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Im Heinz-Steyer-Stadion muss nun die Dresdner Defensive überzeugen

Das Punktefestival im Hinspiel gegen Hildesheim begeisterte die Footballfans. Der überraschend Touchdownreiche 77:49 Erfolg der Monarchs stellte mit insgesamt 126 Punkten den bisherigen Rekord dieser GFL-Spielzeit dar. Auf Platz zwei dieser skurrilen Wertung stehen erneut die Hildesheim Invaders. In ihrer Partie gegen die Hamburg Huskies fehlte den Invaders ein magerer Punkt (Hamburg vs. Hildeheim: 49:76) für die geteilte Spitzenposition. Nun kommt es also zum Rückspiel Monarchs gegen Hildesheim. In Dresdens Heinz-Steyer-Stadion (Kickoff: 15 Uhr) könnte am kommenden Sonnabend damit ein erneut punktereiches Duell warten. Sachsens Footballfans wären, den „richtigen Gewinner“ vorausgesetzt, sicher hochzufrieden. Allein Dresdens Cheftrainer John Leijten dürfte alles daran setzen, dass sich das offensive Hin und Her des Hinspiels nicht noch einmal wiederholt.
„Ich verstehe die Footballfans voll und ganz. Viele Punkte sind unterhaltsam. Offene Visiere lassen keine Langeweile aufkommen. Für einen Trainer ist diese Art von Spiel aber alles andere als ein Genuss. Auf jede Aktion folgt die nahezu gleichwertige Reaktion. Trotz aller Bemühungen, kann man sich einfach nicht vom Gegner lösen“, berichtet John Leijten im Vorfeld der kommenden Partie. „In derartigen Partien altern Trainer um Jahre.“ Entsprechend hart wurde in den vergangenen Tagen auf Seiten der Monarchs abgestimmt und eingeübt. Die Defensive muss gegen den offensiv großartig spielenden Aufsteiger aus Hildesheim funktionieren. Die Spieluhr kontrollieren, die Offensive übernehmen und der Defensive Raum zum Arbeiten verschaffen, lautet der leicht verständliche Plan für Sonnabend.
Allein Hildesheim wird alles daran setzen, diesen gründlich zu vereiteln. „Die Invaders begeistern in dieser Saison mit ihrem unbekümmerten und wirklich guten Football. Mit 245 erzielten Punkten verweisen sie aktuell auf die zweiterfolgreichste Offensive im Norden“, weiß Leijten. Die Defensive hingegen steht auf Platz 5 in der Staffel Nord. Kein Wunder also, dass die Invaders, trotz aller offensiven Feuerwerke aktuell nur auf dem fünften Platz und außerhalb der Playoff-Ränge verweilen. Auch Dresden muss gewarnt sein, und das trotz der erfolgreichsten Offensivabteilung (410 Punkte) aller GFL-Mannschaften. Denn nur auf Platz vier liegt Leijtens Abwehrreihe aktuell im Norden. Zu wenig, will man in der Meisterschaft eine Chance gegen die großen Spitzenmannschaften haben. Umso spannender ist es, die weitere Entwicklung des Dresdner Kaders zu verfolgen. Abseits aller Statistiken zählt am Ende jeder Partie nur eines, der Sieg, soviel steht fest. Dieser lässt sich mit einer geschlossen starken Mannschaftsleistung bedeuten leichter erringen. Leichter gesagt, als getan? Wir werden sehen. Diesen Samstag, 2. Juli 2016, KickOff 15 Uhr, Heinz-Steyer-Stadion!
Jörg Dreßler - Dresden Monarchs e.V.
Trotz Favoritenrolle geht man nicht leichtfertig in das Spiel
Lenker und Denker in der Offensive: Quarterback Ethan Haller kennt die Assindia Cardinals noch aus der Spielzeit 2014. Damals konnte er mit den Dolphins zwei Mal die Essener deutlich schlagen (Foto: Daniela Stranz).
