Juniors
Neun lange Wochen haben sie auf diesen Tag hingearbeitet - am gestrigen Sonntag war er gekommen. Es galt, die alles andere als eingeplante 8:20-Heimniederlage gegen die Assindia Cardinals zum Saisonauftakt Mitte April wettzumachen. Dazu bedurfte es eines Auswärtssieges in Essen mit mehr als 12 Punkten Differenz, um das Heft des Handels im Kampf um die diesjährige Oberliga-Meisterschaft wieder in der eigenen Hand zu halten. Es ist gelungen! Durch eine ausgesprochen konzentrierte wie disziplinierte Mannschaftsleistung gewann die U16 der TFG Typhoons beim Spitzenreiter Assindia Cardinals mit 29:15 und hat dank des gewonnenen direkten Vergleichs nun eine Hand am Titel, wenngleich noch vier weitere Partien zu gehen sind.

Zwei der überragenden Typhoons beim Sieg in Essen - Wide Receiver Frederik Wieding steuerte 16 Punkte bei, Defense Liner und Kicker Maximilian Janssen einen (Fotograf und verantwortlich gemäß DSGVO: Bernd Thiel)
Bereits im ersten Drive der Gastgeber war es die an diesem Tag bärenstarke Typhoons-Defense, die die Akzente setzen konnte, wobei Defense Back Peter Kostenko, Linebacker Leo Nehmzow und Defense Liner Benedikt Hass die Essener schnell wieder vom Feld holten. Hingegen reichte es für die Typhoons-Offense in ihrem ersten Drive noch nicht, aufs Scoreboard zu kommen, wenngleich First-Down-Läufe der Running Backs Levi Kaymaz und Sooho Park bereits vielversprechend aussahen. Für Punkte bedurfte es aber zunächst der Hilfe von Linebacker Louis Hansmaennel, dem im zweiten Essener Drive eine Interception gelang, die er über 23 Yards in die Endzone tragen konnte, bevor Kicker Maximilian Janssen (Foto) mit seinem erfolgreichen Point-after-Touchdown (PAT) auf 7:0 erhöhen konnte.
Den Beginn des zweiten Spielviertels markierte die einzige Unachtsamkeit der Mannen von Defense Coordinator Martin Pfeiffer an diesem Tage, die einen freistehenden Essener Wide Receiver in der Redzone übersahen. Der zwischenzeitliche Ausgleich hatte allerdings nur kurz Bestand, gelang es im nachfolgenden Drive doch auch der Typhoons-Offense, Punkte auf die Anzeigetafel zu bringen. Vorausgegangen waren lange Pässe von Quarterback (QB) Tim Höltkemeyer auf seine Receiver Frederik Wieding (Foto) und Vishisht Choudhary sowie ein Lauf von Running Back Ben Shepherd, die die Typhoons auf die gegnerische 10-Yard-Linie brachten. Von dort aus war es erneut ein Pass des Typhoons-QB auf Frederik Wieding, der zum Touchdown führte, bevor Letzterer in seiner Funktion als Holder geistesgegenwärtig auch noch aus einem verunglückten PAT eine erfolgreiche Two-Point-Conversion (TPC) machte, die den Halbzeitstand von 15:7 markierte.
Nach Wiederanpfiff konnte die Typhoons-Offense dann richtig durchstarten, nachdem sie durch das Punt-Return-Team in eine vielversprechende Feldposition gebracht worden war. In der Redzone der Gastgeber ging es für die Typhoons-Offense los, nachdem der Punt der Cardinals von Maximilian Janssen geblockt worden war, allerdings vergessen wurde, den frei in der Endzone liegenden Ball zu sichern, sodass die Essener das Ei noch auf ihre 10-Yard-Linie vortragen konnten. Ein kurzer Pass von Tim Höltkemeyer auf Frederik Wieding, ein zweiter auf Vishisht Choudhary in der Essener Endzone, ein erfolgreicher PAT durch den inzwischen als Kicker agierenden Erik Retzlaff, und die Typhoons hatten mit dem 22:7 die Führung im direkten Vergleich mit den Cardinals übernommen. Aber damit noch nicht genug - am Ende des dritten Quarters hieß es gar 29:7. Der an diesem Tag überragende Frederik Wieding konnte einen Punt der Cardinals über 50 Yards in ihre Endzone zum Touchdown returnieren, den Erik Retzlaff dann mit seinem PAT erneut veredelte.
