Seniors
Am kommenden Sonntag, den 12. Mai 2024 um 15 Uhr wird in Bocholt wieder American Football gespielt. Nach fünfjähriger Pause gastieren die Demons aus Düren am Hemdener Weg. Die Rhinos fiebern dem ersten Saisonspiel schon länger mit Spannung entgegen.
Comeback am Muttertag: Die TSV Bocholt Rhinos empfangen die Düren Demons - Foto: Bocholt Rhinos Media Team
Die Footballer des TSV Bocholt haben sich akribisch auf das Duell mit den Demons vorbereitet. Der Gegner wurde ausgiebig gescoutet, analysiert und ein Plan für das Spiel entwickelt. In der bisherigen Saisonvorbereitung zeigten sich die Gastgeber hochmotiviert und spielstark.
“Für ein Team, welches zum Großteil aus Anfängern ohne Spielerfahrung besteht, hatten wir eine sehr gute Saisonvorbereitung. Selbst kurzfristige wetterbedingte Ausfälle konnten immer wieder durch Theorieeinheiten im Vereinsheim oder online kompensiert werden. Jetzt wollen wir uns aber auch langsam selbst einmal beweisen, wie gut wir trainiert haben.” sagt Head Coach Marcel Seidel.
Die Düren Demons verloren ihr erstes Saisonspiel beim Ligaauftakt in Neuss vor zwei Wochen mit 00:66 und sind auf Wiedergutmachung aus. Es verspricht ein mitreißendes Duell zu werden, bei dem die Rhinos zeigen wollen, dass sie bereit sind, die Saison mit einem Sieg zu beginnen und ein starkes Comeback zu feiern.
Die Rhinos freuen sich darauf, alte und neue American Football Fans am Muttertag begrüßen zu dürfen. Der Eintritt am Samstag kostet 2,- € und Ermäßigt 1,- € (freier Eintritt bis 14 Jahre), der Einlass beginnt ab 14:00 Uhr. Informationen zum Team und eventuelle Möglichkeiten, einmal selbst American Football spielen zu können, gibt es unter http://unit.link/bocholtrhinos.
Verfasser:in und verantwortlich für den Inhalt: Bocholt Media Team
Die Krefeld Ravens haben auch das dritte Saisonspiel klar gewonnen. Im Heimspiel gegen die Troisdorf Jets hatten sie dabei aber vor der Pause einige Mühe, siegten am Ende aber gleichermaßen hoch wie verdient mit 46:14 (25:14). Die am Ende entscheidende Situation, die den Gästen das Genick brach, war dabei vermutlich ein Touchdown von Lior Volkov Sekunden vor der Pause als Folge eines Fumbles der Jets kurz vor der eigenen Endzone. So wurde es in der zweiten Halbzeit zu einer klaren Sache. Für die Ravens war es außerdem die Rückkehr des „verlorenen Sohns“ Isaiah Ward, der kurz vor der Begegnung wieder unterschrieben hatte und wie schon bei seinem ersten Ravens-Auftritt im Test vor gut einem Jahr wieder gegen die Troisdorf Jets sein Debüt im Ravens-Trikot gab.
Ravens holen nächsten Sieg beim 46:14 gegen die Troisdorf Jets - Foto: Florian Haerdle
Doch der Reihe nach: Die Ravens gewannen den Cointoss und lehnten das Angriffsrecht wie traditionell üblich ab. Das zahlte sich aus, denn sie erzwangen ein Three-and-out der Jets. Der Punt ging an die 40 der Ravens, die damit eine ideale Feldposition hatten und gleich mit einem starken Lauf über acht Yards von Akiva Wedge eröffneten. Es folgte eine Play-Action und ein kurzer Swing-Pass auf die linke Seite auf Julien „Juju“ Minuth. Der fing den Ball sicher und gab über die linke Seite Gas. Der Safety stand etwas zu hoch und so gelang es dem Ravens-Tightend, diesen auszubeschleunigen und er ging zur frühen 6:0- Führung in die Endzone. Allerdings ging der Extrapunkt schief. Die Jets leisteten sich das nächste Three-and-out und wieder waren die Ravens in guter Feldposition an der Mittellinie am Ball. Sie täuschten einen Jetsweep über Jakob Bojko, der als Hitman Offense sein bisher bestes Spiel für die Ravens zeigte, an und das zog die gesamte Defense nach vorn, während im Rücken David Crawford für die tiefe Route ging. Bojko, der in der Jugend Quarterback war, warf den Pass auf seinen Receiver-Kollegen und der ging nach wenigen Minuten zum zweiten Touchdown. (PAT Storm gut). Das frühe 13:0 aber gab keine Sicherheit, sondern sorgte im Gegenteil für Schlendrian.
