Seniors

Nicolai Schumann fliegt zum Touchdown (Foto und verantwortlich gemäß DSGVO: ©Uwe Ziegler)
Die Partie begann mit dem Kick-Off durch New Yorker Lions Kicker Tobias Goebel. Zwar gelang es von Beginn an der Defense der Löwen, den gegnerischen Spielmacher der Kölner Jan Weinrich unter Druck zu setzen, doch fand dieser immer wieder einen Weg den Ball loszuwerden. Sei es über seinen nur schwer zu stoppenden Runningback Colby Goodwin oder mit einem in letzter Sekunde geworfenen Pass auf seine Ballfänger Jake Isabel oder Ramin Akhlaghi. So gelangt es den Gästen sich bis an die 38 Yard Linie vorzukämpfen, ehe dort aber nach einem ausgespielten und nicht erfolgreichen vierten Versuch Schluss war. Es übernahm erstmalig in der GFL der neue Quarterback der Lions Brandon Connette, das Kommando im Angriff. Mit nur drei Spielzügen, wobei einer ein 32 Yard Lauf von Runningback Christopher McClendon war, führte er sein Team bis dicht vor die Endzone der Crocodiles und vollendete letztendlich mit einem Lauf aus einem Yard Entfernung, selbst zum 7:0 (PAT T. Goebel).
Diese Punkte sollten jedoch die einzigen bis zur Halbzeit bleiben, den nach dem ersten erfolgreichen Drive, geriet Sand in das Getriebe des Angriffs der Löwenstädter. Zwar gelang immer wieder der ein oder andere erfolgreiche und zum Teil spektakuläre Spielzug der auch zu nennenswerten Raumgewinn führte, doch der Finale Schritt zu weiteren Punkte, blieb durch die immer stärker werdende Verteidigung der Cologne Crocodiles verwehrt. Gleiches galt aber auch für die Defense der New Yorker Lions und dem Angriff der Gäste. Immer wieder gelang es den Braunschweigern die Kölner zu stoppen und sie ohne Erfolg vom Feld zu schicken, einziger Lichtblick auf Seiten der Domstädter war Runningback Colby Goodwin, der nie vollständig aufzuhalten war und so auch die ersten und final einzigen Punkte der Cologne Crocodiles an diesem Abend, vorbereitete. Nach einem 38 Yard Lauf des US-Amerikaners in Diensten der Cocodiles bis tief in die Hälfte der Lions hinein, fand Jan Weinreich abschließend seinen Ballfänger Dominic Gröne über 9 Yards in der Endzone der Lions, zum Zwischenstand von 7:6 (PAT geblockt). Dieses knappe Resultat sollte auch der Halbzeitstand in der bis dato hart umkämpften Partie sein, den eine evtl. weitere Chance auf Punkte für die Gäste, verhinderte Braunschweigs Passverteidiger und spätere Game MVP Lars Steffen, mit seiner ersten Interception 2019.
Nach der Pause starteten die Löwen mit neuem Ehrgeiz und Willenskraft in die zweite Hälfte der Partie. Zwar gelang dem Angriff um Brandon Connette im ersten Drive noch nichts nennenswertes, doch auch die Kölner mussten tief in der eigenen Hälfte punten, was ihnen letztendlich zum Verhängnis wurde. Nachdem der Snap für Kölns Punter Max Steffen etwas zu tief kam und er länger als gewöhnlich brauchte den Kick auszuführen, war es New Yorker Lions Neuzugang und Linebacker Basil Jackson, der den Punt blockte und Lars Steffen dadurch die Möglichkeit gab den freien Ball in der Endzone der Cologne Crocodiles zum 13:6 (PAT nicht gut) für die Hausherren zu sichern.
Noch etwas geschockt wirkend durch die vorausgegangene Aktion, überraschten die New Yorker Lions die Gäste aus Köln gleich im folgenden noch einmal mit einem High Kick beim Kick-Off durch Tobias Goebel, der nach einer Unsicherheit im Kölner Special Team und dem sichern des freien Balls durch Robin Papke, im erneuten Ballbesitz für die Löwen endete. Drei Spielzüge später bediente Brandon Connette, mit einem 30 Yard Pass, Nicolai Schumann zum 20:6 (PAT T. Goebel). Nach wie vor schien es, das die Cologne Crocodiles nun ihren Faden im Spiel verloren haben, den es blieb nun der Fehlerteufel im Spiel der Gäste, welcher in einer weiteren Interception und dem abermaligen Ballbesitz der Braunschweiger, dieses Mal durch Neuzugang Jamaal White, endete.
