Seniors
Die Kachtenhausen White Hawks haben sich in einer aufregenden Partie gegen die Zweitplatzierten, die Lippstadt Eagles, vor heimischem Publikum vorzeitig den Meistertitel in der Verbandsliga Ost – NRW gesichert. Am vergangenen Sonntag versammelten sich rund 700 Zuschauer im Homefield der Kachtenhausen White Hawks. Neben spannendem Football bot das Event eine Vielzahl kulinarischer Highlights, darunter Cocktails, Hamburger und Waffeln.
Kachtenhausen White Hawks sind Meister in der Verbandsliga Ost - Foto: Leon Stock
Zum letzten Heimspiel der Saison 2023 riefen die White Hawks zu einer Spendenaktion zugunsten der Deutschen Kinderkrebsstiftung auf. Das Maskottchen Hawkins bat dabei jeden Zuschauer um eine Spende, und bereits vor Spielbeginn spendeten auch die Spieler großzügig. Die offizielle Übergabe der Spenden an die beiden Radfahrer Oliver Wiehmeier & Sebastian Lutz, deren Aktion wir gerne unterstützen, erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.
Das Spiel gegen die Lippstadt Eagles sollte das längste Spiel der Saison werden und war nicht nur von Verletzungen auf beiden Seiten geprägt, sondern es wurden auch viele Strafen ausgesprochen. Am Ende standen 130 Yards Strafen auf Seiten der White Hawks und 105 Yards auf Seiten der Eagles. Dieser Raumverlust hätte ebenso gut in erzielte Touchdowns umgemünzt werden können, doch an diesem Tag waren Touchdowns rar gesät.
Die White Hawks starteten mit einem Kick-Off-Return in Ballbesitz, erzielten jedoch trotz erzielter Raumgewinne keine Punkte, ebenso wie die Offense der Lippstadt Eagles unter der Führung von Quarterback Troy Jackson. Das Spiel verlief hin und her, bis die Gäste schließlich ihren ersten Touchdown erzielten. Ihr Versuch einer 2-Point-Conversion scheiterte jedoch.
Im Anschluss gelang Waheed Bhikh beim Kick-Off-Return durch einen beeindruckenden Lauf der Ausgleich zum 06:06, doch das anschließende Fieldgoal (PAT) ging leider daneben. Der Halbzeitstand lautete 06:06.
Im dritten Viertel des Spiels ging es erneut hin und her. Beide Defensivreihen konnten die Angriffe rechtzeitig stoppen, aber die White Hawks machten sich das Leben schwer, indem sie den Ball mehrmals verloren, was den Gegner dazu brachte, ihn zu erobern. Bis zur Mitte des vierten Viertels vergingen einige Zeit, bevor erneut Punkte erzielt wurden. Waheed Bhikh konnte einen Kurzpass von Quarterback Bastian Schulze fangen und zum Touchdown laufen. Das anschließende Fieldgoal (PAT) von Christoph Schmidt erhöhte den Spielstand auf 13:06.
Bis zum Ende des Spiels blieb es äußerst spannend, wobei beide Teams erneut das Angriffsrecht erhielten und alle Timeouts aus taktischen Gründen aufgebraucht wurden. Das Spiel endete schließlich mit 13:06 für die Kachtenhausen White Hawks in einer Partie, die durchaus in die Verlängerung hätte gehen können.
Am 01.10.2023 reisen die White Hawks zu ihrem Spiel gegen die Rheine Raptors. Mit einem Auswärtssieg können sie die sogenannte "Perfect Season" sichern. Der Kick-Off ist für 15.00 Uhr im Jahnstadion in Rheine angesetzt.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: André Bauch - Kachtenhausen White Hawks (redaktionell geändert)
Minden unterstützt gegen die Dortmund Giant den Kampf gegen den Brustkrebs - Die Vizemeisterschaft ist eingefahren – jetzt wollen die Minden Wolves gemeinsam mit ihren Fans einen Saisonabschluss nach Maß feiern.
