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U19 Regionalliga | Münster Phoenix – Langenfeld Longhorns 23:22 (0:0/6:7/0:0/9:8 |OT 8:7) - Was für ein Finale im letzten Heimspiel der Saison! Die Münster Phoenix haben am Sonntag, den 6. September 2026, für eine faustdicke Überraschung in der U19-Regionalliga gesorgt. Nach einem über weite Strecken von den Defenses geprägten Spiel bezwangen die Phoenix den bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer Langenfeld Longhorns mit 23:22 nach Overtime. Für die Longhorns war die Ausgangslage eigentlich glasklar: Noch ein Sieg – und die Meisterschaft wäre perfekt gewesen. Doch daraus wurde nichts. Statt Meisterfeier gab es in Langenfeld lange Gesichter. Die Entscheidung über den Regionalliga-Titel ist vertagt.

Overtime-Wahnsinn im Cage: Phoenix stürzen ungeschlagene Longhorns - Foto: Nick JungnitschOvertime-Wahnsinn im Cage: Phoenix stürzen ungeschlagene Longhorns - Foto: Nick Jungnitsch

Ein Vormittag, der immer dramatischer wurde

Um 11:00 Uhr erfolgte der Kickoff im Cage – Sportpark Sentruper Höhe. Erst um 14:36 Uhr war die Partie endgültig beendet. Unter den Augen von Greenmachine-Headcoach Sascha Krotil entwickelte sich eine Begegnung, die bis zum allerletzten Spielzug Spannung bot. Münster gewann den Coin Toss und entschied sich zunächst für den Kickoff. Was folgte, war ein vorsichtiges Abtasten. Beide Defensivreihen hatten die gegnerischen Offenses zunächst gut im Griff. Die ersten Drives endeten jeweils mit einem Punt. Auch im weiteren Verlauf des ersten Viertels blieb die Anzeigetafel unbewegt. Langenfeld hatte zwar die Chance, mit einem 35-Yard-Fieldgoal erstmals zu punkten, doch der Versuch fand nicht sein Ziel. Nach dem ersten Quarter stand es 0:0.

Die Longhorns schlagen zuerst zu

Im zweiten Viertel zeigte der Tabellenführer dann, warum er bislang ungeschlagen durch die Saison gekommen war. Langenfeld arbeitete sich bis an die 1-Yard-Linie vor – maßgeblichen Anteil daran hatte der Quarterback mit der Nummer 8. Den Rest erledigte die #13: Aus kurzer Distanz trug er den Ball in die Endzone. Die #87 verwandelte den PAT und plötzlich stand es 0:7. Doch Münster ließ sich nicht abschütteln. Noch vor der Halbzeit meldeten sich die Phoenix auf der Anzeigetafel zurück. Die #1 verwandelte gleich zwei Fieldgoals und brachte die Gastgeber damit auf 6:7 heran. Das Spiel war wieder völlig offen.

Auch nach der Pause: Nervenkrieg statt Punkte

Wer nach der Halbzeit auf einen offensiven Schlagabtausch gehofft hatte, wurde zunächst enttäuscht – oder besser gesagt: Die Defenses verhinderten ihn. Das dritte Quarter endete erneut ohne Punkte: 0:0. Damit gingen die Teams mit einem hauchdünnen 6:7 in das letzte Viertel. Und genau dort nahm die Partie endgültig Fahrt auf.

Das vierte Viertel wird zum Thriller

Zunächst waren es die Gastgeber, die das Spiel drehten. Die #25 der Phoenix bekam den Ball und kämpfte sich über ein Yard in die Endzone. Der Touchdown brachte Münster mit 12:7 in Führung. Der anschließende Versuch zur Two-Point-Conversion blieb jedoch erfolglos. Langenfeld hatte die passende Antwort parat. Die #40 lief zum Touchdown und verkürzte auf 12:13. Doch die Longhorns wollten mehr. Bei der anschließenden TPC setzten sie auf einen direkten Snap auf den Wide Receiver #13 – und der Spielzug funktionierte. 12:15 für Langenfeld. Münster stand nun unter Zugzwang. Mit der Uhr im Rücken gelang den Phoenix kurz vor Schluss noch ein Fieldgoal durch die #1. 15:15. Viele Zuschauer im Cage rechneten nun mit einer Punkteteilung, denn sie dachten nicht, dass es eine Verlängerung in den Jugendligen gibt. 

