadion um die nächsten wichtigen zwei Punkte.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Holger Fricke - New Yorker Lions
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