Die Paderborn Dolphins reisen als ungeschlagener Tabellenführer zu den Assindia Cardinals. Die Cardinals stehen auf dem letzten Tabellenplatz und konnten noch keine Punkte sichern. Damit ist deutlich erkennbar, wem die Favoritenrolle in diesem Spiel zugesprochen wird. Die Cardinals kommen in ihrer ersten GFL 2 Saison nicht richtig in Schwung und haben gerade im Angriffsspiel ihre Schwächen. Auf die leichte Schulter nimmt man das Spiel deshalb aber nicht. Die Dolphins wollen den hart erarbeiteten ersten Tabellenplatz behalten.
Gegen die Favoritenrolle können die Paderborn Dolphins sich nicht mehr wehren. Am kommenden Samstag reisen die Paderborn Dolphins zum Schlusslicht der Tabelle. Die Assindia Cardinals stehen in ihrer ersten GFL2 Saison ohne Punktgewinn auf dem letzten Tabellenplatz. Eine gefährliche Situation für die Paderborn Dolphins, denn Essen hat nichts zu verlieren und muss punkten, um überhaupt in der Liga bleiben zu können. Viele Chancen haben die Cardinals dafür nicht mehr, denn gegen die vermeintlich schwächeren Teams konnten sich die Essener nicht durchsetzen.
Head Coach Carsten Weber trainierte 2014 die Assindia Cardinals. Genau in der Saison gelang den Paderborn Dolphins der Aufstieg aus der Regionalliga in die GFL 2. Damals gewannen die Dolphins ihre Spiele gegen die Mannschaft aus dem Ruhrgebiet. Ein Wiedersehen mit bekannten Gesichtern, denn auch damals hieß der Quarterback auf Seiten der Dolphins Ethan Haller.
Natürlich gehen die Paderborn Dolphins wie immer hoch konzentriert in die Vorbereitung und machen sich sehr gezielt Gedanken. Ein Ausrutscher gegen Essen möchte man sich nicht erlauben. Alleine die Offensiv-Statistik spricht eine deutliche Tendenz für die Ostwestfalen. Die Offensive der Dolphins erzielte 42 Punkte im Durchschnitt pro Spiel, in Essen kommt man gerade mal auf 11. Quarterback Haller passte den Ball in der laufenden Saison schon für 2.500 Yards. Die Essener Quarterbacks schafften gerade 907 Yards.
Im Bereich der Defensive sieht es dann etwas ausgeglichener aus. Beide Teams haben gleich viele Punkte gegen andere Teams im Durchschnitt kassiert (Dolphins 25.8; Assindia Cardinals 26.3). Aber schon bei den Interceptions wird klar, auch die Defensive der Dolphins spielt stark auf. Sechs Mal haben sie den Ball direkt abgefangen, die Essener Defensive erst zwei Mal.
Zwei Welten, die hier scheinbar aufeinandertreffen – die Paderborn Dolphins, die sich in ihrem zweiten Jahr einen Platz im oberen Tabellendrittel sichern wollen und die Assindia Cardinals, die um das Überleben in der GFL 2 kämpfen. Sicherlich liegt es auch an den unterschiedlichen Konzepten, die angewendet werden. Die Dolphins spielen mit einer Mannschaft mit US-amerikanischer Unterstützung. In Essen hat man sich gegen Unterstützung aus dem Ausland entschieden und einen anderen Weg eingeschlagen.
Verstärkt hat man sich trotzdem: Spieler aus dem Ruhrgebiet mit GFL Erfahrung sind nach Essen gekommen und mit Schorn und Fritsche als Quarterbacks hat man auch zwei solide, deutsche Spielmacher. Beide sind aber noch nicht in der GFL 2 angekommen. Für die Paderborn Dolphins muss es also am kommenden Wochenende heißen: Punkte gegen die Assindia Cardinals holen. Head Coach Carsten Weber, der immer gerne etwas bescheidener argumentiert, meint dazu: „Übermütig dürfen wir nicht werden. Natürlich will ich Punkte gegen Essen holen. Wir wissen aber alle, dass man nichts zu verlieren hat, wenn man im Tabellenkeller steht.“
Eine Mahnung an sich selbst und das Team, den Gegner im Ruhrgebiet nicht zu unterschätzen. „Man kennt uns schon etwas besser mittlerweile. Man kann Videos von uns sehen und man bereitet sich auf solche Spiele intensiv vor. Es ist klar, dass man gegen den Tabellenersten immer besser spielen will und sich nicht schlecht verkaufen möchte. Essen wird uns einen anstrengenden Kampf liefern“, meint Head Coach Weber. Bereits in der Vorbereitung konnte man bei den Essenern ein Bollwerk erkennen. Sowohl die Defensiv-Linie, die gegen das Laufspiel durch die Mitte verteidigt, und die Defensiv-Ends zeigten in der Saisonvorbereitung, dass sie ordentlich mithalten können.