Kampf gegen den Brustkrebs - Foto: Minden Wolves
Wenn am Samstag (Kickoff 15 Uhr) die Dortmund Giants zum letzten Meisterschaftsspiel der Saison ins Weserstadion auflaufen, dann will das Wolfsrudel gleich zwei Erfolge feiern: zum einen mit einem Sieg die sportliche Bilanz der Spielzeit 2023 auf 20:4 Punkte ausbauen, zum anderen aber die BKK Melitta hmr „hautnah“ dabei unterstützen, gemeinsam den Kampf gegen den Brustkrebs auszufechten. Aus diesem Grund werden die Wölfe passend zur Aktion „Pink Ribbon“ in pinken Jerseys spielen.
Der American Football setzt sich seit langer Zeit dafür ein, auf diese Krankheit aufmerksam zu machen. Erst als Crusal Catch in der NFL in den USA, seit wenigen Jahren auch hier in Deutschland. Wolves-Sportdirektor Volker Krusche: „Es lag daher nahe, dass wir das ebenfalls unterstützen und auf die bestehenden Gefahren und mögliche Präventivmaßnahmen aufmerksam machen. Unser heutiges Spiel ist die Auftaktveranstaltung für die Aktionen im Oktober, der allgemein für den Kampf gegen Brustkrebs steht.“ Schon im vergangenen Jahr zierten pinke Schleifen, Bänder, Handschuhe, Strümpfe und vieles mehr die Ausrüstungen der Mindener Spieler. „Diesmal wird es angesichts der Kooperation mit der BKK Melitta hmr nur noch sehr viel organisierter sein.“
Daher hat das Wolfsrudel auch einen ganz besonderen Wunsch, den sie in Richtung Dortmund schickten: „Ihr könnt Euch gern an der Aktion beteiligen!“
Sportlich wird es der Tag des Abschiednehmens sein, denn gleich vier Spieler kehren in ihre Heimatländer zurück: Willie Fedd jr. und Kolby Crittenden in die USA, Jonathan Mbanefo zum Studium nach England sowie Conor Tait nach Spanien. „Wir bedanken uns bei diesem Quartett, dass es sich für die Minden Wolves entschieden und uns sportlich nach vorn gebracht hat“, sagt Phil Gamble. „Vielleicht sieht man sich im nächsten Jahr ja wieder…“
Der Headcoach hofft darauf, dass seine Mannschaft gegen Dortmund noch einmal ein Feuerwerk für die Fans abbrennt. „Die Giants haben nach schwieriger Anfangsphase der Saison inzwischen die Kurve bekommen und einige Siege eingefahren, die sie ins Mittelfeld der Tabelle haben vorstoßen lassen. Sie haben hier nichts zu verlieren und werden uns sicherlich alles abverlangen wollen“, ist Gamble überzeugt. „Aber wir wollen mit aller Macht den zehnten Sieg im zwölften Saisonspiel einfahren. Nichts anderes zählt für uns!“
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Volker Krusche - Minden Wolves
MG Wolfpack bezwingt Aachen mit Rumpfkader 30:14 und beschließt Oberliga-Saison als Tabellendritter - Mönchengladbachs American Footballer beendeten am Samstagnachmittag die diesjährige Oberliga-Saison mit einem 30:14-Erfolg bei den Aachen Vampires.
Arbeitssieg trotz Hindernissen im letzten Saisonspiel - Foto: Mike Hohnen
Mit 27 Ausfällen in den eigenen Reihen, allein 16 krankheitsbedingte Absagen erreichten Headcoach Phil Scales teils bis kurz vor Abfahrt am Samstagvormittag, geriet die Partie für das Team des MG Wolfpack zu einem frustrierenden Saisonabschluss, an dessen Ende aber wenigstens die Punkte im Gepäck der Vitusstädter blieben.
Als solider Tabellendritte beenden die Seniors des Rudels, die als Aufsteiger eine starke Saison gespielt haben, damit ihre diesjährige Spielzeit in Deutschlands vierthöchster Spielklasse, der NRW Oberliga.
