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Receiver Cameron Richmond wird 2017 für die Ostwestfalen erneut auflaufen

Cameron Richmond mit der #7 und Ball (Foto: Oliver Jungnitsch)
Würde man heute Stan Lee, den Autor der Marvel Helden Geschichte Fantastic Four, fragen, ob er in der Lage ist, eine Heldenfigur eines American Football Receivers zu schreiben, dann würde er sicherlich nicht um diesen Mann herumkommen. Der US-Amerikaner Cameron Richmond spielte in der Saison 2016 für die Paderborn Dolphins. Dabei konnte er mehr als 30 Endzonenbesuche verbuchen und erreichte mehr als 2.300 Yards als Passempfänger. Eine Rückkehr schien für die kommende Saison ursprünglich ausgeschlossen, doch schaffte es Sportdirektor David Schmidtmann, den US-Boy für das Jahr 2017 zurück nach Paderborn zu holen.
In der Saison 2016 hatte Receiver Cameron Richmond schon überzeugt. Mit 2.336 Passing Yards und damit verbunden 34 Touchdowns gehörte Richmond zu den erfolgreichsten Protagonisten des Receiver-Squads der Paderborn Dolphins. Neben einem schon sehr gut besetzten Mannschaftsteil eine trotzdem herausragende und einmalige Leistung. Doch nicht nur sportlich zeigte Richmond, dass er das Zeug zum Superhelden hat, sondern auch seine persönliche Art sorgte für viel Freude. Abseits des Feldes war er ein wichtiger Bestandteil im Paderborn Dolphins Team und übernahm ebenso Führungs- wie Ausbildungsaufgaben während des Trainings.
Head Coach Carsten Weber zeigte sich in einer ersten Reaktion sehr erfreut, dass Cameron den Weg zurück nach Ostwestfalen findet. „Es ist kein Geheimnis, wir haben nicht damit gerechnet, dass Cam in der kommenden Saison noch einmal für uns auflaufen wird. Sicherlich hatten andere Teams der GFL ein Auge auf ihn geworfen. Umso schöner, dass es am Ende geklappt hat und er noch ein Jahr mit uns verbringen wird“, meinte Weber. Weber erklärte aber auch, dass er damit seine Aussage aufheben müsste, dass kein US-Receiver in diesem Jahr nach Paderborn kommt.
Denn eigentlich hatten die Paderborn Dolphins es nicht geplant, einen Receiver aus dem Mutterland des American Footballs an die Pader zu holen. Am Ende verliefen die Gespräche aber so positiv, und die Überzeugung von Cameron Richmond, wieder in Ostwestfalen zu spielen, war so groß, dass man sich auf eine Zusammenarbeit einigte. „Wenn man die Chance hat, mit einem Receiver wie Cameron zu arbeiten, dann sollte man diese nutzen. Uns ist dabei bewusst, dass wir schon ein sehr starkes Squad haben, mit wirklich sehr guten deutschen Receivern. Sicherlich haben die Jungs so noch weiter die Chance, ihr Wissen auszubauen und von Cam zu lernen. Lieber ist uns ein Cameron Richmond in unseren Reihen, als gegen ihn verteidigen zu müssen“, ergänzte Weber schmunzelnd.
Präsident David Schmidtmann konkretisierte es noch deutlicher: „Es ist ein echter Glückfall für uns! Wir kennen Cameron und wissen um seine Qualitäten. Nicht nur auf dem Feld wird er die Paderborn Dolphins weiterbringen.“ Eine Absage erteilte Weber und Schmidtmann aber dennoch. Eine Saison wie die 2016 ist schwer zu toppen, wenn man einen Blick auf die Einzelstatistik von Richmond wirft. „Sicherlich werden die anderen GFL2 Teams im Detail hinschauen und sich seine Spielweise sehr genau ansehen. Einige Teams hatten sich in der vergangenen Saison nicht gut genug auf Cameron vorbereitet, so dass ich davon ausgehe, dass er in der kommenden Saison besser ‚bewacht‘ werden wird“, sagte Head Coach Weber.
