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Eric Renz wird weit in der Hälfte der Düsseldorf Bulldozer zu Fall gebracht. Den großen Raumgewinn bejubeln alle Minden Wolves (Foto: DJK Dom Minden)
Am Freitag schleppte er sich noch mit einer starken Erkältung herum, die man ihm auch am Samstag noch anmerkte. Doch auf dem Rasen drehte Aymen Tlili auf, ging es doch gegen das Team, wo er als 16-Jähriger mit dem American Football begonnen hatte. „Dieses Spiel konnte und wollte ich auf gar keinen Fall verpassen.“ Und heute 23-Jährige zeigte es seinem alten Ausbildungsverein. Drei Touchdowns gelangen dem Tight End gegen die Düsseldorf Bulldozer. Eine Genugtuung für den Zwei-Meter-Mann. „In Düsseldorf sagte man mir damals, dass aus mir nichts werden würde. Darauf habe ich heute eine Antwort gegeben!“ Tlili und seine Minden Wolves deklassierten die zum Saisonauftakt an die Tabellenspitze gerückten Bulldozer nach starkem Auftritt mit 49:0 (7:0,21:0, 21:0, 0.0).
Es war der letzte Auftritt der American Footballer der DJK Dom vor der nur 48 Stunden später startenden Renovierung im Mindener Weserstadion. Trotz widriger Witterungsbedingungen bei nur zehn Grad Außentemperatur wurde das Wolfsrudel lautstark von fast 1.400 Zuschauern unterstützt. „Wenn kein Regen vorhergesagt und die Temperaturen höher gewesen werden, hätten wir die 2.000er-Marke sicherlich wieder geknackt. Aber hätte, wenn und aber interessieren nicht“, so Sportdirektor Volker Krusche, der daher mit der Kulisse zufrieden war. „Ich hoffe, dass man uns ab dem 4. Mai, wenn wir das Topspiel gegen den wohl härtesten und ebenfalls noch verlustpunktfreien Gegner Kachtenhausen haben, genauso gut unterstützt.“
Pfiff am Freitag noch ein kräftiger Wind durch das Stadion, waren es am Samstag die „Wölfe“, die noch einen drauflegten und wie ein Hurrikan über den Drittligaabsteiger vom Rhein hinwegfegten. Von der ersten Minute an lief die „Kraftmaschine“ aus Düsseldorf irgendwie nur auf wenigen „Pötten“. Die Gäste wurden von konzentriert und mannschaftlich geschlossen agierenden Hausherren regelrecht vorgeführt. In den ersten beiden Vierteln gelang den Bulldozern aus eigener Kraft lediglich ein einziges Frist Down. Ansonsten scheiterten sie immer wieder mit ihrem drei Versuchen an der Mindener Defense, die einmal mehr einen erstklassigen Job machte.
Das Spiel der Wolves beinhaltete alles, was sich ein Trainer von seinen Mannen wünscht. Immer wieder variierten sie mit Laufspiel durch die Mitte und über Außen, ließen die Receiver beim Passspiel den Gegner zumeist nur die Rücklichter sehen. Und fand Quarterback Fabrice Steinbach mal keine Anspielstation, erzielte er über seine Läufe so manches Yard für sein Team. Die Wolves zeigten sich gegenüber dem Saisonauftakt in Münster deutlich formverbessert. Puntreturn in die Endzone oder Interceptions, die zum Pick Six führten, ließen selbst die Spieler des Specialteams oder der Defense aufs Scoreboard kommen.
„Wenn ich ehrlich bin, hatte ich von Düsseldorf mehr Gegenwehr erwartet“, bilanzierte Volker Krusche. „Aber ein Gegner ist halt auch nur so stark, wie es sein Gegenüber zulässt. Und wir haben diesmal kaum etwas zugelassen.“
Auch Headcoach Phil Gamble, der selbst nicht aktiv eingriff und seine Mannschaft von der Seitenlinie coachte, war absolut zufrieden. „Wir haben in allen Mannschaftsteilen eine überzeugende Vorstellung abgeliefert und Düsseldorf zu keinem Zeitpunkt der Partie zur Entfaltung kommen lassen.“ Er räumte aber zugleich ein: „Kachtenhausen, als unser nächster Gegner, wird es uns sicherlich nicht so leicht machen.“
Kaum waren die Bulldozer mit ihrer Offensive auf dem Platz, war sie auch schon wieder runter. Und so erging es ihr Angriff für Angriff. Und einmal mehr hatten die Mindener gleich bei ihrem ersten Offensivplay Grund zum Jubeln. Nach zwei guten Läufen von Runningback René Lange passte Fabrice Steinbach auf Willie Fedd jr. und der aktuelle MVP der Wolves schüttelte einmal mehr seine Gegner ab und sorgte für den ersten Touchdown des Spiels, der durch einen erfolgreichen Point after Touchdown (Tobias Pauls) die 7:0-Führung des Gamble-Schützlinge bedeutete.