Von Beginn an hatte das letzte Auswärtsspiel des Wolfpack am Samstag bereits unter schlechten Vorzeichen gestanden. Nach wetterbedingtem Trainingsausfall in der Woche und erneut einer ganzen Reihe von urlaubs-, verletzungs- und arbeitsbedingten Absagen hatte das Trainerteam um P. Scales für die Partie gegen Aachen bereits im Vorfeld viele Anpassungen vornehmen müssen. Dann jedoch konnten kurz vor Spielbeginn alle Pläne wieder über den Haufen geworfen werden, denn den Mönchengladbacher Cheftrainer erreichte ein Anruf nach dem anderen mit weiteren Absagen von erkrankten Spielern.
Ohne Kicker und Punter, mit zwei von zehn Wide Recievern und vielen anderen Ausfällen blieb den restlichen Mönchengladbachern Spielern nichts anderes übrig, als überwiegend positionsfremd aufzulaufen. „Iron-Man-Football“, wie Scales das kurz vor Anpfiff gegenüber den mitgereisten Fans frustriert betitelte.
Entsprechend unansehnlich entwickelte sich zunächst dann auch das von vielen Fehlern geprägte Spiel beider Teams im ersten und zweiten Quarter. Punktemäßig blieben die Gastgeber bis zur Halbzeitpause auf Augenhöhe; für weitere Frustration an der Sideline der Mönchengladbacher sorgten dann jedoch die Schiedsrichter. Mit einigen, nicht nur aus Sicht des Wolfpack sehr merkwürdigen Entscheidungen erhöhten sie die Verwirrung und den Frust vor allem der Gäste, für die das Match in Halbzeit Nummer eins damit endgültig zu einer ganz besonderen Herausforderung geworden war.
Nach einer kurzen, eher ungewöhnlichen Aussprache zwischen Trainern und Schiedsrichtern in der Halbzeitpause kehrten die Teams dann etwas motivierter und auch spielstärker auf den Platz zurück. Nach der eher zähen ersten Halbzeit arbeiteten Verteidigung und Angriff des Wolfpack im dritten und vierten Quarter jetzt erfolgreicher zusammen, bekamen die Abstimmungsprobleme und letztlich den Gegner besser in den Griff. Was am Ende zu einem 30:14 Erfolg führte; ein Ergebnis, das unter diesen Umständen auch hätte anders ausfallen können. Die Punkte für Mönchengladbach besorgten S. Brosi, Taylor und J. Brunenberg durch TD, die PATs verwandelten O. Dickens und D. Nana.
Trainer Scales hielt sich nach Abpfiff auch nicht lange mit Worten zum Tagesgeschehen auf: „Ich bin dieses Jahr unglaublich stolz auf alle meine Spieler, Trainer und Staff. Wir haben gemeinsam Höhen und Tiefen durchgemacht. Erfolgreich. Die Wolfpack-Familie hat in guten und schweren Zeiten bewiesen, dass sie zusammenhält.“
Die Saisonziele sieht der Headcoach erreicht: „Als Aufsteiger haben wir uns in dieser Oberliga weit mehr als etabliert und alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Ich danke allen unseren Fans, die uns zu Hause und auswärts unterstützt haben, allen Partner, Sponsoren und allen großartigen Mitgliedern des Vereins, die diese Saison möglich gemacht haben.“
Das Team des MG Wolfpack geht jetzt in eine kurze Pause, bevor dann Anfang November bereits das Training wieder starten und die Vorbereitungen auf die neue Saison beginnen werden.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Volker Boos - American Sports Mönchengladbach e.V.
In einem Spiel, welches nicht für schwache Nerven, aber eine Werbung für den American Football in Deutschland war, gewinnen die New Yorker Lions nach zweifacher Verlängerung gegen die Allgäu Comets, mit 34:36 (7:0; 0:7; 7:14; 7:0; 13:15) und ziehen damit in das Play-Off Halbfinale der Erima-GFL Saison 2023 ein.
