Seniors
Headcoach Klaudiusz Cholewinski ist mit Blick auf seinen Kalender zufrieden: „Wir wollten drei Vorbereitungsspiele – wir bekommen drei Vorbereitungsspiele. Ich bin froh, dass wir die Planungen bis zum Saisonstart nun komplett haben.“
Die Saisonvorbereitung der Paladins steht (Foto: Oliver Jungnitsch)
Seit Ende August dauert die footballfreie Zeit schon an, jetzt können die Solinger Fans endlich anfangen, die Tage bis zum ersten Kickoff zu zählen. Am 4. März 2023 wird es so weit sein: Die Solingen Paladins empfangen in diesem Jahr auch zum ersten Mal ein internationales Team in der heimischen Jahnkampfbahn.
Ingo Hübner Silva, 1. Vorsitzender: „Endlich wieder Football in unserem Stadion. Endlich können wir wieder unsere Festung betreten und sie mit unseren Fans zum Beben bringen. Wir haben 2022 das letzte Saisonspiel verloren – das verfolgte uns bis tief in die Winterpause. Sehr viel länger als wir uns das eigentlich eingestehen wollten. Umso mehr freue ich mich auf unsere neuformierte Mannschaft und die Spiele gegen äußerst attraktive Gegner. Es wird definitiv spannend. Wir freuen uns, euch mit diesen News unsere Termine für unsere Vorbereitungsspiele geben zu können. Getreu dem Motto „Save-the-date":
04.03.2023 - Jahnkampfbahn – Kickoff 17:00 Uhr
01.04.2023 - Jahnkampfbahn – Kickoff 17:00 Uhr
06.05.2023 - Jahnkampfbahn – Kickoff 17:00 Uhr.
Klaudiusz Cholewinski ergänzt: „Das Training für die Saison 2023 war deutlich anders als in den vergangenen Jahren. Wir haben früher wieder mit Football angefangen und sind dadurch schneller in den Kontakt gekommen als üblich. Es gab viele personelle und strategische Änderungen, deshalb müssen sich gewisse Abläufe erst noch einspielen, wie z.B. das Timing zwischen unserem neuen Quarterback und seinen Wide Receivern – aber genau aus diesem Grund haben wir uns für drei Vorbereitungsspiele entschieden.“
Die Gegner werden zeitnah bekannt gegeben.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Ingo Hübner Silva- Solingen Paladins
Mit dem US-amerikanischen Wide Receiver und Tight End Luc Meacham, kommt ein Wunschkandidat von Headcoach Troy Tomlin für die Erima-GFL Saison zu den New Yorker Lions.
WR Luc Meacham - Foto: Foto: Don Poel Ohio SI
Inspiriert durch seinen Großvater Tony Branoff, einem Ausnahmespieler für die University of Michigan von 1952 bis 1955, begann Luc Meacham in der High School mit dem American Football. Der bereits 30-jährige Ballfänger verbrachte seine Zeit am College im Team der Mount Union University (NCAA, Div. III, Ohio Athletic Conference). In drei Jahren erzielte der aktuell als Fitness- und Personaltrainer arbeitende, insgesamt 21 Touchdowns und fing 106 Pässe für einen Raumgewinn von insgesamt 1.740 Yards.
Weiterhin erzielte er knapp 550 Yards und einen weiteren Touchdown aus Returns. Mit den Purples Raiders gewann Luc Meacham 2012 die nationale Meisterschaft, zusätzlich agierte er als Team Captain und wurde 2013 ins All-American Team der OAC berufen.
Nach seinem Seniorjahr 2014 begann der 1,85 m große und 96 kg schwere Ausnahmeathlet sich auf die NFL Draft 2015 vorzubereiten. Neben der Teilnahme am Pro Day der University of Toledo, erhielt er Einladungen zu Try-Outs einiger Teams der CFL. Letztendlich folgte die Berufung ins Team USA für die American Football Weltmeisterschaften 2015 in Canton, Ohio, mit denen er den Titel im Finale gegen Japan (43:18) gewinnen konnte.