Das Laufspiel durch die Mitte ist gegen die Assindia Cardinals kaum möglich. Ähnlich wie gegen die Lübeck Cougars wird es schwer werden für die Dolphins-Runningbacks, denn die Defensiv-Line ist sehr gut besetzt (Foto: John Bishop).
„Wir müssen die Lücken an anderen Stellen nutzen, die wir in der Essener Verteidigung sehen und dann gewohnt unser Spiel aufbauen. Wenn unsere Defensive und Offensive von Anfang an hell wach und konzentriert ist, dann werden wir in Essen gewinnen“, so Weber. Eine klare Richtungsvorgabe vom Head Coach, der gerade mit dem müden Start im Spiel gegen die Potsdam Royals sehr unzufrieden war.
Das Spiel gegen die Assindia Cardinals wurde aufgrund der Fußball Europameisterschaft nach vorne verlegt. Keine Ausrede für die Fangemeinde, nicht in das Stadion am Hallo nach Essen zu reisen. Kick Off ist um 16:00 Uhr, so dass man pünktlich zum Anstoß auch in Paderborn zurück sein kann.
Björn Gorniak - Paderborn Dolphins

American Football Verband Deutschland
Ergebnis- und Informationsdienst
Damenbundesliga
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A |
02.07. |
Hamburg Amazons vs. Berlin Kobras |
SA Jahnring |
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A |
03.07. |
Mainz Golden Eagles vs. Kiel Baltic Hurricanes |
BSA Mombach |
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B |
03.07. |
Munich Cowboys vs. München Rangers |
Dantestadion |
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B |
10.07. |
Stuttgart Scorpions Sisters vs. Crailsheim Hurricanes |
Hohe Eiche |
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2. Damenbundesliga
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A |
03.07. |
Bielefeld Bulldogs vs. Hamburg Blue Devilyns |
Radrennbahn |
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A |
09.07. |
Bochum Miners vs. Spandau Bulldogs |
Schultenhof |
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B |
10.07. |
Aachen Vampires vs. Cologne Falconets |
L.-Kuhnen-Stadion |
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Deutsche Flag Football Liga
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Nord |
03.07. |
Kiel Baltic Hurricanes vs. Lübeck Cougars |
Moorteichwiese |
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West |
03.07. |
Hildesheim Invaders vs. Assindia Fire Birds |
A.d.Sportplätzen 10 |
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Ost |
03.07. |
Berlin Bears vs. Leipzig Lions |
DeGeWo-Stadion |
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Interconference |
10.07. |
Leipzig Lions vs. Kiel Baltic Hurricanes |
Ratzelstadion |
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German Football League
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Nord |
02.07. |
Dresden Monarchs vs. Hildesheim Invaders |
H.-Steyer-Stadion |
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Süd |
02.07. |
Munich Cowboys vs. Schwäbisch Hall Unicorns |
Dante-Stadion |
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Süd |
02.07. |
Stuttgart Scorpions vs. Saarland Hurricanes |
GAZI-Stadion |
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Nord |
02.07. |
NewYorker Lions Braunschweig vs. Düsseldorf Panther |
Eintrachtstadion |
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Nord |
03.07. |
Berlin Adler vs. Kiel Baltic Hurricanes |
Poststadion |
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|
Nord |
03.07. |
Berlin Rebels vs. Hamburg Huskies |
Mommsenstadion |
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|
Süd |
03.07. |
Allgäu Comets vs. Marburg Mercenaries |
Illerstadion, Kempten |
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|
Süd |
09.07. |
Frankfurt Universe vs. Marburg Mercenaries |
Frankfurter Volksbank Stadion |
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German Football League 2
|
Nord |
02.07. |
Bonn Gamecocks vs. Bielefeld Bulldogs |
Sportpark Pennenfeld |
