Seniors
Trotz widriger Wetterbedingungen und einigen Problemen im Angriff konnten die Seniors des MG Wolfpack ihr erstes Spiel nach der Sommerpause siegreich gestalten. Am Samstagnachmittag behielten Mönchengladbachs American Footballer am Ende deutlich mit 40:6 (0:0/12:6/14:0/14:0) die Oberhand über den Oberliga-Konkurrenten Dortmund Giants.

Sintflutartige Regenschauer und stürmische Böen in Dortmund machten den Rückrundenstart nach der Sommerpause für die Teams von Wolfpack und Giants zu einer großen Herausforderung. Besonders die Mönchengladbacher Offense hatte große Schwierigkeiten ins Spiel zu finden. In den ersten drei Drives konnte von der Vitusstädter Angriffsreihe kein First Down erzielt werden, durch viele Fehler stoppte sich das Team immer wieder selbst.
Glücklicherweise zeigte sich jedoch die Defense der Gladbacher auch am ersten Spieltag nach der Sommerpause gewohnt stark und verhinderte in dieser Phase Schlimmeres, ermöglichte der Offense, ihre Fehler zu korrigieren. Aber auch nach dem ersten Touchdown, einem Run von RB Taylor, kamen die Gäste nicht richtig ins Spiel. Nach einem Fehler der Gladbacher Defense nutzten die Dortmunder ihre Chance zum 6:6 Ausgleich. Aufgrund der Wetterverhältnisse führten beide PATs nicht zu Extrapunkten.
Kurz vor der Halbzeitpause gelang RB Taylor ein sehenswerter 90-Yards-Kickoff-Return-Touch
Nach deutlichen Worten von Mönchengladbachs HC Phil Scales in der Pause kehrten die Spieler des Wolfpack konzentrierter auf das Spielfeld zurück. Die Defense erzwang jetzt Fumbles, Interceptions und Sacks und auch für die Offense des Rudels lief es in der zweiten Halbzeit besser. Drive für Drive ging es über das Spielfeld, endlich wurde aus Gästesicht auch Zählbares erzielt. So gelang zunächst RB Taylor der dritte Touchdown in Folge und dann war es an den beiden Rookies Cedric Engels und Phillip Kleber, ihre ersten Touchdowns für das Wolfpack zu erzielen. Kevin Kim Parpart, der nach langer Verletzungspause erstmals wieder auf dem Spielfeld stand, steuerte dann noch die letzten sechs Punkte aufs Scoreboard. Alle Zusatzpunkte der zweiten Halbzeit wurden sicher von Danny Lange verwandelt, so dass bei Abpfiff der Partie ein deutliches 40:6 für Mönchengladbach auf der Anzeigetafel stand.
Cheftrainer Scales zeigte sich denn auch versöhnt: „Das umstrukturierte Angriffsspiel von Offense Coordinator Jaycon Taylor brauchte ein paar Drives, um in Gang zu kommen. Aber das ist normal bei so einer Umstellung“, erläuterte Scales nach dem Spiel. „Nichts ist sofort perfekt. In der zweiten Halbzeit lief’s ja, sogar trotz des Wetters. Leider haben wir aber auch wieder einige Verletzte zu beklagen, die jetzt erstmal ärztlich untersucht werden müssen.“, bedauerte der Cheftrainer weiter.
Letzteres ist umso bemerkenswerter, da bereits am nächsten Wochenende die vermeintlich größte Herausforderung für das Wolfpack ansteht: mit den Krefeld Ravens kommt am So., 20.8. der bislang ungeschlagene Tabellenführer und Titelaspirant der NRW Oberliga nach Mönchengladbach. Kick-Off zur Partie auf der Sportanlage Odenkirchen-Süd (Kölner Str. 160, 41199 MG) ist 15:00 Uhr.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Volker Boos - American Sports Mönchengladbach e.V.
Die Football-Saison nimmt Fahrt auf und die Blackvenom des TuS Wesseling geben von Beginn an kräftig Gas. Beim Rückrunden-Auftakt ließen sie den Gelsenkirchen Devils keine Chance und feierten einen beeindruckenden Sieg mit einem klaren Endergebnis von 58:08.
