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Die Iserlohn Titans verloren zwar mit 12:37 gegen die Herne Black Barons, aber sammelten mehr als 2000 Euro für die Organisation Pink Ribbon. Den Zuschauern wurde auch rund um das Spiel einiges geboten.
Iserlohn Titans vs Herne Black Barons - hier im Bild RB Maximilian Weitz #11 (Foto: Oliver Jungnitsch)
Auch beim Pink Ribbon Bowl V. stand der Kampf gegen eine der heimtückischsten Krankheiten im Vordergrund, dem Krebs. Die Organisatoren von Pink Ribbon setzen sich für den Kampf gegen Brustkrebs und für die Früherkennung ein. Die Iserlohn Titans organisierten rund um den Gameday viele Aktionen um Geld für diese gute Sache zu sammeln. Dabei waren sie sehr erfolgreich, denn 2000 Euro kommen nicht so leicht zusammen. Eine großartige Aktion!
Ungewöhnlich, aber sehr gut war der Auftritt von der Marching Band "Scottish Volunteers". Genauso gut gefiel uns das Essen vor Ort (Spoiler Alarm: wir planen einen Almanach der Stadien mit empfehlenswerten Leckereien - www.afc-food.de). Gerne hätten wir von dem Spanferkel gekostet, aber leider passte es zeitlich nicht.
Obwohl die Bedingungen für American Football nicht die besten waren, zeigten beide Teams eine unterhaltsame Partie. Besonders die Gäste aus Herne installierten viele Laufspielzüge und kamen mit ihnen häufig zum Erfolg. Für die ersten Punkte sorgte jedoch ein Quarterback Sneak von Tim Schiffer #10 (Herne Black Barons). Nach dem PAT von Kicker Malte Gerlach #67 stand es 0:7.
Iserlohn wurde gerade in der ersten Halbzeit ordentlich unter Druck gesetzt. Noch im ersten Quarter mussten sie aus der eigenen Endzone punten. Der Punter bekam jedoch den Ball nicht richtig unter Kontrolle und letztendlich konnte D-Liner Lukas Grebe ihn sichern und für einen Defence Touchdown sorgen (0:13 – TPC nicht gut).
Einen richtig guten Tag hatte Runningback Manuel Krafzik erwischt, denn er erzielte gleich zwei Touchdowns. Der eine war zum Spielstand von 0:19 und der andere TD zum 0:31. Dazwischen konnte sich Wide Receiver Louis Kubillus #13 sich auch auf das Scoreboard eintragen (Passspiel). Auch bei diesen Touchdowns spielten die Herner eine TPC, konnten jedoch keine Punkte erzielen. Beim Stand von 0:31 ging es in die Halbzeitpause.
Nach der Pause kamen die Titans besser in die Begegnung und erzielten nach zwei langen Läufen von Runningback Gabriel Love #4 Punkte. Besonders sehenswert war sein Punt-Return Touchdown über rund 80 Yards. Seine beiden Touchdowns sorgten für 12 Punkte (PAT/ TPC nicht gut). Auch die Barons erzielten durch einen Pass auf WR Oliver Voss #9 weitere Punkte und so war der Endstand 12:37.
Für beide Teams gibt es noch ein Heimspiel. Die Herne Black Barons empfangen die Rheine Raptors und die Iserlohn Titans bekommen Besuch vom „Meister“. Sie haben die Minden Wolves zu Gast. Von beiden Parteien wollen wir auch berichten...
Head Coach Kirk Heidelberg beendet seine Tätigkeit bei den Cologne Centurions.
Abschied von Head Coach Kirk Heidelberg (Foto: Oliver Jungnitsch)
Er möchte sich bis auf Weiteres von der sehr aufwändigen Aufgabe als Cheftrainer zurückziehen, um sich auf seine beruflichen und familiären Verpflichtungen zu konzentrieren. "Ich bin sehr stolz auf Team, Coaches und den ganzen Staff - wir haben mit großartigem Einsatz die Playoffs erreicht. Danke an General Manager David Drane, er hat einen großartigen Job gemacht." sagt Kirk Heidelberg dazu.
"Ich werde den Centurions freundschaftlich verbunden bleiben. Vielleicht sehen wir uns in anderer Funktion im Rahmen der European Leage of Football eines Tages wieder." Ähnlich sieht es Centurions General Manager David Drane: "Wir danken Kirk Heidelberg für die großartige Pionierarbeit, die er in Köln geleistet hat. Kirk hat einen großen Anteil daran, dass wir in kurzer Zeit ein starkes Team aufgebaut haben, das erst in den Playoffs gestoppt werden konnte. Wir wünschen ihm viel Erfolg und alles Gute für seinen weiteren Weg!"
