U19
Wer nach der herben Klatsche im Lokalderby bei den Düsseldorf Panthern vor Wochenfrist Auflösungserscheinungen, Selbstzerfleischung o.Ä. aufseiten der Typhoons erwartet hatte, wurde am gestrigen Sonntag in Paderborn bitter enttäuscht. Zwar unterlagen die „Fliedner-Schüler“ beim Tabellenzweiten Dolphins mit 10:44, sahen dabei phasenweise aber deutlich besser aus, als man es angesichts des Ergebnisses vermuten könnte.
Foto: Susanne Paprotny
So sahen die mitgereisten Fans im altehrwürdigen Hermann-Löns-Stadion ein Team, das von Anfang auf Wiedergutmachung aus war und alles daran setzte, die Eindrücke vom vergangenen Sonntag vergessen zu machen. Hängende Köpfe gab es dabei nichtmals zu sehen, nachdem man bereits kurz nach Beginn des zweiten Quarters mit 00:21 zurücklag, wozu nicht zum ersten Mal in dieser Saison Fehler aufgrund von Unkonzentriertheiten geführt hatten. Überworfene Snaps, vermeidbare Fumbles, um Zentimeter verpasste Catches, missglückte Punts, wenig herzhafte Tackles - auch gestern gab es wieder das volle Repertoire. Man machte Yards, bewegte die Kette, holte First Downs - nur fehlte am Ende die letzte Durchschlagskraft, sich auch gebührend zu belohnen. Ein Musterbeispiel dafür der Drive nach dem dritten Dolphins-Touchdown: Mit einem langen Pass hatte Quarterback Jona Willemsen Wide Receiver Fabian Büßelmann bedient, der das Ei anschließend bis Inches vor die Paderborner Endzone vortragen konnte. Was folgte, waren zwei nicht erfolgreiche Quarterback-Sneaks und ein überworfener Snap, sodass schließlich Kicker Fabrice Reimann dafür sorgen musste, dass die ersten Punkte aufs Scoreboard kamen.
Ähnliche Unvollkommenheit deutete sich auch im dritten Quarter an, nachdem die Dolphins inzwischen mit drei weiteren Dolphins-Touchdowns davongezogen waren. Die Typhoons, nichts mehr zu verlieren, spielten ihren vierten Versuch in der eigenen Spielhälfte aus, wobei der Snap ein weiteres Mal deutlich zu hoch ausfiel. Allerdings konnte dieses Mal Kicker Frederic Boßmann die Situation retten, der blitzschnell reagierte, sich das Ei schnappte und zu einem neuen First Down lief. Was folgte, waren zwei mustergültige Pässe von QB Jona Willemsen auf Christopher Kähler und Richard Jasper, die die Mannen von Offense-Coordinator Frank Willemsen auf die gegnerische 1-Yard-Linie brachten. Für die fehlenden Inches sorgte anschließend Running Back Jannik Glasmacher, bevor Kicker Fabrice Reimann mit seinem erfolgreichen Point-after-Touchdown (PAT) auf 10:42 stellte. Für den Endstand sorgte schließlich ein Safety im letzten Quarter, nachdem es den Typhoons zuvor nicht gelungen war, sich nach einem Dolphins-Punt bis Inches vor die Typhoons-Endzone zu befreien.
Durch diese Niederlage beenden die TFG Typhoons um Head Coach Dan-Serban Bins die GFLJ-Saison 2017 mit 8:12 Punkten auf einem vor der Saison sicherlich nur von den Kühnsten aller Optimisten erwarteten vierten Tabellenplatz, während die Paderborn Dolphins gemeinsam mit den Düsseldorf Panthern in die Playoffs einziehen.
