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Aufatmen bei den Lübeck Cougars: Am zweiten Spieltag haben die "Berglöwen" ihren ersten Saisonsieg eingefahren. Bei Aufsteiger Ritterhude Badgers triumphierte die Mannschaft von Willie J. Robinson mit 45:7 (24:0). Für die Cougars-Zähler sorgten Jamie Dale (20), Laurents Mohr (12), Cody Journell (7) und Ernest Wiggins (6).

Defense der Cougars - Foto: Eberhard Köster
"Großartig, den ersten Sieg des Jahres zu feiern. Wir haben aber immer noch einen ganz langen Weg vor uns, um unser ultimatives Ziel zu erreichen", sagte Cheftrainer Willie J. Robinson nach dem Abpfiff. "Ich freue mich für die Jungs und die Cougars-Familie, die uns so zahlreich in Ritterhude unterstützt hat."
Zwei Wochen nach der unglücklichen Auftaktniederlage gegen Bonn zeigte sich vor allem die lübsche Defense vor rund 70 mitgereisten Cougars-Fans stark verbessert. Badgers-Quarterback Ryan Cieplenski stand von Beginn an unter ständigem Druck der Defensive Line um Semmie Radji und Ernest Wiggins, so dass ein geordnetes Passspiel der Niedersachsen kaum zustande kam. Die Konsequenz: Gleich vier Interceptions durch Homer Mauga (2), Daniel Richter und Rookie Simon Sperner. Nur wenn der US-Spielmacher der "Dachse" selbst zum Lauf ansetzte, wurde es gefährlich - doch meist erstickte die aggressive Verteidigung der Cougars auch diese Versuche im Keim.

Defense der Cougars - Foto: Eberhard Köster
Die Cougars-Offense, wieder mit Laurents Mohr und Sascha Hamp an Bord, erwischte ihrerseits einen Traumstart. Jamie Dale und Mohr schlossen gleich die ersten beiden Angriffssequenzen mit einem Touchdown ab. Kicker Cody Journell, der nur zwei Wochen nach seinem Bänderriss wieder auf dem Feld stand, erhöhte jeweils per Zusatzkick auf 14:0. Und weil Journell kurz vor der Pause ein 47-Yard-Field-Goal zwischen die Pfosten setzte, und Laurents Mohr kurz zuvor einen kurzen Pass von Quarterback Perez Mattison in einen 49-Yard-Touchdown verwandelte, lagen die Cougars zur Pause schon mit 24:0 in Führung. Einziger Wehrmutstropfen bis dahin: Die Schiedsrichter ahndeten beim Spanier Jordi Brugnani einen illegalen Helmkontakt und verwiesen ihn des Feldes. Wie lange der Abwehrspieler gesperrt wird, entscheidet der Verband in der kommenden Woche.
In Hälfte zwei bauten der starke Jamie Dale (zwei weitere Touchdown-Läufe) sowie Ernest Wiggins, der Defensive Lineman wurde gegen Ritterhude immer wieder auch als Runningback eingesetzt, die Führung der Gäste weiter aus. Nur einmal entwischte Badgers-Spielmacher Cieplenski der wachsamen Cougars-Defense und fand den Weg in die Endzone zum zwischenzeitlichen 7:30.
Am 21. Mai treffen die "Berglöwen" auf die Bielefeld Bulldogs am heimischen Buniamshof.
Scoreboard:
00:07 Jamie Dale 3-Yard-Lauf (Kick Cody Journell)
00:14 Laurents Mohr 4-Yard-Pass von Perez Mattison (Kick Cody Journell)
00:21 Laurents Mohr 49-Yard-Pass von Perez Mattison (Kick Cody Journell)
00:24 Cody Journell 47-Yard-Field-Goal
00:30 Jamie Dale 57-Yard-Lauf
07:30 Ryan Cieplenski 9-Yard-Lauf (Kick Thilo Neubert)
07:38 Jamie Dale 11-yard-Lauf (Conversion Jamie Dale)
07:45 Ernest Wiggins 1-Yard-Lauf (Kick Cody Journell)
Jan Wulf - Lübeck Cougars
Unter schlechten Vorzeichen waren die Solingen Paladins am Pfingstsonntag nach Aachen gereist. Nicht nur, dass Heachcoach Tim Rüttgers aufgrund von familiären Verpflichtungen nicht mit dem Team nach Aachen reisen konnte; zudem mussten die Klingenstädter aufgrund von Verletzungen und Erkrankungen auf einige Schlüsselspieler verzichten. Besonders gebeutelt von Verletzungen zeigten sich die Running Backs, also die Ballträger, die anstatt auf die üblichen sechs Spieler nur auf Aaron Price und Michael Prawinski zurück greifen konnten, wobei Prawinski selbst zuletzt 8 Wochen aufgrund einer Verletzung aussetzen musste. Da den Paladins am Freitag Abend dann auch noch der Kicker absagte, mussten von den Coaches noch wenige Stunden vor Spielbeginn einige Umstellungen vorgenommen werden.