DE 9 OJ Thompson war der Dreh und Angelpunkt der Defense der Lions - Foto: Fabian Uebe
Bereits im Vorfeld des Spiels, gab es für beide Teams Hiobsbotschaften zu verkraften. So mussten die Allgäu Comets auf ihren Spielmacher Javarian Smith verzichten, der aus familiären Gründen kurzfristig in die Heimat zurückkehrte. Bei den Lions fehlten nach wie vor die drei Leistungsträger Matthew Soldner, Luc Meacham und D’wayne Obi. Das Spiel begann mit dem Kick-Off der New Yorker Lions durch Luca Jeckstadt und dem ersten Angriffsdrive der Gastgeber, unter der Regie ihres neuen Spielmachers Terrence Shambry.
Nach einem schnellen First Down durch einen 15 Yard Lauf von Terrence Shambry, bis an die 41 Yard Linie der Comets, war es die Defense der Lions, welche den ersten Vorwärtsdrang der Hausherren stoppte. U.a. steuerte OJ Thompson seinen ersten von insgesamt drei Quarterbacks des Spiels bei. Den folgenden Punt der Allgäuer konnte Braunschweigs Nigel Lawrence nicht kontrollieren und den freien Ball sicherten sich die Gastgeber an der 31 Yard Linie, tief in der Spielfeldhälfte der Löwen.
Einen Spielzug später bediente Terrence Shambry seinen Ballfänger Ahsan Moore zum 7:0 (PAT M. Schade) und der ersten Führung für die Comets in der Endzone der Löwen. Was folgte, war ein, bis tief in das zweite Spielviertel hinein, hin und her der Angriffsrechte beider Teams. Bestimmt wurde die Partie zu diesem Zeitpunkt durch die beiden Verteidigungsreihen, welche den jeweiligen gegnerischen Offensive Abteilungen keinen Raum gaben. Auf Seiten der Verteidigung der Lions konnte zum einen die Defense Line um OJ Thompson, Eryk Paszkiewicz , Alan Steinohrt und Patrick Finke
immer wieder für Druck sorgen und so den Quarterback der Hausherren zu zum Teil überhasteter Aktion zwingen. Anderseits hatte die Passverteidigung der Braunschweiger mit Benjamin Krahl, Nigel Lawrence, Maximilian Wessel und Corvin Hennig, das gefährliche Receiver Corps der Comets gut unter Kontrolle. Für die Kontrolle des Laufspiels sorgte die Linebackercrew um David Müller, die den Runningbacks der Hausherren und Spielmacher Terrence Shambry selbst, nicht viel Raum gaben.
Der Angriff der New Yorker Lions fand vorerst nicht die Mittel und Wege, sich gegen die von Niall Padden gut eingestellte Verteidigung der Allgäu Comets durchzusetzen. Erst kurz vor der Halbzeitpause gelang es dem Angriff der Löwen um Quarterback Karé Lyles erstmalig, sich Yard um Yard immer weiter der Endzone der Comets zu nähern.
Mit Pässen auf Niklas Römer, Tammo Vroom und dem an diesem Tag besten Ballfänger der Löwen nach Yards, Loan Kuci, kam man bis an die fünf Yard Linie der Allgäuer voran. Den Ausgleich zum 7:7 (PAT L. Jeckstadt) erzielte Anton Jallai, nach Pass von Karé Lyles. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Halbzeitpause.
Den besseren Start ins Spiel und die richtigen Anpassungen in der Pause, hatten zu Beginn des dritten Spielviertels die New Yorker Lions gemacht. Nachdem Kick-Off der Comets, startete die Offense der Löwen ihren ersten Angriffsdrive der zweiten Spielfeldhälfte an der eigenen 12 Yard Linie. Mit Läufen von Finn Oppermann, der erneut D’wayne Obi als Runningback vertrat und Pässen von Karé Lyles auf Alan Steinohrt, welcher nicht nur in der Defense, sondern auch als Tight End im Angriff eingesetzt wurde,
ging es für die Braunschweiger Richtung Endzone der Allgäuer. Zusätzlich sorgten Strafen gegen die Gastgeber für Raumgewinn. Für den erfolgreichen Abschluss der Angriffsserie war Loan Kuci zuständig, der nach einem kurzen Pass von Karé Lyles über 30 Yards, den Touchdown zum 7:14 (PAT L. Jeckstadt) erzielte. Es folgte ein schnelles „three and out“ der Braunschweiger Defense gegen den Angriff der Comets, aber auch ein weniger erfolgreicher Angriffsversuch der Löwen, welcher in einem Punt von Javier Sanz endete.