14:00 6-Yard-Lauf und PAT Dolphins
21:00 4-Yard-Lauf und PAT Dolphins
21:03 30-Yard-Fieldgoal Fabrice Reimann
28:03 10-Yard-Lauf und PAT Dolphins
35:03 9-Yard-Pass und PAT Dolphins
42:03 1-Yard-Lauf und PAT Dolphins
42:10 1-Yard-Lauf Jannik Glasmacher, PAT Fabrice Reimann
42:10 Safety Dolphins
Deutsche Meisterschaft der American Football U19 in Ostwestfalen

Der American Football Verband Deutschland hat sich entschieden. Das Finale um die Deutsche Meisterschaft der U19 im American Football findet am 26. August 2017 in Paderborn statt und wird von den Paderborn Dolphins als Gastgeber ausgerichtet. Das in diesem Jahr zum 36. Mal ausgetragene Endspiel um die Krone in der Jugendbundesliga ist nicht nur deutschlandweit beliebt, sondern ebenfalls ein Magnet für Talent-Sucher aus dem In- und Ausland. Zwar steht die endgültige Paarung des Endspiels noch nicht fest, doch die Ostwestfalen haben sich mit ihrer eigenen U19 bereits für die Play Offs qualifiziert und haben damit selber die Chance, das Finale im heimischen Hermann-Löns-Stadion zu erreichen.
Der Präsident der Paderborn Dolphins David Schmidtmann freut sich sehr, bei der Bewerbung um den Austragungsort den Zuschlag erhalten zu haben: „Vielen Dank an unseren Verband, dass wir Gastgeber des diesjährigen Junior Bowls sein dürfen. Wir sind unglaublich glücklich über die Entscheidung, wissen aber auch, dass wir einen Vertrauensvorschuss bekommen haben, den wir erfüllen wollen.“
Der Präsident des AFVD Robert Huber überbrachte den Dolphins im Namen des Präsidiums die frohe Botschaft. Zugleich wünschte er den Paderbornern viel Erfolg und Glück bei der Ausrichtung. Schmidtmann freut sich besonders, dass die Dolphins im Herzen Deutschlands den Zuschlag erhalten haben. „Egal welches Team ins Endspiel kommt, das ostwestfälische Paderborn ist aufgrund der geographischen Lage sehr gut zu erreichen. Mit dem Hermann-Löns-Stadion haben wir zugleich eine Austragungsstätte, die seitens der Infrastruktur und der Spielfläche eine optimale American Football Atmosphäre zulassen. Wir werden ein tolles Event organisieren, bei dem alle Fans und Unterstützer einen unvergesslichen Tag erleben“, so Schmidtmann.
Björn Gorniak - Paderborn Dolphins
„Fliedner-Schüler“ gehen beim Lokalrivalen Düsseldorf Panther unter: Am vorletzten Spieltag der diesjährigen GFLJ-Saison in der Gruppe West kassierten die TFG Typhoons im Düsseldorfer Lokalderby eine heftige Klatsche.
Foto: Susanne Paprotny
Beim Nachbarn und Tabellenführer Düsseldorf Panther standen sie von Anpfiff an auf verlorenem Posten, ließen sich bereits im ersten Quarter den Schneid abkaufen. Mit hängenden Köpfen schlichen sie anschließend durch die Partie und konnten auf beiden Seiten des Balles in keiner Phase des Spiels an die Leistungen gegen die Münster Mammuts vor Wochenfrist anknüpfen. Am Ende hatten die Panther mit nicht weniger als 10 ihrer insgesamt 14 Offense-Drives Punkte aufs Scoreboard gebracht, fünf Typhoons-Turnovers taten ihr Übriges. Nach dem 00:67 im Stadion des VfL Benrath darf man gespannt sein, ob und wie es den „Fliedner-Schülern“ gelingt, den Hebel noch einmal umzulegen, führt sie doch das letzte Saisonspiel am kommenden Sonntag zu niemand Geringerem als dem Tabellenzweiten Paderborn Dolphins.
Andreas Paprotny - TFG Typhoons Projektteam

Nachwuchstalente der Paderborn Dolphins ließen gegen die Cologne Crocodiles nichts anbrennen (Archivbild). Gegen das GFL J Team aus der Rheinmetropole setzten sich die Dolphins deutlich mit 43:14 durch. (Foto: John Bishop)
Eine gesunde Rivalität konnte man beiden Mannschaften schon im Vorfeld bescheinigen. Hatten die Dolphins doch das Hinspiel in Köln deutlich mit 30:9 für sich entschieden. Klar, dass dieses den Kölner gar nicht schmeckte, da man in den vergangenen Jahren mit seinem U19 Team immer in den Play Offs und um die Meisterschaft mitgespielt hatte.
