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Die „Men in Blue“ bleiben ungeschlagen und führen die 3. Liga West weiter an. Am vierten Spieltag besiegten die Assindia Cardinals die Bonn Gamecocks durch einen Touchdown in letzter Sekunde mit 26:24. „Das war ein echter Charaktertest. Ich bin stolz auf meine Jungs, dass sie das Spiel doch noch gedreht haben“, freute sich Head Coach Sherman „DJ“ Anderson wenige Minuten nach dem Ende der Partie. „Bonn hat uns alles abverlangt und ein starkes Spiel gemacht“, fand Anderson lobende Worte für den Gegner. Ein paar Haare fand er dennoch in der Suppe: „Wir hatten heute zu viele Turnover, haben wieder zu viele Strafen kassiert und müssen die 20:10 Führung im vierten Quarter bei eigenem Ballbesitz eigentlich sicher nach Hause bringen.“
Die Defense der Men in Blue hatte gegen Bonn alle Hände voll zu tun (Foto: ©Danny Chitanta)
Gleich der erste Drive der Cardinals endete mit einem Fumble in der eigenen Hälfte. Die Defense der „Men in Blue“ konnte das Schlimmste allerdings verhindern und stoppte den ersten Angriff der Gamecocks kurz vor der Endzone. Die Offense der Hausherren antwortete auf das Field Goal der Gäste umgehend: QB Rohat Dagdelen fand Receiver Harlan Kwofie, der mit seinem ersten Touchdown des Tages für die Führung der Essener sorgte. Im zweiten Quarter sorgten viele unnötige Strafen dafür, dass die Offense ohne Punkte blieb. Bonn hingegen brachten es zu einem weiteren Touchdown und ging dadurch mit einer 10:7 Führung in die Halbzeit. Der Vorsprung hätte noch größer sein können, das wusste die Cardinals-Defense jedoch zu verhindern: Ein Fumble des Bonner Quarterbacks und eine Interception durch Defensive Back Linus Waydhas hielten das Spiel offen.
Der knappe Rückstand war auch Sicht von Defensive Coordinator Frank Pfliegner ein Erfolg, zumal die Gamecocks bisher in jedem Spiel mindestens 24 Punkte auf die Anzeigetafel gebracht hatten. Viel Arbeit wartete hingegen auf Offensive Coordinator Donnie Avant, der seine Angriffsreihe ins Rollen bringen musste. Zunächst war es aber einmal mehr die Essener Verteidigung, die diverse Angriffe der Gamecocks innerhalb kürzester Zeit stoppte und dann auch noch für den nächsten Fürhrungswechsel sorgte: Birger Bock profitierte davon, dass ein Bonner Passempfänger wegrutschte, interceptete den gegnerischen Quarterback und trug das Ei zum 14:10 in die Endzone. Ein weiterer Touchdown durch Harlan Kwofie brachte den „Men in Blue“ die zwischenzeitliche 20:10 Führung.
Im vierten Quarter kippte die vermeintlich sichere Führung dann aber und Bonn drehte die Partie in nur neun Minuten durch zwei Touchdowns komplett. Als noch etwa zwei Minuten zu spielen waren, übernahm die Offense um Quarterback Rohat Dagdelen das Kommando. Sie marschierte nervenstark über das Feld, leistete sich keine Fehler und brachte den Sportpark am Hallo zum Ausrasten. Angetrieben von den rund 600 Zuschauern, fand QB Dagdelen seinen völlig freien Receiver Lesar Duran, der mit seinem ersten Touchdown der Saison das Stadion in ein Tollhaus verwandelte. „19 Sekunden vor dem Ende so ein Comeback hinzubekommen ist großartig“, freute sich Head Coach Anderson. „Wir haben heute bewiesen, dass wir auch am Ende eines Spiels immer noch was im Tank haben und dass wir auch in schwierigen Situationen zusammenhalten. Das macht mich wirklich stolz.“ Ins gleiche Horn stieß Offensive Coordinator Avant. Er lobte seine Schützlinge dafür, dass sie „ihre Leistung in einer maximalen Drucksituation“ abrufen konnten und das Spiel auch gewinnen konnten, obwohl dieses Mal nicht alles reibungslos lief.
