Seniors
Die American Footballer des TSV Bocholt, die mit drei Siegen aus drei Spielen erfolgreich in die Saison gestartet sind, fanden sich am vergangenen Samstag in einer ungewohnten Situation wieder: Beim Tabellenführer, den Neuss Legions, gingen die Rhinos erstmals als Außenseiter in ein Spiel. Die Gastgeber aus Neuss hatten ihre vier bisherigen Spiele alle deutlich gewonnen und stellten dabei sowohl den besten Angriff als auch die beste Verteidigung der Liga.
Sven Esser, der Center von den Rhinos beim Snap - Foto: Janine Holte
Das Spiel begann mit Ballbesitz der Bocholter Offensive, die in Form eines 41-Yard-Passes von Quarterback Luke Klein-Hitpaß auf Jannik Strauss direkt im ersten Spielzug großen Raumgewinn erzielte. Nur vier Spielzüge später hieß es erneut Klein-Hitpaß zu Strauss, diesmal für einen 39-Yard-Touchdown. Doch im direkten Gegenzug schaffte es auch die Offensive der Legions, mit ihrem ersten Ballbesitz zu punkten. Bereits im dritten Spielzug gelang es Quarterback Jakob Jäschke, einen Pass zu Nils Köster anzubringen, der mit dem Ball bis in die Endzone für einen 73-Yard-Touchdown lief. Der Spielstand lautete nun bereits 6:6. Danach stabilisierten sich beide Defensivreihen und stoppten die gegnerischen Offensiven, sodass im ersten Viertel keine weiteren Punkte erzielt wurden.
Zu Beginn des zweiten Viertels brachte Kicker Youri Üffing die Rhinos durch ein 26-Yard-Field-Goal mit 6:9 in Führung. Üffing gelang es zudem, sowohl einen Fumble der Neusser Offense zu sichern als auch eine Interception zu fangen. Beide Male nutzten die Bocholter die gute Feldposition, um die Führung mit Field Goals aus 27 und 38 Yards weiter auszubauen, sodass der Halbzeitstand 6:15 lautete.
Nach der Pause dominierten weiterhin die Defensivreihen beider Teams, die es lange schafften, keine weiteren Punkte zuzulassen. Doch kurz vor Ende des dritten Viertels führte Jakob Jäschke die Legions-Offense mit mehreren erfolgreichen Pässen über das Feld und verkürzte den Rückstand mit einem Touchdown-Pass auf Till Brown auf 12:15.
Zu Beginn des letzten Viertels gelang es dem Bocholter Safety Dennis Fuchs, einen Pass der Legions abzufangen. Die Defense der Legions stoppte daraufhin die Offense der Rhinos und ließ keine Punkte zu. Doch bereits im nächsten Drive der Legions fing die Bocholter Defense, diesmal durch Cornerback Julian Zeschke, erneut eine Interception. Die gute Feldposition nutzte Bocholt und baute die Führung durch einen 8-Yard-Touchdown-Pass von Klein-Hitpaß zu Üffing, mit anschließendem Extrapunkt von Üffing, auf 12:22 aus.
Die Neusser Offensive ging nun großes Risiko ein, in der Hoffnung, das Spiel doch noch drehen zu können. Dieses Risiko zahlte sich jedoch nicht aus, denn Bocholts Cornerback Zeschke gelang es erneut, einen Pass abzufangen. Die Rhinos versuchten nun, die Uhr auslaufen zu lassen, was jedoch nicht ganz gelang, sodass die Legions kurz vor Schluss noch einmal den Ball erhielten. Doch erneut war es Zeschke, der mit seiner dritten Interception den Schlusspunkt setzte.