Zwar gelang den Jets erneut kein First Down, doch auch die Ravens zeigten jetzt ein Three-and- out. Und plötzlich waren die Gäste da. Auf einen ersten First Down nach zehn Minuten über René Monjeamb folgte ein guter Drive, der ein First Down an der Ravens-12 brachte. Troisdorf spielte mit stark überladener Mitte und voller Power und lief zweimal den Ball. Das stoppten die Ravens, aber dann folgte der Pass nach angetäuschter Ballübergabe. Pierre Ibanda, der Tightend, hielt ihn sicher fest und so stand es plötzlich 13:7 (PAT Stefan Herkenrath gut). Die Ravens wirkten jetzt verunsichert, leisteten sich das nächste Three-and-out und beim Punt folgte der erste wirklich schwere Fehler der Partie. Der Snap war viel zu hoch, ging über Punter Jimmy Sallami hinweg und kam erst zwei Yards vor der Endzone zum liegen. Diese Situation nutzen die Gäste zum nächsten Touchdown und die Führung mit 13:14 durch Kenyatta Kendrick (PAT Herkenrath).
Die ungewohnte Situation aber steckten die Ravens gut weg. Der Return des Kickoffs durch J’Mari Davis ging zwar über 99 Yards in die Endzone, doch ein Holding negierte das Play und die Ravens mussten in der eigenen Hälfte starten. Es folgte ein Three-and-out und ein guter Punt, doch die Defense leistete sich eine Pass-Interference und damit standen die Jets erneut in der Ravens-Hälfte. Das Spiel drohte jetzt zu kippen, als Dennis Bluhm einen langen Pass ungefähr an der Ravens-30 fing. Doch er ließ den Ball fallen und Tinashe „Nash“ Gonese sicherte den Ball für seine Farben. Es folgte ein starker Pass auf Jonelle Tolbert für 30 Yards und ein weiterer Starker Ball mit überragendem Catch von Crawford an der 4 Yard-Linie. Die Ravens übergaben den Ball an Akiva Wedge, der wurde eigentlich für Raumverlust getackelt, blieb aber auf allen Vieren auf den Beinen und kam zur erneuten Führung in die Endzone.
Die Ravens leisteten sich einen Kick out of Bounds und damit die Strafe, aber Troisdorf gelang es nicht, einen ersten Versuch zu erzielen. Das gleiche Schicksal ereilte die Ravens kurz darauf und sie mussten Sekunden vor der Pause punten. Doch es folgte die bereits angesprochene Situation: Quarterback Marc Schorn verlor kurz vor der eigenen Endzone den Ball und die Ravens sicherten sich diesen an der gegnerischen 17 durch Ramon Franco. Quarterback Lucas Wevelsiep bediente auf der linken Seite der Endzone Runningback Lior Volkov mit einem Pass und der fing sicher zum 25:14 und damit der Vorentscheidung. Die Ravens gingen für zwei Punkte, um den verpassten Extrapunkt auszugleichen, doch das misslang. So stand der Halbzeitstand.
Nach dem Seitenwechsel bekamen die Ravens den Ball und zunächst einen starken Return von Wedge an die 42 der Jets. Zunächst lief nicht viel zusammen und die Ravens standen bei 4. Versuch und 3 an der 35 unter Druck. Sie spielten aber aus und wählten nicht den kurzen Lauf oder Pass, sondern Wevelsiep spielte den langen Ball auf die linke Seite, wo Crawford gegen zwei Verteidiger einen überragenden Catch hinlegte und den Ball sicherte und sich sogar noch über die Goalline wuchtete, so dass er den 32:14-Zwischenstand (PAT Storm) sicherte. Die Ravens verhinderten erneut ein First Down der Jets und bekamen ihrerseits einen langen Lauf von Wedge, der über 70 Yards in die Endzone ging, doch wieder verhinderte eine Flagge das Big-Play. Ein Holding negierte den Spielzug. Die Ravens wollten gleich nachlegen, doch beim Versuch des Jet-Sweep misslang die Ballübergabe an Davis, der Ball fiel herunter und so erfolgte der Turnover. Die Defense aber half ihren Teamkameraden: Erst holte Can Ari den Sack, dann misslang der Snap der Gäste und ausgerechnet Ward war es, der in seinem Comeback für die Ravens den Ball sicherte. Hinzu kam eine Flagge für einen late hit und so standen die Ravens an der gegnerischen 34.
