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US-Amerikaner Bryant übernimmt die Jets-Defense - Bereits Anfang April, inmitten der Corona-Krise, hatten sich die Troisdorfer Footballer von ihrem bisherigen Defense-Chef Sascha Kohlenberg getrennt. Die Suche nach einem Nachfolger war im Anschluss überraschend schnell von Erfolg gekrönt.
Der neue Defense-Chef Gerald Bryant ist schon voll ins Training bei den Jets eingestiegen (Foto: Jets)
Denn mit Gerald Bryant können die Jets schon nach wenigen Wochen einen neuen Defense-Chef bekannt geben. Der 64-jährige US-Amerikaner war bis vor kurzem noch Cheftrainer der Siegen Sentinals, hatte dort aber sein Amt zur Verfügung gestellt.
„Manchmal muss man auch ein bisschen Glück haben“, so Jets-Head Coach Andreas Heinen. „Unser Quarterback Coach und neuer Offense Coordinator Jens Langenbach kommt ursprünglich aus Siegen und hat den ersten Kontakt hergestellt. Dass wir Gerald Bryant so schnell für die Jets begeistern konnten, ist für uns natürlich eine großartige Sache.“
Das erste Treffen fand an einem sonnigen Samstag im Aggerstadion statt. Schon da war schnell klar: hier stimmt die Chemie.
„Wir mussten uns wegen interner Differenzen von Vorgänger Sascha Kohlenberg trennen“, so Heinen weiter. „Insgesamt tut es der Mannschaft nicht gut, dass wir in den vergangenen Jahren so oft den Defense Coordinator austauschen mussten. Die Jungs hatten kaum die Gelegenheit, sich in einem System einzuspielen und das ist für die Entwicklung der Spieler nicht vorteilhaft.“
Mit Gerald Bryant soll sich das nun ändern. „Mein Ziel ist es, gemeinsam mit den anderen Defense Coaches ein tragfähiges Verteidigungskonzept für die Jets aufzustellen“, so Bryant. „Durch die Corona-Krise haben wir nun ausreichend Zeit, um uns für den passenden Weg zu entscheiden.“
Coach Bryant, der mit seiner Frau Silvia in Siegen lebt, kann auf einen riesigen Erfahrungsschatz als Spieler und Trainer im American Football zurückblicken. Seine Vita in diesem Bereich umfasst mehrere DIN A4-Seiten und würde den Rahmen dieser Meldung sprengen.
Zu Beginn seiner Spielerkarriere konnte er ein Jahr lang bei den New Orleans Saints in der National Football League (NFL) Erfahrungen sammeln und wechselte dann in den semi-professionellen Bereich. Nach seiner aktiven Zeit blieb er dem Sport als Trainer erhalten und übernahm unterschiedliche Posten in mehreren Semi-Pro Teams in den USA.
Auch beruflich kam Gerald Bryant in den vergangenen Jahren viel herum und arbeitete nach seiner Zeit bei der Army unter anderem als Polizist und als Helikopter-Mechaniker. Nun genießt er seinen verdienten Ruhestand im schönen Siegerland.
Hier stand der Hüne, der zurecht auf den Spitznamen „Freight Train (übersetzt „Güterzug“) hört, zuletzt unter Vertrag und gewann mit den Siegen Sentinals 2019 sogar den Gruppensieg in der Verbandsliga „Ost“. Bereits in der Saison 2009 war er bei den Siegenern als Coach aktiv, bevor es noch einmal zurück in die USA ging.
Dort coachte er zwischenzeitlich im Semi-Pro-Bereich die Gulf Coast Outlaz (Biloxi, Mississippi), die Hattiesburg Hawks (Hattiesburg, Mississippi), die Mississippi Gulf Coast Pirates (Biloxi, Mississippi), die Forest County Spartans (Hattiesburg, Mississippi) und war zuvor noch für die Lafayette Mudbugs (Lafayette, Louisiana) und die Mississippi Fire Dogs (Biloxi, Mississippi) als Trainer aktiv. Mit den Mississippi Gulf Coast Herricanes sammelte er auch im Frauenfootball seine Erfahrungen.
