Seniors
Noch viel Arbeit bis zum Saisonstart

Niklas Hornen (#33) erzielt die ersten Punkte für die Jets in diesem Jahr (Foto: Richard Welde)
Am vergangenen Samstag stand für die Troisdorfer Footballer ein Testspiel auf dem Programm. In der Vorbereitung auf die anstehende Regionalliga-Saison traf das Team von Head Coach Andreas Heinen auf die Oldenburg Knights. Auf tiefem Geläuf besiegten die Jets die Gastgeber am Ende deutlich mit 53:19.
Bereits vor dem Spiel war jedoch klar, dass die Jets zwar möglichst mit einem Sieg heimkehren wollten, das Ergebnis aber letztlich eher im Hintergrund stand. Die Partie gegen den Regionalligisten aus dem Norden war als Testspiel gedacht und das nutzten die Coaches der Jets in vollen Zügen aus.
So kam jeder Spieler, egal ob alter Hase oder Anfänger, auf dem Feld zum Einsatz. Vor allem in den Special Teams wurde häufig und viel gewechselt, was des Öfteren zu Verwirrungen führte.
„Das war uns bereits vor der Partie klar, so dass wir hier nicht in Panik ausbrechen mussten“, so Special Teams Coordinator Hans-Josef Sturm.
Den Auftakt für die insgesamt acht Jets-Touchdowns machte Fullback Niklas Hornen (7:0, PAT Yannick Steger) mit einem Lauf über ein Yard. Kein Problem für das Kraftpaket hinter seiner bulligen Offensive Line. Im Gegenzug brachten die Knights mit einem Pass von Quarterback Andreas Loreth auf Wide Receiver Jannik Schmidt Punkte aufs Scoreboard (6:7).
Im zweiten Spielviertel gingen die Oldenburger dann sogar in Führung, wieder über die Kombination Loreth-Schmidt (12:7). Während die Jets-Defense danach kaum noch zu knacken war, drehte die Offense richtig auf. Quarterback-Neuzugang Jannik Nowak brachte sein Team mit einer bärenstarken Leistung schnell wieder zurück ins Spiel. Wide Receiver Thomas Gieraths fing zunächst einen Pass von Nowak und sprintete dann über 60 Yards in die Endzone der Knights (13:12). Kurz darauf erzielte Frederic Lahmann, der zum Jahreswechsel aus der 2. Mannschaft der Jets zu den Seniors gewechselt war, seine ersten Punkte (20:12, PAT Marius Hartlieb).
Bis zum Pausenpfiff folgten dann noch Punkte durch Wide Receiver Bodo Haack und erneut Running Back Lahmann (PAT Hartlieb) zur 33:12-Halbzeitführung.
Nach der Pause durften zunächst wieder die Jets jubeln. Noch einmal war es Thomas Gieraths, der das Leder-Ei in der Endzone der Gastgeber unterbringen konnte (39:12). Kurz darauf flitzte Fullback Niklas Hornen zweimal hintereinander zum Touchdown (46:12, PAT B. Meyer und 53:12), nachdem Defense Back Yannick Steger per Interception den Ball für die Jets zurückerobert hatte.
Den Schlusspunkt der Partie setzen die Gastgeber, die über ihren Quarterback Andreas Loreth zum 19:53-Endstand verkürzten (PAT Kreyenschmidt).
„Die Fahrt nach Oldenburg hat sich für uns in jeder Hinsicht gelohnt“, so Jets-Head Coach Andreas Heinen. „Das eindeutige Ergebnis macht zwar gute Laune, hat für uns zunächst nur wenig Aussagekraft, denn auch die Knights haben viel experimentiert und oft Nachwuchsspieler auf dem Feld gehabt. Wir machen uns da keine Illusionen, da uns in der Liga ganz andere Kaliber erwarten. Jetzt kennen wir aber unsere Baustellen, an denen wir nun gezielt arbeiten können.“
Für die Jets steht nach Ostern zunächst noch ein Trainingslager in der Eifel auf dem Programm, bevor am 9. April bereits in Solingen die Regionalliga-Saison beginnt.