Sie spielten gleich den tiefen Pass auf Tolbert, der den Ball zum vermeintlich nächsten Touchdown fing, doch eine weitere Flagge weit ab des Geschehens für offensive Passbehinderung negierte auch diesen Erfolg. So folgte statt der nächsten sechs Punkte der Punt und die Jets zeigten ihr stärkstes Play der Partie. Maximilian Langhausen fing einen kurzen Pass und hatte, da es gegen einen Cornerblitz gespielt war, richtig Platz. Das nutzte er zu einem langen Lauf und er wurde erst an der Ravens-17 gestoppt. Wieder ging es also darum, in der Redzone zu halten und das gelang spektakulär, denn beim erneuten Versuch des Passes auf den Tightend hatte „Nash“ aufgepasst, saugte den Ball herunter und brachte ihn bis zur 32, wo allerdings zunächst wenig gelang. Die Jets aber waren jetzt unter Druck und mussten einen vierten Versuch ausspielen. Die Defense hielt und holte den Turnover on Downs. Davis holte mit einem kurzen Pass das erste First Down. Dann war es eine Strafe der Gäste, die einen automatischen ersten Versuch brachte. Zwei unvollständige Pässe in der Red-Zone brachten den 3. und 10 an der 20, doch Wevelsiep wählte den hohen Pass durch die Mitte auf Bojko und der fing sicher zum nächsten Touchdown. Es war die Entscheidung in der Begegnung, die nun noch zwei Highlights aus Ravens-Sicht parat hatte. Nach einem starken Catch von Bluhm für die Jets wollten die noch einmal etwas zeigen. Doch Max Emmerich sicherte sich eine Interception und trug den Ball bis an die Vier-Yard-Linie zurück. Den Rest besorgte Wedge zum Schlusspunkt und dem Endstand von 46:14.
Die Ravens holten sich damit die Tabellenführung von den Cologne Crocodiles, die zuvor ein Spiel mehr absolviert hatten, zurück. Für die Ravens geht es weiter mit einem Heimspiel am Samstag, 18. Mai, um 15 Uhr gegen die Assindia Cardinals aus Essen.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Christoph Wittfeld - Krefeld Ravens e.V.
„Ich bin nicht nervöser als sonst gewesen, war mir absolut sicher, dass ich das Ding mache!“ Tobias Pauls, Kicker der Minden Wolves, sorgte für kollektives Aufatmen bei Mannschaft und Zuschauern. Sein Point after Touchdown (PAT) in der Overtime des Gipfeltreffens der Oberliga beendete einen bislang nie erlebten Krimi zugunsten seines Wolfsrudels. Dreieinhalb Stunden nach dem KickOff auf dem Geläuf des Besselgymnasiums entschieden die heimischen American Footballer ein hochklassiges Ostwestfalenduell der bislang ungeschlagenen Teams mit 38:37 nach Verlängerung gegen die bärenstarken Kachtenhausen White Hawks für sich.
Mike Davis bot gegen Kachtenhausen eine starke Leistung. Mindens Runningback erlief viele Yards und erzielte einen Touchdown. Foto: DJK Dom Minden
Ein überaus glückliches Ende für die Mannen von Headcoach Phil Gamble, die einen sichergeglaubten Sieg fast noch aus der Hand gegeben hatten. Kurz vor Schluss lagen die Hausherren vor geschätzten rund 900 Zuschauern mit 31:19 in Front, ließen aber binnen weniger Momente gleich zwei gegnerische Touchdowns zu und durften sich sogar noch glücklich schätzen, dass die Gäste aus dem Lipperland die Extrapunkte leichtfertig vergaben. „Ungeachtet der starken Leistung der White Hawks, die man neidlos anerkennen muss, hätten wir es normalerweise nicht so weit kommen lassen dürfen“, ärgerte sich Gamble, denn nach dem 31:19 durfte seine Offense noch dreimal auf den Rasen, verpasste dabei aber die Entscheidung.