So starteten die Paladins nach zwei überraschenden Niederlagen zu Saisonbeginn zunächst nervös und fahrig in die Partie. Zwar konnte man den Ball ordentlich bewegen, aufgrund von individuellen Fehlern und Strafen jedoch keine Punkte auf das Scoreboard bringen. Als Aachen dann ein Geschenk der Paladins dankend annahm und mit 7-0 in Führung ging, kamen bei den Paladins schon die schlimmsten Befürchtungen hoch.
Doch ab dem zweiten Spielquarter kamen die Solinger Footballer immer besser ins Spiel. In der Defense räumten Defense Line Ass Gino Vito Behling und der glänzend aufgelegte Linebacker Felix Thomaßen das Laufspiel der Vampires ab und die Offense der Solinger kam mit dem überragenden Aaron Price immer besser in Tritt. Immer wieder gelang es Price auch kleinste Lücken für gelungene Läufe zu nutzen und den Ball für die Solinger Offense zu bewegen. Kurz vor der Halbzeit belohnte Price seine Leistung dann auch mit einem Touchdown, als er den Ball in die Aachener Endzone trug und somit einen ausgeglichenen Punktestand vor der Halbzeitpause herstellen konnte.
In der zweiten Halbzeit erhöhten die Paladins dann weiter den Druck und konnten zunächst einen Safety durch die Defense und dann einen weiteren Touchdown durch FB Timo Hübner erzielen, der den Ball über die letzten zwei Meter in die Endzone der Aachener hämmerte.
Im vierten Quarter machten es die Paladins dann aber noch einmal spannend, indem man den Vampires den Ball durch eine Ansammlung von Straften praktisch vor die eigene Endzone legte und diese dadurch auf 14:16 verkürzen konnten. Mit einem wunderbaren Trickspielzug konnte dann jedoch Quarterback Jeremy Konzack den ersten Sieg der Saison für die Paladins sichern. Dazu täuschte Konzack die Ballübergabe an Price an, auf den dann auch direkt 8 Spieler der Vampires bißen, nur um den Ball dann doch selbst zu behalten und über 80 Yards in die Endzone der Aachener zum Endstand von 22-14 zu tragen.
In der nächsten Woche reisen die Paladins nun nach Remscheid zum Lokalderby gegen Remscheid. Unterstützt von insgesamt 3 Importspielern aus Amerika zeigen sich die Ambosse in diesem Jahr bisher deutlich verbessert, so dass es ein enges Spiel zu erwarten ist.
Text: Martin Wagner / Foto:Petra Leimküller - Solingen Paladins
Ergänzung von NRW Football:
Bildergalerie von AFC.Pics ist hier verlinkt - Fotografin: Janika Staack
Mit 17:19 (0:7/10:0/7:6/0:6) verloren die Kiel Baltic Hurricanes am Pfingstsonntag ihr erstes Saisonspiel in der German Football League bei den Berlin Rebels
Foto: Xavier Mitchell (Foto: Michael Zelter)
Nachdem beide Angriffsreihen zunächst schleppend ins Spiel starteten, wurde die Partie im Berliner Mommsenstadion ein spannender Krimi. Bei noch einer Minute zu spielen führten die Kieler mit 17:13 und hielten die Rebels drei Spielzüge lang aus der Endzone fern. Doch dann fand Rebels-Quarterback Terrell Robinson seinen Vorgänger auf der Position Darius Outlaw zum entscheidenden Touchdown.
„Wir sind in der Offense schwach gestartet“, so Head Coach Marcus Herford. „Wir haben einiges, woran wir noch arbeiten müssen. Vor allem müssen wir in der Lage sein, einen guten Drive auch abzuschließen.“
Das Spiel begann mit einem ersten Angriff durch die Rebels, den die Hurricanes Defense schnell unterband. Im dritten Versuch und noch immer zehn Yards zu gehen, fing Safety Falk Horn den Pass von Berlins Terrell Robinson ab und brachte sein Team damit an der gegnerischen 33-Yard Line in Ballbesitz. Aus dieser guten Position konnten die Kieler jedoch kein Kapital schlagen und gaben den Ball nach vier Spielzügen wieder ab. Es folgte je ein Punt von beiden Mannschaften, bevor Berlins Running Back Larry McCoy über 40 Yards zum ersten Touchdown des Tages davon lief. Nach dem PAT durch Max von Wachsmann führten die Gastgeber mit 7:0.