(American Football Club Troisdorf Jets e.V. - Andreas Heinen)
Durchwachsene Leistung beim ersten Auftritt vor heimischer Kulisse

Die Solinger Defensive musste schon ordentlich zupacken um Runningsback Daniel Greitens zu stoppen. Das Dolphins-Urgestein musste einige Yards für die Offensive erlaufen.
Die Paderborn Dolphins setzen sich im heimischen Hermann-Löns-Stadion gegen die Solingen Paladins durch. Ein schwieriges Spiel mit einem quirligen Gegner hatte Head-Coach Weber prophezeit und so sollte es auch kommen. Wie angekündigt nutzte Weber die Chance um das Team weiter zu formen. Am Ende war der Erfolg allerdings nie gefährdet und es reichte zu einem deutlichen Sieg. Mit 21:08 setzten sich die Dolphins gegen die Solinger durch, auch wenn es an der einen oder anderen Stelle noch Verbesserungspotenzial in den Augen des Coaching-Staffs gibt.
Richtig zufrieden zeigte sich Head-Coach Carsten Weber nach der Partie gegen die Solingen Paladins nicht. Sein Team setzte sich zwar deutlich gegen die American Footballer der Solingen Paladins durch, doch gerade im dritten und vierten Quarter ließen die Dolphins nach. „Wir sind sehr gut gestartet, haben aber gerade nach der Halbzeit uns nicht mehr auf unsere Stärken konzentriert“, resümierte Weber. „Zudem haben wir uns das Spiel der Solinger aufdrängen lassen. Immer wieder ist es so zu kleinen Unstimmigkeiten und Abstimmungsfehlern gekommen“, ergänzte Weber.
Dabei hatte alles sehr solide angefangen. Nach dem Kick Off waren es zunächst die Solinger, die im Ballbesitz waren. Die Defensive der Paderborn Dolphins ließ den Paladinen keine Chance und beendete den Drive der Solinger nach wenigen Spielzügen. Quarterback Ethan Haller zögerte nicht lange und nutzte im Gegenzug direkt seine Chance. Lediglich vier Spielzüge brauchte er mit seiner Offensive, um den Ball zu Dominic Gröne in die Endzone zu werfen. Die anschließende Two-Point-Conversion gelang ebenfalls. Receiver Cameron Richmond konnte den Ball von Ethan Haller in der Endzone sichern und weitere zwei Punkte sichern. Mit dem Spielstand von 8:0 wollte sich die Dolphins Offensive im ersten Quarter allerdings nicht zufriedengeben.
Die Paderborn Dolphins Defensive konnte auch nach den ersten Punkten das Angriffsspiel der Solingen Paladins gut kontrollieren und immer wieder schnell stoppen. Besonders das starke Laufspiel der Paladine wurde immer wieder früh unterbrochen, so dass kaum Raumgewinn für die Solinger zu erzielen war. Im Gegenzug bedankte sich Haller mit einem erneuten Touchdown. Nach einem Pass an die 5 Yards Linie auf Marvin Liggesmeyer rannte dieser mit dem Football Ei in die Endzone und sicherte den Dolphins damit erneut sechs Punkte. Der anschließende Extrapunkt konnte allerdings nicht verwandelt werden.
Das zweite Quarter wurde bereits für einige taktische Umstellungen und das Ausprobieren von Spielzügen genutzt. Damit verschafften die Paderborn Dolphins den Paladinen aus Solingen die eine oder andere Chance. Allerdings konnten die Solinger ihre Chancen nicht nutzen. Auch wenn das Laufspiel der Solinger für Yards sorgte, waren es gerade die Passversuche auf die Receiver, die nicht gefangen werden konnten. Quarterback Ethan Haller ließ ebenfalls seine Offensive rotieren und probierte immer wieder neue Spielzüge aus. Kurz vor der Pause setzte er dann noch einmal an und konnte im dritten Versuch erneut Dominic Gröne in der Endzone finden. Der anschließende Extrapunkt wurde durch Marc Schröder verwandelt.