Die Paderborn Dolphins erwischten einen grandiosen Start in diese GFL J Partie. Nach einem schnellen Touchdown nach wenigen Minuten Spielzeit konnte die Dolphins Defensive die Cologne Crocodiles gezielt unter Druck setzen. Direkt im ersten Drive verloren die Kölner durch einen zu hohen Snap den Ball. Defensiv-End Daniel Sieslack reagierte schnell und nahm das Ei auf, trug es 35 Yards in Richtung Kölner Endzone. Die anschließenden Yards überbrückte Runningback Leander Carstensen, der damit den ersten seiner drei Touchdowns an diesem Tag erzielte.
Der zweite Drive der Kölner endete übrigens ebenfalls mit einem Fumble und einem anschließenden schnellen Touchdown für die Dolphins. Ein ausreichendes Polster von drei Endzonenbesuchen hatten sich die Ostwestfalen damit erarbeitet. Das Team ließ keine Unkonzentriertheit zu und zeigte immer wieder, wie schlagkräftig es aufgestellt ist.
Den deutlichen Halbzeitstand markierten die Dolphins mit 34:0 auf dem Score-Board. Head Coach Peter Daletzki wechselte nach der Pause munter durch und gab allen Spielern die Möglichkeit, weitere Spielpraxis zu sammeln. Trotz der oftmals nicht eingespielten Squads waren es immer wieder die Dolphins, die die Akzente setzten. Lukas Wiesbrock kam sogar bis in die generische Endzone und stoppte den Ballträger in dieser. Safety, zwei Punkte und Abgabe des Angriffsrechts hieß es für die Cologne Crocodiles.
Erst im vierten Quarter waren es dann den Kölner möglich, zwei Mal in die Endzone der Dolphins zu kommen. Einmal war es die Offensive, das andere Mal die Verteidigung der Kölner, die für 14 Punkte sorgten. Auf Seiten der Dolphins trugen sich noch Receiver Calvin-Ik Okoli und Jan Dupong-di-Moutassy in die Scorer-Liste ein. Ludwig Siemssen vergab einen Extrapunkt, zeigte bei den anderen Versuchen, dass es lediglich ein Ausrutscher war.
Die U19 der Paderborn Dolphins tritt am 09. Juli um 15:00 Uhr im Hermann-Löns-Stadion zum letzten Saisonheimspiel an. Anschließend werden die Paarungen für die Play Offs feststehen, so dass man weiß, auf welche Gegner man trifft. Der Erfolg des Jugendteams kommt nicht von ungefähr. Head Coach Peter Daletzki hatte schon vor der Saison angekündigt, dass er das Ziel Play Offs als durchaus realistisch sieht. Die dahinterliegende Arbeit mit dem Ausbau des Jugendprogrammes der Paderborn Dolphins geht nun in sein siebtes Jahr. Ein erster Schritt, die Früchte zu ernten.
Präsident David Schmidtmann sagte dazu: „Die Ergebnisse der U19 sind überragend. Schon die gesamte Saison liefern die Jungs eine souveräne und gute Leistung ab. Hier hat Peter Daletzki mit der gesamten Coaching-Crew einen sehr guten Job gemacht und in den vergangenen Jahren die richtigen Weichen gestellt.“ Der stetige Ausbau der Jugendabteilung sowie die Vereinheitlichung der Nachwuchs-Konzepte bilden hier ebenfalls eine wichtige Säule wie das gezielte Trainingsprogramm. Eine spannende und herausfordernde Zeit für die Dolphins-Nachwuchstalente, die sich nun mit Teams aus Berlin, Schwäbisch-Hall und anderen American Football Hochburgen messen werden.