„Um in diesem Spiel erfolgreich zu sein, brauchen wir Teamgeist, müssen wie eine Familie zusammenhalten und immer das gleiche Ziel verfolgen“, so Gerald Bryant, der bereits hochmotiviert ins Training eingestiegen ist.
Nun hat er seine neue Aufgabe als Defense Coordinator der Troisdorf Jets angenommen und kann all sein Wissen in die junge und hungrige Mannschaft einbringen. Mehr als trainieren steht für die Teams der Troisdorf Jets momentan allerdings leider nicht auf dem Plan. Ob in diesem Jahr in NRW zumindest eine verkürzte Saison nach den Sommerferien stattfinden kann, steht noch immer nicht fest.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Andreas Heinen - American Football Club Troisdorf Jets e.V.
Minden Wolves verlieren Head Coach Timo Drinkhut. Thomas Bonk und Eric Wichmann übernehmen kommissarisch.
Sie leiten als Gespann ab sofort die Geschicke bei den American Footballern der Minden Wolves: Thomas Bonk (links) und Eric Wichmann. Foto: Minden Wolves
Personelle Veränderung kurz vor der Wiederaufnahme des Trainings. Das American Football-Team der Minden Wolves in der DJK Dom Minden wird zukünftig ohne seinen Head Coach planen müssen. Private Beweggründe haben dazu geführt, dass Timo Drinkhut seinen Platz an der sportlichen Spitze des ambitionierten Mühlenkreisteams frei machen muss. Einen Nachfolger hat das „Wolfsrudel“ noch nicht benannt. „In unseren Offense- und Defense-Coordinators haben sich zwei erfahrene Coaches bereiterklärt, gemeinsam die Leitung des Teams kommissarisch zu übernehmen. Thomas Bonk und Eric Wichmann genießen für die Aufgabe unser vollstes Vertrauen“, erklärt Sportdirektor Volker Krusche.
Natürlich soll der Posten des Head Coaches nicht dauerhaft verwaist bleiben. „Allerdings haben wir keinen Druck, es besteht keine Eile.“ Timo Drinkhut gehört zu den Gründern der Wolves und hatte durch sein Engagement großen Anteil daran, dass sich das im November 2018 ins Leben gerufene Football-Projekt zu einem der spannendsten in Deutschland entwickelt hat. Krusche: „Wir sind Timo zu Dank verpflichtet und wünschen ihm alles Gute.“
Die Minden Wolves müssen ab sofort ohne ihren Head Coach auskommen. Timo Drinkhut hat sich aus privaten Gründen zurückgezogen.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Volker Krusche - Minden Wolves
Am Pfingstmontag waren wir zu Gast bei den Gelsenkirchen Devils. Es stand das zweite Training nach der Corona-Unterbrechung auf dem Programm. Elf Wochen gab es kein Training und am Pfingstsamstag hätte der 6. Spiel in der Regionalliga stattgefunden. Durch Corona wurde alles wieder auf Anfang gesetzt. Bereits gestern haben wir ein Interview mit dem Devils Quarterback JoJo Werner veröffentlicht (Link zum Interview). Heute bringen wir euch den zweiten und letzen Teil unserer kleinen Fragestunde vom 2. Training der Devils nach der unfreiwilligen Pause. Jetzt stellte sich unseren Fragen der erste Vorsitzende der Gelsenkirchen Devils, Sven Kicza.
Sven Kicza war am Pfingstmontag ein gefragter Interviewpartner (Foto: Oliver Jungnitsch)
Die Fragen für NRW Football stellte Oliver Jungnitsch. Weitere Informationen zu den Gelsenkirchen Devils haben wir hier verlinkt.
