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Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Holger Fricke - Braunschweig Lions (redaktionell geändert)
Oliver Jungnitsch für NRW Football
Oliver Jungnitsch für NRW Football
Die Lippstadt Eagles haben sich mit einem echten Krimi aus der Sommerpause zurückgemeldet. Vor rund 300 Zuschauern im Stadion am Waldschlösschen feierten die Eagles am Sonntag gegen die Wesseling Black Venom ihren ersten Heimsieg der Saison. Trotz des zeitgleich stattfindenden Kreisschützenfestes und wechselhaften Wetters sorgten die Fans für eine starke Kulisse und wurden mit einem spannenden 21:14-Erfolg nach Verlängerung belohnt.
Eagles gewinnen endlich ihr erstes Heimspiel der Saison - Foto Lippstadt Eagles
Nach einem bislang eher holprigen Saisonverlauf hatten die Eagles die Sommerpause intensiv genutzt. Von Beginn an war zu erkennen, dass die Mannschaft gut auf den Gegner eingestellt war. Besonders die Defense unter der Leitung von Defense Coordinator Robin von Holz präsentierte sich konzentriert und stoppte die Offense der Gäste immer wieder.
Auch offensiv erwischten die Hausherren den besseren Start. Steven Jochim brachte die Eagles mit einem Lauf-Touchdown früh in Führung. Kicker Jonas May verwandelte den anschließenden Extrapunkt sicher zum 7:0. Noch vor der Halbzeit war es erneut Jochim, der den Weg in die Endzone fand. Auch diesmal behielt May beim Extrapunkt die Nerven und erhöhte auf 14:0.
Nach der Pause zeigte sich jedoch ein anderes Bild. Die Gäste aus Wesseling kamen deutlich besser aus der Kabine und hatten ihre Defense erfolgreich umgestellt. Mit zwei Touchdowns und jeweils verwandelten Extrapunkten glich die Black Venom die Partie zum 14:14 aus.
Da in der regulären Spielzeit keine Entscheidung mehr fiel, ging es in die Overtime. Dort übernahm Quarterback Tom Buhr selbst die Verantwortung und erzielte den entscheidenden Touchdown für die Eagles. Nach dem erfolgreichen Extrapunkt lagen die Gastgeber erneut mit 21:14 in Führung. Nach den Regeln erhielt anschließend auch Wesseling noch einmal die Gelegenheit zum Ausgleich.
Die Entscheidung fiel schließlich bei einem Trickspielzug der Gäste: Wesseling verlor den Ball durch einen Fumble, und die Eagles sicherten sich den Ballbesitz. Damit war der erste Heimsieg der Saison perfekt.
Auch Head Coach Jan Kärner zeigte sich nach dem Spiel stolz auf die Entwicklung seiner Mannschaft. Nach schwierigen Wochen sei es dem Team endlich gelungen, die einzelnen Puzzleteile zusammenzufügen und die gemeinsame Arbeit mit einem Sieg zu belohnen. Die Eagles bewiesen dabei Moral, Nervenstärke und großen Zusammenhalt.
Das nächste Heimspiel findet am Samstag, 10. Oktober, statt und verspricht ein besonderes Highlight zu werden. Ausnahmsweise treten die Eagles an einem Samstagabend an: Der Kick-off im Stadion am Waldschlösschen erfolgt um 18 Uhr unter Flutlicht.
Beim traditionellen „Whiteout Game“ sind alle Zuschauerinnen und Zuschauer dazu eingeladen, in weißer Kleidung ins Stadion zu kommen und gemeinsam für eine ganz besondere Atmosphäre zu sorgen.
Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Phillip Reiche - Lippstadt Eagles
Große Enttäuschung im Walder Stadion: Im entscheidenden Derby verpassten die Solingen Paladins den Klassenerhalt aus eigener Kraft. Vor rund 800 Zuschauern gaben die Klingenstädter im vierten Viertel eine Führung aus der Hand und unterlagen dem Remscheid Amboss mit 23:28. Da am Sonntagnachmittag zudem die erhoffte Schützenhilfe aus Troisdorf ausblieb – die Jets setzten sich knapp mit 34:33 gegen die Cologne Crocodiles durch –, rutschten die Paladins aufgrund des verlorenen direkten Vergleichs auf den sechsten Tabellenplatz ab.
Paladins unterliegen Remscheid mit 23:28 - Foto: Marc Junge
Verheißungsvoller Auftakt im Walder Stadion
Dabei erwischte das Team von Headcoach Alexander Thomas den besseren Start. Kicker Anton Lange brachte die Hausherren per Field Goal mit 3:0 in Führung, ehe Omunique Wilkerson mit dem ersten Touchdown des Tages auf 9:0 erhöhte. Remscheid zeigte sich davon jedoch unbeeindruckt: Runningback Antonio Bass verkürzte mit einem starken Lauf auf 7:9.