Mit 21:0 ging es dann für die Paderborn Dolphins in die Halbzeitpause. Nach der Halbzeitunterbrechung ging es dann durchwachsen weiter. Nicht nur der Regen machte das Bespielen des Feldes schwieriger, auch die teilweise nachlassende Konzentration führte zu unnötigen Ballabgaben. Gerade im Bereich der Offensive fanden die Solinger nun ein Mittel gegen die ansonsten starke Abwehrreihe der Dolphins. Immer wieder gelang es den Paladinen, ihren Runningback frei zu blocken. Dieser zeigte, dass auch er in der Lage ist, Lücken zu finden. Die Dolphins Verteidigung fand zu diesem Zeitpunkt kein Mittel gegen den kleinen, quirligen und wendigen Runningback.
Die Unachtsamkeit führten zu diesem Zeitpunkt ebenfalls dazu, dass es immer wieder Strafen gegen die Defensive gab. Am Ende musste der Quarterback der Solinger nur noch ein Yard überbrücken um den Ball in die Endzone zu bekommen. Damit sicherte sich Solingen sechs Zähler auf dem Score-Board, konnte aber den Extrapunkt nicht verwandeln. Die Offensive der Paderborn Dolphins wollte ebenfalls nicht mehr so richtig „ins Rollen“ kommen. Schlechtes Blocken und ebenfalls Strafen verhinderten oftmals den sicheren Raumgewinn.
„Wir haben uns zu diesem Zeitpunkt das Spiel diktieren lassen. Damit haben die Solinger Oberwasser bekommen und konnten uns zu sehr unter Druck setzen“, fasste Head-Coach Weber das Spielgeschehen zusammen. Im vierten Quarter war es bis kurz vor dem Ende ein zäher Schlagabtausch zwischen den beiden Teams. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen oder durchkämpfen. Zudem nahmen die persönlichen Strafen zu, so dass sogar ein Spieler der Paladine vom Spiel ausgeschlossen wurde.
Die Paderborn Dolphins nutzten am Ende noch die klare Führung, um weitere Spielsysteme zu erlernen. Backup-Quarterback Viktor Löwen musste sich am Ende einmal in der eigenen Endzone geschlagen geben. Nach einer missglückten Ballübergabe wurde er in der eigenen Endzone zu Fall gebracht. Der sogenannte Safety brachte den Solingern erneut zwei Punkte. Der Punktestand von 21:08 sollte dann auch das Endergebnis sein.
„Wir sind auf einem sehr guten Weg, wie man auch an diesem Ergebnis sieht. Die Solinger sind schon sehr weit in der Saisonvorbereitung – das hat man heute gemerkt. Das Team aus Solingen ist ebenfalls nicht mit der Mannschaft aus dem Vorjahr zu vergleichen. Die Defensive ist stärker, die Offensive viel variabler. Ich bin mit der Leistung heute zufrieden, auch wenn wir uns ein klareres Ergebnis gewünscht hätten. Wir werden auch weiterhin an uns arbeiten und uns gezielt auf die Saison vorbereiten“, fasste Carsten Weber das Spielgeschehen zusammen.
In den kommenden Wochen werden die Paderborn Dolphins sich gezielt auf das Spiel in Hamburg gegen die Huskies vorbereiten. Das GFL-Team wird noch einmal eine ganz besondere Herausforderung werden.
(Björn Gorniak - Paderborn Dolphins)

(Foto: Karsten Reißner / New Yorker Lions)
Die Saison 2015 war eine Saison der Superlative für die New Yorker Lions. Sowohl in der GFL als auch im BIG6 Wettbewerb konnte das Team von Head Coach und Offense Koordinator Troy Tomlin und Defense Koordinator Dave Likins die Meisterschaft gewinnen.
Auch spiegelt sich dieses Ergebnis in vielen Statistiken wieder. Unter Anderem war die Mannschaft der Lions mit im Schnitt 41,5 erzielten Punkten je Spiel in dieser Kategorie mit unter den besten drei Teams der gesamten GFL.
Einen großen Anteil an dieser hervorragenden Offense Leistung hatte auch die Offense Line, die Schutztruppe des Quarterbacks.
Die Offensive Line und damit der ausschlaggebende Mannschaftsteil wenn es darum geht, den Quarterback zu schützen, ihm genügend Zeit zu verschaffen um seine Receiver anspielen zu können oder um den Runningbacks die notwendigen Lücken zu blocken, besteht in der der Saison 2016 erneut aus einer Vielzahl von erfahrenen Spielern als auch aus Neuzugängen.