Der Aufsteiger aus Düsseldorf zeigte auch in seinem letzten Spiel eine souveräne Leistung. Besonders ihr Prunkstück, die Defence, zeigte warum man die wenigsten Punkte in der Regionalliga zuließ. Zwar verstärkten sich die Gelsenkirchen Devils auf einigen Positionen, kamen jedoch nicht über ein 00:34 (00:14, 00:00, 00:14, 00:06) hinaus.
Wide Receiver Lesar Duran #3 fing den Ball in der Endzone der Devils (Foto: Oliver Jungnitsch)
Es gab ein paar Veränderungen bei den Gelsenkirchen Devils. Head Coach Heiko Czarnotta war verhindert und so übernahm Michael Antoschowitz für das Spiel die Verantwortung. Bereits beim letzten Spiel wurde angekündigt, dass einige Spieler nach einem Ausflug nach Langenfeld zurück nach Gelsenkirchen wechseln. So fanden sich einige Spieler der Longhorns auf der Seite der Gelsenkirchener ein. Möglich war es durch die Zustimmung des Vereines und des Verbandes. So wurde der Kader um Gil Deblaere, Mike Opretska, Michel Fritsche und Sebastian Busse erweitert.
Das Spiel begann mit dem Kickoff des Gastgebers. Der erste Drive der Gäste dauerte nicht lange. Nach einem Pass von Quarterback Rohat Dagdelen #12 auf seinen Tight End Kevin Kram #87 und einem Lauf über rund 10 Yards von Runningback Darion Neal #2 gab es den ersten Touchdown für die Bulldozer. Nach dem PAT von Jens Appelt #4 stand es 0:7 für die Gäste aus Düsseldorf.
Die Devils starteten mit ihrer ursprünglichen Formation in die Partie, so war auch Runningback Roman Prinz #7 nach einer Verletzung wieder im Team. Der erste Drive endete für die Hausherren mit einem Punt.
Die Düsseldorf Bulldozer machten es sich phasenweise schwerer als nötig, so gab es auch mal nach Strafen einen dritten Versuch und 25 Yards, der mit einem weiten Pass auf Runningback Tyrone Alexander #1 überbrückt wurde. Es war auch ein Pass von Rohat Dagdelen #12 auf seinen Wide Receiver Luca Dierks #83, der für die nächsten Punkte sorgte. Luca Dierks #83 fing den Ball kurz vor der Endzone und konnte ungehindert hineinlaufen. Nach seinem Touchdown und dem PAT von Jens Appelt #4 stand es 00:14.
Die Defense der Bulldozer ließ im Laufe der Begegnung nicht viel zu, so kamen die Devils kaum zu First Downs. In fünf Spielen gab es gegen die Düsseldorfer nur 40 Punkte: Ligarekord.
Im zweiten Quarter verhinderten die Gelsenkirchen Devils ein Fieldgoal und weitere Punkte der Gäste. So konnten die Gelsenkirchener Defense einen Fumble von Quarterback Rohat Dagdelen #12 sichern, der in der Situation etwas unglücklich agierte. Anstatt sich auf den Ball zu werfen, machte er ein paar Schritte zurück und überlies das Ei den Devils. Linebacker Maximilian Groepler #28 nahm das Gastgeschenk gerne an. Zwar kamen die Teufel bis in die Redzone der Gäste, den Drive schlossen sie mit einem Fieldgoalversuch von der 10 Yardline ab. Jedoch misslang der Versuch von Kicker Kevin Bacher #45. Mit dem Spielstand von 00:14 ging es in die Halbzeitpause.
In der zweiten Halbzeit ging es weiter wie gehabt. Nach Pass von Rohat Dagdelen #12 auf seinen Wide Receiver fing Lesar Duran #3 in der Endzone der Devils das Ei. Somit stand es 00:21 (PAT von Jens Appelt #4). Auch die nächsten Punkte erfolgtem nach einem Passspiel. So fing Wide Receiver Harlan Kwofi #11 den Ball ungehindert in der Endzone und der PAT von Jens Appelt #4 sorgte für die 28:00 Führung der Gäste.
