News

American Football Verband Deutschland
Ergebnis- und Informationsdienst
Damenbundesliga
|
A |
06.08. |
Hamburg Amazons vs. Kiel Baltic Hurricanes |
SA Jahnring |
||||
2. Damenbundesliga
|
A |
30.07. |
Braunschweig FFC vs. Hamburg Blue Devilyns |
Rote Wiese |
||||
|
B |
30.07. |
Cologne Falconets vs. Cologne Ronin |
Ostkampfbahn |
||||
|
A |
31.07. |
Bielefeld Bulldogs vs. Spandau Bulldogs |
Radrennbahn |
||||
|
A |
31.07. |
Hannover Grizzlies vs. Bochum Miners |
Schultenhof, Bochum |
||||
|
B |
31.07. |
Saarland Hurricanes vs. Mülheim Shamrocks |
Matzenberg |
||||
|
A |
06.08. |
Bochum Miners vs. Hamburg Blue Devilyns |
Schultenhof |
||||
|
B |
06.08. |
Cologne Falconets vs. Aachen Vampires |
20 |
: |
|
Wertung |
|
|
A |
07.08. |
Braunschweig FFC vs. Bielefeld Bulldogs |
Rote Wiese |
||||
|
B |
07.08. |
Cologne Ronin vs. Mülheim Shamrocks |
BSA Sürther Feld |
||||
|
A |
07.08. |
Hannover Grizzlies vs. Spandau Bulldogs |
1897 Linden |
||||
Deutsche Flag Football Liga
|
Nord |
31.07. |
Hamburg Pioneers Snappers vs. Lübeck Cougars |
Stadtpark Jahnring |
||||
|
Interconference |
07.08. |
Hildesheim Invaders vs. Leipzig Lions |
A.d.Sportplätzen 10 |
||||
|
Ost |
07.08. |
Dresden Monarchs vs. Berlin Bears |
Bärnsdorfer Straße |
||||

German Football League
|
Nord |
30.07. |
Dresden Monarchs vs. Hamburg Huskies |
H.-Steyer-Stadion |
||||
|
Nord |
30.07. |
Hildesheim Invaders vs. Berlin Rebels |
Eintracht-Stadion |
||||
|
Nord |
30.07. |
Düsseldorf Panther vs. Berlin Adler |
BSA Benrath |
||||
|
Süd |
30.07. |
Schwäbisch Hall Unicorns vs. Rhein-Neckar Bandits |
Sportpark am Kocher |
||||
|
Nord |
30.07. |
NewYorker Lions Braunschweig vs. Kiel Baltic Hurricanes |
Eintrachtstadion |
||||
|
Süd |
30.07. |
Stuttgart Scorpions vs. Munich Cowboys |
GAZI-Stadion |
||||
|
Süd |
30.07. |
Frankfurt Universe vs. Saarland Hurricanes |
Frankfurter Volksbank Stadion |
||||
|
Nord |
06.08. |
Hildesheim Invaders vs. Kiel Baltic Hurricanes |
Eintracht-Stadion |
||||
|
Süd |
06.08. |
Munich Cowboys vs. Frankfurt Universe |
Dante-Stadion |
||||
|
Nord |
06.08. |
Düsseldorf Panther vs. NewYorker Lions Braunschweig |
BSA Benrath |
||||
|
Süd |
06.08. |
Schwäbisch Hall Unicorns vs. Stuttgart Scorpions |
Sportpark am Kocher |
||||
|
Süd |
06.08. |
Saarland Hurricanes vs. Marburg Mercenaries |
Ellenfeldstadion, Neunkirchen |
||||
|
Süd |
07.08. |
Allgäu Comets vs. Rhein-Neckar Bandits |
Illerstadion, Kempten |
||||
German Football League 2
|
Nord |
30.07. |
Ritterhude Badgers vs. Bonn Gamecocks |
Moormannskamp |
||||
|
Nord |
31.07. |
Cologne Crocodiles vs. Essen Assindia Cardinals |
BSA Chorweiler |
||||
|
Süd |
31.07. |
München Rangers vs. Franken Knights |
Dantestadion |
||||
|
Süd |
31.07. |
Nürnberg Rams vs. Gießen Golden Dragons |
Zeppelinfeld |
||||
|
Süd |
31.07. |
Ravensburg Razorbacks vs. Wiesbaden Phantoms |
Lindenhofstadion, Weingarten |
||||
|
Süd |
06.08. |
Franken Knights vs. Gießen Golden Dragons |
Städtisches Stadion Rothenburg |
||||
|
Nord |
06.08. |
Lübeck Cougars vs. Essen Assindia Cardinals |
Buniamshof |
||||
|
Süd |
06.08. |
Ingolstadt Dukes vs. Kirchdorf Wildcats |
ESV-Stadion |
||||
|
Süd |
07.08. |
München Rangers vs. Nürnberg Rams |