Bildergalierie zum Training:
Oliver Jungnitsch für NRW Football
Corona hat unser Leben verändert, insbesondere das Vereinsleben. Bei den Footballern der Gelsenkirchen Devils gab es eine elfwöchige Trainingspause. Ursprünglich hätte am vergangenen Wochenende der 6. Spieltag in der Regionalliga stattgefunden. Es wäre der Aufsteiger, die Düsseldorf Bulldozer zu Gast gewesen. Seit dem letzten Donnerstag trainieren die Devils wieder, jedoch mit gebremstem Schaum, denn das Training musste komplett umgestellt werden. Hierfür haben die Verantwortlichen der Devils ein Hygienekonzept erstellt, welches die zuständige Behörde überzeugte und somit dürfen die Teams der Footballer wieder auf den Rasen. Noch ist völlig offen, wie es in der Regionalliga weitergehen wird. Möglich wäre eine verkürzte Saison, nur Freundschaftsspiele oder sogar nur ein Trainingsbetrieb. Für uns ist dies eine gute Gelegenheit, um uns einen eigenen Eindruck von der besonderen Situation zu verschaffen.
Quarterback JoJo Werner stellte sich unseren Fragen nach der Zwangspause. Die Gelsenkirchen Devils trainieren an historischer Stelle - der Glückauf-Kampfbahn (Foto: Oliver Jungnitsch)
Für die Herren der Gelsenkirchen Devils stand gestern das zweite Training nach der Coronapause auf dem Plan. Elf Wochen ruhte der Trainingsbetrieb bei den Devils und keiner wusste wie es weitergehen sollte. Vom Hauptverband gab es zwar schon Ende April ein Konzeptpapier, welches jedoch nicht lange „überlebte“, denn der AFVD löschte es schnell, nach vielfältiger Kritik, von Ihrer Homepage. Der AFCV NRW will einen gemeinsamen Weg mit den Vereinen gehen und hat eine Online-Umfrage erstellt - das Ergebnis steht jedoch noch aus. Solange wollen wir nicht warten und holen uns Informationen aus erster Hand. Für unsere Fragen haben wir zum einen Sven Kicza, den 1.Vorsitzenden der Devils und zum anderen einen langjährigen Spieler ausgesucht: Quarterback Johannes (JoJo) Werner. Mit JoJo wollen wir auch starten. Morgen bringen wir das zweite Interview mit Sven Kicza.
Das Interview mit dem ersten Vorstand der Devils folgt morgen. Dann werfen wir mit Sven Kizca einen Blick auf eine mögliche Spielzeit, die finanzielle Belastung durch Corona und Aktionen, die im Hintergrund stattfanden. Die Fragen für NRW Football stellte Oliver Jungnitsch. Weitere Informationen zu den Gelsenkirchen Devils haben wir hier verlinkt.
Bildergalierie zum Training:
Oliver Jungnitsch für NRW Football
Auch für die Cardinals gibt es eine „nach-Corona-Zeit“, wann immer dies auch sein mag. Auf Empfehlung von Cardinals Head Coach DJ Anderson hat sich der 27-jährige US-Amerikaner Cole Williams dem Essener Footballverein angeschlossen.
Die Cardinals sichern sich auch für die Zeit nach Corona Verstärkung für auf und neben dem Spielfeld. Cole Williams stösst zu den Men in Blue (Foto: Roland Schicho)
In den letzten Jahren war Cole Williams beim Remscheid Amboss und den Langenfeld Longhorns sowohl als Spieler, als auch als Trainer aktiv. Im vergangenen Winter kehrte er mit seiner deutschen Freundin in die USA zurück. Nach der Hochzeit entschieden sich die beiden zur Rückkehr nach Deutschland und fanden ihren neuen Lebensmittelpunkt in Essen.
„Sportlich und menschlich ist Cole mit Sicherheit eine Bereicherung für die Cardinals. Er wird auf und abseits des Feldes sowohl in der Offense, als auch in der Defense zu finden sein. Zunächst verstärkt er die Trainercrew der Cardinals-Verteidigung. Aufgrund seiner durchaus guten Deutschkenntnisse soll er mittelfristig aber nicht nur bei den MIB aktiv sein, sondern durchaus auch sein Wissen in den gesamten Verein einbringen. Er hat Coaching-Erfahrung an seiner Highschool in Kansas gesammelt und gemeinsam kurioserweise mit dem ehemaligen Cardinals Jugendspieler Milian Richert an der University of Saint Mary gemeinsam auf dem Footballfeld gestanden“, erläutert Cardinals Präsident Wilfried Ziegler.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Wilfried Ziegler - Essen Assindia Cardinals
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