Kurz nach dem letzten Wechsel ins vierte und letzte Quarter, sorgte Kicker Tobias Goebel mit einem 23 Yard Fieldgoal für das 23:6 und dem weiteren Ausbau der Führung.
Vorbereitet wurden die Punkte durch einige unnachahmliche Läufe von David McCants und einem sehenswerten 12 Yard Passfang von Christian Bollmann. Die Cologne Crocodiles schienen sich nun ihrem Schicksal zu ergeben und konnten der drohenden Niederlage und der starken Verteidigung der Löwen nichts mehr entgegen setzen.
Somit blieb es beim 23:6 Sieg der New Yorker Lions und dem Erkenntnis das es bis zum direkten Rückspiel in Köln am kommenden Samstag (11. Mai, Kick-Off 17 Uhr), noch einiges zu verbessern gibt.
Überschattet wurde der erste Sieg der Lions in der GFL Saison 2019, durch die Verletzungen von Jan von Jürgensonn und Kevin Foitzek, die dadurch ein Loch in die Offense Line der Löwen reißen.
Wie schwer die Verletzungen sind und welche Auswirkungen sie haben werden, wird sich in den nächsten Tagen und nach weiterführenden Untersuchungen entscheiden.
Scoreboard:
- 07:00 1 Yard TD-Lauf B. Connette (PAT T. Goebel)
- 07:06 9 Yard TD-Pass J. Weinreich auf D. Gröne (PAT geblockt)
- 13:06 L. Steffen gebockter Punt in gegnerischer Endzone gesichert (PAT nicht gut)
- 20:06 30 Yard TD-Pass B. Connette auf N. Schumann (PAT T. Goebel)
- 23:06 23 Yard Fieldgoal T. Goebel
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Holger Fricke - New Yorker Lions
Am Sonnabend gewannen die Hamburg Huskies das erste Spiel ihrer GFL2-Saison gegen die Langenfeld Longhorns mit 36:26. Vor 475 Zuschauern und bei wechselhaftem Wetter, war es besonders US-Running Back Ja Vontae Hence, der mit 4 Touchdowns den Sieg klar machte.

Archivbild ©Nick Jungnitsch
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Kevin Kaschner - Hamburg Huskies
Mönchengladbachs American Footballer erzielen im Heimspiel gegen Mülheim nur ein 6:15
Auf das vergangene Wochenende mit dem Auftakt in die diesjährige Verbandsliga-Saison (NRW West) hatten nicht nur die American Footballer des MG Wolfpack hin gefiebert. Über vierhundert interessierte Zuschauer und Gäste waren am Sonntagnachmittag nach Mülfort gekommen, um die „Seniors“ des Rudels im ersten Saisonspiel gegen die Mülheim Shamrocks zu sehen und zu unterstützen. Viele verließen das Wolfpack-Stadium an der Bruchstraße nach dem Abpfiff enttäuscht, denn für die Gastgeber endete das Auftaktspiel gegen den letztjährigen Vizemeister der Gruppe Ost mit 6:15(0:0/6:12/0:3/0:0). In zwei Wochen im Derby gegen Schiefbahn (Sonntag, 19.5. KO 15:00h) muss das Wolfsrudel Vieles besser machen.

Foto: Joss Wehrmann
Das erste Quarter begann am Sonntagnachmittag mit dem Kick-Off des MG Wolfpack, welchen die beiden Team-Captains Andrè Maaßen (#99) und Sebastian Radeck (#17) beim Münzwurf für die Gastgeber gewonnen haben. Nach einem anfänglichen „Beschnuppern“ entwickelte sich ein abwechslungsreiches Hin- und Her, mit First Downs auf beiden Seiten und deutlichem Überhang zum Laufspiel. Auf Wolfpack-Seite wusste sich Runningback Sebastian Thiel (#32) dabei ein ums andere Mal gut in Szene zu setzen. Trotzdem hinderten beide Defense-Reihen den Gegner jeweils erfolgreich daran, auch nur in die Nähe der Redzone zu kommen und so wurden beim Spielstand von 0:0 erstmals die Seiten gewechselt. Im zweiten Quarter dann gingen die Mühlheim Shamrocks schnell durch den ersten Touchdown des Tages mit 0:6 in Führung. Zusatzpunkte konnten sie im Anschluss nicht erzielen - die Defense des Wolfpack verhinderte den erneuten Lauf des Gegners in die Endzone. Trotzdem hatten die Gäste jetzt mehr vom Spiel, stoppten das Rudel bereits nach kurzer Zeit erneut und erliefen sich durch ihren QB (#33) selbst oder den RB (#28) immer wieder größere Raumgewinne und First Downs. Einzelne gute Aktionen der Mönchengladbacher Defense, z.B. ein sehenswertes Tackle des immer wieder selbst laufenden QB’s der Gäste durch LB Maaßen, waren in Summe zu wenig, um die Kleeblätter aus dem Ruhrgebiet von der eignen Endzone nachhaltig fern zu halten: die Gäste erzielten ihren nächsten TD (erneut verhinderte die Defense eine 2-Pt-Conversion erfolgreich) und gingen mit 0:12 in Führung.
