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In Gelsenkirchen wurde Footballgeschichte geschrieben

Das Verbandsligaspiel zwischen den Gelsenkirchen Devils und den Schiefbahn Riders endete mit einer 14:17-Niederlage für die Devils. Damit haben die Devils nun drei Niederlagen in Folge und sind noch ohne Punkte. Die Gelsenkirchener haben mit Verletzungssorgen zu kämpfen, da auch ihr Starting Quarterback Johannes Werner immer noch verletzt ist. Er hofft jedoch bald wieder einsatzbereit zu sein. In seiner Abwesenheit sprang DB Niklas Ditters #8 für ihn ein.

Whitehead Pascal Filipiak und seine Crew leiteten die erste Overtime in NRW - Foto: Nick Jungnitsch Whitehead Pascal Filipiak und seine Crew leiteten die erste Overtime in NRW - Foto: Nick Jungnitsch  

Sowohl die Teams als auch die Zuschauer wurden, ohne es zu merken, Teil der deutschen American Football-Geschichte, da dies zumindest in NRW die erste Overtime nach einer Regeländerung war. Dazu später aber mehr.
 
Das Spiel begann mit dem Kickoff von Maurice Phillipp Holzvoigt, dem Kicker der Schiefbahn Riders. Die Devils setzten vor allem Runningback Hans Peter Trautewein mit der Nummer 89 ein. Im ersten Drive trennten sich die Gastgeber mit einen Punt vom Ball. Der erste Drive der Gäste aus Schiefbahn endete kurios, als der Quarterback Jens Osterkamp einen Pass auf seinen Wide Receiver werfen wollte, wehrte Devils Cornerback Marc Graniger #23 den Ball nach ab. Durch diese Flugbahnänderung konnte Wide Receiver Jannik Rips mit der Nummer 14 den Ball in der Endzone fangen, was zu einem Punktestand von 0:6 führte. Der PAT durch Holzvoigt #8 war jedoch nicht erfolgreich.

Die Devils setzten weiterhin vor allem auf ihr Laufspiel. Ein Passspiel der Devils führte zu einem Ballverlust in Form einer Interception durch Riders-DB Fabian Heesen mit der Nummer 83. Die Gäste erreichten die Redzone der Devils, versuchten ein Field Goal, aber Marc Graniger von den Devils blockte den Ball und lief bis zur 40-Yard-Linie der Gäste. Dieser Drive der Gelsenkirchener endete ebenfalls mit einer Interception, diesmal durch Kevin Delgrange mit der Nummer 42 von Schiefbahn. Das erste Viertel endete ohne weitere Aktionen.
 
Auch der nächste Touchdown war wieder kurios: Ditters warf in Richtung Endzone, aber der Ball wurde erneut von einem Schiefbahn-Spieler abgefangen. Dieser machte einen sogenannten "Football Move" und Devils-Wide Receiver Moritz Polster mit der Nummer 4 stahl ihm den Ball und lief in die Endzone zur 7:6-Führung. Der Extra Point von Lars de Vries mit der Nummer 14 war erfolgreich. 
 
Nach einem langen Punt der Gelsenkirchener lag der Ball etwa zwei Yards vor der Schiefbahn-Endzone. Maximilian Groepler mit der Nummer 28 konnte den Gegner zu Fall bringen, und es schien zunächst nach einem Safety auszusehen. Die Schiedsrichter entschieden jedoch dagegen. Kurz vor der Halbzeit konnten auch die Devils einen Ball abfangen. De Vries mit der Nummer 14 konnte den Ball in der Mitte des Feldes abfangen und bis in die Endzone, was zu einem Pick Six führte. Der Extra Point von de Vries war gut und somit stand es 14:6 zur Halbzeit.
 
Nach der Pause passierte lange Zeit nichts Zählbares. Die Devils hatten die Chance, auf 17:6 zu erhöhen, aber aufgrund einer Strafe wurde das Field Goal nicht gezählt. Mit weniger als einer Minute Restspielzeit gelang es den Schiefbahn Riders jedoch noch, auszugleichen. Jens Ostermann sorgte mit einem Quarterback Sneak und einer erfolgreichen Two-Point Conversion dafür. Die Devils wollten nichts riskieren und knieten ab. Der Stadionsprecher erklärte bereits, dass man keine Verletzung riskieren wolle und den Punkt mitnehme - jedoch kam es anders! 
 
In dieser Saison wurde die Overtime-Regel auch im Ligabetrieb eingeführt und am Samstag wurde sie zum ersten Mal angewendet (zumindest in NRW). Pascal Filipiak, der als Whitehead auftrat, ist bekannt für kuriose Spielverläufe, wie beispielsweise einen 1-Point-Safety. Filipiak zeigte am Samstag erneut eine souveräne Leistung und bewies starke Nerven, besonders in hitzigen Situationen während des Spiels. Die erste Overtime in NRW sorgte für Verwunderung auf den Rängen. Filipiak erläutere den Teams und Zuschauern die hier gültigen Regeln der Overtime. 
 
Den ersten Drive in der Overtime übernahmen die Devils. Eine Strafe machte einen Field Goal-Versuch zunichte, und danach verloren sie den Ball im vierten Versuch. Kicker Maurice Phillipp Holzvoigt mit der Nummer 8 zeigte einmal mehr, wie wichtig Kicker sind. Nach zwei missglückten Field Goals und einem missglücktem PAT platzierte er den Ball von der 25-Yard-Linie zwischen die Goalposts und schrieb damit Geschichte. Doch nicht nur er, sondern auch die Schiedsrichter-Crew um Pascal Filipiak, denn sie leiteten die erste Overtime nach der Regeländerung (mindestens in NRW).  Und wir waren dabei, aber wie so häufig, bemerkt man es erst später, dass es eine geschichtsträchtige Aktion war.

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Oliver Jungnitsch für NRW Football

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