Richtig Gas gaben die Mindener dann in den Vierteln zwei und drei, die jeweils ein 21:0 für sie brachten, teilweise auch begünstigt durch folgenschwere Fehler der Gäste. Zunächst bejubelte Aymen Tlili gegen seinen alten Verein seinen ersten Touchdown, dann returnierte Willie Fedd jr. den Ball nach gegnerischem Punt von der eigenen 35 Yard-Linie bis in die Endzone. Wenig später fing Kevin Neal in der Defense einen gegnerischen Pass ab und brachte ihn als „Pick Six“ ins Ziel. Es war sein erster Touchdown im Trikot der Minden Wolves. So hieß es zur Pause unter dem Jubel der Fans bereits 28:0 für den Meisterschaftsaspiranten.
Und genau so, wie das zweite Viertel aufgehört hatte, ging das dritte weiter. Frederic Hempelmann gelang eine weitere Interception, so dass seine Offensive acht Yard vor der Goalline wieder aufs Feld zurückkehren konnte. Ein Pass von Fabrice Steinbach durch die Mitte bedeutete den zweiten Touchdown für Aymen Tlili, dem wenig später gar sein dritter Besuch im gelobten Land gelang. Der Hunger der Wölfe war aber noch nicht gestillt. Und erneut war es die Defense, die ihre starke Leistung belohnte. Kenneth Patten blockte einen Düsseldorfer Punt und trug das „Ei“ zum siebten Mindener Touchdown in die Endzone. 49:0 für die Ostwestfalen. Eine weitere Interception durch Willie Fedd jr. blieb anschließend ohne Folgen für die Gäste vom Rhein.
Die konnten froh sein, dass Minden im letzten Abschnitt einige Gänge rausnahm, seine Leistungsträger schonte und den Backups Spielzeit ermöglichte. So blieb das vierte Viertel ohne Punkte, was der Freunde nach Spielende aber keinen Abbruch tat. Eine Partie, die nicht nur Aymen Tlili viel Spaß gemacht hatte.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Volker Krusche - Minden Wolves
Die Minden Wolves erwarten am Samstag den zum Auftakt siegreichen Drittliga-Absteiger Düsseldorf Bulldozer. Zweiter gegen Erster. Das mag am 2. Spieltag noch nicht sehr viel heißen, es bedeutet aber zumindest, dass zwei beim Saisonauftakt siegreiche Team im direkten Duell aufeinandertreffen.
Phil Gamble erwartet eine Leistungssteigerung - Foto: DJK Dom Minden
Während die Minden Wolves ihr Gastspiel bei den Münster Mammuts problemlos mit 27:13 für sich entschieden, gewannen die Düsseldorf Bulldozer ihr Heimspiel gegen Oberliga-Aufsteiger Wesseling Blackvenom mit 29:15 – weisen also einen erzielten Punkt mehr auf, als die Mannen von Headcoach Phil Gamble. Bei denen sind sie am Samstag zu Gast. Um 15 Uhr erfolgt der letzte KickOff im altehrwürdigen Weserstadion vor dessen Renovierung.