Im letzten Quarter hatten die Devils Chancen auf Punkte, jedoch konnten die Passempfänger entweder die Bälle nicht festhalten oder wurden von den Defence Backs der Bulldozer gut verteidigt. So konnte Cornerback Jan Reuvekamp #24 einen Pass der Gastgeber in der Endzone abfangen. Kurze Zeit später war es Wide Receiver Torben Schumann #87 der sich auf das Scoreboard mit einem Touchdown zum 00:34 eintrug. Der PAT wurde diesmal geblockt.
Die Gelsenkirchen Devils empfangen am nächsten Wochenende die Bielefeld Bulldogs. Für die Düsseldorf Bulldozer war es das letzte Spiel in der Saison 2021. Es war auch das letzte Spiel von Head Coach Wolfgang Best, der sich anderen Herausforderungen stellen will. Für die Bulldozer war es die erste Saison ohne Aufstieg, seitdem Wolfgang Best das Team übernommen hat.
Scoreboard:
-
1. Quarter:
00:07 Run von Runningback Darion Neal #2 (PAT Jens Appelt #4)
00:14 Pass von Quarterback Rohat Dagdelen #12 auf Wide Receiver Luca Dierks #83 (PAT Jens Appelt #4)
2. Quarter:
-
3. Quarter:
00:21 Pass von Quarterback Rohat Dagdelen #12 auf Wide Receiver Lesar Duran #3 (PAT Jens Appelt #4)
00:28 Pass von Quarterback Rohat Dagdelen #12 auf Wide Receiver Harlan Kwofi #11 (PAT Jens Appelt #4)
4. Quarter:
00:34 Pass von Quarterback Rohat Dagdelen #12 auf Wide Receiver Torben Schumann #87 (PAT von Jens Appelt #4 nicht gut - geblockt)
Bildergalerie - © Nick Jungnitsch - 49 Bilder:
Bildergalerie - © Oliver Jungnitsch - 66 Bilder:
Oliver Jungnitsch für NRW Football
American Football: 1500 Zuschauer sehen eine 38:0-Gala der Minden Wolves gegen die Rheine Raptors. Drei Weiß-Touchdowns
Doppelpack! O-Liner Alexander Gonschor verpasst Offense-Coordinator Danny Wilkening und Defense-Coordinator Eric Wichmann die obligatorische Meister-Dusche. Im Hintergrund ergeht es Headcoach Phil Gamble nicht anders. Foto: DJK Dom Minden
Der Jubel hallt durchs Mindener Weserstadion. Auf dem Rasen, aber auch auf der Tribüne. Zuschauer rennen nach dem Schlusspfiff sofort in Richtung Spielfeldbegrenzung, um teilzuhaben am Rausch der überschwänglichen Freude. Abklatschen mit den siegestrunkenen Helden, die die soeben eingefahrene Meisterschaft in der American Football-Landesliga Ost mit Jubelgesängen, Tänzen und Schlachtrufen zelebrieren und Head Coach Phil Gamble sowie Koordinatoren Eric Wichmann und Danny Wilkening die bei diesen Anlässen übliche kräftige Dusche aus der Wassertonne verpassen. 1.500 Zuschauer erleben eine zweieinhalbstündige Gala der Minden Wolves in der DJK Dom Minden gegen den Tabellenweiten Rheine Raptors, an deren Ende sie durch einen 38:0 (3:0, 14:0, 7:0, 14:0)-Sieg vorzeitig den Titel einfahren.
Schon zwei Stunden vor dem Kick-Off des letzten Saisonauftritts der Wölfe vor eigenem Publikum füllt sich die Arena schnell. Und selbst als die Partie schon läuft, strömen immer noch Menschen in die altehrwürdige Mindener Sportstätte. „Eine Kulisse wie gemalt“, freut sich Sportdirektor Volker Krusche. „Das zeigt, dass unsere Sportart von Fans und Newcomern sehr gut angenommen wird.“ Wird sie definitiv, denn mehr als 4.000 Zuschauer in den drei Heimspielen – wann hat es so etwas im Weserstadion schon mal gegeben? Das Wolfsrudel sorgt aber auch für echte Gameday-Stimmung mit zahlreichen Angeboten rund um das Spiel.
Neben der großartigen Resonanz ist es die besondere Brisanz am vorletzten Spieltag, die heraussticht. Denn schon ein im Football eher seltenes Unentschieden würde den Minden Wolves die Meisterschaft sichern. Angesichts des 27:7 im Hinspiel in Rheine können die Vorzeichen mit den eigenen Fans im Rücken also kaum besser sein. Und Spieler, Trainer und Verantwortliche wollen der Torte am Samstag auch die dekorative Kirsche hinzufügen. Trotz aller Vorsicht bei solchen Endspielen ist der Heimsieg fest im Visier.