Dieser berührte, aus Sicht der Allgäu Comets unglücklich, einen ihrer Spieler, worauf Braunschweigs Justin Heller geistesgegenwärtig den Ball für sein Team sichern konnte. Ein Lauf von Karé Lyles und ein 25 Yard Pass auf Loan Kuci, bereiteten die nächsten Punkte für die Lions vor. Das 7:21 (PAT L. Jeckstadt) erzielte Anton Jallai nach sieben Yard Pass von Karé Lyles. Doch trotz der zwei Touchdown-Führung der Lions, ließen sich die Hausherren nicht beeindrucken und antworteten umgehend.
Nachdem Kick-Off Return von Allgäus Benjamin Perauer bis an die 36 Yard Linie, bediente Quarterback Terrence Shambry erst Ahsan Morre mit einem schönen Pass über 49 Yards bis an die 16 Yard Linie der Lions, gefolgt von einem weiteren Pass auf Nathanael Stewart, der auf 14:21 (PAT M. Schade) verkürzen konnte. Mit diesem Spielstand ging es ins vierte und eigentlich letzte Spielviertel. Zunächst waren es wieder beide Verteidigungsreihen, welche das Spiel kontrollierten.
So läutete eine Aktion der Comets Defense schließlich auch den Ausgleich der Partie ein. Bei einem Lauf von Finn Oppermann auf Höhe der eigenen 35 Yard Linie, verlor dieser bei einem harten Tackle den Ball, welcher von den Kemptenern tief in der Braunschweiger Hälfte gesichert werden konnte. Kurze Zeit später war es Allgäus Wide Receiver Marcel Schade, der sträflich allein gelassen, nach einem 12 Yard Pass von Terrence Shambry, den Ausgleich zum 21:21 (PAT M. Schade) herstellte.
Der folgende Angriffsdrive der Lions wurde überschattet von einer schweren Beinverletzung des polnischen Offense Line Spieler der New Yorker Lions, Jakub Berezowski, dem ein Notarzteinsatz und eine ca. 30-minütige Spielunterbrechung folgte. Nach der Unterbrechung lief bei den Braunschweigern vorübergehend nicht viel zusammen, aber es war erneut die Verteidigung der Löwenstädter, welche wieder ins Spiel fand und ihrem Team die Möglichkeit gab, während der regulären Spielzeit das Spiel zu entscheiden.
OJ Thompson blockte einen Punt der Kemptener kurz vor Schluss und Eryk Paszkiewicz sicherte seinen Farben kurz vor der Endzone der Allgäu Comets den Ball. Leider geriet bei auslaufender Uhr der 38 Yard Fieldgoalversuch durch Luca Jeckstadt zu kurz und es hieß im Kemptener Illerstadion – Overtime – in der aus Sicht der Löwen, Niklas Römer zum Matchwinner werden sollte.
Die Regeln in der Verlängerung sehen vor, dass initial jedes Team einen Angriffsversuch von der 25 Yard Linie bekommt. Ab der 2. Verlängerung ist es dann notwendig, nach einem Touchdown eine Two-Point-Conversion zu spielen, um eine Entscheidung zu erzielen. Die Allgäu Comets gewannen den Coin-Toss und entschieden sich zuerst für das Angriffsrecht. Einem Pass von Terrence Shambry auf Benjamin Perauer, folgte ein Lauf von Keito Noguchi bis an die sechs Yard Linie der Lions. Nach zwei Strafen gegen die Verteidigung der Braunschweiger, sorgte schließlich Terrence Shambry selbst mit einem Lauf über zwei Yards, für das 28:21 (PAT M. Schade).