Im letzten Spielabschnitt konnte das Team von Head Coach und Offense Coordinator Lukas Handlögten zwar keine weiteren Punkte mehr aufs Scoreboard bringen, musste aber auch nicht mehr als einen Touchdown und eine TPC kassieren, sodass am Ende ein Sieg mit 14 Punkten die Anzeigetafel zierte. Damit rangieren die Typhoons mit nun 6:2 Punkten zwar weiterhin hinter den Assindia Cardinals (8:2) auf Platz zwei der Tabelle, haben es aber aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs wieder selbst in der Hand, die Oberliga-Meisterschaft 2018 für sich zu entscheiden. Den dazu notwendigen nächsten Schritt wollen sie am kommenden Samstag um 11:00 Uhr bei den Neuss Legions machen, die aktuell mit ebenfalls 6:2 Punkten auf Platz drei der Tabelle rangieren.
07:07 50-Yard-Pass und PAT Assindia Cardinals
07:22 Vishisht Choudhary nach 4-Yard-Pass Tim Höltkemeyer, PAT Erik Retzlaff
07:29 50-Yard-Punt-Return Frederik Wieding, PAT Erik Retzlaff
15:29 1-Yard-Lauf und TPC Assindia Cardinals
Nach der 10:21-Heimniederlage im Hinspiel mussten sich die U19 Typhoons auch im Rückspiel an der Pader dem Deutschen Meister Paderborn Dolphins geschlagen geben. Am Ende stand eine 0:23-Niederlage auf dem Scoreboard, obwohl die „Fliedner-Schüler“ bis in den letzten Spielabschnitt hinein in Schlagdistanz geblieben waren. Letztlich reichte es aber nicht, mit der auch seitens der Gastgeber anerkannt stärksten Defense der German Football League Juniors (GFLJ) unterwegs zu sein, gelang es der Typhoons-Offense doch trotz guter Ansätze nicht, ausreichend Durchschlagskraft zu entwickeln.

Hielten lange Zeit dagegen die Typhoons in Blau bei den Paderborn Dolphins (Fotograf und verantwortlich gemäß DSGVO: Bernd Thiel)
Gute Ansätze meint dabei, den Ball bewegt, Yards gemacht zu haben. Dafür sorgten insbesondere Pässe von Quarterback Max Bühling auf seine Receiver Christopher Kähler und Fabian Büßelmann sowie Läufe der Running Backs Leon Hoffmann und Tassilo Piest. Allerdings gelang es während der gesamten Partie nicht, bis in die Redzone der Dolphins vorzudringen, sodass die Typhoons erstmals in dieser Saison ohne Punkte aus der Partie gingen.
Auf der anderen Seite standen die Mannen von Defense Coordinator Martin Pfeiffer, die dem amtierenden Junior-Bowl-Gewinner bis ins letzte Spielviertel hinein alles abverlangten. Denn was bis dahin auf der Anzeigetafel stand, war lediglich ein Fieldgoal der Dolphins aus dem allerersten Drive der Partie sowie ein Touchdown-Lauf unmittelbar nach der Halbzeitpause, die den Typhoons wie in den vorangegangenen Partien nicht gerade gutgetan hatte. Für die Entscheidung sorgte erst nach dem letzten Seitenwechsel Dolphins- und Nationalmannschafts-Quarterback Luke Wentz mit einem kraftvollen 22-Yard-Lauf in die Typhoons-Endzone zum 16:00, dem wenig später auch noch das 23:00 folgte.
Damit dürfte das Rennen um die beiden Playoff-Plätze auf dem Weg zum diesjährigen Junior Bowl gelaufen sein. Denn am Sonntag unterlag der nächste Gegner der TFG Typhoons, die Cologne Crocodiles (Sonntag, 24. Juni, 15:00 Uhr), den Düsseldorf Panther zu Hause mit 15:20, sodass die Domstädter mit 8:6 Punkten nun kaum noch Chancen haben dürften, an den Düsseldorf Panther (13:1) und/oder den Paderborn Dolphins (9:3) vorbeizuziehen. Für die Typhoons (2:10) wird es in den beiden verbleibenden Partien darum gehen, Tabellenplatz vier zu verteidigen, wobei sie am letzten Spieltag, am 30. Juni, im Rahmen von „Sports Meets Music“ den aktuellen Tabellenletzten Troisdorf Jets (0:12) zu Gast haben.