Nach dem vierten Sieg im vierten Spiel haben die Assindia Cardinals nun eine Woche Pause bevor die schweren Spiele gegen die direkten Verfolger aus Bielefeld und Paderborn auf die "Men in Blue" warten.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Mike Mathis - Essen Assindia Cardinals
10:20-Sieg bei den bis dahin ungeschlagenen Herne Black Barons - Zweites Spiel, zweiter Sieg: Für die Brilon Lumberjacks geht die Saison 2019 erfolgreich weiter. Nach ihrem Heimsieg im April gegen die Iserlohn Titans zeigten die Lumberjacks am Sonntag (19. Mai) auch auswärts bei den Herne Black Barons eine starke Leistung. Vor allem dank mannschaftlicher Geschlossenheit machten sie nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit in der zweiten Spielhälfte den Sieg klar, der am Ende recht deutlich ausfiel.
Zwei Touchdowns mit jeweils einem Extrapunkt und zwei Fieldgoals: Alle 20 Punkte der Lumberjacks gegen die Herne Black Barons gehen auf das Konto des Spielers mit der Nr. 1, Tobi Harting (links). (Foto: Mario Polzer)
Eine besondere Motivation gab der Briloner Head Coach Chris Weaver seinen Spielern mit in die Begegnung: In allen ihren bisherigen Ligaspielen war den Lumberjacks bis dahin tatsächlich erst ein Auswärtssieg gelungen – fast auf den Tag genau vor zwei Jahren, ausgerechnet an dieser Stelle gegen die Herne Black Barons. „Es wird mal wieder Zeit“, stellte Weaver fest und schwor sein Team darauf ein, konzentriert zu Werke zu gehen, nachdem er beim Heimsieg gegen Iserlohn noch einige Flüchtigkeitsfehler festgestellt hatte.
Und so legten die Lumberjacks gleich fulminant los. Den Kick Off der Black Barons schnappte sich der Briloner Tobi Harting und trug den Ball direkt in die Herner Endzone. Mit anschließendem Extrapunkt stand es schon nach wenigen Sekunden 0 : 7 für die Gäste aus dem Sauerland. Die gastgebenden Black Barons waren überrascht, hatten sie doch ihre beiden bisherigen Saisonspiele gegen Duisburg und Iserlohn gewonnen und dabei insgesamt nur sechs Gegenpunkte kassiert. Nach dem ersten Schock kam das Team aus Herne besser ins Spiel. Zum Ende des ersten Viertels glichen sie durch einen Touchdown mit Extrapunkt aus. Im zweiten Viertel erzielte Tobi Harting ein Fieldgoal zur Briloner 7 : 10-Führung. Aber kurz vor der Halbzeitpause glichen die Black Barons ebenfalls durch ein Fieldgoal zum 10 : 10 aus. Die Zuschauer sahen ein spannendes Spiel zweier fast gleich starker Mannschaften.
Im dritten Viertel war es wieder Tobi Harting, dem ein Touchdown mit Extrapunkt zur 10 : 17-Führung für die Lumberjacks gelang. Allmählich wurde deutlich, dass die American Footballer aus dem Hochsauerland über die Dauer des Spiels die konzentriertere und vielleicht auch körperlich etwas fittere Mannschaft waren. Ein letztes Fieldgoal mit drei weiteren Punkten ging ebenfalls auf das Konto von Tobi Harting und bescherte den Lumberjacks den 10 : 20-Endstand. Die Defense der Briloner stand in der zweiten Halbzeit noch besser als in der ersten und ließ keinen Angriff der Herne Black Barons mehr zu, der noch ernsthaft zu einem Punktgewinn der Gastgeber hätte führen können.
Am Ende mochte Head Coach Chris Weaver die inoffizielle Auszeichnung „Player of the Game“ diesmal nicht vergeben, auch wenn allen klar war, dass der Lumberjack mit der Trikotnummer 1, Tobi Harting, sie verdient hätte. „Statt dessen sind wir heute das Team of the Game“, bilanzierte Weaver und stellte damit die gute Mannschaftsleitung heraus. „Allerdings habe ich immer noch einige kleinere Fehler gesehen, die wir abstellen müssen. Und im Angriff fehlt uns manchmal die Kaltblütigkeit.“ Tatsächlich hätten die Briloner mit noch deutlicherem Unterschied gewinnen können, hätten sie in der ersten Halbzeit den einen oder anderen Angriff konsequenter vollendet.