Zu denen, die schon in der letzten Saison 2015 im Team standen und auch 2016 wieder dafür sorgen wollen, dass die gegnerischen Verteidiger so selten wie nur möglich zu den Quarterbacks der Löwen durchdringen, gehören Jan Lanser, Gerrit Meister, Sören Wendland, Harald Binczek, Robert Sövegjarto, Yohanis Yudistira und Nikita Schönborn.
Seit 2008 für das Team der New Yorker Lions aktiv ist der 29-jährige Jan Lanser.
Vor seinem Wechsel nach Braunschweig spielte der gebürtige Kölner für die Cologne Falcons, wo er auch das ABC des Football Spiels erlernte. Durch den Arbeitskollegen seines Vaters und Gründungsmitglied der Cologne Falcons Hans-Peter „Auge“ Weber kam der 1,92 m große und 120 kg schwere linke Guard 2005 zu dem Team der Falken. Seither trägt er auch die #66, genau wie es „Auge“ in seiner aktiven Zeit auf dem Platz tat. Bereits in seiner ersten Spielzeit gewann er mit den Braunschweigern den German Bowl.
Der 30-jährige Gerrit Meister wechselte 2011 von den Groningen Giants aus der zweiten holländischen Division nach Braunschweig und ist seitdem ein fester Bestandteil der Offensive Line. Bereits vor seinem Wechsel aus Groningen nach Braunschweig schnupperte der 1,89 m große und 128 kg schwere gelernte Offense Liner GFL Luft, als er in der Saison 2008 für die Hamburg Blue Devils auflief. Des Weiteren war er bereits ebenfalls mal für die Bremerhaven Seahawks aktiv.
Sören Wendland stieß während der laufenden Saison 2011 zum Team der Löwenstädter. Davor spielte der gebürtige 30-jährige Cuxhavener an der Liberty University in Lynchburg (Virginia), USA, wo der 1,98 m große und 135 kg schwere Tackle seit 2006 für die Liberty Flames in der NCAA Div. 1AA erfolgreich Football spielte.Mit dem Football begonnen hat er als 14-jähriger im Jahre 2000 bei den Cuxhaven Northstars. Über die Teams der Ritterhude Badgers und der Weyhe Vikings schaffte er schnell den Sprung in die GFL und lief dort 2005 für die Hamburg Blue Devils auf, ehe er ein Jahr später seine Karriere in den USA fortsetzte.
Seit Mitte 2012 für die New Yorker Lions aktiv ist Yohanis Yudistira. Der 22-jährige Yudistira wechselte von den Junior Lions direkt in den Kader der GFL Mannschaft und kam schneller als gedacht zu seinem ersten Einsatz.
Beim letzten Heimspiel der Saison 2012 gegen die Berlin Rebels verletzte sich Antonio Tassara schwer und konnte nicht mehr weitermachen. Für ihn übernahm der gerade aus dem Jugendteam gewechselte 1,80 m große und knapp 100 kg schwere Yudistira gegen das Team der Berlin Rebels und machte seine Sache auf Anhieb gut.
Der 25-jährige Harald Binczek, den es vom direkten Ligakonkurrenten den Cologne Falcons 2014 nach Braunschweig zog und der zum erweiterten Kader der deutschen Nationalmannschaft gehört, ist mittlerweile in Braunschweig auch privat angekommen und in der Löwenstadt sesshaft geworden..
Begonnen hat das 2,02 m große und 155 kg schwere Kraftpaket mit dem Football 2006 in der Jugend der Cologne Falcons. Nach vier Jahren bei den Junioren wechselte er zur Saison 2010 in den Herrenkader der Kölner.
Nach dem Karriereende von Hannes Irmer, übernahm im letzten Jahr die schwere Aufgabe als Center in der Offense der New Yorker Lions der28-jährige Robert Sövegjarto. Zur Saison 2012 von den Bremen Firebirds aus der Regionalliga Nord nach Braunschweig gewechselt, war er davor gemeinsam mit Gerrit Meister bei den Bremerhaven Seahawks aktiv. Eigentlich ursprünglich als Fullback aktiv, wechselte er zu Beginn der Saison 2015 schlussendlich in die Offense Line und hinterließ von Beginn an einen hervorragenden Eindruck in seiner neuen Schlüsselrolle.