„Hauptsache gewonnen“ – so die einhellige Meinung im Wolfsrudel. Obwohl stark ersatzgeschwächt angetreten – es fehlten durch Krankheit, Verletzung oder Beruf sage und schreibe 19 Spieler – nahmen sie die nicht einfache Hürde erfolgreich. „Münster ist besser als im vergangenen Jahr“, erkannte Gamble die Leistung der Gastgeber an. „Die wollen ja auch unter die ersten Drei kommen.“
Ein Ziel, das auch der heutige Gegner der Wolves vor Augen haben dürfte. Nach zwei Jahren gelang den Düsseldorfern endlich wieder ein Sieg auf dem grünen Rasen. Und als Absteiger aus der 3. Liga dürfte ihr Hunger nach mehr damit sicherlich nicht gestillt sein. Für Phil Gamble sind die Bulldozer kaum bekannt. „Das spielt aber auch keine entscheidende Rolle. Wir müssen in erster Linie auf uns schauen. Ich erwarte, dass wir personell besser aufgestellt sind, als in Münster. Dann haben wir einerseits mehr Variabilität, andererseits aber auch größere Wechselmöglichkeiten.“
Zum Auftakt in Münster war bei den American Footballern der DJK Dom noch ordentlich Sand im Getriebe. Da lief ungeachtet der Personaldecke längst nicht alles nach Wunsch. Einzig die Defense heimste sich ein Sonderlob ein, sorgte dafür, dass es nur zu einem Holperstart und nicht zu einem Fehlstart kam. „Sie hat mal wieder die Basis gelegt“, freute sich Headcoach Gamble. Der hofft am Samstag beim letzten Spiel im Mindener Weserstadion vor der Renovierung auf lautstarke Unterstützung von den Rängen. „Ich denke unsere große Football-Familie wird uns den Rücken stärken. Ich hoffe, dass unsere Fans zahlreich ins Stadion kommen.“
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Volker Krusche - Minden Wolves
Die Solingen Paladins gewinnen gegen die Cologne Falcons vor großartiger Kulisse eindrucksvoll mit 47:24. Bei sommerlichen Temperaturen verließen die Footballer der Solingen Paladins vor knapp 1000 Fans den Platz abgekämpft aber gut gelaunt. Nach einer punktereichen ersten Halbzeit stand der 1. Heimsieg der Saison schon frühzeitig in den Büchern.
Paladins gewinnen ihren Season-Opener / #25 RB Christoph Jansen - Foto: Marcus Liebsch
Die Stimmung im Stadion war hervorragend, als der Kickoff um 16 Uhr durch die Paladins erfolgte. „Wir waren extrem gespannt, inwieweit der Abstieg sich auch auf die Zuschauerzahlen auswirken würde. Dass wir heute sogar noch mehr Fans als in den letzten Jahren in der Jahnkampfbahn begrüßen durften, war natürlich überwältigend“, so ein sichtlich erleichterter Paladins-Vorsitzender Ingo Hübner Silva.
Mit diesem Sieg platzieren die Paladins sich im oberen Bereich der Regionalliga NRW, deren Tabelle bislang jedoch noch keinen echten Wert hat, da bislang insgesamt erst drei Partien stattgefunden haben.
Für die Paladins steht nun am 4. Mai das nächste Spiel gegen die Greyhounds aus Wuppertal. Dieses Derby wird das erste Aufeinandertreffen beider Teams in der Geschichte sein.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Ingo Hübner Silva- Solingen Paladins
Wolfpack mit Auswärtsniederlage zum Saisonstart - Foto: Egon PennerDass die Kachtenhausen White Hawks nicht zu unterschätzen sind, wusste die Mönchengladbacher Football-Vertretung vor Anpfiff des ersten Saisonspiels. Hatte sich der Aufsteiger aus der Verbandsliga doch in der Winterpause durch einige Spieler aus Essen und Paderborn gleich auf mehreren Positionen verstärken können. Trotzdem ließ sich die Defense des Rudels am Sonntagnachmittag im ersten Quarter des Spiels gleich bei den ersten beiden Drives der Gastgeber entscheidend überraschen. Schnell lag das Wolfpack mit 14:0 zurück, konnte zwar vor der Pause noch mit seinem ersten Touchdown kontern, der aber nachträglich von den Schiedsrichtern aberkannt wurde. Sehr zum Unverständnis vom Mönchengladbacher Cheftrainer P. Scales, der dann die Halbzeitpause nutzte, um sein Team besser auf den bis dato unbekannten Gegner einzustellen.