TuS Wesseling startet Rückrunde mit eindrucksvollem Sieg über Gelsenkirchen Devils - Foto: Sofia Kunze
Vor den Augen von rund 150 begeisterten Zuschauern zeigten die Footballspieler des TuS Wesseling eine atemberaubende Performance, die den Gästen aus Gelsenkirchen von Anfang an das Leben schwer machte. Bereits im ersten Drive der Gäste zeigte die bärenstarke Defense des TuS Wesseling ihre Stärke und zwang die Gelsenkirchen Devils dazu, sich kurz vor der Endzone von Wesseling vom Ball zu trennen.
Die Offense der Hausherren unter der Leitung von Jeremy Davis präsentierte sich einmal mehr in Topform. Die starke Offensive Line bewies erneut ihre Zuverlässigkeit und ermöglichte einen fehlerfreien Start in die Rückrunde. Perfekt abgestimmte Spielzüge, die während der Sommerferien eigens für diesen Gegner einstudiert wurden, machten es OC Michael Davis möglich, seinen Gameplan bis zum Ende durchzusetzen.
Mit einer beeindruckenden 22:0-Führung gingen die TuS Wesseling Blackvenom in die Halbzeitpause. "So haben wir uns das vorgestellt", resümierte HC Udo Rath zufrieden. Die Verteidigung stand sicher und ließ den Gelsenkirchen Devils keine Möglichkeit, ins Spiel zu finden. Die Offense wiederum war für den Gegner kaum zu kontrollieren und beherrschte das Geschehen in der ersten Halbzeit.
Auch in der zweiten Hälfte ließen die Wesselinger nicht nach. Sie erhöhten noch einmal den Druck und konnten dabei sogar unerfahrene Spieler einsetzen. Die Defense setzte ihre starke Leistung fort und ließ lediglich 8 Punkte der Gäste zu.
"Das war heute eine sehr gute Teamleistung unserer Mannschaft und ein wichtiger Sieg für uns", betonte DC Oliver Tank nach dem Spiel. Die TuS Wesseling Blackvenom haben mit diesem überzeugenden Auftakt zur Rückrunde ihre Ambitionen unterstrichen und sind bereit, weiterhin alles für den Erfolg zu geben. Die Saison verspricht spannend zu werden, und die Fans können sich auf weitere packende Spiele freuen.
Verantwortlich für den Inhalt: Udo Rath - Blackvenom Wesseling (redaktionell geändert)
Mit Glück, aber auch mit viel Geschick, gewinnen die New Yorker Lions ihre Heimpartie gegen die Berlin Adler knapp, aber letztendlich verdient, mit 21:20 (0:7; 7:7; 14:0; 0:6). Auf Grund der kurzfristigen Trennung vom bisherigen Offense Koordinator Kim Kuci zu Beginn der Woche, mussten die Löwen improvisieren.
RB 22 Dwayne Obi scorte 2x - Foto: Fabian Uebe
So fand sich Stammspielmacher Karé Lyles an der Seitenlinie als Interims Offense Koordinator wieder und wurde dabei sowohl von Headcoach Troy Tomlin, als auch von Niklas Römer, Hendrik Scharnbacher und Eric Yuma unterstützt.
Starting Quarterback war erneut Joshua Cartwright. D’wayne Obi durchbrach mit einer erneuten Laufleistung von über 140 Yards im Spiel, als erster Runningback der Erima-GFL Saison 2023, die 1.000 Yard Marke. Auch auf Seiten der Verteidigung gab es eine Neuerung. Passverteidiger und Lions-Veteran Tissi Robinson lief, nachdem Gewinn des German Bowl 2019, erstmalig wieder im Jersey der Braunschweiger auf und zeigte von Beginn an, dass er noch lange nicht zum „alten Eisen“ gehört.