Sportdirektor Volker Krusche hatte sich zu seinem Geburtstag von der Mannschaft einen Sieg gewünscht. „Und wenn es am Ende nur einer mit einem Punkt Unterschied ist.“ Dass die Jungs Letzteres dann wörtlich nahmen, hatte er damit nicht gemeint. Viele Zuschauer sprachen nach Spielende von dem spannendsten und dramatischsten Footballspiel, dass sie je gesehen hatten.“ Von mir aus hätte das aber nicht sein müssen…“ Der Sportdirektor lief gemeinsam mit Mannschaftsarzt Dr. Ulrich Grünwald in der Teamzone auf und ab, konnte nicht hinsehen. „Ich habe den Jungs gesagt, dass sie künftig an mein Herz denken sollen.“
Aber auch bei ihm fiel die Anspannung nach dem erfolgreichen PAT von Tobi Pauls auf einen Schlag ab und er rannte, wie Spieler, Coaches und Staff, um den „Helden des Tages“ gebührend zu feiern.
Vom KickOff an wurde klar, dass Kachtenhausen nach 17 Spielen in Folge ohne Niederlage keinen Grund sah, bei den Wolves kleine Brötchen zu backen. Ganz im Gegenteil. Die Gäste erwiesen sich taktisch sehr gut auf den Gegner eingestellt und setzten immer genau dort, wo sie es wollten, gezielte und letztlich auch treffende Nadelstiche. Dabei durften sie sich auf den wohl besten Mann auf dem Feld, Bastian Schulze, verlassen. Der Quarterback der „weißen Falken“ hatte maßgeblichen Anteil daran, dass sein Team ebenbürtig war. Geschützt von einer guten O-Line hatte der 23-Jährige immer viel Zeit, die richtigen Entscheidungen zu treffen und insbesondere seine Receiver per Pass zu bedienen. War das nicht möglich, lief er selbst und holte wertvolle Yards heraus.
Ehe die Hausherren richtig im Spiel waren, lagen sie auch schon zurück. Ein Pass von Schulze fand einen Abnehmer und der stürmte in die Endzone. Den PAT ließ Kachtenhausen allerdings liegen. Minden hatte die Antwort aber postwendend parat. Dachte man jedenfalls. Zunächst beförderte Willie Fedd jr. einen Puntreturn bis zur Mittellinie, doch sein folgender Touchdown fand keine Anerkennung bei den Referees, die gerade in der Anfangsphase der Partie rund 50 Yard an Strafen gegen den vermeintlichen Favoriten aussprachen. Auch im zweiten Angriff zogen die White Hawks das Pass- dem Laufspiel vor und kamen wieder in eine gefährliche Position. Letztlich aber hielt die Wolves-Defense, so dass die Gäste lediglich zu einem Field Goal-Versuch kamen, den sie von der 35 Yardlinie aber vorbeisetzten. Dennoch fand Schulze immer wieder andere Passempfänger, was die Heimmannschaft vor größere Probleme stellte.
Andererseits ließen die sich aber auch nicht lumpen – und erneut lief Fedd jr. bei einem Puntreturn bis zur gegnerischen „30“. Der starke Mike Davis kam mit zwei Läufen bis fast an die Goalline, von wo ein kurzer Pass Kenneth Patten jr. in der Endzone erreichte. Im Gegensatz zu den Gästen waren die Wolves mit ihren PATs aber erfolgreich. Tobias Pauls brachte sein Team mit 7:6 in Führung.
Nervenstark präsentierten sich die „Falken“ zumeist im dritten Versuch ihrer Offense, wo Schulze fast immer einen Abnehmer für ein neues First Down fand. Einen sogar zu Beginn des zweiten Viertels im „gelobten Land“, wodurch die Führung beim 12:7 für den Gast wieder wechselte. Diesmal versuchten es die Lipper mit einer Two-Point-Conversion, die aber ebenfalls misslang.
Ein weiter Lauf von Lars Weiß wurde nach einer gelben Flagge zurückbeordert. So kam Minden „nur“ in Field Goal-Position und verkürzte durch Pauls gekonnten Versuch aus gut 35 Yard auf 10:12. Bis dahin hatte Kachtenhausen fehlerfrei gespielt. Der erste Fehler sollte aber nicht folgenlos bleiben. Bei einem Puntversuch rutschte der Ball dem Kicker durch die Hände, rollte nach hinten und musste an der 10-Yardlinie gesichert werden. Diese Chance, direkt vor der Goallinie in Ballbesitz zu kommen, ließen sich die Hausherren nicht entgehen und drehten nach dem Touchdown von Mike Davis und dem Pauls-PAT den Rückstand in eine 17:12-Führung.