Schon am kommenden Samstag müssen die Brilon Lumberjacks im nächsten Ligaspiel auswärts bei den Kleve Conquerors antreten. Das Team vom Niederrhein hat in der vergangenen Saison zwei Mal gegen die Briloner gewonnen. Trotzdem ist für Coach Weaver das Ziel klar: „Wir möchten auch dieses Spiel gewinnen und unsere Serie fortsetzen.“
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Mario Polzer - Brilon Lumberjacks
Eine ordentliche erste Halbzeit reichte den Jets am Ende nicht für ein versöhnliches Ergebnis gegen den Ligafavoriten aus Elmshorn. Die 10:49-Niederlage ließ sich nicht verhindern und nagelt den Aufsteiger vorerst auf dem letzten Tabellenplatz fest. Immerhin zeigte das Team von Head Coach Andreas Heinen viele starke Aktionen, die zwar selten in Punkte umgesetzt werden konnten, aber dennoch mit Zuversicht auf die kommenden Partien blicken lassen.
Die Jets-Defense hat bis zur letzten Sekunde gefightet (Foto: Richard Welde)
Gleich zu Beginn machten die Gäste aus dem Norden klar, dass sie auch im Rückspiel gegen die Jets nichts anbrennen lassen wollten. Mit viel Druck auf Quarterback Jannik Nowak blieb der erste Angriff der Troisdorfer erfolglos. Zwei nahezu perfekte Punts des noch etwas angeschlagenen Kickers Sven Missbach hielt sein Team aber im Rennen. Erst ein langer Pass von Pirates-Quarterback Ryan Sample befreite die Gäste aus der eigenen Redzone. Die nun bessere Feldposition nutzte US-Running Back Khairi Dickson für die ersten Punkte (7:0, PAT Sören Becker). Im direkten Gegenzug startet Jets-Running Back Philipp „Pepe“ Bürling durch, wurde dann aber doch noch knapp vor der Elmshorner Endzone eingeholt. Einen Touchdown gab es zwar nicht, aber drei Punkte durch ein Fieldgoal von Sven Missbach wurden es dann doch (3:7).
Im 2. Spielviertel übernahmen die Gäste dann wieder das Ruder und punkteten zweimal erneut über Dickson und mit einem Pass auf Christoffer Jensen (21:3, PAT jeweils Becker). Mit diesem Zwischenergebnis ging es dann auch in die Halbzeit.
„Die Jungs haben wirklich um jeden Meter gekämpft“, so Head Coach Heinen. „Viele gute Aktionen von uns wurden nicht belohnt oder wir haben uns durch Strafen selbst das Leben schwer gemacht. Was aber die Einstellung nach der hohen Hinspiel-Niederlage angeht, sind wir Coaches extrem stolz auf unsere Spieler.“
Der Auftakt im 3. Quarter war dann leider wieder sehr bezeichnend. Nach einem starken Drive der Jets landete der Ball in den Händen der Fighting Pirates, die ihre Zweitligaerfahrung gnadenlos ausspielten und erneut über Christoffer Jensen den Ball in die Endzone brachten (28:3, PAT Becker). Leider verlief der direkt folgende Ballbesitz der Troisdorfer Offense spiegelbildlich und erneut wurde ein Pass von Quarterback Nowak abgefangen. Auch hier konterten die Elmshorner eiskalt mit dem 35:3-Zwischenstand über Julien Trekel (PAT, Becker).
Spätestens jetzt machten sich die vielen Ausfälle vor allem in der Jets-Defense bemerkbar, die zu allem Überfluss nun auch noch verletzungsbedingt auf US-Import Carlton „CJ“ Toussaint verzichten musste. Die Folge war der nächste Touchdown durch den starken Elmshorner Running Back Clifford Laukens (42:3, PAT Becker). Immerhin gelang den Jets nun aber mit einem spektakulären Catch von Wide Receiver Eric Pohle der Ehrentreffer. Den Extrapunkt verwandelte Sven Missbach sicher zum 10:42.