Das Spiel begannen die Gäste, mit ihrer Offense, angeführt von Quarterback Zachary Cavanaugh. Mit Läufen durch ihren brasilianischen Runningback Patrick Guimaraes de Oliveira und Pässen von Cavanaugh auf seine Anspielstationen Maylan Bacher und Moritz Jasperbrinkmann, ging es Yard für Yard für die Berlin Adler Richtung Braunschweiger Endzone. Zwar stoppe Braunschweigs Verteidigung den Vorwärtsdrang der Gäste auf Höhe der 16 Yard Linie, doch eine Strafe für einen zu späten Angriff auf den Quarterback, sorgte für einen weiteren ersten Versuch der Adler.
Die Gäste bedankten sich und Ex-Löwe CJ Okapalobi lief aus neun Yards zum 0:7 (PAT I. Pekkarinen) und der ersten Führung für die Hauptstädter. Der erste Angriffsdrive der Hausherren startete an der eigenen 25 Yard Linie. D’wayne Obi und Joshua Cartwright, mit einem 37 Yard Pass auf seinen schwedischen Ballfänger Anton Jallai, brachten die Löwen bis weit in die Spielfeldhälfte der Berliner. Doch waren es erneut unnötige Strafen und ein Quarterback-Sack durch Berlins Jason Oluwa gegen Joshua Cartwright, warfen die Lions aussichtlos zurück und zwang sie, sich per Punt vom Angriffsrecht trennen.
Aber auch die Berlin Adler bissen sich im folgenden Drive die Zähne an der Braunschweiger Verteidigung aus und so kam der Angriff der Lions kurz vor dem ersten Seitenwechsel kurz vor der Mittellinie, wieder auf das Feld. Luc Meachman mit einem Passfang über 24 Yards und D’wayne Obi mit zwei Läufen über insgesamt 21 Yards, brachten die Hausherren bis an die drei Yard Linie der Gäste voran. Mit dem ersten Spielzug des zweiten Spielviertel war es dann auch der britische Runningback der Löwen, der den Ausgleich zum 7:7 (PAT L. Jeckstadt) erzielte.
Die Berlin Adler ließen sich durch den Ausgleich aber nicht beirren und nutzten ihrerseits umgehend eine Unachtsamkeit, in der sonst so sicheren Verteidigung der Gastgeber, um sich die Führung umgehen zurückzuholen. Zachary Cavanaugh bediente über 67 Yards seinen österreichischen Wide Receiver Maylan Bacher, der ungehindert zum 7:14 (PAT I. Pekkarinen) in die Endzone der Lions einlief.
Dieses sollten für die Berlin Adler vorerst die letzten Punkte sein, den fortan drehte die Verteidigung der New Yorker Lions von Headcoach Troy Tomlin auf und sorgte dafür, dass die Gäste die Führung nicht noch ausbauen konnten. Besonders die Braunschweiger OJ Thompson, Alan Steinohrt, Javier Sanz und Finn Oppermann, setzen den Berliner Spielmacher ständig unter Druck und zwangen ihn zu ungenauen Pässen oder nicht geplanten Aktionen. Aber auch auf Seiten des Angriffs der Löwen lief es nicht deutlich besser und zu allem Überdruss kam in aussichtsreicher Position auch noch ein unnötiger Ballverlust durch Joshua Cartwright hinzu, welchen die Adler-Defense zu ihren Gunsten sichern konnte.
Punkte kamen auf beiden Seiten keine hinzu und so ging es mit dem Spielstand von 7:14 in die Halbzeitpause.
Nach der Pause erhielten die Lions zuerst das Angriffsrecht. Cartwright und D’wayne Obi mit Läufen, als auch Luc Meacham mit einem sehenswerten 31 Yard Passfang, brachten ihr Team bis an die 18 Yard Linie der Adler voran. Doch erneut sprangen, trotz der guten Ausgangssituation, keine Punkte heraus. Der 40 Yard Fieldgoelversuch von L. Jeckstadt ging knapp am Tor vorbei.
Es folgte der, für das Spiel im Nachgang betrachtet, entscheidende Drive. Tief in der eigenen Hälfte zwangen die Braunschweiger den Angriff der Adler erneut zum Punt. Diesen Puntversuch konnte Maximilian Wessel blocken und somit sein Team an der Adler 8 Yard Linie wieder in Ballbesitz bringen. Zwei Spielzüge später verkürzte Joshua Cartwright, mit seinem ersten Score im Lions-Jersey, auf 13:14 (PAT nicht gut). Das Momentan wechselte zu Gunsten der Hausherren und gleich der erste Spielzug des nächsten Drives der Adler, führte zum erneuten Ballbesitz für die Braunschweiger.