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|
Süd |
02.07. |
Gießen Golden Dragons vs. Ingolstadt Dukes |
Weststadion |
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Nord |
02.07. |
Potsdam Royals vs. Ritterhude Badgers |
Sportpark Luftschiffhafen |
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|
Nord |
02.07. |
Essen Assindia Cardinals vs. Paderborn Dolphins |
Am Hallo |
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|
Süd |
02.07. |
Franken Knights vs. Kirchdorf Wildcats |
Städtisches Stadion Rothenburg |
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Süd |
02.07. |
Wiesbaden Phantoms vs. Ravensburg Razorbacks |
Europaviertel |
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|
Nord |
03.07. |
Cologne Crocodiles vs. Lübeck Cougars |
BSA Chorweiler |
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|
Süd |
03.07. |
Nürnberg Rams vs. München Rangers |
Zeppelinfeld |
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Süd |
09.07. |
Ravensburg Razorbacks vs. Nürnberg Rams |
Lindenhofstadion, Weingarten |
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German Football League Juniors
|
West |
02.07. |
Cologne Crocodiles vs. Düsseldorf Panther |
BSA Chorweiler |
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Nord |
03.07. |
Hamburg Huskies vs. Berlin Adler |
Ladenbeker Weg |
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|
Süd |
03.07. |
Fursty Razorbacks vs. Stuttgart Scorpions |
abgesagt |
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Viertelfinale |
09.07./10.07 . |
1. Nord vs. Saarland Hurricanes |
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|
Viertelfinale |
09.07./10.07. |
Cologne Crocodiles vs. Fürsty Razorbacks |
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Viertelfinale |
09.07./10.07. |
Wiesbaden Phantoms vs. Düsseldorf Panther |
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Viertelfinale |
09.07./10.07. |
Schwäbisch Hall Unicorns vs. 2. Nord |
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ERGEBNISDIENST AFVD

Viel deutlicher kann man wohl nicht Außenseiter sein als die Düsseldorf Panther es vor ihrem Gastspiel am Samstag bei den New Yorker Lions in Braunschweig sind. Die Niedersachsen haben vor zwei Wochen zum zweiten Mal in Folge und zum vierten Mal überhaupt den Eurobowl gewonnen, wurden seit 2013 dreimal in Folge deutscher Meister und gewannen in dieser Zeit 58 ihrer 64 (GFL- und Eurobowl-) Spiele. Die Panther hingegen warten seit dem 25. April vergangenen Jahres auf einen Sieg, kassierten seitdem 16 Niederlagen in Folge und feierten seit dem 18. August 2012, als mit dem 52:45 im Stadion an der Hamburger Straße der bislang letzte Sieg gegen die Lions erkämpft wurde, gerade einmal vier Erfolge in 46 GFL-Partien.
Da wird es den Düsseldorfern wohl auch nicht viel helfen, dass sich die Braunschweiger seit dem europäischen Triumph gegen die Swarco Raiders aus Innsbruck in einer kleinen sportlichen Schwächephase befinden und ersatzgeschwächt bei den Berlin Rebels 24:30 verloren und bei den Kiel Baltic Hurricanes nur zu einem – zudem glücklichen – 10:10 kamen. „Wenn sie komplett sind, haben sie weiterhin die stärkste Defense der Liga“, weiß Panther-Quarterback Clark Evans, der trotzdem voller Zuversicht glaubt: „aber unsere Offense ist stark genug, um gegen jeden Gegner Punkte zu machen.“ Allerdings ist der Kalifornier in Düsseldorfer Diensten Realist genug, um einzuschränken: „Ob es genügend Punkte sind, ist natürlich eine ganz andere Frage.“
Denn: Bei aller Freude, dass der Angriff der Panther dieses Jahr deutlich durchschlagskräftiger ist und nach drei eher jämmerlichen Spielzeiten in der Saison 2016 mit einem Schnitt von mehr als 26 Zählern beinahe schon an das bislang letzte Play-off-Jahr 2012 (35,6 Zähler/pro Spiel) anknüpfen kann - die bisherigen Darbietungen der Düsseldorfer Defense waren schlicht eine Katastrophe. „Wir haben nicht genügend Spieler mit Erfahrung auf diesem Niveau“, gibt Headcoach Marc Ellgering zu, „da hilft eben oft aller Einsatz und Ehrgeiz nicht, um mit den Topteams mitzuhalten, auch wenn wir den Abstand zu ihnen verringern konnten.“