Dantestadion |
||||
|
Nord |
07.08. |
Potsdam Royals vs. Cologne Crocodiles |
Sportpark Luftschiffhafen |
||||
|
Nord |
07.08. |
Paderborn Dolphins vs. Ritterhude Badgers |
H.-Löns-Stadion |
||||

German Football League Juniors
|
Junior Bowl |
31.07. |
Cologne Crocodiles vs. Schwäbisch Hall Unicorns |
Optima-Sportpark, Schw.Hall |
||||
ERGEBNISDIENST AFVD
Dieses Mal waren die Ladies in Hannover zu Gast bei den Grizzlies. Nach dem 28:00 Sieg im Hinspiel waren die Erwartungen der Coaches und Spielerinnen extrem hoch. Kurz vor dem Spiel sammelten sich alle um Head Coach Hansen, welcher den Fokus des Teams noch einmal auf den Gegner und die einzelnen Aufgaben lenkte. "Heute ist ein Sieg Pflicht. Jede wird dazu beitragen, dass wir später als Sieger vom Platz gehen", so Hansen.
Nach dem gewonnen Cointoss kickte Katharina Liebe (#58) den Ball weit in die gegnerische Hälfte und verschaffte der Defense somit eine perfekte Ausgangssituation. Der erste Drive der Grizzlies, welche fast lediglich auf das Passspiel setzten, konnte schnell gestoppt werden. Turnover on downs. Nun war die Offense gefragt. Nach kleinen Startschwierigkeiten konnte Hannover das Ballrecht durch eine Interception schnell zurückerobern. Die Defense leistete jedoch wieder solide Arbeit: Outside Linebacker Lara Kotschwar (#17) und Katharina Liebe (#58) übten starken Druck auf Hannovers athletischen Quarterback aus, sodass diese kaum einen Pass anbringen konnte. Bielefelds Offense war nun auch aufgewacht und konnte durch einen langen Lauf von Rabiha Bayraktar (#41) die ersten 6 Punkte erzielen. Kurz nach Beginn des 2. Quarters konnte Bayraktar den Ball nach einem langen Pass von Quarterback Lena Trinkies (#1) erneut in die Endzone tragen und Runningback Jennifer Imort (#11) erhöhte um 2 weitere Punkte.
Die Offense Der Grizzlies kam nun auch langsam in Bewegung und konnte durch einen tiefen Pass auf 8:14 verkürzen. Im letzten Drive der Bielefelder Offense konnten erneut durch Läufe der Runningbacks Jennifer Imort und Rabiha Bayraktar und Pässe auf Wide Receiver Britt Hennings (#5) und Tight End Friederike Ostendorp (#45) wichtige Yards in Richtung Endzone erzielt werden, welche durch einen weiteren Touchdown belohnt worden, sodass es zur Halbzeit 8:20 stand.
Nun bekamen sie Bulldogs den Ball zugekickt. Die Offense kam jedoch, unter anderem durch die Doppelbelastung von Britt Hennings und Lena Trinkies, welche auch in der Defense aushalfen, nur langsam ins Rollen, konnte sich jedoch fangen und durch einen Pass auf Britt Hennings erneut Punkten. Auch die Two Point Conversion durch Christina Warkentin war erfolgreich. Aufgrund des geschwächten Kaders der Bulldogs und der Hitze ergaben sich nun auch die die Gastgeber einige Chancen zu punkten und so stand es zu Beginn des 4. Quarters nur noch 30:36. Zum ersten Mal gelang es Bielefeld auch kurz vor Spielende noch einmal Gas zu geben und zu kämpfen. Durch viel Druck auf Hannovers Quarterback war kein Pass mehr möglich und nach langem hin und her rettete sie sich, beim Endstand von 36:50, ins Seitenaus. Als dann der Whitehead seinen Arm in die Luft hob war die Freude riesengroß und das spiel in Hannover für die Bulldogs gewonnen.