Den Passversuch von Zachary Cavanaugh auf seine Anspielstation Kelian Mathis Mouliom erahnte Lions Passverteidiger Nigel Lawrence im Ansatz und fing den Ball, vor dem verdutzten Angreifer ab und schickte somit seinen Angriff erneut auf das Spielfeld. Ein First Down und wenige Spielzüge später, bediente Joshua Cartwright mit einem Screen-Pass D’wayne Obi, welcher über 14 Yards mit seinem zweiten Touchdown, die Löwen mit 21:14 (Two-Point-Conversion D. Obi) in Führung brachte. Auch im folgenden Drive der Gäste, war Braunschweigs Defense auf der Höhe.
Erst war es OJ Thompson, der Berlins Quarterback für einen Raumverlust von 16 Yards zu Boden brachte und kurze Zeit später pflückte Benjamin Krahl, einen weiteren Passversuch des Berliners aus der Luft und sorgte so für den nächsten Turnover. Leider konnten die Gastgeber erneut nichts Zählbares auf die Anzeige bringe. Auch der folgende Fieldgoalversuch mit Beginn des vierten und letzten Spielviertel aus 33 Yards, ging leider an den Torpfosten vorbei.
Die Berlin Adler sammelten nun nochmals alle ihre Kräfte und starteten einen weiteren Versuch, den Anschluss herzustellen. Vor allen das Laufspiel mit Cavanaugh und Patrick Guimaraes de Oliveira funktionierte jetzt und brachte die Gäste in Reichweite der Braunschweiger Endzone. Schlussendlich war es der brasilianische Runningback in Diensten der Hauptstädter, welcher sein Team auf 21:20 heranbrachte. Der folgende Versuch einer Two-Point-Conversion misslang und somit hatten es die Lions in der eigenen Hand, den Sack endgültig zuzumachen. Zwar musste man bei noch 12 Sekunden Spielzeit den Ball nochmals abgeben, doch war es OJ Thompson, der mit einem weiteren Sack, bei dem Berlins Quarterback den Ball verlor, welcher von Alan Steinohrt gesichert werden konnte, den Sieg für die New Yorker Lions festhielt.
Die Lions bleiben durch den Sieg auf Tabellenplatz drei in der Erima-GFL Gruppe Nord und können diesen festigen. In zwei Wochen (26. August, Kick-Off 18 Uhr) wartet mit dem aktuellen Tabellenführer aus der Gruppe Süd, den Allgäu Comets, der nächste schwerer Gegner auf das Team von Headcoach Troy Tomlin.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Holger Fricke - New Yorker Lions
Neuntes Spiel, neunter Sieg: Mit einem beeindruckenden 40:9-Sieg (7:0, 6:3, 14:0, 13:6) gegen die Hamburg Sea Devils hat Rhein Fire nicht nur souverän die Tabellenführung in der Western Conference behauptet, sondern sich auch bereits vor Ablauf der regulären Saison einen Platz in den Playoffs der European League of Football (ELF) gesichert.
Patterson gelingt der Hattrick - Foto: Oliver Jungnitsch
Dies gelang ihnen, da höchstens fünf andere Mannschaften ebenfalls neun Saisonsiege erreichen können. Ein zusätzlicher Grund zur Freude war die Rekordkulisse von 13.171 Fans beim letzten Heimspiel der regulären Saison in der Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena. "Das unterstreicht das enorme Potenzial des Footballs in dieser Region", strahlte der Fire-Generalmanager Tom Aust.