Konkreter wird Defense Coordinator Brian Dobry: „Von den physischen Voraussetzungen her hätten wir das Potenzial für bessere Leistungen. Aber allzu oft werden individuelle Fehler gemacht. Das liegt an fehlender Erfahrung, aber auch an unverständlichen Unkonzentriertheiten. Dazu fehlt mir bei einigen meiner Leute die nötige Aggressivität im Spiel gegen den Mann. Das sieht manchmal wie Angst vor einem richtigen Körperkontakt beim Tackle aus. Und das kannst du dir auf diesem Level nicht leisten, das wird sofort bestraft.“ Dazu kommt als weiteres Ärgernis die nicht immer zufriedenstellende Trainingsbeteiligung: „Das sind zwei, maximal drei Termine in der Woche“, klagt Dobry, „ich verstehe nicht, dass das für die Jungs oft nicht machbar sein soll. Und was ich im Training nicht übe, kann ich im Spiel natürlich nicht umsetzen.“
Mögliche Konsequenzen? „Wir müssen uns durchbeißen“, sagt Ellgering pragmatisch. „Daher versuchen wir, uns in jedem Training in den Details zu verbessern und mit den vorhandenen Leuten das Beste aus der Situation zu machen.“ Wenigstens ist ab sofort ein wenig Besserung und Entlastung für den in Dresden sogar nur noch 31 Mann kleinen Kader in Sicht. In Braunschweig geben voraussichtlich vier Akteure ihr Panther-Debüt, die im Winter zunächst Spielerpässe bei Zweitligist Cologne Crocodiles unterschrieben hatten und daher fünf Spiele Wechselsperre abbrummen mussten. „Die werden – zumal gegen die Lions – nicht alleine den Umschwung schaffen“, weiß ihr Coach Dobry, „aber es ist ein weiterer kleiner Schritt nach vorne, dass wir dann vor allem in der Defense weitere Alternativen und mehr Tiefe haben. Und nur mit vielen kleinen Schritten können wir es schaffen.“
Was können und wollen die Panther denn nach ihrem fulminanten Fehlstart in die Saison überhaupt noch schaffen? „Um doch noch die Relegation zu vermeiden, müssen wir mindestens drei Spiele gewinnen“, weiß Headcoach Ellgering und gibt sich kämpferisch: „die Partie in Braunschweig gehört sicherlich nicht unbedingt dazu. Wir werden weiterhin jede Woche alles geben und kämpfen und daran arbeiten, besser zu werden. Erst wenn alle anderen Optionen nicht mehr greifen und in der Liga nichts mehr möglich ist, schauen wir Richtung Relegation.“
Geman Football League, Gruppe Nord:
New Yorker Lions Braunschweig – Düsseldorf Panther
Samstag., 2. Juli 2016, 18 Uhr
Stadion an der Hamburger Straße, Braunschweig
Eintritt an der Tageskasse: € 15,- bis € 24,-, für Gästefans empfohlen wird Block 13 hinter der Gäste-Sideline,:€ 18,-
Live-Übertragung im Internet-Stream bei http://livestream.com/NewYorkerLions
Von Jürgen Nitsch - Düsseldorf Panther
Vergangenen Samstag drehte sich auf der Kampfbahn Boelerheide wieder alles um das Leder-Ei. Die Footballer der Sauerland Mustangs traten zur Revanche gegen den ungeschlagenen Tabellenführer, die Recklinghausen Chargers, an.

Das Hinspiel in Recklinghausen konnten die Chargers mit 12- 07 für sich entscheiden und starteten so ihre Serie von vier Siegen in Folge. Die Fichte- Footballer hatten sich somit viel vor genommen. „Wenn wir unsere Aufstiegschancen erhalten wollen, ist das heute ein Pflichtsieg“. Mit diesen Worten schickte Headcoach Michel „Flummi“ Schumann seine Mannschaft auf ́s Feld. Da es seit dem Morgen regnete, war das Feld , genau wie der Ball, äußerst rutschig. Das Spiel geriet zur Wasserschlacht und beide Team ́s hatten ihre Probleme mit dem Geläuf. Darum stand es auch bis zur Mitte des zweiten Quarters 00- 00 ehe Passempfänger Daniel Jürgens den Ball zur 06- 00 Führung für die Sauerländer in die Endzone trug. Die Extrapunkte konnten nicht verwandelt werden, darum war 06- 00 auch der Halbzeitstand.