„Wie erwartet waren die Schlüsselfaktoren zum Sieg unsere Nervenstärke und Vorbereitung. Neuss war zahlenmäßig und physisch überlegen und versuchte, exakt die Stärken auszuspielen, auf die wir vorbereitet waren. Beide Teams neutralisierten das gegnerische Laufspiel, und beide konnten ihr Passspiel nicht wie gewohnt ausspielen. Ich denke, dass unsere Special Teams und vor allem unsere Defense am Ende den Ausschlag gegeben haben. Sechs Turnover gegen den Tabellenführer haben wir so auch nicht erwartet. Wir sind verdammt stolz auf das Team. Aber die Saison ist nicht vorbei, und die Spiele gegen Windeck und Neuss in den nächsten Wochen müssen noch gewonnen werden. Zum Feiern bleibt da keine Zeit, wir sind bereits in der internen Vorbereitung auf Windeck“, fasst Marcel Seidel, Headcoach der Bocholt Rhinos, die Leistung seines Teams zusammen.
Die angesprochenen Spiele gegen die Windeck Giborim am 15.09. und die Neuss Legions am 29.09. sind Heimspiele der Rhinos. Kickoff am Hemdener Weg 163 ist jeweils um 15 Uhr. Der Eintritt kostet 2 €, ermäßigt 1 €. Kinder unter 14 Jahren haben freien Eintritt.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Bocholt Media Team - Youri Üffing
Quarterback Lamar Jordan II #5 - Foto: Fabian UebeDie Ausgangssituation für beide Teams vor dem Spiel war klar: Beide Lokalrivalen hatten die Play-off-Teilnahme bereits sicher, doch es ging um die Plätze drei und vier in der GFL Gruppe Nord. Der Sieger der Partie würde als Drittplatzierter zum Play-off-Viertelfinale zu den ifm Razorbacks Ravensburg reisen, der Verlierer als Vierter zu den Schwäbisch Hall Unicorns.
Die Gäste aus Hildesheim begannen das Spiel mit dem Kick-off durch Jonata Loria. Die Lions um Quarterback Lamar Jordan II, der den nach wie vor angeschlagenen Donavan Isom vertrat, bewegten den Ball mit Läufen von Tyrrell Bovelle und einem 36-Yard-Passfang von Tjard Müggenburg bis an die Zwei-Yard-Linie der Hildesheim Invaders voran. Dort scheiterten die Hausherren jedoch an der starken Verteidigungsleistung der Gäste und mussten sich ohne Erfolgserlebnis vom Angriffsrecht trennen. Auch die Hildesheim Invaders erwischten einen guten Start und kamen Yard um Yard durch eine Kombination aus Laufspiel über Jordan Grant und kurzen Pässen von Quarterback Nelson Hughes auf seine Receiver bis kurz vor die Endzone der Löwen.
Nach dem ersten Seitenwechsel war es der Spielmacher der Invaders selbst, der mit einem Ein-Yard-Lauf sein Team erstmals mit 0:7 (PAT J. Loria) in Führung brachte. Die Braunschweiger ließen sich davon nicht beeindrucken und setzten ihr starkes Spiel aus dem ersten Quarter fort. Tyrrell Bovelle und Lamar Jordan II mit Läufen sowie Luc Meacham mit Passfängen führten ihr Team bis tief in die Spielfeldhälfte der Hildesheim Invaders. Für den Ausgleich zum 7:7 (PAT L. Jeckstadt) sorgte Tjard Müggenburg, der einen 19-Yard-Pass von Lamar Jordan II in der Endzone der Gäste fing. Mit diesem Spielstand ging es in die Halbzeitpause, da beide Teams ihre folgenden Angriffsserien mit einem Punt beenden mussten.