Der letzte in der Riege der starken Jungs aus der ersten Reihe die bereits im letzten Jahr für die Lions aufliefen, ist der erst 20-jährige Nikita Schönborn.
Nikita Schönborn begann 2011 in Wilhelmshaven im Junioren Team der Jade Bay Buccaneers als Spieler in der Defense Line. 2012 folgte die Berufung in die Niedersachsen-Auswahl und im Anschluss der Wechsel für die Saison 2013 zu den Düsseldorf Panthern in die GFL Juniors, als auch der Wechsel von der Verteidigung in die Offense-Line. Neben der Berufung in die Jugend Auswahl von Nordrhein-Westfalen und der Teilnahme am Jugend-Länderturnier 2013 folgte 2014 die Nominierung für das Team Germany und die Teilnahme bei der Jugend-WM in Kuwait.
Seine ersten Schritte in der GFL sammelte das 1,94 m große und 120 kg schwere hoffnungsvolle Nachwuchstalent in fünf Spielen in der Saison 2014 im Kader der Düsseldorf Panther. Nach Braunschweig zu gehen war ein Traum für den zurzeit in Braunschweig an seinem Abitur arbeitenden Schönborn, der neben American Football auch noch gerne Basketball spielt.
Neu in der Riege der Schutztruppe des Quarterbacks der New Yorker Lions sind die bereits ausführlich vorgestellten Dennis Kenzler, Marco Schulte und das niederländische NachwuchstalentAntonius Walvis.
Offense Line Spieler Dennis Kenzler, begann Anfang 2008 mit dem American Football im Juniorteam der Fighting Pirates. Bereits im Sommer desselben Jahres ging es für den Elmshorner für 11 Monate nach Kanada, wo er die Chance bekam, erst im Jugend Team der Nanaimo Redmen (Nanaimo Vancouver Island, British Columbia) zu spielen und später mit dem Herren-Team der Vancouver Island Raiders zu trainieren.
Nach seiner Rückkehr in die Heimat spielte er noch ein Jahr in der Jugend der Pirates, ehe er zur Saison 2010 in das Herrenteam wechselte und dort bis zur Saison 2015 blieb. Neben nahezu allen Positionen in der Offense Line, kann der 1,98 m große und 124 kg schwere Dennis Kenzler auch in der Defense Line eingesetzt werden.
Marco Schulte, begann 2011 als 17 jähriger im Team der Cloppenburg Titans und schaffte gleich in seinem ersten Jahr den Sprung in die Offense-Line der Jugendauswahl Niedersachsens, den Mustangs.Im Jahr 2012 ging es dann für ein Jahr zu den Bremerhaven Seahawks bevor es den 1,98 m großen und 130 kg Marco Schulte für die Spielzeiten 2013 und 2014 zu den Oldenburg Outlaws zog. In beiden Mannschaften war er sowohl in seiner angestammten Position in der Offense-Line, als auch als Punter auf dem Feld aktiv.
Nach dem im letzten Jahr mit Tom van Duijn und Chris Smith bereits zwei Niederländer im Team der New Yorker Lions für Furore sorgten, komplettiert in der GFL Saison 2016 der erst 20-jährige Antonius “Tonny“ Walvis das Trio aus dem angrenzenden Nachbarland.
Der 1,83 m große und 124 kg schwere Offense Line Spieler begann mit 12 Jahren seine Football Karriere in der Jugend Mannschaft der Amsterdam Crusaders. Bereist nach nur wenigen Spielzeiten waren seine Leistungen auf dem Feld so gut, das die Trainer der niederländischen U19 Juniorenauswahl auf den talentierten Spieler aufmerksam wurden und ihn in von 2011 bis 2015 in den Nationalkader der „Dutch Lions U19“ beriefen.
Highlight seiner bisherigen noch jungen Karriere war die Berufung in die Jugend Weltauswahl der IFAF 2015, für das Spiel gegen die Auswahl der USA in Arlington, Texas, welches er als Starting Left Guard in der Offense Line bestritt.