In Paderborn ist man schon viele Jahre sehr verwöhnt, wenn es um die Frage geht ‚Wer fängt den Pass des Quarterbacks?‘. Dieses liegt aber sicherlich nicht nur an den guten Receivern, die die Paderborn Dolphins aus den USA unterstützen, sondern ebenfalls an dem überdurchschnittlichen Potenzial der deutschen Receiver. Ein Umstand, den auch Cameron Richmond zu schätzen weiß. Von seinen Kollegen bei den Paderborn Dolphins sprach er immer in den höchsten Tönen und freute sich über die Zusammenarbeit. Für ihn war entscheidend, dass er nicht als Einzelkämpfer auf dem Platz steht, sondern ebenfalls engagierte Receiver an der Seite hat. Ein Umstand den David Schmidtmann und Carsten Weber ihm ermöglichen können.
Wie auch immer die ganzen Marvel Helden heißen, die Paderborn Dolphins haben mit über 30 Endzonenbesuchen und gut 2.300 Yards gefangene Pässe ihren ganz eigenen Receiver-Helden im 2016 kennen gelernt. Mr. Uncatchable und die Frage: ‚Wie macht das dieser Junge eigentlich?‘ werden sicherlich als besondere Erinnerung in die Dolphins Saison 2016 eingehen und vielleicht wird Cameron Richmond diese Fragen auch 2017 beantworten. Nicht nur auf der ewigen Liste der Punktesammler hat sich Cameron im Jahr 2016 gleich auf Rang acht eingetragen, sondern ebenfalls auf der Rangliste der netten US-Boys steht er mit unter den Top 10. Sicherlich wird er auch hier nachlegen und 2017 seine Punkte weiter ausbauen.
Björn Gorniak - Paderborn Dolphins
Zwei Monate nach Ende der Saison 2016 können die Kiel Baltic Hurricanes die ersten beiden starken Neuzugänge für 2017 bekannt geben. Wide Receiver Kwame Ofori und Diego Sanchez wechseln von den Hamburg Huskies zu den Baltic Hurricanes. Die beiden Hamburger zählen zu Deutschlands talentiertesten Passempfängern. Mit 192cm (Ofori) und 200cm (Sanches) Körpergröße bringen die zwei eine beeindruckende Physis auf dieser Position mit und waren zusammen für über 1.000 Yards Raumgewinn und 15 Touchdowns der Hamburg Huskies verantwortlich.


Fotos: Michael Zelter
„Ein Fokus für 2017 liegt für uns darauf, unseren Passangriff weiter zu verstärken. Darum freue ich mich sehr, Kwame und Diego in unserem Team begrüßen zu können. Sie haben uns in dieser Saison einiges an Kopfzerbrechen bereitet“, so Hurricanes Head Coach Marcus Herford.
„Ich hatte 2012 erstmals Kontakt zu Kiel, seitdem war der Wechsel für mich durch das Studium bedingt einfach nicht möglich. Da sich die Lage da inzwischen etwas entspannt hat, freue ich mich, das Team in der nächsten Saison ergänzen zu können. Die Hurricanes haben in diesem Jahr eine starke Saison gespielt und ich sehe da definitiv das Potential nächstes Jahr erfolgreich um den German Bowl mit zu spielen", sagt Ofori zu seinem Wechsel von der Elbe an die Förde.
In 2016 fing Ofori Pässe für insgesamt 603 Yards für die Hamburger und konnte damit die meisten Receiving Yards für die Huskies verbuchen. Von seinen sieben Touchdowns fing der 23-Jährige einen beim spannenden 52:49 der Hurricanes gegen die Huskies am 18. Juni gegen sein neues Team. Und auch im Gruppenspiel der European Football League zwischen Kiel und Hamburg stellte der 1,92 Meter große Passempfänger für die Kieler eine Gefahr da. Zwar konnten die Canes auch diese Partie im April gewinnen, doch Ofori hielt die Hamburger mit 162 Receiving Yards und seinem Touchdown zum 20:23 im Spiel.
Diego Sanchez fing in neun Spielen für die Huskies Pässe für 533 Yards. Damit liegt er nach Gesamtyards zwar hinter Kwame Ofori, konnte jedoch einen Touchdown mehr verbuchen und führte die Hamburger nach Yards pro Catch (19,7) und pro Spiel (59,2) an. Zwei seiner insgesamt acht Touchdowns konnte der zwei Meter große Receiver gegen die Hurricanes einfahren. „Ich habe mir vorgenommen, in jedem Spiel mein Bestes zu geben und am Ende hoffe ich, stehen wir im German Bowl“, so Sanchez über seine Ziele in 2017.