Das dritte Quarter eröffnete Lions-Kicker Luca Jeckstadt mit dem Kick-off. Auf Seiten der Invaders war es Runningback Rayshon Mills, der seine Mannschaft bis tief in die Hälfte der Lions brachte. Auf Höhe der 25-Yard-Linie der Braunschweiger war jedoch Schluss mit dem Vorwärtsdrang, und die Defense der Hausherren brachte ihren Angriff wieder aufs Feld. Zwar hatten die Lokalrivalen aus Hildesheim das Laufspiel der Lions um Tyrrell Bovelle immer besser im Griff, dafür war es Luc Meacham, der mit zwei Passfängen von jeweils über 35 Yards sein Team bis an die Ein-Yard-Linie voranbrachte. Den Touchdown zur 14:7 (PAT L. Jeckstadt) erzielte Lamar Jordan II mit einem kurzen Quarterback-Keeper. Kurz vor dem letzten Seitenwechsel übernahm Jake Schimenz als Spielmacher bei den Hildesheim Invaders, doch gleich im dritten Spielzug fand er in Lions-Safety Milos Ilic seinen Meister. Der dänische Passverteidiger fing den Passversuch des Hildesheimer Spielmachers kurz vor der Mittellinie ab und brachte somit seine Offense in guter Ausgangsposition zurück aufs Spielfeld.
Leider konnten die Braunschweiger aus der guten Feldposition kein Kapital schlagen und mussten sich kurz nach dem Wechsel ins vierte und letzte Quarter per Punt vom Angriffsrecht trennen. Der Punt durch Luc Meacham sorgte für einen neuen ersten Versuch der Hildesheimer an ihrer eigenen Ein-Yard-Linie. Trotz starken Drucks der Braunschweiger Defense schafften es die Invaders, sich aus der brenzligen Situation zu befreien und sich durch Rayshon Mills, Jordan Grant und Nelson Hughes bis auf 11 Yards an die Braunschweiger Endzone voranzuarbeiten. Den Ausgleich zum 14:14 (PAT J. Loria) erzielte Matti Probst mit einem 11-Yard-Passfang in der Endzone der Hausherren. Zwar erhielten beide Mannschaften nochmals die Möglichkeit, das Spiel mit auslaufender Uhr für sich zu entscheiden, doch blieb es zum Ende der regulären Spielzeit beim 14:14-Unentschieden.
Somit ging es erstmals in dieser Saison für die New Yorker Lions in die Overtime. Zuerst betrat der Angriff der Gäste das Feld und ging mit einem perfekt ausgeführten Spielzug, der die gesamte Verteidigung der Lions auf dem falschen Fuß erwischte, umgehend in Führung. Rayshon Mills fing einen 25-Yard-Pass von Nelson Hughes zum 14:21 (PAT J. Loria). Für die New Yorker Lions hieß es nun alles oder nichts, um ihrerseits das Spiel noch zu ihren Gunsten zu entscheiden. Nach einem Fehlpass auf Luc Meacham und einem missglückten Reverse stand der Sieg auf Messers Schneide, doch die Hildesheimer Verteidigung hatte die Rechnung ohne Lamar Jordan II gemacht. Erst war es ein 14-Yard-Lauf, der seine Mannschaft einem neuen ersten Versuch näherbrachte, dann sorgte der quirlige Spielmacher mit einem 18-Yard-Lauf für den Touchdown zum 20:21. Nach dem Motto „Alles oder nichts“ entschieden sich die New Yorker Lions für eine Two-Point-Conversion, und erneut war es Lamar Jordan II, der mit einem Lauf das Spiel zum 22:21-Endstand zugunsten der Löwen beendete.
Scoreboard
- 00:07 1-Yard-TD-Lauf N. Hughes (PAT J. Loria)
- 07:07 19-Yard-TD-Pass L. Jordan II auf T. Müggenburg (PAT L. Jeckstadt)
- 14:07 1-Yard-TD-Lauf L. Jordan II (PAT L. Jeckstadt)
- 14:14 11-Yard-TD-Pass N. Hughes auf M. Probst (PAT J. Loria)
- 14:21 25-Yard-TD-Pass N. Hughes auf R. Mills (PAT J. Loria)
- 22:21 18-Yard-TD-Lauf L. Jordan II (TPC L. Jordan II)
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Holger Fricke - New Yorker Lions
Mit einem 44:34 (14:7/20:0/3:20/7:7) gegen die Langenfeld Longhorns holen die Rostock Griffins in der GFL 2 Nord den achten Saisonsieg und sichern sich einen starken 2. Platz in der Abschlusstabelle. Dabei stellen sie den besten Angriff und die zweitbeste Verteidigung der Liga sowie einen neuen Saisonrekord auf.