Nach der Halbzeit gelang den Gästen aus Recklinghausen, trotz harter Attacken der Mustangs- Defense, der Ausgleich. Auch diese Extrapunkte wurden vergeben.
Quasi im Gegenzug erlief Julian Geist, nach zwei gebrochenen Tackles, die nächsten sechs Punkte für die Mustangs. Erneut musste auf Extrapunkte verzichtet werden.
Nun überschlugen sich die Ereignisse. Nach dem Kick off eroberte die Sauerländer den Ball gleich wieder zurück. Die Offense konnte daraus allerdings kein Kapital schlagen. Recklinghausen war also wieder in Ballbesitz doch die Defense der Mustangs legte noch einen Gang zu und zwang die Chargers zum Punt. Der missglückte und die Fichte Jungs gingen, in der Hälfte der Chargers, wieder zum Angriff über.Nach langem Pass von Quarterback Klöckner auf Daniel Jürgens stand es 18- 06 für die Mustangs. Das alte Spiel der vergebenen Extrapunkte setzte sich leider fort. Recklinghausen startete von der eigenen 21 Yard Linie und wollte sich noch nicht geschlagen geben. Mit einem Langen Pass überwanden sie die Verteidigung und kamen auf 18- 12 heran. Das anschließende Fieldgoal ging für einen Extrapunkt durch die Stangen und es stand 18- 13.

Die Mustangs zeigten Kampfgeist und Siegeswille und erhöhten durch einen Return Touchdown auf 24- 13. Dieser Touchdown wurde ihnen allerdings, wegen eines illegalen Blocks in den Rücken, aberkannt. Eine weitere Chance die Führung auszubauen bot sich, als die Fichte Footballer sich mit super Blocking und tollen Läufen bis kurz vor die Endzone der Chargers arbeiteten. Der nasse Ball rutsche jedoch beim Pass in die Endzone ab und fand sich in den Armen eines Verteidigers aus Recklinghausen wieder. Das gab den Gästen noch einmal Gelegenheit zu scoren. Das Glück des Tüchtigen war den Mustangs jedoch holt und Tobias Lahme konnte eine Interception fangen. Die Offense blieb leider im Schlamm stecken. In den Letzten Spielminuten war Recklinghausen in Ballbesitz. Die Defense stemmte sich gegen die Angriffe und setzte dem Chargers- Quarterback schwer zu. Nicht zum ersten Mal in diesem Spiel gelang es Defensive Tackle Fabian Scholz den Quarterback unter Druck zu setzten und ihn zu Fehlern zu zwingen. Der vielleicht entscheidende Pass im vierten Versuch konnte von Richard Giebel geblockt werden und damit war der Sieg über den Tabellenführer perfekt. Offensive- Line Coach Tobias Steinberg würdigte die Leistung seiner Schützlinge mit den Worten:“ Männer, chapeau !! War, darf man so sagen, ein hervorragender Tag. Hebt heute ein paar Hörner - und ein paar für mich mit!!! Das habt ihr euch verdient. Den Rest machen wir Montag!!“
Im Vorfeld empfingen die Mustangs Juniors die Schiefbahn Riders auf der Kampfbahn. Ein umkämpftes Spiel mit schönen Aktionen auf beiden Seiten ging letztendlich doch recht deutlich mit 00- 45 verloren.
Das Nächste und gleichzeitig letzte Heimspiel der Sauerland Mustangs Seniors findet am 17.9.16 um 15 Uhr auf der Kampfbahn Boelerheide statt. Zu Gast sind dann die Spieler des Bergisch Land Phoenix. Wer die Mustangs also noch einmal vor heimischer Kulisse galoppieren sehen und die tolle Stimmung im Stadion genießen möchte, sollte diese Gelegenheit nutzen.
Benjamin Frenzel - Sauerland Mustangs (Foto: Sauerland Mustangs)
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