Entsprechend mahnend sind auch die Worte, die die Coaches beim Abschlusstraining an die Spieler richten. Die Worte sind angekommen, denn die Akteure strotzen gegen die Raptors nur so vor Selbstvertrauen, wirken aber auch äußerst konzentriert. Immerhin gilt es neben acht Ausfällen, darunter allein sechs verletzungsbedingt, diesmal auch auf den Headcoach als spielenden Leistungsträger zu verzichten. Phil Gamble war bei der Partie in Herne vor einer Woche unglücklich umgeknickt und muss passen. Sorgen machen ihm seine Schützlinge allerdings keine. Gleich der erste Drive der Gäste wird von der hellwachen Defense, angeführt von einem starken Pascal Dieth, zunichte gemacht. Und der erste eigene Angriff bringt zwar noch keinen Touchdown, dafür aber ein Fieldgoal, für das der Espelkamper Tobias Pauls verantwortlich zeichnet – 3:0 für die Wolves.
Im zweiten Viertel kommt Rheine einmal gefährlich vor die Mindener Endzone. Doch die Defense hält, zwingt den Gast zu einem Fieldgoal-Versuch, den der aus guter Position allerdings durch einen zu kurzen Kick vergibt. Besser macht es anschließend Wolves-Quarterback Lars-Erik Brase, der erkennt, dass die Raptors ihm viel Platz lassen und der nach gutem Lauf energisch über die Goalline fliegt. Da Tobi Pauls auch den zweiten Extrapunkt verwandelt, führen die Wolves im zweiten Viertel mit 10:0. Doch damit nicht genug, denn nun beginnt die Zeit des Lars Tjorven Weiß. Einen Brase-Pass befördert der pfeilschnelle Receiver in die Endzone. Pauls erhöht per Extrapunkt auf 17:0 zur Halbzeit.
Der Weg zur Meisterschaft ist geebnet, dennoch erst zur Hälfte absolviert. Für Klarheit zeichnet Jandrik Schlumbohm direkt nach Wiederbeginn verantwortlich, als der Runningback der Wölfe mit einem Kick-Off-Return für neuen Jubel bei den Fans und Entspannung im Team sorgt. Sein Lauf beschert den Hausherren das 23:0, dem Pauls das 24:0 folgen lässt. Da die Defense in der Folge den Rheinern mehr und mehr den Schneid abkauft, brennt nun nichts mehr an.
Das letzte Viertel wird dann zum Jubellauf der Minden Wolves in der DJK Dom Minden, insbesondere von Lars Weiß. Zweimal läuft der 22-Jährige in die Endzone, bringt es damit auf drei Touchdowns in diesem Spiel. Hinzu kommen noch zwei Extrapunkte von Punter und Kicker Tobias Pauls, wodurch es am Ende 38:0 für die Wölfe steht.
Was folgt, ist eine große Party in schwarz und blau. Erst auf dem Feld, dann mit den Fans und später noch teamintern, von wo es für manches Feierbiest noch weitergeht. „Die Meisterschaft gleich im ersten Jahr in einer Liga höher als ursprünglich vorgesehen. Unglaublich“, kann es Phil Gamble kaum fassen. Und Sportdirektor Volker Krusche ergänzt: „Egal ob die Zuschauerresonanz oder das sportliche Abschneiden – wir fühlen uns wie in einem Traum, aus dem man nicht aufwacht.“ Seine Anerkennung gilt Spielern und Trainern, sein Dank den unzähligen Fans, die dem Team den Rücken gestärkt haben. „Gemeinsam lassen wir hier etwas ganz Tolles entstehen!“
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Volker Krusche - Minden Wolves
Der AFC Remscheid Amboss hat das abschließende Spiel der Oberliga NRW mit 10:30 (3:7, 7:14, 0:7, 0:2) bei den Münster Blackhawks verloren. Die Eindrücke, die die Mannschaft von Head Coach Carsten Weber dabei aus dem Münsterland mit nach Remscheid gebracht hat, könnten unterschiedlicher nicht sein.
