Foto: Anthony Bass stoppt Hamburgs Quarterback John Uribe (Foto: Marc Seefeldt)GFL Nord
Foto: Anthony Bass stoppt Hamburgs Quarterback John Uribe (Foto: Marc Seefeldt)Viertes Spiel, vierte Niederlage! Die Hamburg Huskies kommen im Nordderby gegen die Kiel Baltic Hurricanes mit 0:56 (0:21, 0:21, 0:14, 0:0) richtig unter die Räder und belegen in der Football-Bundesliga GFL weiterhin den letzten Platz in der Gruppe Nord.

Das Spiel bei den Kielern war eigentlich schon nach acht Minuten für die Huskies gelaufen: Da führten die Hurricanes bereits mit 21:0. Im weiteren Verlauf gelang den Huskies offensiv nichts: Ingesamt nur zweimal tauchten die Schlittenhunde in der Redzone der Kieler auf, Punkte bekamen die Huskies allerdings nicht aufs Scoreboard. „Wir pfeifen schon nach dem vierten Spiel personell aus dem letzten Loch, das hat man heute deutlich gemerkt“, bilanzierte Vorstand Timo Müller frustriert nach dem Spiel. Mit Wide Receiver Maximilian Donalies (Rücken) und US-Import Josh Hartigan (Oberschenkel) fehlten verletzungsbedingt zwei starke Anspielstationen für Quarterback John Uribe.
„Unsere Offense hat heute wieder nicht der Defense helfen können“, so Head Coach Sean Embree. „Die Receiver sind die Routen nicht vernünftig gelaufen und haben einfach wieder zu viele Bälle fallen lassen.“ Mit den Berlin Rebels und den Dresden Monarchs werden die Gegner an den nächsten Spieltagen für die Schlittenhunde nicht gerade leichter. Embree setzt daher darauf, dass ein Quartett die Huskies in den nächsten Wochen weiter mit antreibt: „Mit John Uribe, Marvin Stüdemann, Vincent Wilson-Oberko und Daniel Laporte haben wie vier Jungs, die vorangehen. Die spielen fast jedes Play, sogar in den Special Teams. Und vor allem sind sie bei jedem Training dabei. An ihnen müssen sich die anderen Spieler ein Beispiel in Sachen Einstellung und Willen abschauen.“
Thomas Köhn - Hamburg Huskies
Es ist Derby-Zeit! In der GFL Gruppe Nord müssen die Bundesliga-Footballer der Hamburg Huskies zu den Kiel Baltic Hurricanes. Kickoff im Kilia-Stadion ist am Sonntag (21.5.) um 16 Uhr.

Foto (Huskies-Headcoach Sean Embree) - Zelter Medi
Während es für die Canes erst das zweite Spiel in der laufenden Saison ist, haben die Huskies schon derer drei hinter sich – allesamt wurden verloren. Und auch der Gegner von der Küste ist nach Einschätzung von Huskies-Head Coach Sean Embree nicht ohne: „Wir spielen wieder gegen eines der besten Teams in Europa, da werden wir alles abrufen müssen, wenn wir dort gewinnen wollen“. Die Hamburger treffen in Kiel auf eine Menge alter Bekannter, waren in der Offseason doch ein Dutzend Spieler von der Elbe an die Förde gewechselt. Entsprechend sieht Embree den Gegner auch gut aufgestellt: „Unser D-Line wird die Hände voll zu tun haben, um sich von der Canes-O-Line lösen zu können. Ihr Runningback ist ein Biest, dazu haben sie einen sehr starken Quarterback und Receiver, die den Unterschied ausmachen können“.
Die Huskies sieht Embree trotz der bisherigen Niederlagen auf dem richtigen Weg: „Man darf nicht vergessen, wir haben ein junges Team. Wir sind zwar noch lange nicht da, wo wir eigentlich sein wollten, aber wir haben zumindest die richtige Richtung eingeschlagen.“
Thomas Köhn- Hamburg Huskies
Beim zweiten Auswärtsspiel der Saison war für die Berlin Adler in Köln nichts zu holen. Mit 63:0 deklassierte der Aufsteiger Cologne Crocodiles die Hauptstadtfootballer. Mann des Tages war Kölns Quarterback Benjamin Mentges, der insgesamt fünf der gegnerischen neun Touchdowns auflegte.
Kölns Quarterback Benjamin Menges legte vier Touchdownpässe auf und erlief einen fünften selbst (Foto: Stefan Seeboth Photography)
Im Spieler-Intro der Crocodiles hieß es so: „Krokodile kennen keine natürlichen Feinde. Krokodile unterscheiden nur zwischen Beute und Spielzeug. Erst wenn das letzte bisschen Gegenwehr erloschen ist, machen Krokodile kurzen Prozeß. Heute wird sich zeigen, was Du bist, Beute oder Spielzeug.“
Von Spielbeginn an war bei diesem Aufeinandertreffen ersichtlich, dass die Adler im Sportpark Höhenberg nur als Spielzeug der Krokodile fungierten. Crocos Ballträger Kevin Parks erlief allein im ersten Viertel mehr als 100 Yards und drei Touchdowns. Die beiden Mentges Brüder legten noch einen Touchdown nach zur 28:0-Führung zum Ende des ersten Viertels – womit in Köln bereits die Messe gelesen war.