(Holger Fricke - New Yorker Lions)

(Jeremiaha Gates - Foto: Düsseldorf Panther)
23-Jähriger US-Amerikaner mit Führungsqualitäten dank ersten Coaching-Erfahrungen
Schnelle Beine und großes Spielverständnis: Mit Jeremiaha Gates präsentieren die Düsseldorf Panther einen weiteren Neuzugang für die GFL-Saison 2016 mit besonders interessantem Hintergrund. Obwohl erst 23 Jahre alt sammelte der 1,78 Meter große und rund 100 Kilogramm schwere Running Back bereits erste Erfahrungen als Trainer. Nach vier erfolgreichen Jahren mit den in der höchsten College-Division spielenden Samford Bulldogs im US-Bundesstaat Alabama arbeitete Gates in der vergangenen Saison als Running Back- und Tight End-Coach für die Florida Tech Panthers aus der Division II. Beste Voraussetzungen also, um im Team der Düsseldorf Panther jene Führungsrolle einzunehmen, die Head Coach Marc Ellgering von seinen Importspielern verstärkt erwartet.
Angriffslustig und ambitioniert: Jeremiaha Gates hat sich für seine Zeit in Düsseldorf große und ehrgeizige Ziele gesteckt. „Der Hauptgrund, warum ich mich für die Panther entschieden habe, ist die Vision, die dieser traditionsreiche Verein aktuell verfolgt“, beschreibt der Mann aus Florida. „Ich sehe es als großartige Gelegenheit, Teil dieser Entwicklung zu sein und dabei helfen zu können, die von den Team-Verantwortlichen formulierten Ziele zu erreichen. Dabei wird mir das von Head Coach Marc Ellgering präsentierte Konzept für das Laufspiel der Panther helfen. Die Art, wie wir den Ball tragen wollen, kommt meiner Spielweise sehr entgegen. Ich möchte einem sehr talentierten Team dabei helfen, den Fans der Düsseldorf Panther eine tolle Show zu bieten.“
Coach Ellgering traut seinen Neuzugang nicht nur wegen dessen körperlichen Fähigkeiten einiges zu: „Jeremiahas Qualitäten als Running Back sind offensichtlich: Er ist schnell, hat einen tiefen Körperschwerpunkt und bringt gute 100 Kilogramm auf die Waage. Den muss du als Defense-Spieler erstmal zu Fall bringen. Darüber hinaus scheint er über genau die charakterlichen Fähigkeiten zu verfügen, die wir zur Entwicklung unseres jungen Teams benötigen.“
Sich selbst beschreibt Jeremiaha als „one cut slasher“-Running Back, also jemand, der durch Körpertäuschungen und schnelle Richtungswechsel Lücken in der Abwehrlinie findet bzw. aufreißt. „Ich bin aber flexibel genug in meiner Spielweise, um dem Team unabhängig von der Situation vom ersten bis zum dritten Down helfen zu können“, so Gates. „Um auf dem Football-Feld Erfolg zu haben, muss man sich selbst in gewisser Weise als General sehen, der einfach weiß, was um ihn herum vorgeht.“
Auch abseits des Sportlichen freut sich Gates auf seine Zeit in Deutschland. „Ich liebe es, zu reisen und neue Kulturen kennenzulernen“, so der 23-Jährige. „In Europa werde ich dazu ausreichend Gelegenheit bekommen. Außerdem interessiere ich mich sehr für Musik und lerne auch immer wieder gern neue Instrumente. Sehr gut abschalten und Kraft tanken kann ich zudem beim Angeln.“
(Carsten van Zanten - AFC DÜSSELDORF 1978 E.V. DÜSSELDORF PANTHER)

Mit dem US-Linebacker Jordan Glass holen sich die Monarchs einen defensiven „Quarterback“
Für echte Footballfans ist dieser Fakt ein alter Hut: Nicht nur die Offensive positioniert sich um einen zentralen Schlüsselspieler, ihren Quarterback. Auch die Defensive verfügt über ein entsprechendes Pendant, zumeist den Middle Linebacker. Nicht anders als der Quarterback im Angriff, lenkt dieser seine Mitspieler, übermittelt Spielzüge, behält den Gameplan fest im Auge. Jordan Glass, Dresdens jüngste Neuverpflichtung, ist dieser defensive Quarterback. 1,88 Meter groß. 113 Kilogramm schwer. „Jordan ist für uns ein echter Glücksgriff. In den vergangenen Jahren entschieden wir uns oft für die Verpflichtung kleinerer, leichterer Athleten auf den Außenpositionen. Jordan ist seit längerer Zeit wieder ein echter Middle Linebacker, ein echtes Pfund im Zentrum“, berichtet Monarchs-Headcoach John Leijten.