Griffins sichern sich den 2. Rang - Foto: Annemarie Ulbricht
Der Penneke Gameday war zudem ein sehr emotionales Spiel für alle Anwesenden. Unter anderem wurde RB #25 Julian Hagen, einer der vielleicht besten deutschen Runningbacks der letzten Dekade, in den „Ruhestand“ verabschiedet. Außerdem sicherte sich TE #15 Jonas Beumer den Topscorer-Titel der GFL 2 – an diesem Tag markierte er 4 TDs, ein Field Goal sowie 5 PATs.
Bei tropischen Temperaturen ging es für beide Teams um nicht mehr viel: Die Meisterschaft war entschieden, und der 4. Platz der Longhorns stand bereits vor der Partie fest. Für die Hausherren ging es noch um die Sicherung des zweiten Tabellenrangs, entsprechend stark motiviert startete man. RB #9 Calum Davidson returnierte spektakulär den Ball 83 Yards und rushte gleich im nächsten Play für 4 Yards. Danach warf der erneut starke QB #5 Conor Regan in Richtung TE #15 Jonas Beumer für die ersten 6 Punkte des Tages, PAT Beumer gut – Traumstart perfekt. Schon sechs Spielzüge später schickte die Defense der Griffins die Gäste wieder vom Feld, und Regan brauchte nur vier Plays für den nächsten Score – diesmal fand er WR #8 Arthur Riemer. 14:0-Führung nach gut sechs Minuten Spielzeit. Auch im nächsten Drive packte die Defense gut zu und zwang Langenfeld zum Punt. Dieser war gut und brachte die Griffins etwas in Bedrängnis kurz vor der eigenen Endzone. Schon drei Plays später der eigene Punt, dieser wurde geblockt und führte zu einem Touchdown der Longhorns – der Anschluss kam schnell. Die GrifFANS sahen ein munteres Spiel.
Wütende Antwort der Hausherren: Schon drei Plays später bejubelte die Menge den nächsten Beumer-TD. Der ausgespielte Try war ein Trick Play; der Pass von WR #1 Ruben Saint-Jean war jedoch zwar komplett, aber etwas zu kurz für QB Regan. 20:7 die Führung. Als die Gäste erneut punten mussten und die Rostocker Angriffsmaschine wieder zu Punkten ansetzte, folgte der erste klare Fehler des Tages – Ergebnis: Interception Langenfeld. Es folgte ein langer Drive der Longhorns bis an die Rostocker 3-Yard-Line. MLB #0 Maurice Wright Jr. hatte jedoch etwas gegen Punkte und forcierte einen Ballverlust des Ballträgers, der von DL #92 Niklas Gudatke gesichert werden konnte, der leider auch Rostock verlassen wird. Es folgte das furiose Finale der ersten Hälfte: Gut dreieinhalb Minuten benötigten die Griffins für die nächsten zwei Touchdowns. Zuerst fand QB Regan erneut Beumer nach einem langen Drive, dann war es DB #2 Dante Anderson, der den letzten Pass von QB Alex Frisch vor der Pause abfing und unter tosendem Jubel in die Endzone trug – Halbzeitstand 34:7.