Der AFC Remscheid Amboss hat das abschließende Spiel der Oberliga NRW mit 10:30 (3:7, 7:14, 0:7, 0:2) bei den Münster Blackhawks verloren (Foto: CEPD Sports)
“Unsere Gedanken sind zuallererst bei Oskar Meyer, der nach einer unglücklichen Aktion ins Krankenhaus eingeliefert werden musste”, sagte Weber nach dem Spiel. Am Samstagabend hatte Amboss-Präsident Christian Müller aber bereits gute Nachrichten. “Die Ärzte haben Entwarnung gegeben, wir können Oskar mit nach Remscheid nehmen”, so Müller. Meyer war im dritten Viertel bei einem Punt des Amboss mit einem Münsteraner zusammengerauscht und benommen liegengeblieben. Das Spiel musste bis zum Eintreffen eines Rettungswagens für eine halbe Stunde unterbrochen werden.
Zu diesem Zeitpunkt war der Amboss bereits mit 10:28 ins Hintertreffen geraten. Unglücklich, wenn man den Verlauf der ersten beiden Viertel betrachtet. Kicker Nick Zimmermann hatte den Amboss zunächst mit einem Fieldgoal aus 53 Yards (!!!) in Führung gebracht. “Im Training haut er die Dinger aus 40 Yards alle rein”, kommentierte der mit einer Schulterverletzung ausgefallene Jan-Niklas Köhler am Spielfeldrand. Zwar schlugen die Blackhawks zum Ende des ersten Viertels mit einem Touchdown samt PAT zurück, doch das zweite Viertel wurde dann vom Amboss über weite Strecken dominiert. Quarterback Tom Schröder führte seine Offense souverän über das Feld, Wide Receiver Michael Schönen vollendete und Zimmermann holte die 10:7-Führung für den Amboss zurück.
Dass der Amboss trotz einer guten Leistung bis dahin nicht mit einer Führung in die Pause ging, war einer unglücklich verlaufenden Schlussphase er ersten Halbzeit zuzuschreiben. Eine Minute vor Ende der ersten Halbzeit ging der mit zwei US-Amerikanern verstärkte Tabellenführer dank eines tiefen Passes wieder in Führung. Doch es kam noch schlimmer: Quarterback Schröder verletzte sich kurz darauf bei einem Tackling am Rücken, Backup Tobias Picard fumbelte den Ball bei seinem ersten Snap und Münster kam so tief in der Amboss-Hälfte und Sekunden vor der Pause nochmals an den Ball. Ein weiterer Pass und ein PAT später führten die Blackhawks dann plötzlich mit 21:10 und hatten den Spielverlauf auf den Kopf gestellt.
Als der Amboss dann eingangs des dritten Viertels einen weiteren Touchdown durch einen langen Lauf hinnehmen musste, war für die Vorentscheidung gesorgt. “Es gibt so Spiele, bei denen wenige Big Plays den Spielverlauf kippen lassen. Heute war es leider so”, sagte Weber. Doch die Geschehnisse sollten damit noch nicht enden. Zunächst verletzte sich Picard bei einem Sack an der Schulter, so dass Linebacker Marwin Miotke als dritter Quarterback übernehmen musste, kurz darauf kam es dann zu Meyers Verletzung. Doch einen weiteren unschönen Höhepunkt hatte der Gastgeber noch für den Amboss parat.
Wenige Minuten vor dem Ende des Spiels gelang den Blackhawks noch ein Safety, der zum späteren 30:10-Endstand führte. Quarterback Miotke war in der eigenen Endzone gesackt worden und wurde dann aus einer Gruppe von Zuschauern, die dem Gastgeber zuzuschreiben war und sich direkt hinter der Endzone aufhielt, heraus mit einem Bierbecher beworfen. Dass Weber die hochkochenden Emotionen an der eigenen Sideline im Zaun halten konnte und der Amboss somit seine guten Vorsätze im Vergleich zum Auftritt von 2019 einhielt, kann in Anbetracht der Situation, in der der Münsteraner Stadionsprecher über den gesamten Spielverlauf sein Übriges tat, um die Stimmung aufzumischen, gar nicht hoch genug bewertet werden.
Für den Amboss, für den Defensive Tackle Mike Jesinghaus ein Sack gelang und für den Zimmermann als Cornerback die insgesamt elfte Interception der Spielzeit fing, ist die Saison somit auf Platz fünf beendet. Mit 6:6 Punkten endete die Saison punktgleich mit den Münster Mammuts und Wuppertal Greyhounds. Aufgrund der direkten Duelle, in denen der Amboss die schlechteste Scoring-Differenz aufweist, reiht sich der Amboss hinter den Mammuts und Greyhounds ein. Die Blackhawks spielen in einer Woche gegen die Cologne Crocodiles Prospect in einem Nachholspiel und direkten Duell um die Meisterschaft der Oberliga NRW.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Markus Schulz - AFC Remscheid Amboss e.V.
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