In der zweiten Halbzeit fand das Wolfpack besser ins Spiel, verpasste aber mehrfach den entscheidenden Abschluss, um die dringend benötigten Punkte zu erzielen. Nach einem abgefangenen Pass der Wolfpack-Offense im vierten Viertel und dem langen Pass der Kachtenhausen-Offense im nächsten Drive schien die Partie dann entschieden zu sein. Aber die Wolfpack-Verteidigung schlug mit einer Interception (abgefangene Pass) durch Sven Brosi zurück und diesmal trieb der Mönchengladbacher Angriff den Ball über das Feld zum wohlverdienten ersten Touchdown. Dachten die Gäste zumindest, doch wieder entschieden die Schiedsrichter nach langer Diskussion, den Treffer zu annullieren. Erneut eine Entscheidung, die bei den mitgereisten Mönchengladbacher Fans nicht unbedingt auf Verständnis stieß.
Jetzt setzte Scales alles auf eine Karte und ließ den vierten Versuch, mit einem Yard zu gehen, ausspielen. Seine Offense rechtfertigte das Vertrauen und QB Jason Scales überwand, mit großartigem Anschub seiner Vorderleute, die Linie in die Endzone der Gastgeber. Der bange Blick zum Schiedsrichter war unbegründet, dieser Touchdown des Wolfpack hatte Bestand. Den Extrapunkt verwandelte Niklas Schützendorf, es waren die letzten Punkte des Spiels. Die Kachtenhausen White Hawks hatten das erste Saisonspiel mit 21:7 für sich entscheiden können.
Nach dem Spiel zeigte sich Scales leicht enttäuscht über die eigene Leistung, sparte aber nicht mit Lob für die Gastgeber: „Kachtenhausen hat viele gute Spieler mit viel Erfahrung, dazu heute ein exzellentes Gamecoaching. Sie haben einen verdienten Sieg errungen. Ich bin etwas unzufrieden wegen der Fehler, die auf unserer Seite des Balls gemacht wurden. Besonders über die ersten beiden Drives, bei denen sich unsere Defense noch im Tiefschlaf befand. Leider haben uns einige erfahrene Spieler nach der letzten Saison verlassen, was man hier und da doch deutlich merkt. So ist das Team mit den Neuzugängen und jungen Spielern noch etwas im Umbruch; alle brauchen Spielpraxis und noch ein wenig Zeit, um sich zu integrieren. Gleichzeitig ist der Grundstein für die Zukunft gelegt. Wir werden intensiv daran und an den Fehlern arbeiten und nächste Woche gestärkt zurückkommen. Um gegen Dortmund und dann vor eigenem Publikum besser zu spielen. Und zu gewinnen.“
Ebenfalls dem heimischen Publikum präsentieren wird sich zur Saisoneröffnung in Mönchengladbach am kommenden Samstag die U16 des Rudels. Das Spiel gegen den Nachwuchs der Krefeld Ravens findet vor der Partie der Seniors bereits um 11:00 Uhr statt.
nächstes Spiel/Saisoneröffnung:
Sa., 20.04.
KO 15:00h MG Wolfpack vs Dortmund Giants
Wolfpack-Stadium, Kölner Str. 160, 41199 MG-Odenkirchen
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Volker Boos - American Sports Mönchengladbach e.V.
Die Krefeld Ravens sind perfekt in die neue Saison gestartet. Mit einem 35:10 (14:0) gegen die Münster Blackhawks sendete das Team von HC Kai Schreckenberg das erste deutliche Zeichen an die Konkurrenz. Die Ravens mussten dabei aber durchaus auch Rückschläge verkraften und zu Anfang der zweiten Hälfte hing der Erfolg am seidenen Faden. Doch am Ende setzte sich die Qualität der Hausherren durch.
Ravens mit erstem Statement gegen GFL2-Absteiger - Foto: Florian Haerdle
Ein starkes Zeichen setzte am Samstag die US-Generalkonsulin für Nordrhein-Westfalen, Pauline Kao, für die transatlantischen Beziehungen, als sie den Season-Opener der Krefeld Ravens besuchte und den traditionellen Coin-Toss (Münzwurf) durchführte. Während ihres Besuchs traf die Generalkonsulin mit Spielern, Trainern, Fans und auch dem Oberbürgermeister der Stadt Krefeld, Frank Meyer, zusammen, um die Werte des Sports und die gemeinsamen Interessen beider Länder zu feiern. Sie betonte die Bedeutung des Austauschs zwischen den USA und Deutschland auf verschiedenen Ebenen, sei es im Sport, in der Wirtschaft oder in der Kultur. Die Krefeld Ravens begrüßten die Generalkonsulin mit offenen Armen und boten ihr einen Einblick in die lokale Sportszene. "Der Besuch der US-Generalkonsulin ist eine Ehre für uns und unterstreicht die Bedeutung dieses Sports als Brückenbauer zwischen Nationen", sagte Christoph Wittfeld, Geschäftsführer der Ravens.