Nachdem es nicht mit einem Engagement in der NFL oder CFL funktionierte, entschied sich der Reisefan dafür, zur US Navy zu gehen und sich der Eliteeinheit der Navy Seals anzuschließen. In knapp zwei Jahren absolvierte er die harte Ausbildung zum Navy Seal und war von 2018 bis 2022 aktiv als Seal im Einsatz. Bereits für die Saison 2022 war es geplant, dass Luc Meacham für die New Yorker Lions aufläuft, doch Restriktionen aus seiner Zeit beim Militär ließen dieses nicht zu. Umso mehr freut sich der sympathische Amerikaner nun darauf, sich endlich auf dem Footballfeld wieder unter Beweis stellen zu können und seine Karriere in Braunschweig fortzusetzen.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Holger Fricke - New Yorker Lions
Mit Marcel Behm, verstärkt in der Erima-GFL Saison 2023 ein erfahrener Defensive Lineman die Verteidigung der New Yorker Lions.
DL Marcel Behm - GFL-Veteran schliesst sich den New Yorker Lions an (Foto: Eric Mühle / Berlin Thunder)
Der 39-jährige Berliner wechselt vom European League of Football Team der Berlin Thunder, wo er die letzten beiden Spielzeiten verbracht hat, zu den Lions nach Braunschweig.
Seine Footballkarriere begann der Gerüstbauer 2008 bei den Berlin Kobras, bevor er 2009 zu den Potsdam Royals ging und diesen zum Aufstieg in die GFL 2 verhalf. Nach einem weiteren Jahr bei den Kobras (2015), ging es für die folgenden beiden Spielzeiten zu den Berlin Adler, gefolgt von zwei Jahren bei den Rebels unter dem damaligen Headcoach und jetzt Offense Koordinator der Lions, Kim Kuci.
In vier Spielzeiten und 60 Spielen in der GFL (2016 – 2019), erzielte der 1,81 m große und 128 kg schwere Verteidiger der ersten Reihe, insgesamt 79 Tackles, davon acht für einen Raumverlust und fünf Quarterback-Sacks. Den Weg ins Jersey der New Yorker Lions ebnete Kim Kuci, der den Veteranen davon überzeugen konnte nach Braunschweig zu kommen und seine Erfahrung ins Team der Lions einfließen zu lassen.
Natürlich ist auch im Hinterkopf die Möglichkeit, um die Deutsche Meisterschaft mitzuspielen ein Faktor, den der Hobby Kraftsportler nicht außen vorlässt, vor allen auch, weil als 40-jähriger man nie weiß, wie lange man noch in der Lage ist, auf hohen Niveau mitzuspielen.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Holger Fricke - New Yorker Lions
Die Assindia Cardinals haben die erste Importstelle für die kommende Regionalliga-Saison 2023 besetzt: Robert Shufford wechselt aus den Vereinigten Staaten nach Essen.
Robert Shufford (USA) besetzt erste Importstelle der Men in Blue - Foto: © N.Mathey/BSC
Der US-Amerikaner sei ein „vielseitig einsetzbarer Running Back“, der auch als Returner und Receiver auflaufen könne, erklärt Cardinals Headcoach Bernd Janzen, der Shufford als ähnlichen Spielertyp wie den letztjährigen Running Back Brett Sylve beschreibt. „Aber er ist keiner, der mit dem Kopf durch die Wand will, sondern shifty ist und ausweicht. Robert ist schwer zu tacklen, wenn er im Open Field unterwegs ist.“ Janzen hatte schon vor der letzten Saison versucht, den 23-Jährigen zu verpflichten, als Shufford jedoch noch seinen Traum von der NFL verfolgte. Die erneute Anfrage nach dem Saisonende war dann aber erfolgreich.
Shufford war zwischen 2017 und 2021 für das Birmingham Southern College in Alabama aktiv. Während seiner Zeit dort brach er etliche Rekorde. Nach einem Anlaufjahr 2017 drehte er in den beiden Folgejahren auf. 2018 lief Shufford in zehn Spielen bei 91 Laufversuchen zu insgesamt 490 Yards, 2019 in ebenfalls zehn Spielen bei allerdings 212 Versuchen zu satten 1834 Yards – beeindruckende Werte. 2020 stand er aufgrund der Corona-Pause nur in drei Spielen auf dem Rasen.
„Er ist praktisch eine Offense in sich“, freut sich Janzen. Sein ehemaliger Headcoach auf dem College beschreibt Shufford als höflichen Spieler, für den das Team immer an erster Stelle steht. Er sei eine super Verstärkung – auf und abseits des Feldes. Ende März wird der US-Amerikaner in Deutschland erwartet.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Julian Lötte - Essen Assindia Cardinals
Gestern fand das offene Training der Bochum Rebels statt. Head Coach Christoph Jeromin ist mit dem jetzigen Leistungsstand des Teams zufrieden, denn für ihn dient dieses Jahr zur Konsolidierung des Teams. Es soll somit der Spaß vor dem sportlichen Erfolg gestellt werden.