Bettina Büll -Kiel Baltic Hurricanes -
Die Kiel Baltic Hurricanes haben ihren neuen Defensive Coordinator gefunden. Malik Jackson wird in der neuen Saison die Geschicke der Kieler Verteidigung leiten. Der 44-jährige Amerikaner war zuletzt in Bern und Carlstad tätig.

Foto: Lorenza Morbidoni Photo
„Mit Malik Jackson konnten wir einen erfahrenen Defense-Trainer für uns gewinnen, der ein identisches Verteidigungssystem mitbringt, wie das, das wir zuletzt erfolgreich spielten. Coach Jackson wird unseren Coaching Stab hervorragend ergänzen und wir dürfen uns weiterhin auf eine aggressive und schnelle Spielweise der Verteidigung freuen. Seine Erfahrung aus insgesamt sechs Championship-Siegen wird uns helfen, in großen Spielen alles aus unseren Spielern herauszuholen. Ich freue mich sehr, dass es uns so früh gelungen ist, die Position des Defensive Coordinators zu besetzen und die Weichen für 2017 rechtzeitig gestellt zu haben“, so Hurricanes Geschäftsführer Gunnar Peter.
„Ich freue mich sehr, Malik an Bord zu haben“, sagt Head Coach Marcus Herford, „Wir hatten bereits viele sehr gute und lange Gespräche und er beginnt schon diese Woche, sich mit unseren Trainings- und Spielvideos einzuarbeiten. Ich denke, er passt gut in unser Team und bringt die Erfahrung mit, um unsere Defense weiter zu bringen.“
Malik Jackson coachte zwölf Jahre die Defensive Backs des City College San Fraciscos, einem der renomiertesten Junior Colleges der USA. Vier Mal mit den ‚Dons’ die nationale Junior College Meisterschaft erringen, bevor er zum direkten Konkurrenten an das De Anza College und dort für zwei Jahre den Defensive Coordinator Posten übernahm. 2015 kam er zum ersten Mal nach Europa als Head Coach der Carlstad Crusaders. Mit den Kreuzrittern wurde er Schwedischer Meister und konnte auch die IFAF Champions League gewinnen. In 2016 war er als Cheftrainer der Bern Grizzlies und anschließend als Berater für die serbische Nationalmannschaft tätig.
Malik Jackson über seine neue Aufgabe:
„Ich fühle mich sehr geehrt, Teil einer Organisation mit einer erfolgreichen Tradition wie sie die Baltic Hurricanes seit Jahren haben zu werden. Nach zehn Minuten während meines ersten Gesprächs mit Coach Herford wusste ich bereits, dass ich in Kiel coachen wollte. Nicht nur, dass er ein beeindruckender Mann ist, er vertritt zudem eine Philosophie, die die Spieler in den Vordergrund stellt, und die ich sehr schätze und ich freue mich darauf, meinen Teil dazu beizutragen, um das Team weiter voran zu bringen. Ich hatte in meiner Laufbahn oftmals das Glück, Teil eines Programms mit sehr hohen Standards in Bezug auf Erfolg und Einsatz zu sein und auch auf Kiel trifft dies zu.
Was die Defense betrifft, so hoffe ich, ein paar neue Ideen zu den Dingen, die bereits gut funktionieren, hinzuzufügen. Wir haben bereits eine Menge talentierter Jungs und ich möchte ihnen die Werkzeuge an die Hand geben, um hart und schnell füreinander zu spielen. Nach meiner Erfahrung gewinnen in der Regel die Teams die meisten Spiele, die am besten Tackeln, also ist das ebenfalls eine Priorität.
Ich freue mich außerdem sehr darauf, Teil der Kieler Gemeinschaft zu sein! Ich weiß, wir haben großartige Fans und ich hoffe, so viel wie möglich in Kiel zu lernen und zu erleben."