Mit einer langen Angriffsserie der Canes ging es ins zweite Viertel und Quarterback Logan Schrader fand schließlich Benedikt Englmann mit einem Pass in der Berliner Endzone. Thiadric Hansen kickte den Extrapunkt zum Ausgleich. Nach einem Punt der Berliner arbeiteten sich die Hurricanes erneut über das Feld, doch statt eines Touchdowns können sie zumindest ein Fieldgoal von Hansen verbuchen, das sie mit 10:7 in Führung bringt. Die Defense hielt weiter den Druck auf den Berliner Spielmacher aufrecht und so mussten auch die Rebels ein Fieldgoal versuchen, doch der Schuss ging knapp vorbei und es blieb beim 10:7 aus Kieler Sicht zur Pause.
Auch das dritte Viertel begann mit zwei Punts, doch dann fand Logan Schrader Lennart Stolina mit einem Pass, den dieser über 23 Yards in die Endzone trug. Auf Seiten der Rebels war es immer wieder Running Back Larry McCoy, der Raumgewinn erzielt. Doch die Kieler Defense konnte den Angriff der Rebels im vierten Versuch stoppen. Kurz darauf brachte Bekim Bujari die Gastgeber mit einer Interception jedoch wieder in Ballbesitz und Larry McCoy schloss mit seinem zweiten Touchdown, der die Rebels auf 13:17 heranbrachte, ab.
Immer wieder konnten die Hurricanes den Spielmacher der Rebels gut unter Druck setzen, doch dann war es oftmals Larry McCoy, der den Gastgebern doch noch das First Down sicherte. Während Jamal Ibrahim einige gute Läufe zeigte, konnten die Canes hauptsächlich über Xavier Mitchell Raumgewinn erzielen. Im Schlussviertel versuchten die Kieler, ihre knappe Führung mit einem Fieldgoal weiter auszubauen, doch Schrader konnte den Ball nicht rechtzeitig aufstellen, so dass Thiadric Hansens Schuss keine Höhe gewann und geblockt wurde. In der letzten Minute des Spiels standen die Rebels dann in der Redzone der Hurricanes, die die ersten drei Spielzüge abwehrten. Doch dann warf Robinson auf den Veteranen Darius Outlaw zum entscheidenden Touchdown. Zwar bekamen die Canes mit wenigen Sekunden auf der Uhr noch einmal den Ball, schafften es jedoch nicht mehr über das Feld.
Damit starten die Hurricanes mit einer Niederlage in ihre zehnte Bundesligasaison in Folge und empfangen am kommenden Samstag die Dresden Monarchs in Kiel. Kickoff im Kilia Stadion wird um 16 Uhr sein.
Berlin Rebels – Kiel Baltic Hurricanes - 19:17 (7:0/0:10/6:7/6:0)
1. QTR - 7:0 #28 Larry McCoy, 40-Yard Lauf. PAT #13 Max von Wachsmann
2. QTR - 7:7 #87 Benedikt Englmann, 12-Yard Pass von #8 Logan Schrader. PAT #2 Thiadric Hansen 7:10 #2 Thiadric Hansen, 33-Yard Fieldgoal
3. QTR - 7:17 #84 Lennart Stolina, 23-Yard Pass #8 Logan Schrader. PAT #2 Thiadric Hansen 13:17 #28 Larry McCoy, 13-Yard Lauf. PAT blocked
4. QTR - 19:17 #3 Darius Outlaw, 13-Yard Pass von #1 Terrell Robinson. kein PAT missglückter Snap, Holder sichert ihn.
Punkte Kiel: Benedikt Englmann (6), Lennart Stolina (6), Thiadric Hansen (5)
Bettina Büll - Kiel Baltic Hurricanes
„Wir setzen langsam einen Fuß vor den Anderen“, resümierte Markus Meckes Headcoach der Ritterhude Badgers nach der 07:45 Niederlage gegen die Cougars aus Lübeck, die nicht nur auf dem Scoreboard besser aussah, sondern auch auf dem Spielfeld.