Beide Teams trafen sich zum Handshake noch in der Mitte des Feldes und machten einen gemeinsamen Abschlusshuddle. "Besser hätte es heute nicht laufen können" so Jan-Hendrik Hansen. "Wir sind unendlich stolz auf euch" ergänze Linecoach Christian Hartmann.Ein besonderer Dank gilt unter anderem, Betreuer Raymond Lauterbach, der die Spielerinnen unentwegt versuchte, bei der Gluthitze runter zu kühlen.
Die nächste Möglichkeit das Team zusehen und anzufeuern ist am kommenden Sonntag um 13:00 Uhr auf dem Leineweberring. Dann geht es gegen den Namensvetter, die Spandau Bulldogs.
1. AFC Bielefeld Bulldogs e.V. - i.A. André Zarnke
Die Königlichen treffen am kommenden Sonnabend auf die Hamburg Huskies

„Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“, meint ein kaum ernst zu nehmendes Sprichwort. Ein Blick in die bisherige Ergebnisliste der German Football League (GFL) 2016 lässt dennoch die Stoßrichtung der folgenden Spieltagsvorschau bereits erahnen. Als offensiv erfolgreichstes Team dieser GFL-Saison stehen die Dresden Monarchs aktuell auf dem dritten Platz im Norden. Der statistisch anfälligste Defensive-Kader der 1. Football-Bundesliga, die Hamburg Huskies, finden sich ihrerseits im unteren Tabellenbereich. Auch wenn keine noch so deutliche Statistik bislang ein Spiel gewinnen oder verlieren konnte, beim kommenden Auftritt der Königlichen (Kickoff: 15 Uhr) in Dresdens Heinz-Steyer-Stadion geht die Favoritenrolle nach Dresden. Keine Wunschrolle der Königlichen, zumal es das erste Spiel nach der 4-wöchigen Pause ist.
Offensive: 443 zu 255 Punkte. Defensive: 231 zu 424 Punkte. Das kommende Duell der Dresden Monarchs gegen die Hamburg Huskies ist keine Partie für Wettfanatiker. Zu deutlich liegt Dresden in den entscheidenden Mannschaftsteilen statistisch vorn. Dennoch begegnen das Team von Head Coach John Leijten seinen kommenden Gästen voller Respekt. Nach der Sommerpause gilt es wieder Tritt zu fassen und das eigene Spiel, so gut es geht, ins Rollen zu bringen. Offensiv konstant und extrem erfolgreich, defensiv lange Zeit wechselhaft aber zuletzt durchaus stabil – so präsentierten sich die Dresden Monarchs vor der Ligapause. Entsprechend klar scheint das kommende Motto des Tabellendritten: „Angriff ist die beste Verteidigung“.
Denn auch wenn Hamburg sich gerade gegen seine letzten vier Punktspielgegner offensiv hervorragend zu präsentieren wusste, verloren die Huskies drei Spiele nacheinander. Kiel (49:52), Hildesheim (49:76) und die Berlin Rebels (14:51) entzauberten allesamt die Nordlichter. Ausschließlich Tabellenschlusslicht Düsseldorf kam zweimal unter Hamburgs Schlittenkufen (50:40, 31:20).
„Wir müssen Hamburgs Schwächen für uns ausnutzen, wollen wir auch weiterhin Druck in Richtung Tabellenspitze ausüben. Mit den Berlin Rebels und den Lions aus Braunschweig wartet im Playoff-Endspurt schließlich noch große Schwergewichte auf uns“, so Leijten.
Besten gestärkt und ausgeruht fiebern die Dresden Monarchs dem Beginn der zweiten Saisonhälfte entgegen. Die Playoffs scheinen greifbar nah. Mehr denn je ist Konzentration, Einsatz und Siegeswille gefragt. Selbst wenn alle Statistiken noch so deutlich für die Dresden Monarchs sprechen mögen. Diesen Samstag, 30. Juli, KickOff 15 Uhr, Heinz-Steyer-Stadion.
Jörg Dreßler - Dresden Monarchs e.V.