Die New Yorker Lions antworteten ihrerseits umgehend. Gleich im ersten Spielzug fand Karé Lyles Niklas Römer mit einem 25 Yard Pass zum 28:28 (PAT L. Jeckstadt) in der Endzone der Gastgeber. Somit ging es in die zweite und vorgegriffen, finale Verlängerung. Erneut legten die Allgäu Comets vor. Terrence Shambry benötigte mit seiner Offense nur zwei Spielzüge, um erneut durch Nathanael Stewart zu scoren und den Spielstand auf 34:28 zu erhöhen. Entscheidend für das Spiel war, das die Braunschweiger Verteidigung den Versuch der folgenden Zwei-Punkte-Erhöhung verhindern konnte.
Mit diesem kleinen Vorteil im Rücken, betrat der Angriff der New Yorker Lions das Feld. Loan Kuci brachte mit einem 21 Yard Passfang sein Team bis dicht an die Endzone der Hausherren voran. Niklas Römer sorgte mit einem weiteren Catch, nach Pass von Karé Lyles, für den 34:34 Ausgleich.
Mit einer erfolgreichen folgenden Two-Point Conversion würde das Spiel entschieden sein und die New Yorker Lions ständen erstmal nach 2019 wieder in einem Play-Off Halbfinale. Diese Verantwortung übernahm nochmals die Kombination Karé Lyles, Niklas Römer, die zum dritten Mal in der Verlängerung scoren sollte und mit dem 34:36 Endstand die Teamzone und die Fans der Braunschweiger jubeln ließ.
Damit spielen die New Yorker Lions am kommenden Wochenende entweder gegen die Ingolstadt Dukes oder die Potsdam Royals, um den Einzug in den German Bowl am 14. Oktober 2023 in Essen. Ein großes DANKESCHÖN geht an die Allgäu Comets für die Unterstützung im Rahmen der schweren Verletzung von Jakub Bereszowski, welche den großen Zusammenhalt in der Erima GFL und den Ausspruch „Football Family“ nochmals unter Beweis stellt.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Holger Fricke - New Yorker Lions
Am vergangenen Samstag haben die Bochum Rebels auch ihr fünftes und letztes Heimspiel in dieser Saison gewonnen. Am Ende stand ein 28:21 gegen die Euskirchen Lions auf dem Scoreboard. Damit sind die Bochumer mindestens Zweiter in der Landesliga und sollten in die Verbandsliga aufsteigen.
Nur ein Shoestring Tackle von Defensive Back Hans Gebauer #24 sicherte den Rebels den Sieg - Foto: Oliver Jungnitsch
Das Spiel begann um 17:00 Uhr auf dem Sportplatz Zum Schultenhof in der Landesliga. Es waren 350 Zuschauer anwesend, darunter viele vom Gastverein und auch Spieler von den Oberhausen Tornados. Bei den Gästen gab es Verstärkungen aus der ELF, darunter Offensive Coordinator Alexander Frisch, der bei den Cologne Centurions als Quarterback spielt, und Jan Harms, der im Kader der Centurions auch als Defensive Tackle spielt. Für beide Mannschaften war es das letzte Spiel in dieser Saison.
Die Gäste gewannen den Münzwurf und entschieden sich, den Ball in Empfang zu nehmen. Bochum versuchte zu Beginn ein Onside-Kick, der jedoch misslang, und so starteten die Lions in der Hälfte der Bochumer ihren ersten Drive. Lions Running Back David Aigner #20 lief viele Male den Ball, nicht nur zu Beginn des Spiels. Schließlich erzielten die Gäste ihren ersten Touchdown durch einen Pass von Euskirchen Quarterback Michael Zimmer auf Wide Receiver Julian Behrend #12 (0:6). Der PAT von Andreas Niessen #4 war erfolgreich, und es stand 0:7.