Im letzten Spielviertel drehte die tapfere Jets-Defense noch einmal auf, mobilisierte die letzten Kräfte und ließ lediglich einen letzten Touchdown der Gäste erneut über Laukens zu (49:10). Ein weiterer Touchdown der Jets wurde aufgrund einer Holding-Strafe nicht gegeben und auch sonst stand sich die Offense der Jets wieder mit ungeschickten Strafen selbst im Weg.
„Wir haken die beiden Spiele gegen Elmshorn sofort ab“, sagt Head Coach Heinen. „Am Samstag treffen wir auf Hamburg, da bleibt keine Zeit zum Jammern. Was zählt, ist nur die volle Konzentration auf das nächste Spiel.“
Die Hamburg Huskies haben ebenfalls am Samstag einen sicher geglaubten Sieg in sprichwörtlich letzter Sekunde an die Langenfeld Longhorns verschenkt (34:35). Der Absteiger aus der GFL wird also gegen den Aufsteiger punkten wollen. Aber auch die Jets brauchen nach vier Niederlagen in Folge unbedingt ein Erfolgserlebnis. Die Partie in Hamburg verspricht also einiges an Spannung. Das nächste Heimspiel der Jets findet dann am 1. Juni gegen die Lübeck Cougars statt.
Troisdorf Jets vs Elmshorn Fighting Pirates 10:49 (3:7/0:14/7:21/0:7)
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Andreas Heinen - American Football Club Troisdorf Jets e.V.
Am gestrigen Samstag verloren die Hamburg Huskies das Rückspiel bei den Langenfeld Longhorns mit 35:34. 3 Sekunden vor Schluss vergeben die Huskies das Field Goal zum Sieg.
Hamburg Huskies - Archivbild (Foto: ©Oliver Jungnitsch)
Bereits in der vergangenen Woche ging ein Spiel in den letzten Minuten verloren. Die Niederlage gegen die Solingen Paladins (14:13) steckte den Hamburg Huskies noch in den Knochen und so sollte es beim Rückspiel gegen die Langenfeld Longhorns, gegen die die Huskies im ersten Saisonspiel gewonnen hatten, zurück auf die Siegerstraße gehen. Das Spiel startete, wie bereits im Hinspiel auf Augenhöhe. Die Langenfelder punkteten im ersten Drive durch einen 25 Yard Pass von McClam, der erneut eine starke Leistung zeigte. Der anschließende PAT war unvollständig, was die Huskies ihrerseits nutzten, im anschließenden Drive fand Quarterback Moritz Maack seinen Running Back Ja Vontae Hence auf einem 85 Yard Pass zum Touchdown. Der PAT durch Maurice Stubbe war vollständig und so waren die Gäste mit einem Punkt in Führung.
Im direkten Anschluss war es erneut Hence, der den Punt der Longhorns für 53 Yards zum Touchdown zurücktrug. Durch den anschließenden vollständigen Extrapunkt bauten die Hamburger ihre Führung so auf 06:14 aus. Im zweiten Viertel gelang den Longhorns dann durch einen langen Drive und einem abschließenden 10 Yard Lauf durch McClam der Ausgleich, nachdem ein Pass von McClam zur vollständigen 2-Point-Conversion führte. Auch darauf wussten die Huskies zu Antworten, Maack fand seinen Receiver Tobias Nill, der einen besonders guten Tag erwischt hatte, auf einem kurzen Pass in der Endzone. Nun zeigte sich jedoch das erste Problem beim Kicking für die Gäste. Der PAT durch Stubbe war nicht vollständig. Die 14:20 Führung konnten die Huskies jedoch in die Halbzeitpause retten, nachdem Defensive Back Kenneth Soussoukpo einen Pass von McClam in der eigenen Endzone abfing und so weitere Punkte verhinderte.