Ein deutliches 48:14 verbucht Paderborn gegen Bielefeld
Derbys sind etwas besonders – für Marc Schröder, den Kicker der Dolphins, war es ein persönliches Highlight. Schröder erzielte seinen 400. Punkt für die Dolphins durch einen PAT und landet damit in der Bestenliste auf Rang fünf. (Foto: John Bishop)
Im Ostwestfalenderby können sich die Paderborn Dolphins deutlich gegen die Bielefeld Bulldogs durchsetzen. Mit einem ungefährdeten 48:14 Sieg gegen die Nachbarn behaupten sie Ihren Platz an der Tabellenspitze, während bei den Bulldogs weiter gegen den Abstieg gekämpft wird. Eine großartige Werbung für den American Football, denn trotz der lokalen Rivalität zwischen den Teams ist es ebenfalls ein Treffen unter ‚guten Bekannten‘.
Head Coach Carsten Weber fand nach dem Spiel lobende Worte. „Ich bin heute sehr zufrieden mit meiner Mannschaft. Das erste Quarter haben wir verschlafen, aber wir sind zurückgekommen und haben gezeigt, dass wir auch in der Defensive eine solide Leistung abliefern“, so Weber. Damit sprach Weber die in den letzten Wochen manchmal unkonzentriert aufspielende Defensive der Dolphins an. Gerade im ersten Quarter wurden die Dolphins Fans an die Niederlage in Essen erinnert. Mit langen Bällen und vermeintlichen einfachen Spielzügen schafften es die Bulldogs, die Verteidigung der Dolphins zu überwinden.
Hatte die Offensive der Dolphins zwar die ersten Punkte erzielt, so gab diese auch das Angriffsrecht durch eine Interception an die Bulldogs zurück. „Wir waren sehr nervös und nicht besonders ‚cool‘ auf dem Feld“, meinte Weber. Ab dem zweiten Quarter sahen die 1.400 Besucher des Hermann-Löns-Stadion eine komplett andere Partie. Nicht nur in der Defensive dominierten die Dolphins das Spiel, sondern auch in der Offensive zeigte Quarterback Ethan Haller, dass er punkten wollte. Mit seiner Offensive marschierte er souverän über das Feld und erreichte noch vor der Halbzeitpause drei Mal die Endzone.
Die Dolphins Defense unterstützte die Offensive durch eine druckvolle Verteidigung. Oftmals wurde die Offensive der Bulldogs schon nach vier Versuchen vom Feld geschickt. Dabei zeigte sich vor allem, dass die Abstimmung im Backfield wieder funktionierte. „Wir haben heute gut gegen das Passspiel verteidigt und zugleich immer ein Auge auf dem Laufspiel gehabt“, so Weber. Der Schlüssel zum Erfolg lag ebenfalls an der Tatsache, dass die Defensive keine Punkte mehr zuließ und so die Offensive weiter agieren konnte.
Quarterback Ethan Haller fand einen gesunden Mix aus Pass und Laufspiel und ließ gerade seine Runningbacks munter durchwechseln. Rannte sich die Laufabteilung der Dolphins einmal fest, so zeigte Haller durch kurze Pässe, dass das First Down immer möglich ist. „Wir wissen, dass unsere Offensive immer punkten kann“, meinte Weber.
Lediglich die Verletzung von Max Nolte, dem Bielefelder Receiver, überschattete das ansonsten spannende Ostwestfalenderby. Nachdem Nolte einen Ball gefangen hatte, ging dieser nach einem Tackle zu Boden und hielt sich das Knie. „Verletzungen sind immer sehr unschön und gerade für Max Nolte ist es sehr schade, denn er gehört zu den besten Receivern der GFL2“, fasste Head Coach Weber die Situation zusammen.
Erneut war das Derby zwischen den Bielefeld Bulldogs und den Paderborn Dolphins eine tolle Werbung für den American Football in Ostwestfalenlippe. „Die Unterstützung der Fans, die Rivalität, aber ebenfalls die Wertschätzung, die beide Vereine verbindet, sind schon eine ganz besondere“, fasste Präsident David Schmidtmann das Spielgeschehen zusammen. In zwei Wochen geht es dann für die Paderborn Dolphins weiter. Gegen die Ritterhude Badgers wollen die Dolphins auch weiterhin vor heimischem Publikum ungeschlagen bleiben.