(Archivbild HC Markus Meckes mit schwarzen Polo / (c) Oliver Jungnitsch)
Bei ziemlich wechselhaften Wetter und vor rund 300 Zuschauern, fing das Spiel so an, wie das letzte Spiel gegen Paderborn noch aufgehört hatte. Angefeuert von ungefähr 50 mitgereisten Fans konnten die Gäste ihren ersten Angriff direkt nutzen und die ersten sieben Punkte erzielen. Anschließend überraschten die Lübecker ihren Gegner mit einem wunderbaren Onside Kick und sicherten sich somit direkt wieder das Angriffsrecht um den Spielstand auf 0:14 zu erhöhen und die Weichen für das restliche Spiel zu stellen.
Das Angriffsspiel der Badgers kam im gesamten Spiel nie wirklich ins Rollen. Die Offense Line war dem Pass Rush der Lübecker oftmals nicht gewachsen und auch die Receiver ließen immer wieder Bälle fallen, wenn sie sich mal der engen Passverteidigung der Cougars entziehen konnten. So erarbeitete sich die Lübecker Defense insgesamt vier Interceptions und zahlreiche Sacks. Es war lediglich Quarterback Ryan Cieplinski selbst, der vereinzelt größere Raumgewinne und auch den einzigen Touchdown des Tages auf Seiten der Dachse zum zwischenzeitlichen 07:30 verzeichnen konnte.
Auf Seiten der Verteidigung waren zum vorherigen Spiel immer wieder Verbesserungen zu erkennen. So gelang es ihnen öfter den gegnerischen Angriff zu einem Punt zu zwingen und somit gute Feldposition zu erarbeiten. Lasse Hinders gelang ein Sack und ein Tackle for Loss und Roberto Krahl konnte einem Lübecker den Ball aus den Händen reißen und somit einen Angriffswechsels provozieren. Allerdings konnten zu oft die Big Plays der Gäste nicht verhindert werden, so dass die Defense sich somit selbst um ihren eigenen Lohn gebracht hat.
Meckes sagte nach dem Spiel außerdem: „Der größte Unterschied zu den gegnerischen Mannschaften in der GFL2 ist die Spielerfahrung, sowie das damit eingehende Spielverständnis. Wir haben viele junge Spieler dabei, die ihre erste Saison spielen und dieser Rückstand ist dann schwierig wett zu machen. Daher ist es umso wichtiger, dass Spieler wie z.B. Antonio Krahl zur Mannschaft zurückgekehrt ist, der schon mehrere Jahre in der GFL gespielt hat und heute der Defense direkt mit zahlreichen Tackles unter die Arme greifen konnte. Nun kommen sechs anstrengende Wochen mit sechs Spielen auf uns zu in denen es gilt, weiterhin einen Schritt nach dem Anderen zu machen.“
(Mirko Morisse - Ritterhude Badgers)
Wenn man sich die aktuelle Tabelle anschaut, dann fand gestern das Spiel der zur Zeit besten Mannschaften in der Regionalliga statt. Es spielte der Erste gegen den Zweiten. Die Cologne Falcons konnten sich durch eine sehr gute zweite Halbzeit gegen den Amboss aus Remscheid mit 40:27 durchsetzen. Zur Halbzeit sah es nach einer weiteren Überraschung der Remscheider aus.

Pat erfolgreich für den Amboss (Foto: Nick Jungnitsch)
In der ersten Hälfte war es ein ständiges Hin und Her. Auffällig war bei Köln die mangelnde Verwertung der Extrapunkte – in der ersten Hälfte „null“. Die Remscheider machten es besser und so stand nach je drei Touchdowns für beide Mannschaften 21:18 für Remscheid zur Pause.
Nach einer sehr deutlichen und lautstarken Ansprache des Headcoaches in der Halbzeit, waren es die Falcons die das Spiel in den letzten Quartern bestimmten. Remscheid kam erst in den letzten Sekunden zu weiteren Punkten.
Im Derby haben die Remscheider am nächsten Wochenende die Solingen Paladins zu Gast. Dabei werden sie einige verletzte Spieler und den Quarterback Jonas Kronenberg ersetzen müssen. Die Falcons können sich eine Woche ausruhen und reisen nach Solingen zu den Paladins. Bei den Solinger läuft man zur Zeit den Ansprüchen hinterher, denn man wollte um den Aufstieg mitspielen. Der Blick auf die Tabelle spricht jedoch eine andere Sprache. Es versprechen zwei spannende und richtungsweisende Spiele für alle drei Vereine zu werden.

#11 Jan Eisenbraun beim Catch für die Falcons (Foto: Nick Jungnitsch)
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Fotos von Nick Jungnitsch
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Fotos von Oliver Jungnitsch
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