Sechs Sekunden vor Ende des zweiten Viertels verletzte sich ein Kachtenhausener Spieler vermeintlich schwer. Das Spiel wurde für mehr als 30 Minuten unterbrochen, die Ärzte kümmerten sich um den am Boden Liegenden, während ihn beide Mannschaften abschirmten. Er wurde schließlich mit dem Rettungswagen ins Mindener Klinikum eingeliefert. Laut Aussagen Kachtenhauser Spieler soll es ihm aber schnell wieder besser gegangen sein. Nach einem Abknieen der Gäste ging es in die Pause.
Aus der kamen die Minden Wolves entschlossen. Davis sorgte mit zwei erstklassigen Läufen für guten Raumgewinn. Den anschließenden Pass von Quarterback Fabrice Steinbach fing Willie Fedd jr. sicher. Inklusive des PATs hieß es auf einmal 24:12.
Danach bekamen sich Felix Freudenberg (Kachtenhausen) und Lars Ohlsen Weiß (Minden) nach einer Aktion in die Haare. Beide Spieler wurden „ejected“ und müssen nun mit einer Spielsperre rechnen. Die Gäste schlossen ihren Angriff schließlich mit einem weiteren Endzonenbesuch ab und sicherten sich anschließend ihren einzigen Extrapunkt – 19:24. Im Gegenzug aber fing Willie Fedd jr. trotz Bedrängnis zweier Gegenspieler den Ball in der Endzone und sorgte (plus PAT von Pauls) für eine sicherwirkende 31:19-Führung.
Doch anstatt in der Folge eine von drei weiteren Möglichkeiten, als die Mindener Offensive wieder auf den Platz kam, zur Verbesserung des Resultats und damit wohl für die Vorentscheidung zu nutzen, hielt man die Gäste angesichts eines Zwei-Score-
Games weiter im Spiel. Und die Lipper ließen sich unter Mithilfe der Hausherren am Ende nicht zweimal bitten. Nach dem Touchdown (Two-Point-Conversion war nicht
gut) zum 25:31 verlor die Wolves-Offense aufgrund fehlender Abstimmung den Ball. Den Fumble brachte Kachtenhausen bis kurz vor die Goalline. Drei Versuche reichten aber nicht zum Punkten – allerdings der Vierte, 45 Sekunden vor Schluss. Ausgleich 31:31. Nur gut, dass die White Hawks eklatante Schwächen beim Extrapunkt aufwies. Diesmal wurde der Ball geblockt.
Minden schaffte es in der verbleibenden Zeit aber nicht, den Ball zumindest in eine Field Goal Range zu bringen, so dass es hieß: Overtime! Unentschieden sind im deutschen Seniorenfootball nicht möglich.
In der hatten die White Hawks zuerst die Chance, in drei Versuchen eine 25 Yardstrecke zum Touchdown zu überwinden, was ihnen im dritten Versuch gelang. Der PAT ging aber an den Stangen vorbei – kein Punkt. So kamen die „Wölfe“ beim 31:37 in Ballbesitz. Die Spannung war nicht zu überbieten. Die Fans erlebten einen Krimi der gehobenen Klasse. Ein erster Versuch von Fabrice Steinbach soll Willie Fedd jr. außerhalb des Feldes erreicht haben, was die Wolves natürlich völlig anders sahen. Und auch beim zweiten Pass von Steinbach soll Lars Weiß den Ball nicht in der Endzone gefangen haben, was die Hausherren ebenfalls anders wahrgenommen hatten. Nun blieb noch ein Versuch. Es drohte die erste – und keinesfalls eingeplante – Saisonniederlage. Aber erneut fand der Pass Steinbachs einen eigenen Mann. Wen sonst, als Willie Fedd jr. Ausgleich! Die Steine, die den Mindenern abfielen, waren sicherlich meilenweit zur hören.
Aber es hieß „nur“ 37:37. Im Gegensatz zu den Gästen waren bei den Wolves bislang aber alle Extrapunkte erfolgreich gewesen. Und so kam es jetzt zum „Final Countdown“, bei dem sich Kicker Tobias Pauls zum „Held des Tages“ aufschwang und das Ei zwischen die Stangen setzte. 38:37 für Minden!