Spielverlauf
1. Quarter
| Spielstand | Was? | Wer? |
| 06-00 | Touchdown Paderborn Dolphins | Dominic Gröne |
| 07-00 | PAT Paderborn Dolphins | Marc Schröder |
| 07-07 | Touchdown & PAT Bielefeld Bulldogs | |
| 07-14 | Touchdown & PAT Bielefeld Bulldogs |
2. Quarter
| Spielstand | Was? | Wer? |
| 13-14 | Touchdown Paderborn Dolphins | Cameron Richmond |
| 14-14 | PAT Paderborn Dolphins | Marc Schröder |
| 20-14 | Touchdown Paderborn Dolphins | Dominic Gröne |
| 21-14 | PAT Paderborn Dolphins | Marc Schröder |
| 27-14 | Touchdown Paderborn Dolphins | Cameron Richmond |
| 28-14 | PAT Paderborn Dolphins | Marc Schröder |
3. Quarter
| Spielstand | Was? | Wer? |
| 34-14 | Touchdown Paderborn Dolphins | Cameron Richmond |
4. Quarter
| Spielstand | Was? | Wer? |
| 40-14 | Touchdown Paderborn Dolphins | Marvin Liggesmeyer |
| 41-14 | PAT Paderborn Dolphins | Marc Schröder |
| 47-14 | Touchdown Paderborn Dolphins | Benedikt Jürgen |
| 48-14 | PAT Paderborn Dolphins | Marc Schröder |
Björn Gorniak - AFC Paderborn Dolphins e.V.
Vergleich Spannung bis zum letzten Angriff

Quarterback Fabian Schorn macht einige Yards gut und liefte eine starke Quote in de Offense ab
Erst als Linus Waydhas den letzten Pass der Ritterhude Badgers abfangen konnte, löste sich die Anspannung bei den Assindia Cardinals. Mit 41:35 hatte man das Spiel gewonnen und konnte so den letzten Tabellenplatz endlich verlassen. Bevor dies soweit war, gab es im Sportpark „Am Hallo“ eine echte Nervenschlacht für Teams, Verantwortliche und Fans.
Es war ein erstes Spiel der Rückrunde, indem sich die Assindia Cardinals eine Niederlage nicht leisten konnten. Entsprechend angespannt war man vor dem Spiel gegen die Ritterhude Badgers, welche das Hinspiel mit 24:14 gewinnen konnten. Am Ende hieß es 41:35 für die „Men In Blue“. So reichte es zwar nicht für den direkten Vergleich, aber den letzten Tabellenplatz konnte man trotzdem verlassen.
Das Spiel begann mit ersten Punkten durch die Gäste. Gleich zweimal überraschten die Badgers im vierten Versuch die Cardinals und es hieß nach wenigen Minuten 0:7 aus Sicht der Cardinals. Die „Men In Blue“ hatten eine schnelle Antwort. Julian Zorz lief nur eine Zeigerumdrehung später zum 6:7 (Extrakick war nicht erfolgreich) in die Endzone. So wurden dann auch die Seiten gewechselt.
Nachdem beide Teams im zweiten Viertel erfolglos ihre Angriffe beenden mussten, waren es die Cardinals, die zuerst wieder den ball in die gegnerische Endzone bringen konnten. Angefangen mit einem abgefangenen Ball durch Yannick Baumgärtner, der den zusätzlich noch einige Yards gut machen konnte. Baumgärtner vollendete den Angriff abschließend auch zum 14:7 (die Two-Point- Conversion war ebenfalls gut). So ging es in die Pause und in eine dramatische zweite Halbzeit.
Diese Begann mit einem Paukenschlag der Cardinals. Julian Zorz machte zunächst 11 Yards im ersten Angriff gut, und lief mit dem nächsten Ball glatt 60 Yards bis in die Endzone der Badgers zum 21:7 (PAT durch Toby Nick). Die Badgers wussten zu kontern, allerdings gelang ihnen beim anschließenden Touchdown kein Extrapunkt und die Cardinals kamen beim Stand von 21:13 wieder in Ballbesitz. Als der Angriff gestoppt wurde, versuchte man die Gäste zu überraschen, doch der Pass von Avant auf Baumgärtner war etwas zu ungenau. Doch auch die Badgers kamen nicht mehr zum Zug und es wurden noch einmal die Seiten gewechselt.