Mit unter zwei Minuten Spielzeit in Halbzeit Nummer eins stand dann der Vitusstädter Angriff in Höhe der Mittellinie schnell wieder unter Druck. Mit einem langen Pass im vierten Versuch gelang dem Quarterback des Rudels, Jason Scales (#13) endlich ein erfolgreicher Wurf – Wide Receiver Isahai (#21) fing den Ball in des Gegners Endzone sicher. Das bedeutete den Anschluss-TD zum 6:12 für das Wolfpack und markierte, da der PAT-Versuch durch Kicker Niklas Schützendorf (#41) knapp scheiterte, gleichzeitig auch den Pausenstand. Beide Teams starteten energiegeladen und motiviert in das dritte Quarter, bereiteten sich und den Zuschauern einen insgesamt spannenden Gameday, der weiter durch einige große und viele kleinere Fehler vor allem der Gastgeber geprägt war. Nach einem völlig verunglückten Punt konnte die Verteidung des Wolfpack zwar die Shamrocks von dem erneuten Eindringen in die Endzone fernhalten, ein erfolgreiches Fieldgoal der Gäste aus 25 Yard-Entfernung jedoch nicht verhindern. Gar nicht lange nach der Halbzeitpause baute Mülheim so seine Führung auf 6:15 aus. Die Gastgeber mühten sich hernach, doch in beiden Mannschaftsteilen mangelte es sichtlich an der nötigen Feinabstimmung; zusätzlich hielt der Gegner durch seine einsatzfreudige Defense den Druck auf die Angriffsbemühungen des Rudels hoch. Dieses hatte kurz vor dem letzten Seitenwechsel sogar noch Glück, als nach einem haarsträubenden Fumble ein erneuter Fieldgoalversuch der Gäste aus aussichtsreicher Position wider Erwarten nicht durch die goldene Mitte ging.
Das Wolfpack startete erfolgreich mit Passspiel ins vierte Quarter, konnte jedoch weiterhin in den entscheidenden Spielsituationen die Verteidigung der Gäste nicht überwinden. Mühlheim seinerseits nahm weiter durch vor allem Laufspiel die Zeit von der Uhr – konnte einerseits durch die Defense des MG Wolfpack gestoppt werden, aber andererseits auch die 2-Score-Führung erfolgreich verwalten. Schließlich begannen die beiden Schlussminuten und immer noch war (gefühlt) alles möglich. Aber gerade, als der Stadionsprecher die Möglichkeit eines jetzt schnellen Touchdowns mit anschließendem On-Side-Kick erläuterte, verloren die Mönchengladbacher kurz vor der Endzone der Shamrocks den Ball durch eine Interception. Mit 22 Sekunden Restspielzeit auf der Gameclock knieten die die Gäste die Partie kurzerhand ab; der erste Spieltag endete für das Mönchengladbach Wolfpack mit einer 6:15-Niederlage.