„Wir waren dieses Mal nicht tauglich“, sagte Adler Head Coach Eric Schramm. „Unsere Personaldecke war sehr dünn besetzt. Wenn wir ein paar Ausfälle haben, dann tut das sehr weh. Die Kölner hatten ihren Schuh heruntergespielt, hatten ordentlichen Football gespielt. Das hatte gereicht gegen uns.“
Allein in der Starting Defense fielen sechs Stammkräfte aus. Neben den vielen Verletzten waren vor allem unzählige Ballverluste ausschlaggebend für die herbe Adler-Niederlage. Zwei aussichtsreiche Feldpositionen kurz vor der Endzone wurden durch Ballverluste vereitelt. Insgesamt fünf Ballverluste der Adler (3 Fumbles, 2 Interceptions) münzten die Crocodiles in 28 Punkte um.
Adler Quarterback Paul Zimmermann musste ordentlich einstecken. Fünf Quarterback Sacks erinnerten an vergangenes Jahr, als der junge Spielmacher insgesamt 41 Sacks kassierte. In diesem Jahr präsentierte sich die Adler O-Line in den ersten drei Spielen stark verbessert. Gegen den Druck der Krokodile hielt sie diesmal nicht Stand.
„Mein Ziel ist es nicht, Mannschaften zu demütigen, sondern fairen und akkuraten Football zu spielen“, sagte Kölns Head Coach Patrick Köpper. „Wir haben schon zu Anfang der zweiten Halbzeit vielen Backups Spielzeit gegeben, damit sie auch Erfahrungen sammeln können. Das war heute auch ganz wichtig für unseren Quarterback Benny [Benjamin Mentges], dass er nach dem Kiel-Spiel merkt, die Coaches und komplette Mannschaft stehen hinter ihm. Er hatte ein Bombenspiel gemacht. Und das ist wichtig, dass wir und auch die Adler deutschen Quarterback-Talenten die Chance geben, in der GFL zu spielen.“
Spricht man mit den Adler Spielern ergibt sich ein differenziertes Bild. Ausreden suchte beileibe niemand, aber Defensive Back Tacho Hernandez gab nach dem Spiel zu Protokoll: „Die 8 Stunden Anreise war nicht unbedingt förderlich.“ Linebacker Burton De Konig fand die richtigen Worte: „Einige Kommunikationsschwierigkeiten gab es zwischen der Defensive Line und dem Rest. Jeder Spieler muss sich bei der Videoanalyse kritisch hinterfragen.“
Dies war das erste vier aufeinanderfolgenden Auswärtsspielen der Adler. Am kommenden Sonntag folgt in Prag das Spiel um die Goldene Ananas im EFL Wettbewerb – die Thonon Black Panthers hatten sich in Gruppe B bereits qualifiziert für das Endspiel am 10. Juni gegen die Milano Rhinos. Gegen die Black Panthers aus der tschechischen Hauptstadt müssen die Adler wieder in Tritt finden, bevor es in den Wochen darauf gegen die GFL Sptzenteams aus Dresden und Kiel geht.
Björn Hesse - AFC Berlin Adler e.V.
Nur eine Woche nachdem 6:41 Sieg der New Yorker Lions im Hinspiel gegen die Hamburg Huskies, bleiben die Hanseaten auch im Rückspiel nur eine Woche später chancenlos gegen die Mannschaft von Head Coach Troy Tomlin.

LB 51 Kerim Homri stoppt Huskies RB Marvin Studemann (Foto: Fabian Uebe / New Yorker Lions)
Vor knapp 3.000 Fans und bei zum Teil, vor allem im ersten Spielabschnitt, widrigen Wetterbedingungen, gewinnen die Braunschweiger auch das Rückspiel gegen die Huskies deutlich mit 41:0 (3:0; 21:0; 10:0; 7:0). Das Spiel begann für die New Yorker Lions und deren Gäste aus Hamburg mit Blitz, Donner, Starkregen und Hagel. Zwar pfiffen die Schiedsrichter die Partie im Braunschweiger Eintracht-Stadion noch an, doch je mehr man im ersten Spielviertel voranschritt, um so widriger wurden die Witterungsbedingungen und die Gefährdung für die Spieler speziell durch das aufziehende Gewitter. So entschied die Crew um Hauptschiedsrichter Dirk Schrader noch vor dem Ende des ersten Quarter, beim Spielstand von 3:0 für die Hausherren, das Spiel für eine knappe halbe Stunde zu unterbrechen.
