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Vor einer starken Footballkulisse im Hildesheimer Friedrich-Ebert-Stadion konnten die Braunschweig Lions den Hildesheim Invaders im Lokalderby der effect® Energy GFL 2026 lange Paroli bieten. Am Ende mussten sich die Lions jedoch deutlich mit 15:50 (0:0; 7:15; 8:21; 0:14) geschlagen geben.

QB 7 Ryon Thomas allein war machtlos - Foto: Fabian UebeQB 7 Ryon Thomas allein war machtlos - Foto: Fabian Uebe

Vor allem die starke Defensive Line der Gastgeber und der permanente Druck auf Quarterback Ryon Thomas machten den Lions über weite Strecken das Leben schwer. Hinzu kamen zahlreiche Strafen auf beiden Seiten, die den Spielfluss immer wieder unterbrachen und den Charakter des Lokalderbys zusätzlich prägten.

Die Braunschweig Lions eröffneten die Partie mit dem Kickoff, sodass die Hildesheim Invaders mit ihrer Offense starteten. Über Läufe von Jeremi Kwanzambi Beni arbeiteten sich die Gastgeber zunächst schnell in die Hälfte der Lions vor. Je näher die Invaders jedoch der Endzone kamen, desto häufiger bremsten sie sich durch eigene Strafen aus. Am Ende blieb nur der Punt.

Auf Braunschweiger Seite übernahm von Beginn an Ryon Thomas viel Verantwortung und sorgte auch mit eigenen Läufen für Raumgewinn. Doch Hildesheims Kyle Kitchens setzte mit zwei Sacks in Folge ein erstes deutliches Zeichen und stoppte den Drive. Eine Strafe gegen die Invaders bescherte den Lions zwar noch einmal ein neues First Down, doch der anschließende Versuch eines 33-Yard-Fieldgoals blieb ohne Erfolg. Damit ging es punktlos ins zweite Viertel.

Dort fanden die Gastgeber zunächst besser ins Spiel. Quarterback Nelson Hughes III brachte sein Team mit Pässen auf Paul Terjung nach vorne, während Matti Probst mit kraftvollen Läufen wichtige Yards sammelte. Den ersten Touchdown erzielte Hughes schließlich selbst mit einem Zwei-Yard-Lauf zum 7:0.

Im folgenden Drive setzte die Hildesheimer Defense die Braunschweiger Offense erneut stark unter Druck. Dank seiner Beweglichkeit hielt Ryon Thomas den Drive jedoch am Leben und vermied mit kurzen, schnellen Pässen größere Raumverluste. An der Mittellinie fand Thomas schließlich Peter Anderson mit einem sehenswerten Pass über die Mitte. Anderson ließ die Defense hinter sich und lief bis in die Endzone. Der vermeintliche Touchdown wurde jedoch wegen einer Strafe für verfrühtes Feiern aberkannt.

Die Lions ließen sich davon nicht aus dem Rhythmus bringen und kamen vier Spielzüge später dennoch zum Ausgleich. Ryon Thomas lief aus einem Yard in die Endzone und stellte auf 7:7.

Kurz vor der Halbzeit antworteten die Invaders noch einmal. Mit ihrem Laufspiel arbeiteten sie sich schnell nach vorne, ehe Hughes von der 29-Yard-Linie seine favorisierte Anspielstation Paul Terjung fand. Dieser nutzte den Freiraum in der Braunschweiger Defense und brachte die Invaders mit 15:7 in Führung. Die Lions versuchten in der verbleibenden Minute noch einmal zu verkürzen, doch die Hildesheimer Verteidigung ließ keine weiteren Punkte zu.

Auch nach der Pause blieb der Druck der Invaders-Defense hoch. Die Lions mussten ihren ersten Drive schnell mit einem Punt beenden. Nur zwei Spielzüge später erhöhte Matti Probst mit einem 27-Yard-Lauf auf 22:7.

Doch Braunschweig gab sich noch nicht geschlagen. Nach einem guten Kickoff-Return von Brandon Potts bis kurz vor die Mittellinie übernahm erneut Ryon Thomas. Mit eigenen Läufen und kurzen Pässen auf Peter Anderson führte er die Lions bis in die Red Zone. Den Drive schloss Thomas selbst mit einem 19-Yard-Touchdownlauf ab. Die anschließende Two-Point-Conversion auf Jonathan ter Horst war erfolgreich und brachte die Lions auf 15:22 heran.

Doch die Antwort der Invaders folgte prompt. Nur zwei Spielzüge später fand Nelson Hughes III Paul Terjung mit einem langen Touchdownpass über 46 Yards zum 29:15.

Die Lions bekamen anschließend noch einmal die Chance, den Rückstand zu verkürzen, und arbeiteten sich bis kurz vor die Endzone der Gastgeber vor. Dort fing Hildesheims Defensive Back Christian Klötergens einen Pass von Ryon Thomas ab und trug den Ball bis tief in die Braunschweiger Hälfte zurück.

Kurz vor dem letzten Seitenwechsel schlug erneut die Kombination Hughes auf Terjung zu. Mit einem weiteren Touchdownpass erhöhte Hildesheim auf 36:15.

Im vierten Viertel übernahmen die Gastgeber endgültig die Kontrolle über das Spiel. Die Braunschweiger Offense fand kaum noch Mittel gegen die aggressive Hildesheimer Defense und musste ihre Angriffsserien mehrfach mit einem Punt beenden.

Gleichzeitig wurde die ohnehin stark geforderte Lions-Verteidigung durch die Ausfälle von Mark-Robin Peschelt und Finn Oppermann zusätzlich geschwächt. Die Invaders nutzten dies konsequent aus und blieben vor allem über Paul Terjung sowie ihr Laufspiel mit Matti Probst gefährlich.

Lennart Stukenborg erhöhte mit einem Fünf-Yard-Touchdownfang auf 43:15, ehe Probst mit einem Zwei-Yard-Lauf den 50:15-Endstand herstellte.

Nach einer lange offenen ersten Hälfte fiel das Ergebnis am Ende deutlicher aus, als es der Spielverlauf zunächst vermuten ließ. Für die Braunschweig Lions gilt es nun, die Partie aufzuarbeiten und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen, um in den kommenden Spielen wieder an die zuletzt gezeigten Leistungen anzuknüpfen.

Scoreboard

  • 7:0 – 2-Yard-TD-Lauf N. Hughes III (PAT T. Eikenberg)
  • 7:7 – 1-Yard-TD-Lauf R. Thomas (PAT M. Peschelt)
  • 15:7 – 29-Yard-TD-Pass N. Hughes III auf P. Terjung (TPC W. Schubert)
  • 22:7 – 27-Yard-TD-Lauf M. Probst (PAT T. Eikenberg)
  • 22:15 – 19-Yard-TD-Lauf R. Thomas (TPC J. ter Horst)
  • 29:15 – 46-Yard-TD-Pass N. Hughes III auf P. Terjung (PAT T. Eikenberg)
  • 36:15 – 11-Yard-TD-Pass N. Hughes III auf P. Terjung (PAT T. Eikenberg)
  • 43:15 – 5-Yard-TD-Pass N. Hughes III auf L. Stukenborg (PAT T. Eikenberg)
  • 50:15 – 2-Yard-TD-Lauf M. Probst (PAT T. Eikenberg)

Verfasser und verantwortlich für den Inhalt:  Holger Fricke - Braunschweig Lions (redaktionell geändert)

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