Jadrian Clark war erneut maßgeblich am Erfolg beteiligt, indem er drei Touchdown-Pässe zu Harlan Kwofie, Willie Patterson und Anthony Mahoungou warf. Dadurch erhöhte der Quarterback von Rhein Fire fast mühelos den Ligarekord für die meisten Touchdown-Pässe in einer Saison auf 37. Der bisherige Rekord von 35 wurde 2022 von Zach Edwards (jetzt bei den Paris Musketeers) in zwölf Spielen im Trikot der Barcelona Dragons aufgestellt. Clark wies jedoch bescheiden darauf hin: "Für mich sind die Erfolge des Teams wichtiger als meine persönlichen Rekorde. Unsere 9:0-Bilanz ist bedeutender als jeder Rekord." Sein Standpunkt war klar: "Statistiken sind für Verlierer, Teamspieler sind die wahren Gewinner."
Obwohl einige Zahlen vielleicht nicht im Vordergrund stehen sollten, ist es dennoch erwähnenswert, dass die Offense der Rheinländer zu Beginn des Spiels gerade einmal fünf Spielzüge in 161 Sekunden benötigte, um den bisherigen Stolz der Hamburger, nämlich keinen Lauf-Touchdown zugelassen zu haben, zu durchbrechen. Willie Patterson stürmte mit einem 'End around'-Lauf über 40 Yards in die Endzone der Gäste. Danach machte sich bei den Gastgebern die zweiwöchige spielfreie Pause bemerkbar. "Wir waren noch etwas eingerostet und mussten unseren Rhythmus wiederfinden", bemerkte Cheftrainer Jim Tomsula kritisch. Bis zur Halbzeit boten die Sea Devils eine vor allem körperlich starke Gegenwehr und zeigten, dass sie eine der besten Verteidigungen der ELF stellen. Sie erzwangen einen Fumble (verlorener Ball) und fingen einen abgefälschten Pass von Clark ab.
Dank herausragender Leistungen der Defense- und Offense-Line kamen die Hamburger jedoch nur zu einem Field Goal bis zur Halbzeit und wurden dann von der Fire-Mannschaft förmlich überrollt. "Beide Linien haben erneut hervorragende Arbeit geleistet, die Trainer können stolz auf ihre Spieler sein", lobte Cheftrainer Tomsula. Besonders bemerkenswert war, dass die Hanseaten in den acht vorherigen Spielen den gegnerischen Quarterback 39-mal "gesackt" hatten (zu Boden gebracht), während die O-Line von Fire keinen einzigen Sack zuließ.
Willie Patterson gelang ein Hattrick
So zogen die Gastgeber im Hexenkessel der Schauinsland-Reisen-Arena kontinuierlich davon. Nach einem "Ehren-Touchdown" der Gäste zum 9:33 setzte Willie Patterson den glanzvollen Schlusspunkt: Er trug den Onside-Kick, mit dem sich die Sea Devils den Ballbesitz zurückholen wollten, über 42 Yards für einen Touchdown und den Endstand von 40:9.
Ausblick:
Für die letzten drei Spiele der regulären Saison muss Rhein Fire in den Süden reisen. Den Anfang macht das Spiel gegen die Munich Ravens am kommenden Sonntag, den 20. August 2023, um 16:25 Uhr. Eine Woche später treten die Tomsula-Schützlinge bei den Helvetic Guards in Wil, Schweiz, an (27. August, 13 Uhr). Die letzte Begegnung vor den Playoffs bestreitet Fire gegen ihren hartnäckigsten Verfolger innerhalb der Conference, die Frankfurt Galaxy. Die Hessen haben seit ihrer 9:33-Auftaktniederlage in Duisburg acht Siege in Folge errungen."
Verfasser*in und verantwortlich für den Inhalt: Rhein Fire - Number One Sportbetriebs GmbH (redaktionell geändert)
Die Krefeld Ravens haben auch das zweite Spiel der Rückrunde am Ende souverän gewonnen, auch wenn Spieler und Verantwortliche mit dem Zustandekommen des 38:7 (17:0) bei den Aachen Vampires nicht unbedingt zufrieden waren. Über weite Strecken fehlte die Energie im Team, die Begeisterung, die noch vor Wochenfrist vorhanden gewesen war. Dass am Ende trotzdem ein souveräner Erfolg gegen einen nicht zu unterschätzenden Gegner herauskam, zeigt vor allem die Qualität im Team der Raben.