Wer nun gedacht hatte, das Spiel sei gelaufen, sah sich schnell getäuscht. Nach der Pause zeigten die Gäste, warum sie als Favorit auf den Aufstieg vor und bis zur Mitte der Saison galten. Im ersten Drive der Halbzeit ein TD, anschließend zwang man Rostock zum Punt. Drei Plays später erneuter TD der Longhorns, und somit stand es nur noch 34:21. Viele fühlten sich an das Hinspiel erinnert, in dem die Griffins eine komfortable Führung fast noch verspielten. Doch die Griffins hielten dagegen: Ein Field Goal von Beumer baute den Vorsprung wieder aus. Zum Glück, denn kurz vor Ende des dritten Viertels scorten die Longhorns erneut; die folgende 2-Point Conversion konnte jedoch verhindert werden – 37:27. Nun war es erneut das Duo Regan/Beumer, das viele GrifFANS aufatmen ließ. Fast traumhaft sicher fand der QB, der gern wieder in Rostock gesehen werden würde, seinen TE für 27 Yards zum TD. Wieder mehr als 40 Punkte für die Griffins in einem Spiel – 44:27.
Doch die Longhorns gaben sich noch nicht geschlagen und scorten gut sechs Minuten vor dem Ende erneut, was den Abstand auf 10 Punkte reduzierte. Nun schlug aber die große Abschiedsstunde von RB Julian Hagen. Fast im Alleingang erzielte er First Down um First Down und beinahe nach einem 30-Yard-Run einen TD, wurde jedoch noch knapp am Schnürsenkel getackelt – schade, es wäre ihm so zu gönnen gewesen. So kontrollierte man aber Gegner und Uhr und das Spiel war gewonnen.
"Ein fabelhafter Sieg und erneut ein großartiger Gameday. Was bleibt am Ende? Die Erkenntnis, dass man auch mit kleinem Kader die „Großen“ der Liga ärgern und besiegen kann, ein Rekordspiel im Ostseestadion vor über 10.000 Zuschauern, ein neuer Saisonrekord, aber eben auch die Einsicht, dass es für ganz nach oben noch nicht ganz reicht. Wir freuen uns schon jetzt auf die Saison 2025 – Go Griffins!", resümiert Jens Putzier, der Pressesprecher der Griffins.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Jens Putzier- Rostock Griffins

Für beide Teams geht es eigentlich seit dem letzten Wochenende nicht mehr um viel. Die Longhorns, mit großen Zielen in die Saison gestartet, sind schon jetzt und auch nach dem Spiel Vierter der Abschlusstabelle. Für die Greifen kann es Platz 2 bleiben, sollten sie gewinnen. Und genau das wird das Ziel sein, zusätzlich steht ein Erfolgserlebnis vor der langen Pause und ein vielleicht neuer Rekord mit 8 Siegen aus 10 Spielen auf dem Spiel. Fest steht ja nach der Griffins Niederlage am letzten Wochenende, dass das Meisterrennen bereits entschieden ist. Die Düsseldorf Panther, gegen die man vor Wochenfrist selbst noch knapp mit 35:36 unterlag, sind bereits jetzt Meister und Aufsteiger in die GFL 1.
Sportlich war das Duell der Griffins und Longhorns in den letzten Jahren zumeist eine Garantie auf hochklassige und spannende Spiele. Im Hinspiel konnten die Ostseestädter einen 29:21 Sieg aus Langenfeld entführen und damit den Aufstiegsambitionen der Horns einen herben Dämpfer verpassen, die bis dahin ungeschlagener Tabellenführer waren.
Ein positiver Saisonabschluss wäre natürlich vor allem für die großartigen GrifFANS wichtig und für die Spieler, die nach der Saison ihre Karriere bei den Greifen zumeist berufsbedingt beenden und die Hansestadt verlassen werden. Große Emotionen sind also vorprogrammiert. Auch die liebevoll genannten „Helfenden HÄNDE“ wollen einen Sieg, feiert man nach dem Spiel doch noch gemeinsam die tolle Saison und die wunderbaren Heimspielmomente des Jahres 2024.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Jens Putzier- Rostock Griffins
Helm der Krefeld Ravens - Foto: Nick Jungnitsch
Zugleich bedeutet diese Entscheidung aber auch, dass das mit Spannung erwartete Playoff-Spiel zwischen den Krefeldern und den Elmshorn Fighting Pirates ersatzlos ausfällt, da die Grundlage für das Spiel nun entfällt.
