Seniors
In der neuen Saison der European League of Football (ELF), die Anfang Juni 2023 beginnt, treten insgesamt 18 Franchises aus 10 Nationen an - mit dem Ziel, am Ende der Saison die Championship Trophy in den Himmel zu heben.
Elf Finale 2023 in Duisburg - Foto: Oliver Jungnitsch
Nun kam aus dem League Office in Hamburg die Nachricht, auf die man bei Rhein Fire schon seit einigen Wochen gehofft hat: Die Liga wird das kommende Finale in der SCHAUINSLAND-REISEN-ARENA in Duisburg austragen, also dort, wo Rhein Fire auch seine Heimspiele bestreitet. Auch der Termin für das Finale steht bereits: 24. September 2023.
Nachdem beim Finale in Düsseldorf im Jahr 2021 mehr als 20.000 Besucher begrüßt werden durften - und sich Rhein Fire bereits in der ersten Saison als Publikumsmagnet etabliert hat, kann man beim Finale 2023 durchaus auf ein ausverkauftes Stadion hoffen. Für die Organisation von Rhein Fire ist damit das Saisonziel 2023 klar gesteckt: beim "Finale zu Hause" will man dabei sein.
Verfasser*in und verantwortlich für den Inhalt: Rhein Fire - Number One Sportbetriebs GmbH
Der Coaching-Staff des GFL Senior Teams bekommt weiteren Zuwachs. Mit Line Coach Mark-Oliver “Bartschi” Bartschat, besetzen die Charlottenburger einen weiteren Posten im Trainerteam. Coach „Bartschi“ wechselt von den Spandau Bulldogs zu den Berlin Rebels und ist ein Urgestein im Berliner Football. Er selbst spielte fast 20 Jahre aktiv Football und ist noch länger als Coach an der Sideline unterwegs.
Mark-Oliver Bartschat wechselt zu den Rebels - Foto: Berlin Rebels
In seiner aktiven Zeit als Spieler war er bei so einigen Vereinen aktiv: 1989 begann er bei den Spandau Bulldogs und spielte in den Folgejahren bei den Berlin Adlern, den Cottbus Crayfish, sowie den Hamburg Blue Devils. In den Jahren 2000-2003 war er aktiv am Wiederaufbau der Berlin Rebels beteiligt (1999 mussten die Berlin Rebels erst- und einmalig das Männerteam abmelden) und kennt noch so manchen der Veteranen, die Coaches und natürlich den Vorstand. Es ist also auch für Bartschi ein kleines “nach Hause kommen”.
Schon während seiner aktiven Karriere begann Coach Bartschi 1992 als Jugendcoach. Hier lernte er unter anderem Sportdirektor Dogan Özdincer kennen. 1995 gewannen beide zusammen die Meisterschaft mit dem zweiten Männerteam der Berlin Adler. Es folgten zwei Jahre als Spielertrainer bei den Cottbus Crayfish, bevor er zurück nach Berlin kam.
In den letzten zwei Jahren coachte Bartschi die O-Line der Spandau Bulldogs Herren und Jugend. In beiden Jahren gewann er mit dem Team die Meisterschaft der Regionalliga Nord Ost. Der Aufstieg in die GFL2 blieb aber verwehrt.
2023 geht es für Bartschi nun nach Charlottenburg. Hier wird er in seiner Trainerlaufbahn den nächsten Schritt gehen und GFL coachen. Sowohl der Vorstand der Rebels als auch HC Douglas Fryer und sein Coaching Team freuen sich auf den Neuzugang.
Auch Coach Bartschat ist gespannt auf die neue Herausforderung: „Ich freue mich unheimlich, wieder ein Teil der Berlin Rebels zu sein. Coach Fryer und ich haben sofort einen guten Draht zueinander gefunden. Mit Coach Benny treffe ich hier einen alten Bekannten wieder und freue mich sehr auf die Zusammenarbeit.“
Verfasserin und verantwortlich für den Inhalt: Anne Kadler - Berlin Rebels (redaktionell geändert)
„Er ist jemand, auf den man sich immer verlassen kann. Ein Fels in der Brandung“, diese starken Worte findet Ingo Hübner Silva, der Vorsitzende der Solingen Paladins, nicht häufig, aber bei Tim Rüttgers passen sie einfach wie die vielzitierte „Faust auf´s Auge“.