Spielverlauf
- Quarter
|
Spielstand |
Was? |
Wer? |
|
06-00 |
Touchdown Paderborn Dolphins |
Jan Dupong-di-Moutassy |
|
07-00 |
PAT Paderborn Dolphins |
Ludwig Siemssen |
|
13-00 |
Touchdown Paderborn Dolphins |
Leander Carstensen |
|
19-00 |
Touchdown Paderborn Dolphins |
Leander Carstensen |
|
20-00 |
PAT Paderborn Dolphins |
Ludwig Siemssen |
- Quarter
|
Spielstand |
Was? |
Wer? |
|
26-00 |
Touchdown Paderborn Dolphins |
Jan Dupong-di-Moutassy |
|
27-00 |
PAT Paderborn Dolphins |
Ludwig Siemssen |
|
33-00 |
Touchdown Paderborn Dolphins |
Calvin-Ik Okoli |
|
34-00 |
PAT Paderborn Dolphins |
Ludwig Siemssen |
- Quarter
|
Spielstand |
Was? |
Wer? |
|
36-00 |
Safety Paderborn Dolphins |
Lukas Wiesbrock |
- Quarter
|
Spielstand |
Was? |
Wer? |
|
42-00 |
Touchdown Paderborn Dolphins |
Leander Carstensen |
|
43-00 |
PAT Paderborn Dolphins |
Ludwig Siemssen |
|
43-07 |
Touchdown & PAT |
Cologne Crocodiles |
|
43-14 |
Touchdown & PAT |
Cologne Crocodiles |
Björn Gorniak - Paderborn Dolphins
28.06.2017
Bereits am 04.06. traf die Legion U19 im dritten Spiel der Season in Gelsenkirchen auf die Devils. Das Spiel stand im Vorfeld unter keinem guten Stern, so mussten die Coaches auf 18 Spieler auf Grund von Verletzungen und Urlaub verzichten. Mit einem dezimierten Kader bestehend aus 24 Spielfähigen Spielern reiste man also nach Gelsenkirchen um dort auf die hochmotivierte Devils U19 zu treffen.

Jeder Yard zählt.
Als klarer Favorit angereist unterstrich die starke Neusser offense bereits im ersten Play, dass man hier gewinnen wollte. Der Lauf über den starken Runningback Kaan Batmaz brachte über 60 Yard Raumgewinn und sorgte auch zugleich für die ersten sechs Punkte auf dem Konto.
Auch im zweiten Drive der Offense gab diese die klare Marschrichtung an und sorgte innerhalb von drei Spielzügen für einen Raumgewinn von deutlich über 60 Yards und brachte durch Cedric Engels die nächsten Punkte auf das Board.
Die Defense der Neusser machte an diesem Tag nur ganz wenige Fehler. Unter der Führung von Kapitän von Julian Hofmann konnte man die Angriffsversuche der Devils zu jeder Zeit kontrollieren und von der eigenen Endzone fernhalten.

Manchmal muss der QB selber laufen.
Die Legion überzeugte an diesem Spieltag wieder einmal mit sehr starkem Laufspiel und sorgte immer wieder über Nick Eichhorn und Kaan Batmaz für starke Raumgewinne und setzte den Gegner damit andauernd unter Druck. Mit der Kontrolle über die Uhr und durch lange Drives in der Offense ging man mit einer Sicheren Führung in die Halbzeit.
Auch in der zweiten Hälfte lies man nichts anbrennen und erhöhte den Score durch Läufe von Maurice Stirken und erneut Kaan Batmaz zu den eigenen Gunsten. Den Schlusspunkt zum 07:34 setzte Defense Liner und Teamkapitän Cem Vosen durch einen 10 Yard Fumble Recover bis in die Endzone. Damit verzeichnet das kongeniale Duo in der Neusser Defense Weyers/Vosen nun schon 12 Punkte.
Am 02.07. geht es für das Team der U19 weiter zu Hause gegen die Wuppertal Greyhounds.

Freude nach dem Sieg.
Quelle: NEUSS LEGIONS
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