"Wir sind stolz darauf, unsere Leidenschaft für American Football mit Frau Generalkonsulin Kao zu teilen und freuen uns über die Stärkung unserer Beziehungen durch solche Besuche." Anschließend gewannen die Ravens den erwähnten Coin-Toss und gaben wie gewohnt das erste Angriffsrecht ab, um mit der eigenen Defense zu starten und in der zweiten Halbzeit den Ball zu bekommen. Doch was üblicherweise direkt ein erstes Zeichen gibt, wurde diesmal zum Problem, denn der Gast aus Münster zeigte einen starken ersten Drive. Immer wieder war es Runningback Umar Tairou, der gute Läufe hinlegte. Auch Quarterback Keegan Mccomack machte ein gutes Spiel und machte den Ravens vor allem mit den Füßen Probleme, während die Secondary der Hausherren eine überragende Partie bot und praktisch keinen Raum für Receiver der Blackhawks ließ. Zweimal gelang es den Ravens eigentlich, den Drive zu stoppen, doch mit Flaggen machten sie sich einmal bereits den Punt der Gäste zunichte und schenkten an der Mittellinie ein neues erstes Down. So standen die Blackhawks schließlich an der Goalline der Ravens und hatten drei Versuche, den Ball bis in die Endzone zu tragen. Doch die Ravens-Defense zeigte ihre ganze Klasse. Erst gelang es, den Gegner an die 10 zurück zu drängen, dann erhielt Mccomack viel Druck und warf einen Pass in die Endzone. Doch den hatte Ramon Franco gerochen, spritzte dazwischen und fing den Ball ab, um in bis an die 20-Yard-Linie der Blackhawks zurück zu tragen. Es war das erste ganz große Big-Play der Partie.
Die Offense ging ans Werk und mit dem ersten Play fand Quarterback Lucas Wevelsiep in der rechten Seite der Endzone Neuzugang David Crawford und der fing den Ball zum ersten Touchdown der Partie. Der Point after Touchdown (PAT) von Dennis Storm war gut und so stand es 7:0. Die Gäste bekamen den Ball, doch die Defense hielt, unter anderem durch einen Sack von Max Emmerich. Die Gäste mussten punten, doch auch die Ravens konnten sich nicht entscheidend durchsetzen und mussten ihrerseits den Ball abgeben. So kam Münster wieder an den Ball – und das in guter Feldposition kurz in der Hälfte der Ravens. Doch wieder hielt die Defense. Die Gäste spielten den vierten Versuch aus, doch Ramon Franco ließ die Chance auf die zweite Interception aus und ließ den Ball fallen. Doch die Ravens erhielten natürlich dennoch den Ball durch Turnover on downs und es folgte das nächste Bigplay: Akiva Wedge bekam den Ball, brach über die linke Seite durch und schaltete den Turbo ein. An der 10 Yard Linie trat er auf die Außenlinie und so erhielt Wevelsiep eine perfekte Feldposition. Eine Flagge brachte die Ravens zurück an die 23, doch Wevelsiep ließ sich im dritten Versuch nicht beirren und legte den Ball perfekt in die linke Ecke der Endzone, wo der zweite neue Receiver, Jakob Bojko, sicher zugriff und das 14:0 (PAT Storm gut) herstellte. Münster erhielt in den letzten zwei Minuten der Halbzeit noch einmal den Ball und zunächst gelang es, zwei First Downs zu erzielen. Doch dann hielt die Defense der Ravens und der Gast musste punten. Diesen aber blockte Constantin Castelli und sicherte den Ball an der gegnerischen 30. Ein Schuss in die Endzone durch Wevelsiep war nicht erfolgreich, J’Mari Davis wurde in der Endzone getackelt, bevor der Ball da war und so gab es die Pass-Interference. Die Zeit lief aber aus und die Ravens probierten das Fieldgoal aus 47 Yards, doch das ging knapp links neben das Tor und so blieb es zur Halbzeit beim 14:0.