Mr. 110 Tim Rüttgers ein Paladin der ersten Stunde - Foto: Oliver Jungnitsch
„Ich kenne und schätze Tim nun seit über zehn Jahren und es gab keine Situation, in der er dem Verein und seinen Mitgliedern nicht loyal und zuverlässig zur Seite gestanden hat. Ich bin stolz, ihn als Mentor, Coach und vor allem als Freund in meinem Team zu haben“, so Hübner Silva weiter.
Tim Rüttgers, der im Jahre 1996 zum ersten Mal auf einem Footballfeld stand, kann mittlerweile auf eine langjährige Historie als Spieler und Coach zurückblicken. „Tim war von Beginn an jemand, der American Football gelebt und geliebt hat. Ich weiß noch, wie er mit seinen Jungs auf dem vereisten Garagenhof der Spedition Rüttgers Tacklings trainiert hat. Ein Wahnsinntyp!“, erinnert sich sein ehemaliger Jugendtrainer Jens Merten an viele Anekdoten aus der Anfangszeit. Zusammen mit seinem Mitstreiter Simon Schwarzer wurde 1996 das erfolgreiche Jugendprogramm der Solingen Hurricanes praktisch aus dem Boden gestampft. „Tim war schon damals einer der Antreiber. Er brachte seinen Freundeskreis zum Training mit und sorgte dafür, dass auch immer alle dabei blieben. Er gehörte zum harten Kern, um den sich das Team letztendlich gebildet hat“, blickt Merten auf die Zeit vor 25 Jahren zurück.
Seitdem hat sich viel getan. Nach dem Niedergang der Solingen Hurricanes wechselte Rüttgers erst nach Langenfeld, dann nach Remscheid und Wuppertal, um 2006 bei der Gründung der Solingen Paladins wieder an seiner alten Heimstätte, dem Rasenplatz am Weyersberg, wirken zu können. Sein damaliger Headcoach war zudem kein Unbekannter: Jens Merten. „Wir haben damals mit Klingenstadt Football praktisch bei Null wieder angefangen. Zu ein paar alten Recken gesellten sich allerdings dann schnell die ehemaligen Jugendspieler und die Erfolgsgeschichte der Paladins begann. Wir hatten eine großartige Zeit“, erinnert sich Markus Jantke als ehemaliger Spieler und später Vorsitzender. 2009 spielte Rüttgers dann seine letzte aktive Saison und wechselte wie selbstverständlich in den Coaching-Staff der Paladins. Da die Defense schon immer sein Steckenpferd darstellte, war es eigentlich klar, dass Coach Tim sich um Linebacker und Defensive Backs kümmern würde. Mit der Zeit kam immer mehr Verantwortung, sodass Rüttgers 2015-2017 sogar eine Zeitlang erfolgreich den Headcoach-Posten in der Oberliga bekleidete. Klingenstadt-Legende Frank Richters hat noch heute klare Bilder vor Augen: „Tim ist ein wirklich feiner Kerl mit einer Menge Football-Verstand. Er war für Jung und Alt immer ein Vorbild und dazu verlässlich wie ein Schweizer Uhrwerk. Ich bin stolz auf die vielen Begegnungen, die ich mit und unter ihm spielen durfte. Dieser Junge hat sich meinen Respekt mehr als verdient und das haben nicht viele geschafft.“
Auch in der aktuellen Trainercrew unter dem neuen Headcoach Klaudiusz Cholewinski nimmt Rüttgers eine wichtige Rolle ein. „Tim gehört zu den zuverlässigsten Menschen, die ich in der Footballwelt getroffen habe. Er war einer der ersten deutschen Coaches, die ich 2014 kennenlernen durfte. Das war damals bei der C-Lizenz und ich bin froh, dass dieser Kontakt bis heute nicht abgerissen ist. Tim lebt Football und ich weiß, dass ich immer auf seine Expertise und seine Erfahrung zurückgreifen kann. Tim Rüttgers ist für mich ein unglaublich wichtiger Teil dieses Vereins“, schwärmt Coach Cholewinski von seinem Trainerkollegen.
Ingo Hübner Silva abschließend: „Die Solingen Paladins würden ohne Tim Rüttgers in ihrer derzeitigen Form so nicht existieren. Tim ist nicht nur der dienstälteste Coach in unseren Reihen, nein, er ist auch derjenige, der immer und immer wieder einspringt, wenn irgendwo Not am Mann ist. Wir können ihm, und auch seiner Frau Bianca, nur ein ganz großes Danke für die uns gegebene Zeit, Energie und Kraft sagen. Tim, du bist Paladins!“
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Ingo Hübner Silva- Solingen Paladins
Der Quarterback ist der Spielgestalter der Offensive, der die Anweisungen der Coaches auf dem Feld umsetzt. Somit kann man ihn als den „Dreh- und Angelpunkt“ des Angriffs beschreiben. Er ist eines der wichtigsten Puzzleteile eines funktionierenden Football-Teams.