Eigene Fehler bremsen die Solinger Offensive
In der Folge machten sich die Paladins das Leben durch eigene Unkonzentriertheiten selbst schwer. „Wir spielen unsere Angriffe nicht sauber zu Ende“, analysierte Vorstandsmitglied Markus Jantke die fehlende Präzision in den entscheidenden Phasen.
Geblockte Versuche nach Touchdowns sowie immer wieder Raumverluste durch unnötige Strafen brachten den Amboss zurück ins Spiel. Für ein Highlight sorgte Quarterback Kai Rosin, der Receiver Geoffrey Green mit einem präzisen Pass bediente. Green erhöhte auf 15:7, ehe Anton Lange per Kick den 16:7-Zwischenstand herstellte.
Drama um Myles Bailey und späte Wende
Nachdem Remscheid durch sein starkes Laufspiel erneut auf 16:14 verkürzt hatte, stellte Solingens Runningback Myles Bailey mit seinem Touchdown den alten Abstand wieder her und erhöhte auf 23:14.
Die Szene sollte sich jedoch als Wendepunkt erweisen: Wenig später musste der US-Amerikaner nach einer vielversprechenden Offensivaktion verletzungsbedingt das Feld verlassen.
In einem von zahlreichen Unterbrechungen und großer Härte geprägten Schlussviertel behielten die Gäste schließlich die Oberhand. Nach dem erneuten Anschlusstreffer nutzte der erneut starke Antonio Bass eine Abstimmungslücke in der Solinger Hintermannschaft und fing einen langen Pass unbedrängt zur 28:23-Führung des Amboss.
Dabei blieb es bis zum Ende.
Abstieg steht fest – Blick richtet sich auf 2027
Durch den Sieg zog Remscheid im direkten Vergleich an den Solingern vorbei. Auch Troisdorf schob sich am Sonntag noch an den Klingenstädtern vorbei auf Rang fünf.
„Wir sind alle völlig leer. Unser Ziel war ganz klar ein Heimsieg und damit die endgültige Rettung“, fasste Pressesprecher Jens Merten die Stimmung unmittelbar nach dem Spiel zusammen.
Inzwischen herrscht Gewissheit: Die Solingen Paladins beenden die Spielzeit auf dem sechsten Tabellenplatz und steigen damit aus der Regionalliga NRW ab.
Für Präsident Ingo Hübner Silva ist dieses Ergebnis nur schwer zu akzeptieren:
„Natürlich bin ich mit dieser Situation alles andere als zufrieden. Ich bin davon überzeugt, dass wir sportlich nicht dort hingehören, wo wir in der kommenden Saison antreten müssen. Auch die Ligaeinteilung und die daraus resultierenden Entscheidungen waren aus meiner Sicht nicht für alle Vereine eine gute Lösung. Am Ende hat es nun uns getroffen. Aber wir müssen genauso selbstkritisch sein: Dass wir auf Platz sechs gelandet sind, haben wir uns auch selbst zuzuschreiben. Es ist schon paradox, dass wir in dieser Saison einige der Topteams der Liga schlagen konnten, gleichzeitig aber genau in den Spielen Punkte liegen gelassen haben, die für unsere Platzierung entscheidend waren.“
Den Blick richtet Hübner Silva deshalb bereits konsequent nach vorne:
„Wir werden jetzt nicht lange zurückschauen oder Ausreden suchen. Wir arbeiten bereits massiv an unserem Comeback 2027. Die ersten Entwicklungen und Gespräche laufen, und ich habe ein sehr gutes Gefühl bei dem Weg, den wir gerade einschlagen. Unser Anspruch ist klar: Wir wollen aus dieser Situation lernen, uns in den entscheidenden Bereichen weiterentwickeln und stärker zurückkommen. Dafür werden wir in den kommenden Monaten sehr viel investieren.“
Für die Paladins beginnt damit unmittelbar nach dem bitteren Saisonende die Vorbereitung auf 2027. Personelle, sportliche und strukturelle Weichen werden bereits gestellt. Der Abstieg soll dabei nicht das Ende einer Entwicklung markieren, sondern der Ausgangspunkt für einen Neustart sein.
Über die nächsten Schritte auf dem Weg in die Saison 2027 wollen die Solingen Paladins ihre Mitglieder, Partner, Fans und Freunde in den kommenden Wochen informieren.
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Verband Beitragsanzahl: 557
Cheerleading Beitragsanzahl: 85
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