Overtime: Jetzt geht es um alles

Es kam zur Overtime. Münster gewann erneut den Coin Toss – und traf eine wichtige Entscheidung: Die Phoenix überließen den ersten Drive den Gästen aus Langenfeld. Die Longhorns spielten ihren ersten Versuch zunächst sicher aus. Dann übernahm wieder die Nummer, die an diesem Tag bereits mehrfach für Gefahr gesorgt hatte: #13: Touchdown Langenfeld. 15:21, und nach dem verwandelten PAT durch #87 stand es 15:22. Für Münster war die Lage brutal einfach: Jetzt musste ein Touchdown her. Die Phoenix mussten dabei sogar einen vierten Versuch ausspielen. Sie schafften es, die Endzone zu erreichen und verkürzten auf 21:22. Doch Head Coach Marius Müller wollte sich damit nicht zufriedengeben. Alles oder nichts. Müller ließ die Two-Point-Conversion spielen. Der Pass in die Endzone kam – doch der Ball wurde zunächst nicht gefangen. Das Spiel schien entschieden. Dann die Flagge. Die Schiedsrichter sahen eine Passbehinderung. Münster bekam eine zweite Chance.

Und diesmal blieb der Ball am Boden. Runningback #25 nahm das Spielgerät und tankte sich durch die Verteidigung in die Endzone. TPC erfolgreich: 23:22 Münster Phoenix.

Jubel in Münster, lange Gesichter in Langenfeld

Was anschließend im Cage passierte, lässt sich kaum anders als mit Erlösung beschreiben. Der Jubel auf Seiten der Hausherren kannte keine Grenzen. Spieler, Coaches und Zuschauer feierten einen Sieg, mit dem vor dem Kickoff wohl nur die wenigsten gerechnet hatten. Auf der anderen Seite: verständlicherweise lange Gesichter bei den Langenfeld Longhorns. Head Coach DJ Anderson und sein Team hatten die Meisterschaft bereits zum Greifen nahe. Ein einziger Sieg hätte gereicht. Stattdessen kassierten die bis dahin ungeschlagenen Longhorns ihre erste Niederlage – und müssen nun weiter auf den Titel warten. Unter den Zuschauern war auch Sascha Krotil, Headcoach der Greenmachine. Er erlebte eine Partie, die bis zum letzten Spielzug spannend blieb.

Meisterfeier vertagt

Für Langenfeld bedeutet die Niederlage: Die Meisterschaftsentscheidung ist vertagt. Am 26. September 2026 treffen die Longhorns auf die Cologne Crocodiles. Erst mit einem Sieg in dieser Partie können sie den Titel aus eigener Kraft perfekt machen.

Für die Münster Phoenix dagegen hätte der letzte Heimauftritt kaum spektakulärer enden können. Im Abschluss-Huddle brachte einer der Münsteraner Coaches die Bedeutung dieses Sieges auf den Punkt:

„Mit diesem Sieg habt ihr euch ein Denkmal gesetzt!“

Und tatsächlich: Mit einem 23:22-Overtime-Sieg gegen den bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer haben die Phoenix ihr letztes Heimspiel der Saison zu einem Nachmittag gemacht, den die Beteiligten so schnell nicht vergessen werden.

 

Bildergalerien 

Nick Jungnitsch: 

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Oliver Jungnitsch: 

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Scoreboard

ViertelMünster PhoenixLangenfeld Longhorns
1. Quarter
2. Quarter 6 7
3. Quarter
4. Quarter 9 8
Overtime 8 7
Endstand 23 22

 

Scoring:
  • Langenfeld: TD #13, PAT #87
  • Münster: 2× Fieldgoal #1
  • Münster: TD #25, TPC miss
  • Langenfeld: TD #40, TPC #13
  • Münster: Fieldgoal #1
  • Overtime: Langenfeld TD #13, PAT #87; Münster TD #25, TPC erfolgreich

Oliver Jungnitsch für NRW Football

 

 

 

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