Stationen & Erfolge Malik Jackson:
- 2016 HC Bern Grizzlies
- 2015 HC Carlstad Crusaders
- 2013-14 DC de Anza College
- 2011-12 Co. DC City College San Francisco
- 2001-10 DBs City College San Francisco
- 2015 National Champion Sweden; IFAF Champion’s League
- 2011 National Champion (NFCA)
- 2007 National Champion (NFCA)
- 2003 National Champion (NFCA)
- 2001 National Champion (NFCA)
Bettina Büll - Kiel Baltic Hurricanes
Ab sofort liegen die Jahreskarten für die kommende GFL-Saison an den Vorverkaufsstellen. Rechtzeitig zur Vorweihnachtszeit sind sie da, die Saisontickets 2017 der Dresden Monarchs. Unter anderem im Fanshop „Hall of Fame“, der „Konzertkasse im Florentinum“ sowie dem mobilcom-debitel Shop an der Fetscherstraße liegen ab sofort Jahreskarten (60,- Euro; ermäßigt: 45,- Euro) und Tribünenkarten (80,- Euro; ermäßigt: 60,- Euro) für alle Monarchs-Fans bereit.

Nicht nur die Interessenten der Jahreskarten kommen auf ihre Kosten, denn auch Tagesticket-Gutscheine können an den Vorverkaufsstellen erworben werden. Erstere sparen bei regelmäßigem Erscheinen jedoch bares Geld. Bereits jetzt ist klar, dass im April 2017 die GFL-Saison beginnt. Vorverkaufsstellen der Dresden Monarchs:
- Fanshop "Hall of Fame", Boderitzer Straße 91, 01217 Dresden
- mobilcom-debitel Shop Dresden, Fetscherstr. 29, 01309 Dresden
- Konzertkasse im Florentinum, Ferdinandstraße 12, 01069 Dresden
- Konzertkasse SchillerGalerie, Loschwitzer Str. 52A, 01309 Dresden
- Monarchs-Geschäftsstelle im Trainingszentrum
oder ganz bequem online per Email an
Hinweis: im Fanshop können die Jahreskarten bereits heute erworben werden, in den anderen VVK-Stellen ab Morgen (01.12.2016).
Jörg Dreßler - Dresden Monarchs e.V.
Nach der Saison ist vor der Saison und so befindet sich die GFL 2 Mannschaft der Rostock Griffins seit dem 1. November wieder im Training.

Ein allgemeines Lauf- und Athletiktraining wird in dieser ersten Trainingsphase bis zum Jahreswechsel durch die Vermittlung von positionsspezifischen Basistechniken ergänzt. Das offene Training der ersten beiden Novemberwochen wurde wie schon in den letzten Jahren sehr gut angenommen. Viele Quereinsteiger aus anderen Sportarten probierten das Footballtraining aus und begeisterten die Trainer der Greifen. „Wir sind uns sicher, dass der ein oder andere talentierte Athlet schon im kommenden Jahr erste Einsatzzeiten in der 2. Bundesliga haben wird“ freut sich Rookie – HC Ronny Schmidt.
Um diesen Spielern aber auch den Zugängen aus der eigenen Jugend sowie aus anderen Mannschaften den Anschluss so leicht wie möglich zu machen, gehen die Griffins in diesem Jahr neue Wege. Am vergangenen Wochenende veranstalteten sie erstmals ein Rookie-Minicamp, wo eben jenen Spielern in einer mehrstündigen Einheit die theoretischen und praktischen Grundlagen des „Griffins-Football“ vermittelt wurden. Sowohl von Trainern als auch den Spielern wurde diese Veranstaltung als sehr erfolgreich empfunden und wird ihren festen Platz im Jahresregime der Griffins einnehmen.

In einem 2. Fall-Camp im Dezember wird dann die gesamte Mannschaft erstmals gemeinsam in Helm und Pads trainieren. Dieses Training wird gleichzeitig das letzte größere Highlight 2016 sein, bevor die Griffins das neue Jahr dann sofort mit einem Athletik-Ausgangstest beginnen.
Head Coach Kuhfeldt zeigt sich erfreut vom Verlauf der ersten Wochen: „Offensichtlich konnten wir die positive Energie des letzten Jahres mit in die Offseason nehmen. Auch wenn uns noch der ein oder andere Spieler berufs- oder urlaubsbedingt fehlt, haben wir in jeder Einheit ca. 50 Sportler, trainieren intensiv und mit viel Energie. Unsere Veteranen hängen sich genau so rein wie die Neuzugänge, die noch nicht ein Training verpasst haben. Und auch unsere Junioren schaffen immer mehr den Anschluss. Es macht gerade Riesen-Spaß!“
Text Von Jens Putzier/ Fotos by KrissyHeger (Rostock Griffins)
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