Bochum versuchte im ersten Drive, einen vierten Versuch auszuspielen, schaffte es jedoch nicht, die benötigten 10 Yards zu erreichen: So gab es einen Turnover on Downs. Auch Euskirchen spielte im Anschluss einen vierten Versuch aus und war erfolgreich. Der zweite Touchdown wurde erneut von Wide Receiver Julian Behrend nach einem Pass von Michael Zimmer erzielt (0:13) (PAT Niessen – 0:14).
Die Rebels hatten Glück im Unglück im nächsten Drive, als Running Back David Rickert #33 den Ball verlor, aber Offensive Lineman Pascal Hölzner ihn sichern konnte. Dennoch endete auch dieser Drive ohne Punkte für die Hausherren. Das Angriffsrecht wechselte zunächst mehrfach, bevor Rebels Linebacker Michel Kreska #55 einen Pass von Zimmer abfangen und damit in die Endzone der Gäste zum Pick Six laufen konnte. Der PAT von Dominik Falk #40 war erfolgreich (7:14).
Vor der Pause glichen die Bochumer aus, als Quarterback Dominik Schaumburg #12 einen Pass auf Wide Receiver Niklas Deutscher #1 warf (PAT Falk) und es stand 14:14.
Nach der Pause gingen die Hausherren in Führung, als ein Pass auf Felix Lehmann einen Touchdown erzielte und es stand 20:14 (PAT Falk 21:14). Im letzten Quarter erhöhten die Rebels nach einem Pass in die Endzone auf Niklas Deutscher auf 28:14 (PAT Falk). Am Ende wurde es noch einmal richtig spannend, da Bochum den Ball durch einen Fumble verlor und die Lions in der Mitte des Feldes einen erneuten Drive starten konnten. Nach einem weiten Pass auf Fynn Handschke gelang es den Euskirchen Lions, bis zur 25 Yardline der Rebels vorzurücken. Nach einem Pass in die Endzone auf Maximilian Schmude verkürzten die Lions auf 28:21 (PAT Niessen gut). Kurz vor dem Spielende kamen die Gäste noch bis zur 8 Yardline der Bochumer, aber im vierten und entscheidenden Versuch für Euskirchen fand Quarterback Zimmer keine Anspielstation und lief in Richtung Endzone. Nur ein Shoestring Tackle von DB Hans Gebauer #24 sicherte den Rebels den Sieg. Kurz danach lief die Uhr aus und die Bochumer, angeführt von Head Coach Jeromin, stürmten den Platz.
Einen Tag nach dem Spiel und nach einer harten Nacht konnte Head Coach Jeromin zu einem Statement veranlasst werden: "So wie es aussieht, steigen zwei Teams auf, und wir sind wohl eines davon. Aber hier liegt die endgültige Entscheidung beim Verband. Meine erste Saison war und ist immer noch grandios, denn wir haben es geschafft, in kurzer Zeit ein geniales und motiviertes Trainerteam zusammenzustellen. Unser Coaching Staff wird weiterwachsen. Für die neue Saison gibt es schon Neuverpflichtungen, die wir der Öffentlichkeit bald vorstellen werden. Mit unserem letzten Saisonspiel haben wir Werbung für den American Football und die Bochum Rebels abgeliefert. Das ist umso erstaunlicher, da es bei den Trainern und im Team viele unterschiedliche Charaktere gibt, die sich jedoch zusammengerauft und gefunden haben. Aber auch unsere Jugend steht gut da und wird sich stetig verbessern. Noch einmal zurück zum Spiel: Ich bin stolz, dass wir den Zuschauern ein so spannendes Spiel bieten konnten. Auch als wir in Rückstand gerieten, hatte ich nie Angst, die Kontrolle über das Spiel zu verlieren und die Aufholjagd hat dies auch bestätigt. Am Ende haben wir es noch einmal spannend gemacht. Dank einer superkrassen Defense-Leistung mit vier Downs vor der eigenen Endzone haben wir den Sieg verteidigt, das war bombastisch!"
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Oliver Jungnitsch für NRW Football
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