Die zweite Halbzeit begann dann erneut mit Punkten der Longhorns. McClam fand erneut einen Receiver über 25 Yards zum Touchdown zum Ausgleich. Kurz darauf bediente Maack erneut Nill, diesmal auf einem 80 Yard Pass zum Touchdown, der Extrapunkt war gut und die Huskies führten wieder mit sieben Punkten. Im Anschluss gelang ihnen ein Onside-Kick, dessen erneuter Ballbesitz für die Huskies jedoch keine Punkte brachte. Stattdessen war es erneut McClam, der mit einem kurzen Lauf das Unentschieden wiederherstellte. So ging es mit dem Stand von 27:27 in das letzte Viertel. Hier punkteten zunächst die Huskies, in Form eines 10 Yard Passes von Maack auf Appelt und einem vollständigen Extrapunkt. Lange konnten die Hamburger diese Führung behaupten, doch 48 Sekunden vor Schluss gelang es McClam erneut mit einem kurzen Pass zu punkten und nachdem er in der anschließenden 2-Point-Conversion in die Endzone lief, führten die Longhorns kurz vor Schluss mit 35:34. Besonders kurios: Nach mehreren Strafen im Anschluss zur 2-Point-Conversion wurde der folgende Kickoff von der gegnerischen 20-Yard-Linie ausgeführt. Die Longhorns versuchten demnach einen Onside Kick, konnten den Ball jedoch nicht sichern. Im Anschluss marschierten die Huskies in den wenigen verbleibenden Sekunden und unter Einsatz ihrer Timeouts über das gesamte Feld, bis sie sich, 3 Sekunden vor Schluss, an der gegnerischen 27 Yard Linie zum Field Goal aufstellten. Der Kick war zu kurz und das Spiel somit verloren.
Head Coach Kendral Ellison nach dem Spiel: „Am Ende das Tages gibt es keine Entschuldigung: Wir müssen solche Spiele gewinnen! Das heißt wir müssen aufhören uns selbst im Wege zu stehen, besonders durch Strafen. Heute wurde ein 78 Yard Touchdown von Ja Vontae wegen eine Strafe zurückgepfiffen und so etwas hält uns im Endeffekt davon zurück Spiele zu gewinnen. Also müssen wir weiter daran arbeiten.“
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Kevin Kaschner - Hamburg Huskies
RB 3 Christopher McClendon (Foto und verantwortlich gemäß DSGVO: ©Karsten Reißner)
Das Spiel begann mit dem Kick-Off der New Yorker Lions durch Kicker Tobias Goebel. Beginnend von der eigenen 26 Yard Linie, taten sich die Berlin Rebels anfänglich gegen die stark agierende Defense der Braunschweiger schwer und mussten sich schnell wieder vom Angriffsrecht trennen. Aber auch die Offense der Löwen um Spielmacher Brandon Connette hatte ihre Schweierigkeiten und musste sich nach nur wenigen Versuchen, ebenfalls bereits wieder vom Ball trennen. Der Punt von Christian Bollmann zwang die Rebels, tief in der eigenen Spielfeldhälfte an der 10 Yard Linie zu starten. Nach zwei verunglückten Spielzügen, die jeweils in einem Raumverlust endeten, war es letztendlich Löwen Linebacker Johnathan Falk, der Rebels Quarterback Terrell Robinson für die 0:2 Führung zum Safety zu Boden brachte.
Bis zum Ende des ersten Spielabschnitts taten sich beide Angriffsabteilungen schwer, sich gegen die jeweils zum Teil überragend agierenden Verteidigungsreihen durchzusetzen. Erst kurz nachdem ersten Seitenwechsel zu Beginn des zweiten Quarters, gelang es dem Angriff der New Yorker Lions sich über das Feld Richtung Berliner Endzone zu bewegen. Mit Läufen von Christopher McClendon und Brandon Connette, einen Pass auf Justus Holtz und einer Strafe gegen die Hausherren, arbeiteten sich die Löwen bis tief in die Hälfte der Rebels voran. Final war es dem Quarterback Brandon Connette selbst überlassen, unaufhaltsam über 34 Yards in die Endzone der Berliner zum 0:8 (PAT nicht gut) einzulaufen.