Nach dem Seitenwechsel bekamen die Ravens dann den Ball und damit die Chance, die Führung auszubauen, doch das gelang nicht. Ein Three-and-out der Offense brachte den Blackhawks den Ballbesitz. Doch auch die RavensDefense hielt und ließ kein First Down zu. Dafür lieferten die Gäste aber einen perfekten Punt und fesselten die Ravens an die eigene ein-Yard-Linie. Die reagierten mit einem Hard-Count und lockten die Gäste ins Abseits. So befreite man sich aus der kritischen Situation. Doch im nächsten Play von der eigenen 6 leistete sich Lucas Wevelsiep den einzigen schweren Fehler der Partie. Seinen Pass fing Leon Janeikes ab und trug ihn direkt zum Pick-Six in die Endzone. Davis, der noch versuchte zu retten, war erfolglos. Der PAT durch Marcel Kolov war erfolgreich und so stand es 14:7. Die Ravens zeigten einen guten Return von Davis, der an der eigenen 37 eine gute Feldposition brachte. Akiva Wedge mit einem guten Lauf und anschließendem Facemask gegen sich bracht die Ravens an die gegnerische 43, doch dann leistete sich Leon Hoffmann einen Fumble, als gleich vier Verteidiger in ihn einschlugen. So kam Münster wieder an den Ball. Zwei gute Pässe auf Maximilian Elfers brachten die Gäste an die 17. Danach hielt die Defense, aber die Gäste schossen das Fieldgoal und kamen durch Kolov zum 10:14 heran. Das Spiel drohte jetzt zu kippen, das Momentum war klar auf Seiten der Gäste, doch die Ravens antworteten. Der Kickoff ging ins Aus und so ging es an der eigenen 35 los. Die Ravens setzten jetzt vor allem auf zwei Spieler: Lior Volkov mit mehreren starken Läufen und Davis mit zwei starken Catches inklusive vieler Yards after Catch. So stand man kurz vor der Endzone und Volkov selbst vollendete zum 21:10 (PAT Storm). Wie stark die Teamchemie ist zeigt, dass der eigentliche Star des Teams, Akiva Wedge, sich nicht zu schade war, als Vorblocker den Weg frei zu machen.
Dieser Touchdown besiegelte regelrecht das Schicksal der Gäste. Sie kamen nicht mehr ins Spiel und spielten an der Mittellinie einen vierten Versuch aus. Doch Tinashe „Nash“ Gonese schlug den Ball herunter und so kamen die Ravens in Ballbesitz. Wedge übernahm jetzt das Kommando, lieferte zwei starke Läufe und die Ravens standen an der 18 in der Red-Zone. Wieder ging der Ball an Wedge und der ging wie ein Aal durch die Reihen der Gegner. Er brach gleich mehrere Tackles und marschierte am Ende in die Endzone. Der PAT misslang zwar zunächst, weil der Hold nicht passte, doch Wevelsiep als Holder versuchte den Pass in die Endzone. Der kam zwar nicht an, doch es gab einen späten Hit gegen ihn und so die Flagge und einen weiteren Versuch. Den vollendete Storm sicher. Die Blackhawks versuchten jetzt alles, spielten erneut erfolglos einen vierten Versuch aus und die Ravens reagierten mit einem weiteren starken Drive von Wedge, der am Ende mit einem weiteren unfassbaren Lauf als 20 Yards zu seinem zweiten Endzonenbesuch durch ging. Wie genau, das können wohl auch die meisten Beobachter nicht sagen. An dieser Stelle sei das Highlight-Video oder der ganze Stream im Re-Live empfohlen.
Die Ravens siegten damit am Ende klar und letztlich auch verdient mit 35:10 (14:0) und zeigten sich als starker Contender um die vorderen Plätze. Denn der GFL2-Absteiger zählt seinerseits sicher ebenso zu den Favoriten. Damit ist ein deutlicher Sieg ohne Frage ein Statement. Dass darüber hinaus viele Spieler einen guten Teil zum Erfolg beitrugen, zeigt umso mehr: Mit den Ravens ist zu rechnen, der Saisonstart ist gelungen und es empfiehlt sich, Tickets für das nächste Heimspiel am 5. Mai (Sonntag, 15 Uhr) gegen die Troisdorf Jets zu besorgen.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Christoph Wittfeld - Krefeld Ravens e.V.
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