16:00 22-Yard-Lauf Paderborn Dolphins, PAT failed
23:00 1-Yard-Lauf und PAT Paderborn Dolphins
Nach der Hinspielniederlage zum Saisonauftakt in der Kleinen Kampfbahn neben der ESPRIT-arena unterlag die U19 der TFG Typhoons auch zum Rückrundenstart im heimischen Rather Waldstadion gegen die Düsseldorf Panther mit 21:42. Standesgemäß, könnte man meinen, gastierte mit dem Lokalrivalen doch der alleinige Tabellenführer der German Football League Juniors (GFLJ) am Rande des Aaper Waldes. Doch ganz so einfach war es dann nicht, wie ein Blick auf den Halbzeitstand zeigt: Zur Pause stand eine 21:07-Führung der „Fliedner-Schüler“ auf dem Scoreboard.

Fotograf und verantwortlich gemäß DSGVO: Bernd Thiel
Begonnen hatte die Partie mit einem gewohnt starken Auftritt der Typhoons-Defense, die sämtlichen Angriffsbemühungen der Gäste standhielt und dann auch für das Highlight des ersten Quarters sorgte. Defense Back Johannes Wieding gelang im zweiten Drive der Panther-Offense eine weitere seiner in dieser Saison kaum noch zu zählenden Interceptions. Allerdings konnte die Typhoons-Offense anschließend kein Kapital daraus schlagen, sodass das erste Quarter ohne Punkte zu Ende ging.
Das änderte sich dann aber schlagartig im zweiten Spielabschnitt, wobei der Initiator erneut Johannes Wieding war. Ihm gelang es im ersten Drive nach Wiederanpfiff, die Panther-Defense mit einem Punt-Fake zu überraschen, den er seiner Offense zum neuen First Down auf die gegnerische 39-Yard-Linie legte. Wenig später fand Quarterback Max Bühling in Wide Receiver Christopher Kähler einen sicheren Empfänger für seinen 35-Yard-Pass, den Letzterer zur Führung in die Panther-Endzone tragen konnte. Für das 7:0 sorgte anschließend Kicker Jannik Jürgensen mit seinem Point-after-Touchdown (PAT), der auch bei seinen zwei späteren Versuchen erfolgreich war und das Fehlen des etatmäßigen Kickers Arian Ghorbani vergessen machen konnte.
Zwar konnten die Düsseldorf Panther bereits mit ihrem darauffolgenden Drive für den Ausgleich sorgen, begannen anschließend allerdings mit der Übergabe mitgebrachter Gastgeschenke. Einen langen Punt der Typhoons berührten sie nicht nur unglücklich, sondern ließen das Ei zu allem Überfluss auch noch durch Fabian Büßelmann sichern, sodass die Typhoons-Offense anschließend auf der 10-Yard-Linie der Gäste auf den Platz kam. Wenig später sorgte ein 7-Yard-Pass von Max Bühling auf Running Back Leon Hoffmann in der Panther-Endzone für die erneute Typhoons-Führung, nachdem zuvor noch dem sicheren Catch von Wide Receiver Johannes Middelhoff nach Bühling-Pass seitens der Referees die Touchdown-Anerkennung verwehrt geblieben war. Geschenk Nummer zwei war im nachfolgenden Offense-Drive der Panther eine Interception, die Typhoons-Linebacker Tom Hirschmann über 60 Yards in die Endzone tragen konnte. Als die Schiedsrichter wenig später zum Pausentee baten, stand eine 14-Punkte-Führung auf der Anzeigetafel, die die Typhoons-Hoffnung nährte, die Karten in der diesjährigen GFLJ-Saison doch nochmal neu mischen zu können.
Allerdings währte die Hoffnung nicht allzu lange. Bereits kurz nach Wiederanpfiff beschlich den Beobachter der Eindruck, die Teams hätten in der Halbzeitpause ihre Jerseys getauscht. Auf Typhoons-Seite war der Faden gerissen, Fehler reihte sich an Fehler, Undiszipliniertheiten kamen hinzu, man überließ den Gästen im wahrsten Sinne des Wortes das Feld. Mehr als 200 Yards hatte man am Ende, vornehmlich im zweiten Spielabschnitt, den Gästen geschenkt. Und die nahmen die Geschenke, derer es noch mehr gab als „nur“ Yards-Strafen, dankbar an. Erster Offense-Drive der Typhoons in Halbzeit zwei: Interception, 21:14. Zweiter Offense-Drive: Interception, 21:21. Dritter Offense-Drive: Quarter-Ende und Seitenwechsel. Erster Offense-Drive im vierten Quarter: Interception, 21:28. Der Rest war Schaulaufen seitens der Düsseldorf Panther, die bis zum Abpfiff noch zu zwei weiteren, sehr leichten Touchdowns gegen eine inzwischen auch am Boden liegende Typhoons-Defense kamen.