Toby Nick setzte direkt ein Ausrufezeichen und erhöhte inklusive Extrapunkt auf 28:13. Es sah nach einem sicheren Sieg der Cardinals aus. Zwar hatten die Badgers mehr Zeit in Ballbesitz, doch die Cardinals-Offense agierte bis dahin sehr effektiv. Als Badgers-Quarterback Cieplenski kurz danach noch den Ball verlor, sicher ihn Michel Lakowitz. Frisch ins Spiel gekommen führte der neue Quarterback Michael Fritsche die Cardinals zum 34:13. Yannick Baumgärtner konnte den 20 Yard-Pass sichern. Ritterhude fand allerdings direkt eine Antwort. Bereits vier Spielzüge später hatten die Badgers auf 34:21 verkürzt.
Es folgte eine dramatische Schlussphase. Zunächst hatten die „Men In Blue“ wieder erhöhen können. Fabian Schorn fand Florian Schultheiß durch die Mitte für 53 Yards. Mit dem Extrakick durch Toby Nick hieß es rund sieben Minuten vor dem Ende 41:21. Die Vorentscheidung, so dachte man wohl. Was folgte forderte die Nerven von allen Beteiligten heraus. Ein Drive der Badgers über knapp drei Minuten und fast über das ganze Feld sorgte nicht nur für das 41:27, zu allem Überfluss musste auch noch Raphael Llanos-Farfan nach einem Foul das Feld verlassen. Es folgte ein Onside-Kick, denn auch die Badgers wussten um den möglicher Weise in der Endabrechnung wichtigen direkten Vergleich. Dieser landete dann auch zum Unmut der Essener in den Händen der Gäste, die somit nur ein halbes Feld zu überbrücken hatten. Zwei Minuten vor dem Ende hieß es dann auch nur noch 41:35, doch das Essener Team hatte das Finale selber in der Hand. Ein guter Start in den Angriff führte die Cardinals bis unmittelbar an die Endzone der Badgers. Der Ball lag dann ein Yard vor der Gästeendzone. Eine Formsache zum sichern Sieg? Doch weit gefehlt. Ausgerechnet in dieser Situation geht der Ball verloren und in den Besitz der Gäste über. Es folgte dazu noch die zweite Disqualifikation, Bernhard Küch musste nach dem zweiten persönlichen Foul vom Feld. Zusätzlich gab es eine weitere Strafe gegen Essen, so dass die Ritterhude Badgers ohne etwas dafür leisten zu müssen, gleich in der Hälfte der Cardinals starten durften. Eine weitere Strafe folgte und Badgers Quarterback Cieplenski, der im Laufe der Begegnung reichlich Hits der „Men In Blue“-Defense einstecken musste, stand 22 Sekunden vor dem Ende 19 Yards vor der Cardinals Endzone. Jetzt kam es auf die Defense an, den Sieg zu sichern und nach Hause zu holen. Avant und Schulz verhinderten großartig den tödlichen Pass in die Endzone und Linus Waydhas beende dann das Spiel mit dem abgefangenen letzten Pass des Spiels.
Mit 41:35 bleiben die Punkte in Essen, für den direkten Vergleich reichte es leider nicht. Trotzdem konnte das Team von Headcoach Yves Thissen den letzten Platz verlassen und sich bis auf den sechsten Platz verbessern. Der Sieg war allerdings teuer erkauft. Zum Einen waren da die durchaus diskussionswürdigen Disqualifikationen der Spieler Llanos-Farfan und Küch, zum Anderen mussten gleich mehrere Spieler nach dem Spiel im Krankenhaus behandelt werden. Vor allem Simon Baumeister traf es hart. Für ihn ist die Saison nach einem komplizierten Daumenbruch beendet.
Bereits in der nächsten Woche ist das Essener Team wieder gefordert. Dann muss man Sonntag beim Zweiten der Liga, den Cologne Crocodiles antreten. Ein Sieg in Köln wäre ein weiterer Joker im Kampf um den Klassenerhalt.
Dirk Unverferth - Essen Assindia Cardinals
Weitere Beiträge …
Juniors Beitragsanzahl: 436
Ladies Beitragsanzahl: 80
Verband Beitragsanzahl: 557
Cheerleading Beitragsanzahl: 85
Seniors Beitragsanzahl: 2821
Seite 357 von 402