Im Anschluss geriet die Angriffsmaschinerie der Löwen ins stocken und die Berlin Rebels erarbeiteten sich nach und nach die Oberhand und übernahmen die Regie des Spiels. Zwar ging ein 31 Yard Fieldgoalversuch von Rebels Kicker Ben Herrmann noch am Tor vorbei, doch ein Angriffsdrive später war es dann Rebels französischer Runningback Andreas Betza, der aus fünf Yards zum 6:8 (PAT geblockt durch Jamaal White) in die Endzone der Löwen einlaufen konnte. Vorbereitet wurde der Score u.a. durch einem 38 Yard Pass von Terrell Robinson auf seinen Passempfänger Naji El-Ali.
Das Momentum nutzend, stoppte die Verteidigung der Gastgeber den Angriff der Löwen erneut und brachte ihre Offense an der Lions 37 Yard Linie in guter Ausgangsposition wieder auf das Feld. Drei Spielzüge später, kurz vor der Halbzeitpause, bediente Terrell Robinson seinen Wide Receiver Alexander Tounkara mit einem 25 Yard Pass in der Braunschweiger Endzone zur 12:8 (TPC nicht gut) Führung.
Nach der Halbzeitpause erhielten die New Yorker Lions als erstes das Angriffsrecht und nutzten dieses auch umgehend aus. Vorbereitet durch einen schönen Pass über 23 Yards von Brandon Connette auf Nicolai Schumann und einem 39 Yard Lauf von Brandon Connette selbst, war es schlussendlich abermals der amerikanische Quarterback der Löwen, der sein Team mit einem zwei Yard Lauf wieder mit 12:15 (PAT T. Goebel) in Führung brachte. Im weiteren Verlauf des dritten Spielabschnitts, gewannen die New Yorker Lions jetzt wieder mehr die Oberhand. Die Defense stoppte die Berlin Rebels jetzt bereits frühzeitig und konnte durch eine Interception von Tissi Robinson zusätzlich einen Turnover erzielen.
Kurz nachdem letzten Seitenwechsel zum vierten Quarter war es dann die Kombination Brandon Connette auf Nicolai Schumann über acht Yards, die die Führung für die Lions auf 12:22 (PAT T. Goebel) auswachsen ließ. Vorausgegangen waren zwei schöne Passfänge von Paul Bogdann und Christian Bollmann, die den Braunschweiger Angriff bis kurz vor die Rebels Endzone brachte. Zwar versuchten die Hausherren alles, um noch einmal heranzukommen, doch auch ein ausgespielter vierter Versuch kurz vor der Mittellinie brachte nicht den erwünschten Erfolg und wurde durch einen Quarterback- Sack von Samuel Kargel vereitelt.
Dadurch erhielt die Offense der Löwen in aussichtsreicher Position noch einmal den Ball und nutzte dieses schonungslos aus. Runningback Davis McCants benötigte vier Versuche, um mit dem letzten Lauf über 25 Yards in unnachahmlicher Manier, in die Endzone zum 12:29 (PAT T. Goebel) einzulaufen. Dabei ließ er beim Touchdownlauf, nahezu die gesamte Berlin Defense “alt“ aussehen und konnte sich mehreren Tacklen entziehen.
Mit dem dritten Sieg im dritten Spiel sichern sich die New Yorker Lions ihren Platzt im oberen Tabellenbereich der GFL Gruppe Nord und bleiben ungeschlagen. Bereits am kommenden Sonntag (26. Mai, Kick-Off 15 Uhr, Eintracht Stadion, Braunschweig) treffen die Löwen von Head Coach Troy Tomlin, mit den Potsdam Royals, auf den nächsten Play-Off Kandidaten.
Gelingt den Braunschweigern auch hier ein Sieg, haben sie bereits früh in der Saison eine gute Position für die Play-Off Platzierungen zum Ende der regulären Saison.
Scoreboard
00:02 Safety – Tackle J. Falk in Berliner Endzone
00:08 34 Yard TD-Lauf B. Connette (PAT nicht gut)
06:08 5 Yard TD-Lauf A. Betza (PAT geblockt)
12:08 25 Yard TD-Pass T. Robinson auf A. Tounkara (TPC nicht gut)
12:15 2 Yard TD-Lauf B. Connette (PAT nicht gut)
12:22 8 Yard TD-Pass B. Connette auf N. Schumann (PAT T. Goebel)
12:29 25 Yard TD-Lauf D. McCants (PAT T. Goebel)
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Holger Fricke - New Yorker Lions
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