Für die Ravens ist das in vielerlei Hinsicht ein schwerer Schlag. „Wir haben uns sehr auf das Spiel gefreut, haben alles darauf fokussiert und wollten so auch den letzten und schwersten sportlichen Schritt in die zweite Liga gehen. Wir sind uns sicher, dass wir vor mindestens 3.000, vermutlich sogar 4.000 Zuschauern gespielt und eine große Euphorie in der Stadt entfacht hätten. Das fällt jetzt leider weg, und diesen emotionalen Saisonhöhepunkt hätten wir gern gehabt“, sagt Ravens-Gründer Dino Volpe. Er spricht auch eine andere Dimension der Thematik an: „Mit diesem Spiel hätten wir wohl die größte Einnahme unserer Geschichte erzielt – Geld, das wir fest für den Etat der kommenden Saison eingeplant hatten. Damit hätten wir vermutlich bereits die Auswärtsfahrten bezahlen können, denn wir müssen zu vielen Spielen mit dem Bus anreisen und im Hotel übernachten“, betont er.
Die Nachricht war im ersten Moment eher ein Schock als eine Freude. Diese wird sich erst in den kommenden Tagen einstellen. Denn klar ist: Mit dem Aufstieg in die GFL2 und dem nur ein einziges Mal – und denkbar knapp – unterbrochenen Durchmarsch von Liga sieben bis in den GFL-Bereich haben die Ravens einen Rekord aufgestellt. „Beim Verband sagte man mir, dass bisher die Oldenburg Knights, die zehn Jahre nach der Gründung in die GFL2 aufgestiegen sind, das Team waren, das diesen Weg am schnellsten geschafft hat. Wir haben es jetzt in sieben Jahren geschafft, und dabei war noch ein Jahr Corona-Pause. Das ist etwas, worauf wir extrem stolz sein können“, sagt der Ravens-Gründer, der sich gemeinsam mit seinem Bruder Aldo, den Hauptinitiatoren des Projekts, damit auch ein Denkmal in Krefeld gesetzt hat.
Die Ravens sehen sich auch sportlich bestens gerüstet für die höhere Liga, auch wenn Aufsteiger der vergangenen Jahre oft Probleme in der GFL2 hatten. „Wir haben in weiten Teilen ein junges und entwicklungsfähiges Team, das längst nicht am Ende seines Weges ist. Wir haben in dieser Saison eine grandiose Leistung geboten und eine der stärksten Regionalligen der vergangenen Jahre deutlich dominiert. Jetzt wollen wir in der GFL2 beweisen, dass wir das auch eine Liga höher schaffen können. Ich bin sicher, dass uns das gelingen kann und wir sehr gut mitspielen werden“, betont Volpe.
Auch wenn das große Spiel nicht stattfindet: Die Ravens wollen ihren Fans und Freunden einen besonderen Saisonabschluss bieten. Die bereits verkauften Karten werden erstattet, aber ein Event soll am Samstag, den 21. September, dennoch stattfinden. „Gesponsert von der Wohnstätte, die eigentlich ‚Sponsor of the Day‘ gewesen wäre, wollen wir eine große Fan-Party organisieren. Wir werden dann den Aufstieg mit Livemusik, Freibier und einem tollen Tag an der Grotenburg feiern. Das Fest wird voraussichtlich um 15 Uhr beginnen und gegen 18 Uhr enden“, erzählt Volpe. Es wird ein toller Abschluss einer besonderen Saison.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Christoph Wittfeld - Krefeld Ravens e.V. (redaktionell geändert)
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