Ravens feiern souveränen Pflichtsieg beim 38:7 in Aachen - Foto: Alex Leifeld
Die Partie begann dabei zunächst durchaus nach Wunsch. Aachen gewann den Cointoss und wählte direkt den Ball. Noch beim Warmup hatte es kräftig geregnet, doch kurz vor Spielbeginn waren die Wolken aufgerissen. So hofften die Vampires, die nun trockenen Bedingungen nutzen zu können, doch die Ravens erzwangen, fast gewohnt, direkt das Three-and-out. Sie bekamen nach dem folgenden Punt den Ball an der eigenen 39 und marschierten durch mehrere Pässe in die Flats zuverlässig über das Feld. Am Ende standen sie an der 25 der Gastgeber und Lucas Wevelsiep bediente auf der linken Seite der Endzone Jonelle „JT“ Tolbert, der den Ball sicher zum ersten Score fing. Wieder bekam Aachen den Ball, wieder ließ die Defense nichts zu und erzwang, unter anderem durch einen schönen Tackle for Loss von Isiah Ward, das erneute Three-and-out. Der Punt wurde bis an die 34 der Vampires zurückgetragen und es folgte ein schöner Lauf von Akiva Wedge für die Ravens, die von der ersten Minute an voll rotierten und ihre Starter weitgehend schonten. Ein Facemask und eine folgende Strafe zur halben Distanz an die Aachener 13 brachte den Ravens aber nichts, denn nach drei unvollständigen Pässen erfolgte das Fieldgoal, das Dennis Storm sicher verwandelte. Wieder erzwang die Defense ein Three and Out und nach dem nächsten Punt starteten die Gäste an der eigenen 38. Zwei starke Pässe auf Julien Minuth und Moussa Keita brachten eine gute Feldposition an der
Aachener 29. Wieder versuchte Wevelsiep, Keita zu bedienen, doch den scharfen Pass in ein enges Fenster brachte dieser nicht sofort unter Kontrolle. Der Ball sprang hoch und ehe der junge Topreceiver ihn endgültig unter Kontrolle bringen konnte, war der Safety der Vampires da und sicherte sich die Interception. So starten die Vampires an der eigenen 14, mussten aber nach drei erfolglosen Versuchen erneut punten. Dieser war das erste Play des zweiten Quarters und brachte das erste große Big-Play des Tages. Devonta Gilmore nahm den Ball auf, ging auf die rechte Seite und bekam einen überragenden Block von Elias Jassey, der gleich zwei Gegner aus dem Spiel nahm, ohne auch nur eine Flagge zu riskieren. So lief der US-Boy bis an den Pylon und wurde ein Yard vor der Endzone ins Aus gedrückt. Und wie schon in der Vorwoche, die eine fast deckungsgleiche Situation über die andere Seite gebracht hatte, war es ein Runningback, der vollendete. Diesmal hieß der allerdings Leon Hoffmann, der unberührt die wenigen Schritte in die Endzone ging (PAT Storm: gut!). Der nächste Drive sah dann die Vampires erstmals über das Feld marschieren. Unterstützt von zwei durchaus diskutablen Flaggen gegen die Ravens, aber auch mit einigen erspielten 1st Downs marschierten sie bis an die 20 der Ravens. Bei 3. und 10 versuchten es die Gastgeber, doch die Defense hielt und so war es der Turnover on downs. Nun wurde es ein zerfahrenes Spiel. Die Ravens mussten ein 3-and-out hinnehmen, die Vampires bewegten zunächst einige Male die Kette, ehe Ward mit einem Tackle for Loss den Drive beendete. Die Ravens bekamen nun mit 17 Sekunden auf der Uhr den Ball und spielten gut mit der Seitenlinie. Pässe auf JT und Minuth, die jeweils ins Aus gingen. Am Ende ging die Zeit aus und so blieb es zur Halbzeit beim 17:0.
