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Überraschung bei den Minden Wolves: Die heimischen American Footballer und ihr langjähriger Headcoach Phil Gamble gehen künftig getrennte Wege. „Die Entscheidung, die Zusammenarbeit nicht fortzuführen, fiel uns sehr schwer“, betont Ulrich Grünwald, Vorstandssprecher des AFC Minden Wolves.

Die Minden Wolves und ihr Headcoach Phil Gamble gehen künftig getrennte Wege - Foto: Minden WolvesDie Minden Wolves und ihr Headcoach Phil Gamble gehen künftig getrennte Wege - Foto: Minden Wolves

„Wir bedauern sehr, dass es jetzt zu diesem Entschluss gekommen ist. Aber mit Blick auf die Entwicklung und den Neuaufbau unseres Teams nach dem feststehenden Abstieg aus der GFL2 haben wir keinen anderen Weg gesehen. Wir waren uns einig, dass ein Neuaufbau mit dem Ziel der Rückkehr in die 2. Bundesliga nicht mit einem ‚Weiter so‘ funktionieren wird, sondern nach langer Zeit der erfolgreichen Zusammenarbeit mit Phil Gamble frischen Wind erfordert.“

Durch den Aufstieg in die GFL2 habe sich in allen Bereichen des jungen Vereins viel verändert. Die Anforderungen seien deutlich größer geworden. Doch alle – ob Vorstand, Headcoach, Coaches oder Spieler – hätten sich mit großem Engagement dieser Herausforderung gestellt.

Die Bilanz in der GFL2 habe nichts, aber auch gar nichts mit der Trennung zu tun. „Uns war, nachdem der Aufstieg feststand, von vornherein klar, dass die Saison kein Zuckerschlecken werden würde. Für uns stand immer die Chance, in dieser Klasse antreten zu dürfen, im Mittelpunkt. Darauf sind wir sehr stolz. Egal, was die Tabelle aussagt“, hebt Volker Krusche, stellvertretender Vorstandssprecher, hervor.

Binnen fünf Jahren waren die Minden Wolves von der Landesliga in die GFL2 vorgestoßen. Einer, der maßgeblichen Anteil an diesem kaum für möglich gehaltenen Erfolg hatte, ist Phil Gamble. „Er ist unser sportliches Gesicht der letzten fünf Jahre. Daran wird es auch nie einen Zweifel geben. Dafür sind wir ihm sehr, sehr dankbar“, so Grünwald weiter.

Nach einer solch langen Zeit könne es aber auch zu Abnutzungserscheinungen auf beiden Seiten kommen. „So etwas ist doch im Sport völlig normal. Das ist definitiv nichts Negatives.“ Welcher Verein und sein Trainer würden schon sieben Jahre gemeinsam einen Weg gehen? „Das ist im Sport eine unglaublich lange Zeit“, so Krusche.

Am Ende der letztjährigen Aufstiegssaison in der Regionalliga war Phil Gamble für seine Leistungen bei den Mindener Footballern ausgezeichnet worden. „Und das hatte er mehr als verdient“, blickt Grünwald zurück. „Die aktuelle Entscheidung hat daher auch nichts mit seinen Verdiensten zu tun. Phil wird immer ein gewichtiger Teil der Minden Wolves bleiben.“

Zur Nachfolge von Phil Gamble gibt es seitens der Minden Wolves keine Aussage. „Es kursieren zwar Gerüchte, doch an denen werden wir uns nicht beteiligen. Natürlich schauen wir uns um. Wenn wir etwas zu verkünden haben, werden wir das auch umgehend tun. Es gilt nichts zu überstürzen. Schließlich muss der neue Mann zu uns passen und mit seinem Konzept überzeugen“, betont Volker Krusche.

Abschließend macht der Vorstandssprecher des AFC, Ulrich Grünwald, noch einmal deutlich, „dass wir alle, egal ob Vorstand, Coaches oder Spieler, Phil Gamble zu großem Dank verpflichtet sind. Wir wünschen ihm auf seinem weiteren Weg im American Football alles erdenklich Gute.“

Oliver Jungnitsch von NRW Football (Foto bereitgestellt von den Minden Wolves)

 

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