Vorausgegangen waren zwei Angriffsserien der Gäste aus Hamburg, die mit einem Punt bzw. mit einem Turnover nach vier erfolglosen Versuchen endeten. Aber auch der Angriff der Lions tat sich schwer und kam nicht über ein 41 Yard Fieldgoal durch Tobias Goebel zum 3:0 hinaus. Erst nach der witterungsbedingten Zwangspause kam die Angriffsmaschinerie der Löwen zu Beginn des zweiten Spielviertels ins rollen. Nach einem weiteren Stopp der Defense der Hausherren, die der Offense der Lions das Angriffsrecht an der 15 Yard Linie der Huskies übergab, war es die Kombination Casey Therriault auf Niklas Römer über 8 Yards, die für den ersten Touchdown der Partie und dem Ausbau der Führung auf 10:0 (PAT T. Goebel) sorgte. Auch die folgenden Angriffsbemühungen der Hamburger bis zur Pause verliefen gegen die von Dave Likins hervorragend eingestellte Verteidigung der Lions ergebnislos. So konnte Braunschweigs Defense nicht nur durch Patrick Finke zwei Mal Hamburgs Spielmacher John Uribe zu Boden bringen, sondern auch ständig dafür sorgen, das der Quarterback der Huskies keine Anspielstationen fand bzw. der Versuch des Aufbau eines Laufspiels durch Runningback Marvin Stüdemann, meistens bereits im Ansatz gestoppt werden konnte.
Anders sah es im Angriff der Lions aus. So konnte erneut der Youngster des Teams Wide Receiver Justis Holtz sein Können zeigen, in dem er einen Pass von Casey Therriault über 63 Yards zum 17:0 (PAT T. Goebel) in die Endzone der Hamburger trug. Die Möglichkeit kurze Zeit später ein zweites Mal zu scoren blieb der #6 der Löwen dann aber verwehrt, als ein für ihn bestimmter Pass in der Endzone der Huskies abgefälscht wurde und vom Passverteidiger Dawid Tchurek in der eigenen Endzone gesichert werden konnte.
Zum Anderen war es zum zweiten Mal an diesem Tag das Duo Therriault und Römer, die für das 24:0 (PAT T. Goebel) dieses Mal über 18 Yards und damit für den Halbzeitstand sorgten. Nach der Pause änderte sich das Bild nur wenig. Die Hamburg Huskies rannten weiterhin vergeblich gegen das Abwehrbollwerk der Braunschweiger an und fanden keine Möglichkeit zu punkten. Zwar gelang es ihnen im dritten Spielviertel einmal bis an die 31 Yard Linie der Lions vorzudringen, doch war dort dann nach vier vergeblichen versuchen ebenfalls Schluss.
Die New Yorker Lions ihrerseits erhöhten erst durch ein 28 Yard Fieldgoal von Tobias Goebel auf 27:0 und kurze Zeit später zogen sie, durch den dritten Touchdown des Abends der Kombination Therriault auf Römer, in diesem Fall über 22 Yards auf 34:0 (PAT T. Goebel) davon. Der vierte und letzte Spielabschnitt gehörte auf Seiten der Hausherren den Back-Ups, wobei auf Grund der Verletzungssituation im Team der New Yorker Lions auch die Anzahl derer aktuell stark begrenzt ist. So übernahm u.a. die Regie im Angriff der Löwen auf der Position des Quarterback Tom van Duijn und im Backfield ersetzte Patrick Papke David McCants.
In der Defense erhielt mit Jabari Johnson als Safety ein weiterer Rückkehrer ins Team der Löwen in der Saison 2017 seinen ersten Einsatz. Für den Endstand zum 41:0 (PAT T. Goebel) sorgte dann auch einer der vorher genannten Spieler in Person von Patrick Papke mit einem Touchdownlauf aus 9 Yard Entfernung.
Zum wichtigsten Spieler der Partie wurde verdienter Weise, mit Defense Liner Sydney Boakye, ein Spieler der herausragenden Verteidigung der New Yorker Lions gewählt. Head Coach Troy Tomlin zeigte sich nach der Partie größtenteils zufrieden mit dem was er gesehen hat. Zwar gibt es immer noch an der ein oder anderen Stelle Abstimmungsschwierigkeiten und Fehler, doch sollte mit der nun bevorstehenden einwöchigen Pause auch die Chance bestehen, das zum Spiel in Hildesheim am 27. Mai wieder einigen der momentan verletzen Spieler zur Verfügung stehen.
Mit dem nächsten Heimspiel am 3. Juni gegen die Dresden Monarchs beginnt dann die sieben Spiele andauernde Zeit der wichtigsten Spiele der regulären Saison gegen die härtesten Mitkonkurrenten um die Nordmeisterschaft mit Spielen gegen die bereits erwähnten Dresden Monarchs, den Kiel Baltic Hurricanes und den Berlin Rebels. Nicht zu vergessen das Finale im Eurobowl am Wochenende des 10. / 11. Juni gegen das starke Team der Universe aus Frankfurt.
Scoreboard
Holger Fricke - New Yorker Lions
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