Der zweite Durchgang brachte dann gleich im ersten Play das erste richtige Bigplay, als Keita den Ball bis an die gegnerische 1 retournierte. Allerdings pfiffen die Schiedsrichter einen Block in den Rücken weit hinter dem längst enteilten Returner und so ging es an der 40 der Vampires los. Die Ravens versuchten dreimal erfolglos den Pass und mussten punten. Tinashe Gonese spottete diesen mit einer überragenden Aktion an der 1-Yard-Linie der Vampires, die sich aber aus der akuten Safety-Gefahr mit einem schönen Pass auf Laurenz Corbinan Esser zum 1st Down befreiten. Nach einem weiteren 1st Down setzten die Ravens aber ein starkes Stop-
Zeichen in Person des jungen Top-Corners Jason Oshodin, der an der Mittelline eine Interception fing. Die Ravens setzten diesmal auf den Lauf und das – wie fast immer an diesem Tag – mit Erfolg: Hoffmann bekam einige starke Blocks und ging über ein Schönes Gap mitten durch die O-Line über die linke Seite zum 50-Yard-Touchdown. Weiter blieb die Defense auf dem Gaspedal, denn nach einem Touchback sorgte sie direkt für den nächsten Turnover. Diesmal war es Jassey, der die Interception fing. Die Ravens schafften in drei Versuchen zunächst ein 1st Down, doch bei Viertem und Drei war es Hoffmann, der mit einem starken Lauf über 20 Yards den nächsten ersten Versuch sicherstellte. Diesen nutzte Wevelsiep für einen schönen Pass auf die linke Seite, den Keita zum nächsten Touchdown fing. Wieder musste Aachen nach einem 3-and-out punten und wieder marschierten die Ravens zunächst. Ein starker Catch von Minuth und eine Pass-Interference gegen Keita kurz vor der Endzone brachten den Raben eine gute Feldposition. Wieder ging Wevelsiep für den Pass in die Endzone, den aber Minuth nur im Aus zu fangen vermochte. So versuchte der Quarterback es erneut, doch die Vampires fingen den Ball in der Endzone ab. Zweimal wäre den Ravens daraufhin fast die eigene Interception gelungen, doch Nils Gärtner und Ramon Franco brachten nach starken Aktionen den Ball nicht unter Kontrolle. Nach dem folgenden Punt starteten die Gäste an der Mittellinie, bewegten zunächst gut die Kette, leisteten sich dann aber die nächste Interception. Doch die Defense holte den Ball sofort zurück: Im ersten Play der Vampires-Offense kam Can Ari im Blitz durch und kam nicht nur zum Sack, sondern schlug auch den Ball los, den sein Bruder Kaan für die Ravens sicherte: Ein Ari-Team-Bigplay. Die Ravens ließen zunächst Hoffmann laufen, der ein 1st down holte, dann kam Wedge nach langer Zeit mal wieder zum Einsatz, brachte den Ball im ersten Versuch an die gegnerische 3 und dann im zweiten in die Endzone. Die Vampires schafften erneut kein first Down und so konnten die Ravens nach gutem Punt mit knapp zwei Minuten auf der Uhr noch einmal einen Drive probieren. Starke Läufe von Hoffmann und Wedge brachten sie an die Aachener 45, doch dann folgte die nächste Interception, die Aachens Ben Thierry Kulossa Seibold den ganzen Weg zum Pick-6 in die Endzone trug. Der PAT von Jan Juretschke war ebenfalls gut und so stand es 7:38. Die Ravens bekamen erneut den Ball, doch nach guten Läufen von Wedge nebst Flagge und Hoffmann stand man an der 17 der Vampires, als die Zeit auslief.
Damit feierten die Ravens einen am Ende souveränen Pflichtsieg, ohne allerdings dabei zu glänzen. Zu den Topspielern wurden als Hitman Offense Moussa Keita (1 TD, mehrere starke Returns), als Hitman Defense Isiah Ward (Mehrere Tackles for Loss) und als Team MVP Elias Jassey (u.a. eine Interception) gewählt. Nun geht es in der kommenden Woche zu den Mönchengladbach Wolfpack, ehe in zwei Wochen, am 27. August, um 15 Uhr das große Heimspiel gegen die Minden Wolves ansteht. Tickets dafür sind unter https://tickets.krefeld-ravens.de erhältlich. Die Nachfrage bleibt ungebrochen groß. An der Tageskasse wird nur noch mit einem Restkontingent gerechnet.
0:6 Tolbert
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Christoph Wittfeld - Krefeld Ravens e.V.
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