Dieses „echte Pfund“ ist wohl gewählt. Mit jungen, talentierten Defense Linern vor sich, ist speziell die Position des Middle Linebacker in der kommenden Spielzeit ein echter Schlüssel zum Erfolg. „Jordan wird in dieser Saison mit Sicherheit gefordert. Die GFL ist eine laufstarke Liga. Viele Teams setzen im Angriff verstärkt auf ihre Runningbacks, um das Risiko für ihre Quarterbacks zu minimieren. Mit großen O-Linern blocken sie Löcher in die erste defensive Linie, um dann ihren Laufangreifer hindurchzuschicken. Dann sind die Linebacker gefragt, will man nicht unfreiwillig viele Yards verschenken“, erklärt Leijten. Leichtere Außenverteidiger sind für diese Aufgabe nicht das Optimum. Wenn pfeilschnelle Runningbacks von bis zu 100 Kilogramm durch Löcher in den Linien rasen, ist reichlich Power und Cleverness gefragt, soll das defensive Bollwerk halten.
Beides bringt der 26-jährige Jordan Glass nach Dresden mit. Sowohl für die Universität Utah State als auch für die University of California spielte der in San Jose/Kalifornien geborene Linebacker auf höchstem Collegeniveau (Div.I). In seinem ersten Jahr in Utah noch als Ersatz zumeist am Spielfeldrand, zeigte Glass bereits im zweiten Jahr sein unglaubliches Potenzial. In drei Spielen gelangen ihm 26 Tackles, bevor der große Rückschlag folgte. Ein übler Zusammenprall brach ihm sein Bein. Knapp 12 Monate musste Glass pausieren, bevor es an einer neuen Uni mit seinem alten Defense Coordinator erneut zur Sache ging. Hier, an der University of California, war Glass der absolute Defense Star, schaffte 66 Tackles bereits im ersten Jahr. Mit 68 Tackles im zweiten und unglaublichen 85 Tackles im dritten Jahr empfahl sich Jordan für die NFL und wurde Team MVP. Im Folgejahr wurde Glass zu Probetrainings und Camps nach San Francisco und Green Bay eingeladen.
Warum Jordan Glass weder in der NFL noch in der CFL ein Engagement erhielt, bleibt wohl ein ewiges Geheimnis. Einer der bestvernetzten Coaches Deutschlands freute sich. Er ließ seine Beziehungen spielen und holte Glass zu seinem Team. „Coach Kirk Heidelberg von den Cologne Crocodiles ist in den Staaten noch immer eine große Nummer. Er trainierte gute Colleges und hat viele Kontakte zu Trainern und Agenten“, weiß ein Insider. Nur so ist es wohl zu erklären, dass so ein guter Spieler in der 2. deutschen Bundesliga (GFL2) landete. Ein unglaublicher Gewinn für die Liga. Eine scheinbar leichte Spielwiese für Jordan Glass. Mit wahnwitzigen 117 Tackles und 7 Sacks avancierte Glass unangefochten zum besten Verteidiger der Liga. Schnell war klar, dieser Junge braucht weitaus stärkere Konkurrenz. Diese erhält er nun, allein im Kreise seines neuen Teams, den Dresden Monarchs. Schon jetzt sind Fans und Experten gespannt auf seinen Einfluss. Bestes „Beef“ für die zentrale Defensive ist er, ohne Frage, und noch dazu ein Kandidat für den Publikumsliebling des Jahres.
(Jörg Dreßler - Dresden Monarchs e.V.)
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