Die Ursachen für den Leistungseinbruch der Typhoons in Halbzeit zwei? - Für die Fans unter dem Tribünendach kaum zu erklären. Für die Spieler und Coaches, die sich nach Abpfiff zum Abschluss-Huddle zusammenfanden, schon. Man darf gespannt sein, wie die kommenden Trainingstage verlaufen, geht es für die Mannen von Head Coach Jens Ruffert doch am kommenden Samstag zu einem weiteren Schwergewicht im deutschen Jugendfootball, zu niemand Geringerem als dem amtierenden Deutschen Meister Paderborn Dolphins.
14:07 Leon Hoffmann nach 7-Yard-Pass Max Bühling, PAT Jannik Jürgensen
21:21 21-Yard-Lauf und PAT Düsseldorf Panther
21:35 7-Yard-Pass und PAT Düsseldorf Panther
21:42 38-Yard-Lauf und PAT Düsseldorf Panther
Die U19 der Bielefeld Bulldogs fuhr am vergangenen Wochenende ihren fünften Sieg in Folge ein. Diesmal ging die Reise der Jugendspieler der Bielefelder nach Bochum.

Freddy Sarhane war mit 2 Touchdowns erfolgreich (Foto und verantwortlich gemäß DSGVO: 1.AFC Bielefeld Bulldogs e.V. - André Zarnke)
Die Bulldogs starteten unkonzentriert in das Match und kamen anfangs der Partie zu ersten Male in dieser Season in Rückstand. Durch einen Touchdown mit Two-Point-Conversion (TPC) stand es zunächst 08:00 für die Bochum Cadets. Die Mannschaft der Bielefelder fing sich jedoch schnell und konnte an ihre bisherigen Leistungen anknüpfen.Die Offense kam zu Punkten und die Defense ließ kaum welche zu, so stand es zur Halbzeit 08:32.
Nach der Halbzeit nutze Head Coach Serowy die Tiefe des Kaders, dann ab diesem Zeitpunkt bekamen die Backup-Spieler weitere Spielpraxis. Am Ende stand für die Gäste aus Ostwestfalen ein deutlicher 20:60 Sieg auf dem Scoreboard. Nach dem Spiel resümierte Victor Serowy: "Ab sofort liegt unser Focus auf dem Gewinn der Meisterschaft. Wir werden mit voller Konzentration weiter arbeiten. Die Jungs sollen für die harte Arbeit und den Verzicht der letzten Wochen belohnt werden."
Die Touchdowns für die Bielefeld Bulldogs erzielten dreimal Jannis Grigorjew, dreimal Chris Busse und zweimal Freddy Sarhane. Am kommenden Wochenende geht es weiter, denn dann werden die Gelsenkirchen Devils zu Hause erwartet.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt 1. AFC Bielefeld Bulldogs e.V. - André Zarnke
Mit einem 18:00 gegen die Spielgemeinschaft Wuppertal Greyhounds/Schiefbahn Riders kehrte die U16 zurück in die Erfolgsspur. Für die Bulldogs punkteten zweimal David Emeh und einmal Jonathan Grothaus. Ein über die ganze Spielzeit nie gefährdeter Sieg.

Coach Daniel Korbmacher freute sich über die Leistung seines Teams ''Mit einer starken Defense und einer den Umständen entsprechenden Offenseleistung, konnten wir heute eine Mannschaft mit viel Potenzial besiegen. Nachdem wir unseren QB durch eine Verletzung verloren hatten, konnten wir in der Offense nicht mehr so sehr in die Tiefe unseres Playbooks gehen, sodass wir auf den Run vertrauen mussten. Hier muss ich unserer Oline Marlon Pöhlker, Michael Pastuchov und Fabian Fiorentino, sowie RB David Emeh ein riesen Kompliment machen. Da sind 4 Spieler auf dem Feld, die den Bulldogs in den nächsten Jahren noch viel Spaß machen werden. Außerdem machten Ersatz-Quarterback Joshua Peter und Widereceiver Timo Voss einen sehr guten Job.''
Defense Coordinator Lukas Biermann nach dem Spiel ''Die Defense hat über den gesamten Spielverlauf sehr gut gespielt. Aber es gibt noch gerade im Tackling viel Verbesserungsbedarf, welcher bis zum Münsterspiel abgestellt werden muss.'' Ein großer Dank gilt auch den vielen Fans die den Weg zur Radrennbahn gefunden hatten.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: 1.AFC Bielefeld Bulldogs e.V. - André Zarnke
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