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Erster Shutout der Wolves in der Vereinsgeschichte

Minden war beim 0:35 gegen Erstligist Düsseldorf Panther im Merkur-Bowl völlig überfordert

Die vierte Auflage des Merkur Bowls war eine einseitige Angelegenheit -  Foto: Hendric-Noah PieperDie vierte Auflage des Merkur Bowls war eine einseitige Angelegenheit - Foto: Hendric-Noah Pieper

Die Düsseldorf Panther haben ihren Erfolgsweg fortgesetzt. Im Merkur Bowl feierte der Erstligist bei der vierten Auflage seinen vierten Pokalsieg, gewann bei den Minden Wolves problemlos mit 35:0 (7:0, 21:0, 7:0, 0:0). Für die Gastgeber war es nach einer schwachen Vorstellung die erste Zu-Null-Niederlage seit ihrer American Football-Premiere in 2021. 

„Natürlich schmeckt mir das Ergebnis nicht, insbesondere, dass wir erstmals nicht aufs Scoreboard gekommen sind“, bilanzierte der Headcoach der „Wölfe“, Phil Gamble, und schob nach: „Am Ende aber war es nur ein Testspiel, in dem man halt auch das eine oder andere ausprobiert.“

Hinzu kam, dass auf Seiten der Hausherren einige Spieler ausfielen oder angeschlagen aufliefen. Darunter auch Quarterback Darrius Sample, der aktuell einen Muskelfaserriss auskuriert. Der GFL2-Aufsteiger hofft aber, den Amerikaner zum Saisonstart am 9. Mai in Leipzig wieder aufbieten zu können.

Die Rollen im Merkur Bowl, der nach Spielende vom Geschäftsführer der German Football League, Torben Dill – umrahmt von beiden Teams und den Merkur-Cheerleadern aus Düsseldorf –, übergeben wurde, waren schon vor dem Kickoff klar verteilt. Die Panther wollen in der GFL1 eine gute Rolle spielen, was sie vor einer Woche mit dem 30:27 nach klarer 30:14-Führung beim Süd-Konkurrenten Schwäbisch Hall Unicorns bereits deutlich machten. Und im Gegensatz zum ersten Merkur-Duell beider Teams vor drei Jahren, als die Panther noch auf einige Imports hatten verzichten müssen und mit viel Mühe einen 21:14-Sieg einfuhren, fiel die Favoritenrolle diesmal eindeutig den Footballern vom Rhein zu.

Die erhielten dann auch noch „Unterstützung“ von den Gastgebern. Zunächst unterlief Quarterback Fabrice Steinbach eine Interception, die Eric Sauerbrei per Touchdown und Johannes Wieding per PAT zur 7:0-Viertelführung nutzten. Im zweiten Quarter war es dann ein Fumble von Runningback René Lange, der die Panther erneut aufs Scoreboard hätte bringen können. Zwar erreichte David Crawford das gelobte Land, aufgrund einer „Flagge“ wurde der Touchdown allerdings zurückgenommen.

Im zweiten Viertel wurde dann immer deutlicher, dass es ein schwerer Gang für das Wolfsrudel werden würde. Das lag sicherlich an der Stärke des Gegners, aber auch an unübersehbaren Problemen der Wolves. Quarterback Fabrice Steinbach, der Darrius Sample sehr gut vertrat, konnte einem schon leidtun, denn nach dem Snap hatte er, da die Offensiveline nicht hielt, zu oft nur Sekundenbruchteile Zeit, um das „Ei“ weiterzuleiten oder seine schnellen Receiver zu erreichen. Die Leistung von Teilen der O-Line werden HC Gamble und Unitcoach Simon Wißmann nicht verborgen geblieben sein und sie sicherlich zum Nachdenken gebracht haben. 

Aber es waren nicht nur einige schweren Jungs in der Offense, die sich die Kritik gefallen lassen mussten, auch in anderen Mannschaftsteilen hatte man mehr erwartet. So blieb letztlich nur der aufmunternde Trost, dass nach einer missglückten Generalprobe zumeist eine gute Premiere folgt.

Düsseldorf war aber auch auf einigen wichtigen Positionen einfach erstligareif besetzt. So war es insbesondere das Zusammenspiel vom Panther-Quarterback Isaiah Weed mit seinem schnellen und trickreichen Receiver Daniel Pedro, die die Mindener ein ums andere Mal überspielten. So auch im zweiten Viertel, dass letztlich die Vorentscheidung bringen sollte, als Pedro einen Weed-Pass verwertete und Johannes Wieding zum 14:0 aufstockte.

Nun lief beim Underdog gar nichts mehr zusammen. Zwar kam man in die Nähe der Redzone, am Ende sprang aber nur ein Fieldgoalversuch von Tobias Pauls heraus, der von den Düsseldorfern allerdings geblockt wurde. Es war fast die beste Mindener Chance des gesamten Spiels, um zu punkten.

Danach nahm sich Düsseldorfs Spielmacher Isaiah Weed den Ball „unter den Arm“ und lief in die Endzone. Wenig später war es dann erneut das Zusammenspiel von Weed mit Daniel Pedro, der aus Mindener Sicht für den enttäuschenden 0:28-Rückstand sorgte. Die Partie war entschieden.

Der zweite Abschnitt begann für die Wolves gleich wieder mit einem Three-and-Out. Kaum auf dem Platz, war die Offense der „Wölfe“ auch schon wieder vom Feld. Kurz darauf war es der eingewechselte Florian Ferizi, der für Weed die Quarterbackposition übernahm, der drei Mindener aussteigen ließ und in die Endzone lief. Inklusive des PAT hieß es nun 0:35.

Eine noch heftigere Niederlage konnten die Hausherren in der Folge verhindern. Auch weil die Panther mit Beginn der zweiten Spielhälfte ihren zweiten Anzug aufs Feld schickten. 

Zweimal standen die Gastgeber derweil doch kurz vor der Endzone. Einmal wurde ein Steinbach-Pass, der seinen Adressaten nur wenige Yards vor der Goalline erreichte, wegen eines Holdings eines O-Liners zurückgepfiffen. Bei der zweiten Chance lief Willie Fedd über 45 Yards bis zur 6-Yard-Marke, bei verbliebenen fünf Sekunden fehlte aber die Zeit, etwas anderes als einen „Schnellschusses“ zu machen.

So kassierten die Minden Wolves ihren ersten „Shutout“ der Vereinsgeschichte, während Headcoach Jaycee Krieg und seine Panther bei der Siegerehrung jubeln durften.

Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Volker Krusche - Minden Wolves (redaktionell geändert)

 

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