Die Position des Paladins-Spielmachers übernimmt Tom van Duijn (Foto: the shot photography - Picturestyles bei Fabia Eube)
Dadurch, dass Jeremy Konzack, der ehemalige Quarterback der Solingen Paladins, aus beruflichen Gründen einen Schritt zurücktreten musste und Nachwuchstalent Alex Busch das Angebot erhalten hat, in den USA an einem College zu spielen, waren Coaches und Vorstand sich einig, dass die Lösung dieser Personalie Vorrang hatte. Mit Tom van Duijn haben die Solingen Paladins keinen „Unbekannten“ verpflichten können.
Denn der 29-jährige gebürtige Niederländer bringt einen großen Erfahrungsschatz auf dieser Position mit. Bereits im Alter von 7 Jahren begann 1999 seine Laufbahn bei den Lightning Leiden und den Alphen Eagles. Dort durchlief er die verschiedenen Stationen des Jugendfootballs und errang eine Vielzahl an Meisterschaften. Allein in den Jahren 2011 - 2014 erreichten die Alphen Eagles 3 Mal den Titel „Niederländischer Meister“. 2015 - 2018 spielte van Duijn dann bei den Braunschweig Lions in GFL. Die Lions, die eines der erfolgreichsten deutschen Football-Programme der letzten Jahrzehnte aufgebaut haben, gewannen mit ihm zusammen 2 Mal die Deutsche Meisterschaft und 4 Mal den Eurobowl. 2019 und 2020 war er der Spielmacher und Offensive Coordinator der 2. Mannschaft der Braunschweiger in der Regionalliga Nord. 2021 nahm ihn die ELF-Franchise der Leipzig Kings unter Vertrag. In 2022 wechselte Tom wieder zurück nach Braunschweig und führte dort erneut das Regionalliga-Team an. Parallel zu all diesen Teams und Erfolgen steht er seit 2011 im Roster der Niederländischen Nationalmannschaft.
Doch wie findet Tom van Duijn den Weg von den Niederlanden, über Braunschweig und Leipzig in das Bergische Land, genauer gesagt in die Klingenstadt? Tom: „Ich habe für die Season 2023 aktiv einen neuen Verein in NRW gesucht, weil wir näher zu meiner Familie, die in den Niederlanden lebt, ziehen wollen. Ich habe mir einige Teams in der Umgebung angeschaut. Meine abschließende Wahl fällt jedoch eindeutig auf die Paladins. Bei den Paladins hatte ich seit dem ersten Kontakt direkt ein sehr gutes Gefühl. Ich habe eine Trainingseinheit besucht und Carsten Schumacher (Offensive Coordinator) hat mir direkt den Trainingsplatz und das Stadion gezeigt. Dabei haben wir natürlich auch über die mittel- und langfristigen Ziele gesprochen. Von den Möglichkeiten und den Plänen des Vereins war ich schnell begeistert. Alles war stimmig und hat sehr gut mit meinen Vorstellungen zusammengepasst. Beim Training durfte ich dann die anderen Coaches und Spieler kennen lernen. Alles war professionell, aber trotzdem noch familiär – das merkt man sowohl am Umgang aller Beteiligten unter- und miteinander als auch an der der Qualität der Spieler, der Coaches und des Staffs. Bei den Receivern, mit denen ich während des Trainings zusammengearbeitet habe, kann man sofort die hervorragende technische Ausbildung und den Willen zum Gewinnen erkennen. Die Jungs haben genau wie ich richtig Lust. Wir alle wollen mit dieser Offense attraktiven und erfolgreichen Football spielen und die Ziele der Trainer, der Mannschaft und des Vereins gemeinsam erreichen. Meine Frau und ich freuen uns sehr auf ein neues Kapitel in unserem Leben mit diesem Verein und in der Klingenstadt. Go Paladins!“, so Tom selbst zu seiner Verpflichtung bei den Paladins.
