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TFG Typhoons bestehen Charaktertest

 Wer nach der herben Klatsche im Lokalderby bei den Düsseldorf Panthern vor Wochenfrist Auflösungserscheinungen, Selbstzerfleischung o.Ä. aufseiten der Typhoons erwartet hatte, wurde am gestrigen Sonntag in Paderborn bitter enttäuscht. Zwar unterlagen die „Fliedner-Schüler“ beim Tabellenzweiten Dolphins mit 10:44, sahen dabei phasenweise aber deutlich besser aus, als man es angesichts des Ergebnisses vermuten könnte.

Paderborn Dolphins vs TFG Typhoons

Foto: Susanne Paprotny

So sahen die mitgereisten Fans im altehrwürdigen Hermann-Löns-Stadion ein Team, das von Anfang auf Wiedergutmachung aus war und alles daran setzte, die Eindrücke vom vergangenen Sonntag vergessen zu machen. Hängende Köpfe gab es dabei nichtmals zu sehen, nachdem man bereits kurz nach Beginn des zweiten Quarters mit 00:21 zurücklag, wozu nicht zum ersten Mal in dieser Saison Fehler aufgrund von Unkonzentriertheiten geführt hatten. Überworfene Snaps, vermeidbare Fumbles, um Zentimeter verpasste Catches, missglückte Punts, wenig herzhafte Tackles - auch gestern gab es wieder das volle Repertoire. Man machte Yards, bewegte die Kette, holte First Downs - nur fehlte am Ende die letzte Durchschlagskraft, sich auch gebührend zu belohnen. Ein Musterbeispiel dafür der Drive nach dem dritten Dolphins-Touchdown: Mit einem langen Pass hatte Quarterback Jona Willemsen Wide Receiver Fabian Büßelmann bedient, der das Ei anschließend bis Inches vor die Paderborner Endzone vortragen konnte. Was folgte, waren zwei nicht erfolgreiche Quarterback-Sneaks und ein überworfener Snap, sodass schließlich Kicker Fabrice Reimann dafür sorgen musste, dass die ersten Punkte aufs Scoreboard kamen.

Ähnliche Unvollkommenheit deutete sich auch im dritten Quarter an, nachdem die Dolphins inzwischen mit drei weiteren Dolphins-Touchdowns davongezogen waren. Die Typhoons, nichts mehr zu verlieren, spielten ihren vierten Versuch in der eigenen Spielhälfte aus, wobei der Snap ein weiteres Mal deutlich zu hoch ausfiel. Allerdings konnte dieses Mal Kicker Frederic Boßmann die Situation retten, der blitzschnell reagierte, sich das Ei schnappte und zu einem neuen First Down lief. Was folgte, waren zwei mustergültige Pässe von QB Jona Willemsen auf Christopher Kähler und Richard Jasper, die die Mannen von Offense-Coordinator Frank Willemsen auf die gegnerische 1-Yard-Linie brachten. Für die fehlenden Inches sorgte anschließend Running Back Jannik Glasmacher, bevor Kicker Fabrice Reimann mit seinem erfolgreichen Point-after-Touchdown (PAT) auf 10:42 stellte. Für den Endstand sorgte schließlich ein Safety im letzten Quarter, nachdem es den Typhoons zuvor nicht gelungen war, sich nach einem Dolphins-Punt bis Inches vor die Typhoons-Endzone zu befreien.

Durch diese Niederlage beenden die TFG Typhoons um Head Coach Dan-Serban Bins die GFLJ-Saison 2017 mit 8:12 Punkten auf einem vor der Saison sicherlich nur von den Kühnsten aller Optimisten erwarteten vierten Tabellenplatz, während die Paderborn Dolphins gemeinsam mit den Düsseldorf Panthern in die Playoffs einziehen.

Paderborn Dolphins vs. TFG Typhoons 44:10 (14:00; 14:03; 14:07; 02:00)
07:00 1-Yard-Pass und PAT Dolphins
14:00 6-Yard-Lauf und PAT Dolphins
21:00 4-Yard-Lauf und PAT Dolphins
21:03 30-Yard-Fieldgoal Fabrice Reimann
28:03 10-Yard-Lauf und PAT Dolphins
35:03 9-Yard-Pass und PAT Dolphins
42:03 1-Yard-Lauf und PAT Dolphins
42:10 1-Yard-Lauf Jannik Glasmacher, PAT Fabrice Reimann
42:10 Safety Dolphins
 
Andreas Paprotny - TFG Typhoons Projektteam

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