Gestern fand das offene Training der Bochum Rebels statt (Foto: Oliver Jungnitsch)
Christoph Jeromin haben wir 2015 in Essen kennen und schätzen gelernt. Schon damals war er sehr akribisch in seiner Arbeit und immer auf der Suche nach Verbesserungen. Eines seiner Markenzeichen ist der Aufbau einer guten Ausdauer. Als Triathlet verfügt Christoph selbstverständlich über eine gute Kondition und ist nicht nur hier sicherlich ein Vorbild. Diese Basis soll Verletzungen vorbeugen.
Mit dem American Football begann er, wie viele seiner Trainerkollegen, bei den Bochum Cadets. Im Jahre 1992 stieg er dort in das Jugendtraining ein und gehörte 1994 zum Kader der Jugendnationalmannschaft. Ein Jahr später wechselte er zu den Seniors der Cadets. Im Jahr 1998 suchte er neue Herausforderungen in der NFL Europe. Zunächst war Jeromin im Practice Squad der Rhein Fire aktiv und ab dem Jahre 1999 gehörte er dann zum festen Kader der Frankfurt Galaxy. In den Jahren 2001 und 2002 kehrte er in das Ruhrgebiet zurück und spielte für die Assindia Cardinals in der GFL, bevor er 2003 seine letzte aktive Saison bei den Bielefeld Bulldogs in der GFL2 bestritt. Nach seiner aktiven Spielerkarriere blieb Christoph Jeromin als freiberuflicher Physiotherapeut im engen Kontakt mit dem Leistungssport. Er war und ist in der Teambetreuung in vielen unterschiedlichen Sportarten aktiv. Zu den Teams, die er bisher betreut hat, gehören TUSEM Essen (Handball), Rot-Weiss Essen Jugendfußball und die VfL SparkassenStars Bochum (Basketball).
2013 ging es für Christoph Jeromin zurück zum Football und er wurde als Coach in der Jugend der Bochum Cadets aktiv, bevor er 2015 für zwei Jahre die U19 der Assindia Cardinals übernahm. Seine letzte Coaching Station vor den Bochum Rebels waren die Solingen Paladins in der GFL2 im Jahre 2019.
Head Coach Christoph Jeromin ist mit dem jetzigen Leistungsstand des Teams zufrieden - Foto: Oliver Jungnitsch
Im Anschluss an das offene Training hatten wir noch die Möglichkeit Jeromin ein paar Fragen zu stellen. Unsere erste Frage war, was ihn überzeugt hat, den Posten bei den Rebels anzunehmen. Hier ist seine Antwort: „Ehrlich gesagt, musste ich mich nur selbst davon überzeugen. Denn für mich war immer klar, früher oder später eine Coaching Aufgabe in dem Verein zu übernehmen. Daß ich nun als neuer HC in die Saison gehe war so nicht geplant (lacht), aber hey, man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben. Aber wenn du mich nach dem einem Grund fragst, dann ist das die Verbundenheit zu der Sportanlage Schultenhof, die wir schon damals immer liebevoll den "Schultendome" genannt haben, obwohl es nicht mehr als ein schlechter Acker war. Umso dankbarer bin ich deshalb auch nun, so eine geile Sportanlage zu haben. Letzten Endes war die Zukunft des Vereins unsicher und Bochum hat eine Football Mannschaft verdient, besonders mit diesem neuen Stadion.“
Oliver für NRW Football: „Du hast ja viele erfahrene Coaches an deiner Seite. Wie hast du sie überzeugt?“
Christoph Jeromin: „Ja, das stimmt, ich habe sehr erfahrene Coaches an meiner Seite! Nur bei dem einen oder anderen brauchte ich Überzeugungsarbeit. Die meisten von den Jungs, also von der Coaching Crew, waren sofort Feuer und Flamme für diese Herausforderung. Nur manchmal ist es schwierig, mit so vielen Häuptlingen, wenn du eine funktionierende Einheit Formen möchtest. Aber eine starke Einheit ist wichtig, denn eine andere Arbeitsbasis als die einer Einheit, kann ich mir nicht vorstellen. Wie in einem Schildwall, wo der eine den Rücken des anderen schützt. Und ich glaube, das merkt das Team und das merkt auch das Football Umfeld.“