Auch sein Offensive-Coordinator, Carsten Schumacher, freut sich sehr über die Neuverpflichtung: „Als Quarterback ist man nicht nur einfach der Spielmacher eines Footballteams. Man ist derjenige, auf den sich von Beginn an alle Blicke richten, und auf den es besonders ankommt, wenn das Spiel oder sogar die Saison auf der Kippe stehen. Gerade in den kritischen Momenten einer Saison steigen die Erwartungen gegenüber dieser besonderen Position, sowohl von den Zuschauern, den Trainern, als auch von den eigenen Mitspielern. Wir sind davon überzeugt, dass Tom mit seinen Fähigkeiten genau der richtige für uns ist und wir unserer Ziele gemeinsam erreichen werden.“
Somit ist ein wichtiges Puzzleteil beim „Rebuilt“ der Paladins gefunden worden. „Ich freue mich sehr, dass wir schon so früh den richtigen Mann für unser Team konnten. Mit Tom van Duijn haben wir jemanden an Bord geholt, der langfristig ein Teil der Paladins sein möchte und sich auch persönlich sehr gut in der Philosophie unseres Vereins wiederfindet. Ein interessanter Nebeneffekt ist, dass Tom als Europäer keinen der streng limitierten Import-Slots belegt. Somit haben wir derzeit noch Platz für zwei weitere Importspieler aus den USA, um unsere Offense noch breiter aufzustellen“, so Ingo Hübner Silva sichtlich glücklich über den neuen Spielmacher.
Die Verpflichtung des neuen Quarterbacks war sicherlich eine der wichtigsten Aufgaben des Teams rund um Cheftrainer Klaudiusz Cholewinski. Allerdings sind noch viele weitere kleinere und größere Schritte nötig, um die Neustrukturierung des GFL-Teams weiterzubringen. Ingo Hübner Silva abschließend: „Momentan führen wir noch sehr viele Gespräche mit potenziellen Spielern und Coaches, die bei uns anfragen. Dadurch eröffnen sich für uns interessante Möglichkeiten, die wir gemeinsam abwägen. Einiges steht auch schon fest, sodass wir in Kürze weitere, äußerst spannende Nachrichten verkünden werden.“
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Ingo Hübner Silva- Solingen Paladins
Mit dem 27-jährigen OJ Thompson wird auch in der Erima GFL Saison 2023, einer der besten Verteidiger der Liga, für die New Yorker Lions auf Quarterbackjagd gehen.
Extended – Löwe OJ Thompson weiter auf Quarterbackjagd - Foto: Fabian Uebe
Der Brite OJ Thompson begann seine Footballkarriere in Georgia, bevor er für sein Senior Jahr an die Ponderosa High School in Parker, Colorado wechselte. Für die dort ansässigen Mustangs war er sowohl auf Seiten der Defense als auch in der Offense auf dem Feld aktiv. Nach der High School ging es an das Fort Lewis College, wo er als Defense End für Furore sorgte und sich als Quarterbackjäger einen Namen machte. In vier Spielzeiten für die Skyhawks (NCAA Div. II), verbuchte er insgesamt 138 Tackles, davon 30 für einen Raumverlust und konnte 16,5 Sacks erzielen.
Nach einer Auszeit vom Football zog es ihn 2019 erstmalig nach Europa zu den Seinäjoki Crocodiles in die erste finnische Liga, wo er sich umgehend zu einen der besten Spieler auf seiner Position entwickelte. In 12 Spielen für die Crocodiles standen nach 12 absolvierten Spielen 45,5 Tackles und 6,5 Sacks in den Statistikbüchern. Durch seine Leistungen in der Vaahteraliiga wurden Ende 2019 die Potsdam Royals auf den 1,88 m großen und 104 Kg schweren Verteidiger aufmerksam und verpflichteten ihn für die geplante Spielzeit 2020. Auf Grund der Corona-Pandemie dauerte es dann aber bis 2021, ehe der Träger des schwarzen Gürtels in Taekwondo, auch in der GFL sein Können unter Beweis stellen konnte. Mit insgesamt 46 Tackles, davon 15 für einen Raumverlust und acht Sacks, setzte er sich umgehend an die Spitze der Potsdamer Verteidigung.
Nachdem OJ Thompson eigentlich auch 2022 für die Potsdam Royals auflaufen sollte, führten persönliche Gründe dazu, das OJ Thompson seinen Vertrag beim Ligakonkurrenten der New Yorker Lions auflöste und kurz vor dem Saisonstart nach Braunschweig wechselte. Nach absitzen einer Sperre von drei Spielen, konnte er in den verbleibenden Partien für die Löwen insgesamt 33 Tackles, dafür 14 für einen Raumverlust und 10 Quarterback-Sacks erzielen und avancierte umgehend zu einem der besten Verteidiger in den Reihen des Teams von Headcoach Troy Tomlin.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Holger Fricke - New Yorker Lions
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