Der Rest war Jubel, Erleichterung und Freude pur. Angesichts der sich abzeichnenden Überlegenheit beider Teams wird es nun wahrscheinlich auf das Rückspiel ankommen. Doch erst einmal galt es dieses Nervenspiel zu verarbeiten. Und der noch Minuten nach dem Spielende über den Platz streifende Mindener Sportdirektor hatte nur einen Wunsch an seine Jungs: „Bitte an meine Gesundheit denken“, so Volker Krusche.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Volker Krusche - Minden Wolves
Einen großen Schritt auf dem Weg zum Erreichen des selbstgesteckten Saisonziels – das haben sich die American Footballer der Minden Wolves für das Heimspiel am Samstag auf ihre Fahnen geschrieben. Gegen die Kachtenhausen White Hawks kommt es zum Ostwestfalen-Duell in der Oberliga. Beide Teams sind noch ungeschlagen in dieser Saison und haben sich viel für das Gipfeltreffen vorgenommen. KickOff ist um 15 Uhr erstmals auf der Anlage des Besselgymnasiums an der Hahler Straße in Minden.
Wolves gefordert: White Hawks sind seit 17 Spielen unbesiegt - Foto: Oliver Jungnitsch
„Sollten wir dieses Duell für uns entscheiden, könnte das bereits ein Meilenstein auf dem Weg zum anvisierten Titelgewinn sein“, macht Sportdirektor Volker Krusche keinen Hehl daraus, was ein weiterer Erfolg für sein Wolfsrudel bedeutet. „Ich glaube, dass der Aufsteiger aus Kachtenhausen möglicherweise unser größter Konkurrent in der Liga ist. Auf jeden Fall habe ich sehr viel Respekt vor dem Team“, schätzt auch Headcoach Phil Gamble die Lipper hoch ein.
Und das kommt nicht von ungefähr, denn die White Hawks legten 2023 eine „Perfect Season“ hin und holten sich die Meisterschaft mit weißer Weste. „Ich habe sie mir bereits angeschaut. Das ist eine Mannschaft, die man auf dem Zettel haben muss!“
Das beweist auch die Bilanz der „weißen Falken“: Seit 17 Spielen hat das Team nicht mehr verloren! Die letzte Niederlage liegt fast auf den Tag genau zwei Jahre zurück. Damals unterlagen die Kachtenhauser am 8. Mai 2022 mit 19:27 gegen die Coesfeld Bulls. Danach kamen sie bei ihrer Erfolgsserie auf einen Score von 702:112.
„Angesichts dieser Bilanz ist es unglaublich wichtig, dass uns viele Zuschauer den Rücken stärken. Mit unseren Fans haben wir eine gute Chance, die Serie der White Hawks zu beenden“, so Gamble. „Das wird aber auf gar keinen Fall ein ähnlicher Spaziergang wie zuletzt beim 49:0 gegen die Düsseldorf Bulldozer. Kachtenhausen ist eine ganz andere Qualität. Da müssen wir von der ersten Minute an konzentriert agieren und in allen Mannschaftsteilen vier Viertel lang eine richtig gute Leistung abrufen.“
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Volker Krusche - Minden Wolves
Zweites Heimspiel am Nattenberg: Lightnings gegen nächsten Aufsteiger (Foto: Oliver Jungnitsch)Ein besonderes Augenmerk liegt auf den personellen Veränderungen bei den Lüdenscheidern. Zu Beginn des Jahres musste Head Coach Guido Zink aus gesundheitlichen Gründen seinen Posten abgeben, woraufhin Jens Ellermann die Verantwortung übernahm. Die Lüdenscheid Lightnings treten mit einem starken Line-up an, das von drei Imports verstärkt wird. Riley Cooper, ein erfahrener Spieler aus Ohio, der zuvor bei den Wuppertal Greyhounds aktiv war, wird das Team unterstützen. Ebenfalls dabei ist Ricky Johns, ein Defensive Back aus Philadelphia, der die Verteidigung stärken soll. Die Position des Linebackers wird von Early Jerrick, einem Kalifornier, besetzt.
Das Stadion öffnet seine Tore bereits ab 13:00 Uhr für alle Football-Enthusiasten, bevor um 15:00 Uhr der Kickoff erfolgt. Tickets können entweder online unter https://ldenscheidlightnings.ticket.io/ erworben werden oder direkt an der Tageskasse.
Oliver Jungnitsch für NRW Football
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