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Da war mehr möglich für die Wolves

Minden fordert die Hamburg Pioneers beim 14:21 bis in die Schlusssekunden - Als Außenseiter angereist, hielten die Minden Wolves die Partie bei den Hamburg Pioneers lange offen. Trotz der 14:21-Niederlage (0:0, 7:7, 7:7, 7:0) zeigte der Aufsteiger in der GFL2 im Vergleich zu den ersten beiden Saisonspielen eine deutliche Leistungssteigerung und durfte bis in die Schlusssekunden auf eine Überraschung hoffen.

Willie Fedd lässt seinen Hamburger Gegenspieler stehen und läuft in die Endzone zum Touchdown - Foto: Minden WolvesWillie Fedd lässt seinen Hamburger Gegenspieler stehen und läuft in die Endzone zum Touchdown - Foto: Minden Wolves

Bereits die Anreise verlief schwierig. Mehrere Staus sorgten für Verzögerungen, sodass die Wolves erst rund 80 Minuten vor dem Kickoff im Hamburger Jahnstadion eintrafen. Eine reguläre Spielvorbereitung war dadurch kaum möglich. Hinzu kamen personelle Ausfälle in der Offensive und Defensive Line.

Die erste Offensivaktion der Gäste verlief unglücklich: Quarterback Darrius Sample wurde bei einem langen Passversuch auf Willie Fedd jr. intercepted. Doch auch die Gastgeber taten sich schwer. Hamburg musste verletzungsbedingt auf Spielmacher Tyler Eggers verzichten, und die Mindener Defense präsentierte sich über weite Strecken stabil. So blieb das erste Viertel punktlos.

Minden verpasste zunächst mehrfach die mögliche Führung. Ein langer Pass auf Willie Fedd, der den Ball bis in die Endzone trug, wurde aufgrund einer Strafe nicht als Touchdown gewertet. Auf der anderen Seite scheiterte Hamburg-Kicker Marvin Loh mit einem Fieldgoalversuch.

Im zweiten Viertel sorgte Tarek Puls mit einer Interception gegen Hamburg-Quarterback Titus Lohalm für eine gute Ausgangsposition der Gäste. Die Wolves konnten daraus jedoch keine Punkte erzielen. Auch ein Fieldgoalversuch von Tobias Pauls wurde nicht gewertet.

Kurz darauf gingen die Gastgeber in Führung. Lohalm fand im vierten Versuch Julian Völling in der Endzone, Marvin Loh verwandelte den Extrapunkt zum 7:0. Die Antwort der Wolves ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Sample bediente Willie Fedd, der zwei Gegenspieler aussteigen ließ und zum Touchdown lief. Tobias Pauls glich mit dem Extrapunkt zum 7:7 aus.

Kurz vor der Halbzeit hatte Minden sogar die Chance auf die Führung, doch ein weiterer Pass auf Fedd blieb unvollständig. Somit ging es mit einem Unentschieden in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel erwischte Hamburg den besseren Start. Lohalm brachte einen langen Pass auf Niklas Kahrau an, wenig später erhöhte Hamburg auf 14:7.

Die Wolves blieben jedoch im Spiel. Erneut war es Tarek Puls, der einen Pass von Lohalm abfing und den Ball direkt zum Touchdown zurücktrug. Nach dem Extrapunkt von Tobias Pauls stand es wieder 14:14.

Im Schlussviertel übernahmen die Gastgeber erneut die Führung. Ein Pass brachte Hamburg bis kurz vor die Goalline, anschließend sorgte Niklas Kahrau für den entscheidenden Touchdown zum 21:14.

Minden versuchte in der Schlussphase noch einmal zurückzukommen. 45 Sekunden vor dem Ende erhielten die Wolves den Ball zurück und suchten mit langen Pässen den Weg in Richtung Endzone. Die Hamburger Defensive verteidigte jedoch erfolgreich den letzten Versuch, sodass es beim knappen Erfolg der Pioneers blieb.

Trotz der Niederlage nahmen die Wolves viele positive Erkenntnisse aus der Partie mit. Gegen einen der Favoriten der Liga präsentierte sich das Team deutlich verbessert und hielt die Begegnung bis zum Ende offen.

Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Volker Krusche - Minden Wolves (redaktionell geändert)

 

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