Natürlich waren Ergebnis und Spielverlauf nicht so, wie sich das Spieler, Coaches, Betreuer und die Mehrzahl der Zuschauer vor dem Anpfiff erhofft hatten. Als positiv blieben die wenigen Strafen und das Ausbleiben von größeren Verletzungen bei den Spielern zu vermerken. Wohingegen sich der Head-Coach des Rudels, Phil Scales, nach dem Spiel sehr selbstkritisch zu Wort meldete: „Ich habe gerade schmerzlich erfahren müssen, dass ich einen Fehler gemacht habe, als ich auf ein Vorbereitungsspiel verzichtet habe. Hätten wir noch ein fünftes Quarter gespielt, hätten wir mit Sicherheit gewonnen.“, so der Cheftrainer weiter, der seine Spieler komplett aus der Verantwortung nahm und sich für seine missglückte Saisonvorbereitungsplanung bei der Mannschaft entschuldigte. „Es fehlen nur Feinschliff und Abstimmung; viele kleine Fehler, die wir im Training bis zum nächsten Spiel gut abstellen können und werden.“
Nächstes Spiel: Schiefbahn Riders vs. MG Wolfpack
- Sonntag, 19.05.2019
- Kickoff 15:00 Uhr
- Stadion - Siedlerallee 27, 47877 Willich
Für die Seniors wird es ab 15 Uhr richtig spannend. Das Derby gegen die Essen Assindia Cardinals steht an. Nach dem Heimsieg der Devils über die Bonn Gamecocks letztes Wochenende stehen die Gelsenkirchener auf Platz zwei in der Tabelle. Die Assindia Cardinals gewannen auswärts mit 0:26 gegen die Cologne Falcons. Eine klare Ansage des Ligakonkurrenten.

Das Derby soll Werbung für den Footballsport im Ruhrgebiet werden - Im Bild ist Thomas Iking, er ersetzte im Hinspiel den verletzten Quarterback Johannes Werner (Foto: ©Oliver Jungnitsch)
Es wird ein herausforderndes Spiel für die Gelsenkirchen Devils. Sie gehen als Underdog in die Partie. Letzte Saison hatten sie den Cardinals nichts entgegenzusetzen und wurden zwei Mal bestraft. 0:34 und 46:12 stand es 2018 am Ende für die Essener. Eine Wiederholung dessen wollen die Devils verhindern.
"Letztes Jahr war das Hinspiel sehr emotional, wodurch wir unseren Fokus verloren haben. In diesem Spiel geht es darum, unsere Aufgaben zu erfüllen und routinierter anzutreten.", erläutert Headcoach Jan Kärner. Erwartungsgemäß werden am Sonntag zum Derby viele Zuschauer im Stadion sein und Kärner und sein Team "freuen sich, vor einem großen Publikum spielen zu können!"
Die Gelsenkirchen Devils werden ihr Bestes geben und für Überraschungen sorgen. "Am Ende,", so der HC "soll dieses Spiel Werbung für den Footballsport im Ruhrgebiet sein! Auf gute Stimmung der Devils-Fans kann man sich auf jeden Fall verlassen."
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Corinna von Eicken - Gelsenkirchen Devils
Derby-Time für die Assindia Cardinals: mit dem furiosen Auftaktsieg (26:0 gegen Köln) im Rücken, fahren die "Men in Blue" zum zweiten schweren Auswärtsspiel der noch jungen Regionalliga-Saison. Der Weg ist nicht weit, denn die Gelsenkirchen Devils warten direkt hinter der Stadtgrenze. Dementsprechend motiviert gehen die Essener in das Derby am Sonntag. "Schon nach dem Spiel gegen Köln kamen mehrere Spieler zu mir und haben gesagt: "Coach, gegen Gelsenkirchen dürften wir auf gar keinen Fall verlieren!"", erzählt Head Coach Sherman "DJ" Anderson.

Head Coach Anderson ist sich der schwierigen Aufgabe am Sonntag bewusst (Foto: ©Roland Schicho/Assindia Cardinals)
Besondere Brisanz erhält das Derby dadurch, dass auch die Devils ihr erstes Saisonspiel gewonnen haben. "Hier treffen zwei ungeschlagene Teams aufeinander. Die Mannschaft, die mehr Fehler macht, wird das Spiel verlieren", ist sich Anderson sicher. Er lobt vor allem die Offense des Gegners, die "innerhalb kürzester Zeit das Feld runter marschiert", "blitzschnell punkten kann", und im ersten Spiel "kaum Fehler gemacht hat".
Die Defense der Cardinals hat daher in dieser Woche eine Extraschicht eingelegt und am 1. Mai nicht gefeiert, sondern gearbeitet. "Wir wollen den Devils das Leben zur Hölle machen", so Anderson, der ein physisches Spiel erwartet. "Wir sind gut vorbereitet, können personell aus den Vollen schöpfen und werden alles geben, um das Spielfeld nicht als Verlierer zu verlassen", stellt er klar.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Mike Mathis - Essen Assindia Cardinals
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