Oliver von NRW Football:“... und das ist auch der Grund, warum du so prominente Gasttrainer bekommst?“
Christoph Jeromin: „Ja, auf jeden Fall! Nicht nur Trainer merken das, sondern auch Spieler aus dem Umfeld. Das sind zum Teil Spieler, die wir aus anderen Vereinen kennen oder sogar vor Jahren als Teenager gecoacht haben. Was die Gast Coaches angeht, so ist das ähnlich. Danny und Patrick kenne ich aus meiner kurzen Zeit in Solingen. Ich bin froh, dass Manuel van Bevern dazu gestoßen ist, ein junger durch und durch positiver Kerl, der sich bei Rhein Fire weiterbildet. Zusammen mit Jürgen Kemman leisten beide zusammen auf der Defense Line Coaching Position eine Mordsarbeit. Das wird richtig stark! Hin und wieder schließe mich mit anderen Coaches kurz und frage um Rat, dabei bin ich offen für deren Meinung. Da scheue ich mich nicht, denn Coaching ist ein immerwährender Prozess. Ich versuche mich immer zu entwickeln, hinterfrage manchmal zu oft, aber hey - notfalls lädt man sich Experten als Gast Coaches ein.“
Oliver von NRW Football: „Das offene Training steht als erster Meilenstein in den Büchern - wie zufrieden bist du aktuell?
Christoph Jeromin: „Das offene Training war super! Für das „Wir-Gefühl“ auf dem Platz und für die Chemie später beim Würstchen grillen. Auch da bin ich froh, hinter mir so eine Crew zu wissen. Und du hast recht, es war ein Meilenstein und ich würde sagen, es war unser zweiter. Der erste Meilenstein war der Beginn unserer ersten Trainingsphase im November. Dort haben wir schon bemerkt, dass das Team mitzieht und im Training brennt! Oder war es andersrum (lacht). Du weißt, was ich meine. Das offene Training war der nächste Gradmesser, nachdem wir einen ersten Schwung von neuen Spielern bekommen haben, und was soll ich sagen, die Betriebstemperatur ist wieder um ein paar Grad angestiegen!“
Oliver von NRW Football: „Was sind deine Ziele mit den Rebels in Jahr 2023?“
Christoph Jeromin: „Die kurzfristigen Ziele waren mir das Wichtigste. Deshalb stand schon Anfang Januar unsere komplette Planung der Preseason mit Trainings, Combined Practices und auch den Freundschaftsspielen. Auch da half das Netzwerk von uns Coaches ungemein. Fragst du mich nach Zielen für die Saison 2023, so ist es klar, erfolgreich zu sein in den Dingen, die wir machen. Wenn am Ende dabei eine Top Platzierung herausspringt, nehmen wir die gerne.“
Oliver von NRW Football: „Und wie sehen die späteren Ziele der Rebels aus?“
Christoph Jeromin: „Okay, die späteren Ziele müssen sein: den Verein auf ein gesundes Fundament zu setzen und wachsen zu lassen. Zum Beispiel haben wir Daniel [Frece DBCoach] mit Martin Neuhaus einen ehemaligen Spieler der Rebels zur Seite gestellt. Nicht, weil der ein Auge auf Daniel haben soll, sondern weil das der nächste logische Schritt war. Ehemalige Spielern die Chance zu geben, sich in dem Verein weiter entfalten und ihn mit zu gestalten. Das Thema Jugendarbeit sollte da in meinen Augen kurz bis mittelfristig das nächste Hauptaugenmerk haben. Wir haben auch eine Schnittstelle geschaffen zwischen Coaching Crew und Vorstand, die sich die Arbeitsprozesse anguckt und optimiert, alles rund um die Heimspiele organisiert und und und...Arbeit und Gestaltungsmöglichkeiten sind ohne Ende!“
Oliver von NRW Football: „Vielen Dank für das Gespräch! Alles Gute für dich und dein Team!“
Christoph Jeromin: „Ich dank dir auch Oliver. Und weißt du, du hast mich ja am Anfang gefragt, was mich überzeugt hat? Letztendlich habe ich mich gefragt, möchtest Du das machen. Und weißt du, was ich mir geantwortet habe: ‚Zur Hölle ja!‘“
Unsere Bildergalerie vom offenen Training:
Oliver für NRW Football
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